Hängematte & Isolation - Bikepacking

  • Hallöchen in die Runde,


    ich hatte es ja angekündigt und mach als das Fass hier auf. Wie der Titel es schon andeutet, es geht ums Bikepacking in Kombination von Hängematte & Isolation.


    Ich geb ma ein paar Dinge vor, auch wenn das von mir schon wo stehen wird, ganz sicher. Mein Plan ist, beim Bikepacking eine Cocoon Hängematte und jene mit meinem Yeti Fusion Dry 500 (Packmaß original 14 x 37cm) zu nutzen. Meine maximale Temperaturuntergrenze liegt bei 5c°. Das da aber noch eine Isolation mit dabei sein sollte ist klar. UQ hab ich nicht, nur ein eher smartes Therm-A-Rest Slacker Hammock Warmer als erste Stufe und dann noch einen BE-X FronTier One Poncho Liner (Packmaß 17 x 23cm)


    Die zugebener maßen sportliche Aufgabenstellung das Schlaf-sei-up in meine vorhandene Bikepacking Taschen zu bekommen, ist aber nicht ganz so einfach, wie man sich das als Anfänger denkt. Bei den Bikepacking Taschen hab ich zur Verfügung stehen einen 15l Topeak Backloader im Heck und einen Topeak Frontloader am Lenker.


    Natürlich ist diese Kombination gerade hier unter Euch Profis etwas aus dem Rahmen. So wie ich das aber quer gelesen habe, seit Ihr in der Regel zu Fuß und mit Rucksack unterwegs oder eben auch mal auf dem Wasser. In beiden Fällen sehe ich da weniger Probleme selbst meine Dinge dann verstauen zu können (wer dich bestimmt auch nicht angehen, aber erstmal die eine Baustelle fertig machen).

    Der andere Knackpunkt ist ja auch offensichtlich, Underquilt und Topquilt ist bei Euch quasi Standard. Kann ich auch gut nach vollziehen, soll auch so gut sein.


    Was will ich jetzt eigentlich?


    Interessant wäre es, wie machen das andere Bikepacking User hier, wie schaut dort das Equipment und deren Handhabung aus oder wie zB. schaut das Equipment bei Dir DL1JHP aus, was ja in einen 13l Packsack passt (ich geh da gleich aber mal suchen)?


    Noch ein paar Grundzüge zu meinen Überlegungen. Temperatur: bei 5c° bin ich raus, zumindest auf dem Bike. Das ist auch die Untergrenze, eventuell schon als sportlich an zu sehen. Beim Thema Schlafsack, ja geringeres Volumen beim TQ zweifel ich nicht an, aber zum einen hab ich jetzt den ja auch nicht ganz so günstigen Schlafsack und zum anderen bevorzuge ich, historisch gesehen, eine Mütze über dem Kopf beim Schlafen. Und da ist ja, außer einer echten Mütze, ein TQ eher raus.


    Ach ja, wir kamen darüber zu sprechen als es um Isomatten als Alternative zu einem UQ ging. Das wäre für mich, eventuell auch noch eine gute Kombination, zumal man dann auch mal wo auf dem Boden, in einer Hütte der so pennen könnte.

  • Isomatte + Hängematte = geringes Packmaß

    Isomatte + gathered end Hängematte = unbequem

    Isomatte + Crosshammock = bequem


    -> Crosshammock kaufen

    Hängematten kaufen ist wie Schuhe kaufen. Sind sie zu kurz, sind sie unbequem. Um zu wissen, ob sie passen, muss man selber reinschlüpfen.

  • Schau mal in's UL Forum, da sind einige Bikepacker unterwegs. Allerdings vermutlich eher wenige mit Hängematte, aber vielleicht gibt es Inspiration für andere Bestandteile, die Platz sparen.

    Und wenn der Platz so knapp ist, ist eine großvolumige Penntüte mit 1kg halt auch nicht ideal um nicht zu sagen unnötige Platzverschwendung, wenn Du auf der Suche nach Isolation für untenrum bist.

    Zaubern kann hier entgegen deiner Hoffnung wahrscheinlich auch keiner.

    Leichter under+topquilt sollten dann nicht viel mehr Platz beanspruchen als der Schlafsack.

    Bis 5° tut's z.B. n aegismax Windhard. Damit sparst Du Dir dann auch die Isolationsschicht für's Lager -> doppelt Platz gewonnen.

  • Moin zusammen,

    Wenn gestattet mal eine kurze Zwischenfrage.........Was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen Bikepacking und einer Radtour mit Übernachtung? Oder wenn es länger dauert einer Radreise?

    Liegt es an den Unterschieden der Gepäcktaschen? Oder an der Fahrgeschwindigkeit? Oder wo liegt der Unterschied?

    Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau 🤔🤓

    Gruß von der Ostsee

  • Was du suchst ist eindeutig UL Zeug.

    Die Rennen doch mit 20L Rucksäcken durch die Gegend, wo ich 40 brauche 😜

    Ist dann halt alles andere als billig, aber so ist es halt. Da du aber nichts neues kaufen oder selber machen willst, wird das schwer.


    Wegen der Isomatte. Teste die doch erst mal eine Nacht auf der Terasse, bevor du damit auf Tour gehst, und schlecht schläfst 🤔 Auch deinen Thermarest Slacker und den Poncholiner kannst du doch super auf der Terasse testen. Wenns zu kalt wird in der Nacht, ab ins Haus. Auf Tour ist es bloed, wenn du die ganze Nacht frierst.


    Ansonsten wie hangloose sagt, ab ins UL Forum. Da wirst du sicher fündig.

  • Moin zusammen,

    Wenn gestattet mal eine kurze Zwischenfrage.........Was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen Bikepacking und einer Radtour mit Übernachtung? Oder wenn es länger dauert einer Radreise?

    Liegt es an den Unterschieden der Gepäcktaschen? Oder an der Fahrgeschwindigkeit? Oder wo liegt der Unterschied?

    Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau 🤔🤓

    Gruß von der Ostsee

    Hi,


    ja was ist Bikepacking eigentlich? Bikepacking ist nicht die klassische Radreise. Dort hat man auch die guten, bewährten und alten Radtaschen. Also die Dinger die schon unser Oma am Gepäckträger baumeln hatte. Das wäre so der erste Unterschied.


    Daraus ergibt sich, daß man zwar alles mit hat was man braucht, aber auch eben nur das. Luxusgüter wie einen Ausgehanzug, die ganz große Zwei-Personen-Küche und ähnliches ist dann eben nicht mit dabei.


    Bikepacking ist quasi das Zen unter den Radreisen.


    Ferner erlaubt es dann auch oft Wegstrecken zu nutzen, die beim normalen Radreisen eher Schiebepassagen wäre, wenn sie dann überhaupt zu machen sind.


    Bikepacking liegt im Normalfall an der Schwelle zum UL und wird wohl, je nach persönlichen Ambitionen auch so betrieben.


    Ich persönlich bin UL kritisch gegenüber, da kann auch mal ganz fix empfindliches Highend Material an seine Grenzen kommen.

    Gewicht (und damit auch Volumen, worum es mir ja hier geht) zu sparen ist nicht verkehrt.


    Meine Boardküche ist von Toaks und damit aus Titan. Gekauft hab ich sie aber vorrangig, weil sie sich eben kompakt wie nur möglich ineinander stapeln lässt. Das es dann leicht, ist gut. Ich hätte aber wohl auch was aus Edelstahl genommen.


    Um nochmals auf das Gewicht zu kommen, es muß kein Ultralight sein. Ja ich fahrr gerne schnell, aber auch nur dann wenn es geht. Denn bei mir macht teinrs schnell fahren nicht den Sinn, weil ich auch mal gerne anhalten um mir was nettes an zu schauen. Und dann darf' s auch gerne noch ein kleiner Espresso sein.


    Verständlich soweit?


    Ich vetsuche meine Kerngedanken hier nochmal raus zu stellen.


    Es geht mir nicht um Grundsatzdiskussion zB. über für und wieder Isomatte oder ähnliches...


    ...ich brauche einfach mal ein paar Daten, Beschreibungen wie Ihr das so habt.


    Daraus kann ich dann meine weitern Überlegungen herleiten, wo es bei mir harkt oder was einfach nur verkehrt läuft.

  • Und mal ein konkreter Vorschlag.


    Eine Crosshammock mit Isomatte, was wohl das leichteste und kleinste Packmass hat, aber auch nicht billig ist. Das passt am besten zu deinen Anforderungen finde ich, mit auch mal Boden schlafen.


    Oder du behältst deine Cocoon und holst dir anstelle deines Schlafsacks und einer Isomatte den Cumulus Taiga 250, Gewicht 485 g und einen Selva 250 Underquilt, Gewicht 450 g. Packmass ist beides zusammen, in etwa wie dein Schlafsack. Dann hast du sogar noch das Packmass der Isomatte eingespart.

    Geht auch teurer und bequemer, wenn du einen Wooki nimmst als Underquilt..

    Am Boden schlafen geht dann halt nicht. Aber in DE sehe ich da auch kein Problem.


    Zaubern können wir halt alle nicht ;)

  • wuppitom Bikepacking ist ein Sammelbegriff, unter dem verschiedene Leute wohl das eine oder andere von den verstehen, was du schon angesprochen hast und mancherlei Dinge mehr ;) ...


    Ich persönlich plane oft sehr lange Tagesetappen (weit im dreistelligen Bereich, je nach Gelände) und bin daher in der Regel mit wenig Gepäck und einem eher effizienten Rad unterwegs.


    Dabei ist dann für die Übernachtung meine WBB mit HG Incubator 0F, Cumulus Taiga 250, Windsocke und Cinch Buckle-Aufhängung, dazu ein Tarp je nach Saison. Das ganze passt mit etwas Überzeugung in eine Woho 13l Satteltasche, mit dem Tarp in einer snakeskin obendrauf. An der Satteltasche habe ich noch ein kleines Drahtgestell, was das ganze fest hält und noch Aufnahmen für zwei 600ml Wasserflaschen bietet. Am unteren Rahmenrohr ist eine kleine Tasche mit Werkzeug und Ersatzteilen und nochmal zwei Flaschen, eine dritte Flasche kommt ans Sattelrohr. Auf dem oberen Rahmenrohr ist eine 1,2l Tanktasche. Für kürzere Touren reicht mir das. Bei längeren Touren kommt noch eine Fronttasche an den Lenker.


    Und weil ich das Rad gestern auf dem Rollentrainer hatte... Die rote Tasche hinten ist das EH-Kit.


  • Eigentlich wollte ich ja auch schon längst was zu diesem Thema geschrieben haben. Aber der Liefertermin für mein Gravel-Bike wurde von Ende März auf Ende Juni verschoben. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Bikepacking und Querhängematte mit Isomatte gut zusammenpassen. Dokumentieren kann ich das aber wahrscheinlich erst nach dem Sommer.

  • Moin DL1JPH,

    moin zusammen,

    danke das Du schneller warst als ich. Zu meiner Entschuldigung, ich war den lausigen und leider auch langen Restzag gestern mit handwerklichen Dingen bei meiner Ältesten beschäftigt.


    Jetzt hab ich mal etwas Zeit, das Kostbarste nach der Gesundheit was der Mensch besitzt und schau mir ma Deine Sache an. Da tauchen gleich zwei Fragen für mich auf. Was zum Geier ist ein WBB und ein HG Incubator 0F??? Ich meine letzteres hab ich hier schon mal wo gelesen. Das sollte, so ich mich nicht täusche, ein Underquilt sein. :/


    Ich geh dann mal suchen...


    *kurze Zeit später*


    Suchtreffer bei Underquilt. Jetzt die WBB raussuchen. Das W könnte mit Warbonet passen...


    *wider kurze Zeit später*


    ...Warbonet wird passen, aber die Auswahl ist da wohl größer. Eventuell bist Du DL1JPH nochmal so nett mir die beiden Sachen genauer zu benennen? ;)


    Danke erstmal an die Truppe hier, die zahlreiche Punkte mit ins Spiel gebracht hat.:thumbup:

  • Wie Mittagsfrost und Waldläufer70 schon geschrieben haben - die Hängematte ist eine Warbonnet Blackbird, nicht die längere XLC. Ich bin halt etwas kürzer ;) . Ich hatte schon mit den Gedanken gespielt, den Incubator durch einen Wooki zu ersetzen, aber für ein paar Nächte reicht die Konstruktion, wie sie ist... Andere Underquilts mit der gleichen Bauform (Cumulus Selva 450 oder so) sollten kein wesentlich anders Packmaß haben.

  • Ein wesentliches Merkmal des bikepacking ist die wohl die eher sportliche Fortbewegungsart. Dabei wird dann ein Rennrad (insbesondere in der abgewandelten Form des "Gravelbike") oder ein Mountainbike genutzt. Um diese Räder nicht zu sehr durch fest montierte Gepäckträger zu verunstalten und in ihrer ursprünglichen Funktion zu beeinträchtigen, wird das Gepäck "irgendwie" am Rahmen oder sonstwo am Fahrrad befestigt. Geschäftstüchtige Leute haben dazu ein ganzes Sortiment an Equipment entwickelt, um diese Aufgabe besser zu bewältigen. Dazu gehören voluminöse Satteltaschen (z.B. mit 15 l Volumen), Lenkertaschen, Rahmentaschen, Gabeln mit zusätzlichen Befestigungsmöglichkeiten für weitere Taschen oder Flaschenhalter. Durch das Ziel sportlich und damit leicht unterwegs zu sein, ist die Parallele zum Ultralight Wandern da. Was für Ultralight taugt, kann oft auch für's bikepacking übernommen werden.


    Eine ordentliche bikepacking-Tour ist dann natürlich mehrtägig und damit stellt sich die Frage der Übernachtung. Geht natürlich auch mit Scheckkarte und Hotel; gerne aber auch in der freien Natur. Damit sind wir wieder bei der Hägematte und der Frage, ob das beides zusammengeht?!


    Ich bin noch recht neu hier im Forum, möchte in diesem Jahr diese Kombination (Hängematte und bikepacking) testen und werde dann berichten. Noch warte ich auf einen Teil der Ausrüstung (und das Ende der Corona Ausgangsbeschränkungen) :)

  • Moin,

    Danke niklasunterwegs für diese ausführliche Erläuterung👍

    Also quasi eine UL Radtour optimiert auf Schnelligkeit und somit auch aufs Gesamtgewicht. Z.T. durch neu entwickelten und angepassten Radtaschen.

    Ähnlich der Alpencross Welle in den 90er wo man mit dem möglichst leichten Mountainbike und der damaligen UL Ausrüstung auf dem Buckel in 3 Tagen über die Alpen nach Italien "geradelt" ist......Ich hätte für die gleiche Tour bestimmt 3 Wochen gebraucht.......aber ich hätte auch viel geschoben und geguckt 🥵😂

    Gruß von der Ostsee

  • Ein wesentliches Merkmal des bikepacking ist die wohl die eher sportliche Fortbewegungsart. Dabei wird dann ein Rennrad (insbesondere in der abgewandelten Form des "Gravelbike") oder ein Mountainbike genutzt. Um diese Räder nicht zu sehr durch fest montierte Gepäckträger zu verunstalten und in ihrer ursprünglichen Funktion zu beeinträchtigen, wird das Gepäck "irgendwie" am Rahmen oder sonstwo am Fahrrad befestigt. Geschäftstüchtige Leute haben dazu ein ganzes Sortiment an Equipment entwickelt, um diese Aufgabe besser zu bewältigen. Dazu gehören voluminöse Satteltaschen (z.B. mit 15 l Volumen), Lenkertaschen, Rahmentaschen, Gabeln mit zusätzlichen Befestigungsmöglichkeiten für weitere Taschen oder Flaschenhalter. Durch das Ziel sportlich und damit leicht unterwegs zu sein, ist die Parallele zum Ultralight Wandern da. Was für Ultralight taugt, kann oft auch für's bikepacking übernommen werden.


    Eine ordentliche bikepacking-Tour ist dann natürlich mehrtägig und damit stellt sich die Frage der Übernachtung. Geht natürlich auch mit Scheckkarte und Hotel; gerne aber auch in der freien Natur. Damit sind wir wieder bei der Hägematte und der Frage, ob das beides zusammengeht?!


    Ich bin noch recht neu hier im Forum, möchte in diesem Jahr diese Kombination (Hängematte und bikepacking) testen und werde dann berichten. Noch warte ich auf einen Teil der Ausrüstung (und das Ende der Corona Ausgangsbeschränkungen) :)

    So rein aus Interesse. So ein kleiner Rad Rucksack ist da no go ?

    Dann hätte man doch gleich wieder paar Liter mehr Platz ?

    Nehme ich bei Tages Rennrad Touren eben gerne mit und stört mich eigentlich mit 4 Kilo rum gar nicht. Zumindest fahre ich nicht langsamer und merke auch sonst keine Beeinträchtigungen dadurch.

  • So rein aus Interesse. So ein kleiner Rad Rucksack ist da no go ?

    Dann hätte man doch gleich wieder paar Liter mehr Platz ?

    Nehme ich bei Tages Rennrad Touren eben gerne mit und stört mich eigentlich mit 4 Kilo rum gar nicht. Zumindest fahre ich nicht langsamer und merke auch sonst keine Beeinträchtigungen dadurch.

    Einen Rucksack wird oft auch noch genutzt, sonst wird es mit dem Übernachtungsgepäck mit Verpflegung in unseren Breitengraden sehr eng. Auch für die Trinkblase ist ein kleiner Rucksack hilfreich. Man sollte sich aber nicht dazu verleiten lassen, den Rucksack zu groß zu nehmen oder zu schwer zu bepacken. Dann ist die Fahrdynamik dahin =O

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