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  • Hallöchen zusammen,

    hallöchen MrHydAndMe,

    man sollte sich schon umschauen und eine anfängliche Faszination für gewisse Dinge aber auch mal versuchen von etwas außerhalb zu betrachten.

    Die paramilitärischen Teile sind wahrscheinlich grottenstabiel, aber mir erschließt sich schon nicht, was zum Geier man da noch alles außen dran hängen soll oder will?

    Nüchtern betrachtet kauft man ja einen Rucksack um die Sachen die man hat, drinnen zu verstauen.

    Und selbst ich als eher Rucksackunerfahrener hab keine Probleme die wenigen Dinge die ich außen dran haben will/ muß, an einen regulären Rucksack zu bekommen.

    Man könnte es auch so beschreiben, daß man einen Haufen Kohle für was zahlt, was man unter dem Strich kaum bis gar nicht braucht.

    Beim bushcraftmäßigen Marsch vom Parkplatz zum Lagerplatz mag da so ein Teil cool aussehen, aber was machen, wenn die Tendenz doch mal zu einem längeren Spaziergang geht?

    Ich bin als Radfahrer recht schnell wo weg von den üblichen Strecken gekommen, was mir durchaus auch als Waldgänger passiert.

    Der Spaß fängt erst dort an, wo man mit seinem Equipment weiter kommt, als bisher.

    Und Spaß ist auch, wenn es leichter geht.

    Leichter bedeutet aber nicht automatisch ultralight.

    Man sollte sich also, meiner Meinung nach ruhig die Sache ein paar Mal durch den Kopf gehen lassen. Bei einer Hängematte macht man das ja auch.

    Ich könnte mir für meinen Fall einen modularen Rucksack so vorstellen, daß er tatsächlich nur ein Tragesystem ist, wo ich an dieses System von außen Packsäcke anbringen könnte. So könnte man vom kleinen Waldspaziergang (was natürlich untertrieben ist) bis hin zur Mehrtagestour flexibel sein und hat immer seinen passenden Partner auf dem Rücken.

    • Offizieller Beitrag

    Was in all den Themen um Rucksäcke immer etwas vernachlässigt wird, ist die Tatsache, das er auch passen muss! Bei 35L evtl nicht ganz so wichtig, weil das geringe Gewicht nicht wirklich viel Druckpunkte triggern kann. Aber wenn es mal Richtung 70L geht merkt man schon deutlich wie unterschiedlich die einzelnen Fabrikate auf den eigenen Rücken passen.

    Genau das. Wobei ich die Grenze eher in Kilogramm als Liter bestimmen würde. Bis grob geschätzt 6 kg Gewicht ist die Passform nicht wichtig. Aber spätestens ab 10 kg macht ein passender Rucksack einen gewaltigen Unterschied. 9 kg in einem schlecht sitzenden aber leichten Rucksack sind ab ein paar Kilometern eine Qual, während 11 kg in einem gut sitzenden Rucksack auch nach 10 km kaum zu spüren sind.

  • Bei 30 Grad mit einem mit 20kg beladenen TT Ranger 60 los gezogen. Ende vom Lied: Tourabbruch am nächsten Tag wegen völliger Erschöpfung

    Ha, das klingt bekannt. Den Fehler haben wohl die Meisten mal am Anfang der Outdoor-Karriere gemacht. Ich hab mal naiv versucht mit ~23kg Gesamtgewicht auf dem Rücken meine erste Mehrtagestour in den schottischen Highlands zu machen - am 4. Tag wurde umdisponiert, denn mit all dem Kram waren nicht mehr als 10-12km zzgl. ein paar Hundert Höhenmeter pro Tag drin. War völlig fertig. Gegen Ende von Tag 1 (da waren 3-4km Querfeldein durch Moor dabei auf 200-300m) hab ich den Rucksack kaum mehr übern Kopf heben können, um ihn über ein mannshohes Metallgatter zu bekommen. Für 3 Tage kommt mein Rucksack jetzt auf ~9kg weniger. Das ist mehr Einsparung als mein Daypack wiegt.

  • Die paramilitärischen Teile sind wahrscheinlich grottenstabiel, aber mir erschließt sich schon nicht, was zum Geier man da noch alles außen dran hängen soll oder will?

    Oh ja und in manchen Situationen ist das auch nicht verkehrt, wenn man sich in einer Fichtenschonung umdreht und der Rucksack gegen einen spitzen Ast kommt. Da bin ich mir nicht mehr so sicher ob ein konventioneller Rucksack nicht doch ein Loch davon getragen hätte.

    Am Molle System hab ich z.B. immer mein erste Hilfe Set und andere Pouches z.B. für eine Taschenlampe oder auch isolierte Pouches für Feldflaschen. Die Taschen wechseln auch zwischen dem großen Winter Rucksack und einem kleineren für den Rest des Jahres.

    Der Spaß fängt erst dort an, wo man mit seinem Equipment weiter kommt, als bisher.

    Und Spaß ist auch, wenn es leichter geht.

    Wenn man sich keine Sorgen um seine Ausrüstung bezüglich Robustheit machen muss, macht das auch Spaß ;)

    Aber meistens geht es eher um das Aussehen der Rucksäcke. Ein quitschbunter Trekkingrucksack passt einfach nicht ins Bild zu sonst eher robust uriger Ausrüstung. Wer nicht in dem Hobby drin ist wird das nicht verstehen.

  • Nanana - nicht so negativ - ihr seid nicht gestorben - also doch jetzt garantiert harrrr-harrrr-härrrrrterrrr als zuvor :!:

    Spannend wäre natürlich noch, wie oft man dieses Experiment widerholen muss - und wann härter dann hart genug ist, um nicht mehr mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, sondern zu beginnen, selbigen sinnvoller zur Problemlösung einzusetzen.

    Die völlig fertigen Schneckenhausschlepper, an denen ich irgendwo am wegesrand liegend mit meinem nach Tagesausflug aussehenden Beutelchen vorbeihüpfe strahlen ehrlich gesagt mit auch gerne mal etwas feuchten Augen (sicher alles nur Schweiß - harr) meist eher das Gegenteil dessen aus - Entkräftung, Verzweiflung, Selbstaufgabe, Panik, Wut - das volle Spektrum. :/

    Ich meine, es bereits mindestens ein, zwei Mal hier und andernorts geschrieben zu haben - die Vorgehensweise, die gear list zur Tour zu erstellen und dann den dafür passenden Rucksack zu wählen ist die deutlich bessere Herangehensweise.

    Wie so oft ist die Quadratur des Kreises, das Schweizer Taschenmesser, die Universallösung zwar theoretisch erstrebenswert, kann meist praktisch aber nur alles irgendwie ein bisschen und nichts wirklich richtig.

    Gilt natürlich nur für's ernstzunehmende Wandern und Trekken.

    Die Suche nach dem 'möglichst großen Sack, um allen möglichen Plunder ein paar Meter in den Wald zu tragen' hatten wir ja erst auf S.6, da muss man nicht alles wiederholen denke ich und kann meine Empfehlung für die berühmte blaue nur wiederholen.

    p.s. ja, die bald 20+kg und irgendeinen geliehenen Rucksack für eine GR-Langstrecke im Gebirge habe auch ich mir angetan - genau ein Mal.

    5 Mal editiert, zuletzt von hangloose (8. Februar 2022 um 15:11)

  • Ein quitschbunter Trekkingrucksack passt einfach nicht ins Bild zu sonst eher robust uriger Ausrüstung. Wer nicht in dem Hobby drin ist wird das nicht verstehen.

    Es gibt auch genügend neutrale Rucksäcke in Schwarz/Anthrazit/Grau oder in Khaki/Sandtönen. Haben Osprey, Bergans, etc auch im Angebot. Selbst bei Vaude, die ja sehr gerne auf quietschig-neon-farbene Stoffe setzen, gibt es solche Sachen. Interessanterweise ist es nur bei Regenhüllen teilweise schwieriger, etwas neutraleres zu finden, wobei hier ggf. eine Signalfarbe manchmal auch nicht blöd ist.

    Ich finde persönlich ja Militärausrüstung immer sehr unnötig schwer und pseudo-martialisch. Ja, die sind teilweise verdammt praktisch gehalten, aber für die zivile Nutzung braucht es sowas halt größtenteils nicht. Man muss ja nicht gleich auf UL Rucksäcke aus Dyneema und 30D Ripstop gehen. Gibt ja auch genug aus 100D-200D. Der Osprey Kestel 58l (~1,8kg) ist aus 210D und 630D Nylon Dobby gefertigt. Den bekommt man sicherlich auch nicht so schnell kaputt. Oder der Osprey Rook 50 (~1,6kg) aus 600D Polyester. In der 65l Version wiegt der wohl keine 100g mehr. Gibt's alle in gedeckten Farben bzw Anthrazit/Schwarz.

    Natürlich ist so ein 1000D Cordura Militärrucksack von Berghaus oder TT wahrscheinlich noch eine Nummer robuster, aber wozu? Es muss doch keiner von uns mit Feindkontakt rechnen, sich durch die Wälder schlagen, in Gräben hechten, durch Dornenbüsche kriechen oder mit vollem Gepäck einen Felsspalt hinunter seilen. Beim Militär gibt es logischerweise viele Situationen, in denen man keine Rücksicht aufs Material nehmen kann - oder eben auf den Zustand von Armen und Schienbeinen. Wir sind aber doch nicht unterwegs hinter feindlichen Linien auf Leben und Tod.

    Hey, jeder wie er/sie mag, aber es gibt keinen stichhaltigen Grund für den ganzen Militärkram außer "hö hö, sieht cool aus." (Edith: und das ist nicht abwertend gemeint, die Meisten haben Hobbys, bei denen das als Begründung ausreicht) Wem das wichtig ist: nur zu, viel Spaß. Logisch ist das aber nicht zu begründen. Das ist in etwa so wie Autotuning mit extremer Tieferlegung etc. Kann man machen, wenn man's mag, aber es gibt keinen Grund dafür außer eben Geschmack/Optik. Oder eine G-Klasse, Landrover, Unimog, Hummer etc im Alltag: klar, sieht cool aus, mag auch in bestimmten Situationen vorteilhaft sein, aber kommt man auch in diese Situationen?

  • Natürlich gibt es auch Rucksäcke in gedeckten Farben. Ist trozdem nicht das was man in dem Bereich vorzieht. Wie gesagt, wer in dem Hobby nicht drin ist, wird es nicht verstehen.

    Und um die Sinnhaftigkeit und logische Begründung braucht man bei einem Hobby wohl nicht zu diskutieren. Sinn macht es nur, solange man Spaß dran hat.

    Wer vom Auto 10km mit 20kg Gepäck in den Wald stiefelt und ne gute Zeit hat, macht es genau so richtig, wie jemand der um des Strecke machens mit 10kg 30km läuft.

  • Ist trozdem nicht das was man in dem Bereich vorzieht. Wie gesagt, wer in dem Hobby nicht drin ist, wird es nicht verstehen.

    Ich hinterfrage ja genau das. Das Argument "wer in dem Hobby nicht drin ist, wird es nicht verstehen." ist halt ein anderer Ausdruck für "Ich find's cool". Das ist ja auch okay. Ich find halt, dass man diese Präferenz auch mal hinterfragen kann, denn letztlich ist es eine Art self-fulfilling prophecy: neue Leute kommen rein ins Hobby, sehen überall den Kram, denken, dass sie es auch brauchen und sind dann die nächsten, die das auch herumtragen und den nächsten Neueinsteigern vormachen.

    Dieses Verhalten gibt es in vielen Bereichen und gefühlt wurde es in den letzten 10, 15 Jahren eher deutlicher analog zur Popularität von Youtube & Co: was große Namen vormachen, machen Neueinsteiger gerne nach. Sei das nun Outdoor/Bushcrafting, Fotografie, Astronomie, Gaming, Autos, Heimwerken, etc. Es wäre halt eine schöne und begrüßenswerte Entwicklung, wenn sich Leute häufiger die Frage stellen würden, welche Werkzeuge für sie selbst sinnvoll sind und sich weniger an dem "blind" orientieren, was namenhafte Influencer gerade mal wieder vorführen - was natürlich gegen deren Geschäftsmodell läuft.

    Das soll jetzt auch kein Angriff sein gegen dich oder andere, die solche Rucksäcke/Ausrüstung generell bevorzugen. Soll jeder machen wie er/sie lustig ist. Und natürlich ist es völlig ausreichend als Begründung "weil ich's cool find" anzubringen. Nichts anderes wird ein "Autonarr" sagen, wenn es um den M5 oder C63 AMG in der Garage geht. Es wäre halt gut, wenn man dann auch so ehrlich ist und das dann auch so sagt (womit ich nicht sagen will, dass du oder irgendwer anders hier nicht ehrlich ist, bitte nicht falsch verstehen).

  • Youtube und Co hat damit wenig zu tun. Das nutzen von militärischer Ausrüstung gab es in dem Bereich schon lange vor Youtube. Und zwar aus dem einfachen Grund: ausgemusterte Militärsachen gab und gibt es günstig in den Armyshops. Meine ersten Sachen hab ich vor 20 Jahren bei Räer gekauft. Da war an Youtube noch gar nicht zu denken.

    Es geht um das sich wohl fühlen mit den Sachen, das nicht drauf aufpassen müssen, das sich drauf verlassen können, das feeling allgemein und nicht um Effizienz, wenig Gewicht und Hightech Materialien. Ich habe z.B. ein Silnylon Hot Tent. Ultraleicht. Und ich habe ein polnisches Lavvu. Was glaubst du welches ich lieber nutze? Genau, das schwere Baumwollzelt. Einfach weil es geil ist und ich auf solche Sachen stehe. Und genau so geht es vielen anderen die dieses Hobby betreiben.

    Einmal editiert, zuletzt von Kubi (8. Februar 2022 um 20:35)

  • Eigentlich war der Faden ja mal als Sammelfaden gedacht, mit Vorstellung seines Rucksackes inkl Plus- und Minuspunkten. Meine Absicht war es nicht den Faden hier zu verwässern, evtl ist es Sinnvoll seitens der Mods die Diskussion hier abzutrennen und zu verlagern.

    Natürlich geht es um die Robustheit bei den Militäranbietern, mir zumindest, wenn ich mich für ein solches Modell entscheiden würde. Es mag Menschen geben die es auch einfach geil finden etwas zu nutzen was das Militär auch nutzt. Rein Psychologisch kann ich das nachvollziehen. Ich finds auch geil einen Kocher zu haben der sich schon auf zig Expeditionen bewährt hat. Gibts bestimmt einen Begriff für für so ein Verhalten.

    Was ich aber in erster Linie gesucht habe, ist die Möglichkeit, meine "Module" zu nehmen und bei Bedarf an den Rucksack dranzustöpseln. Ich habe meine Ausrüstung (über die man streiten kann, gerne per PN) für bestimmte Situationen unterteilt. So nehme ich mir zB das Modul "Kochen" bei Bedarf aus dem Regal und bin glücklich.
    Braucht kein Mensch und kann man auch anders handhaben, mich befriedigt es. Sehr sogar.

    Dabei bin ich zufällig auf TT gestoßen, wenn Fjällräven so ein System gehabt hätte, wäre es eben so gewesen, wenn das Ergebnis 1kg mehr oder 1kg weniger gewesen wäre - wäre es eben so gewesen. Ok bei +1kg wirklich nicht, aber lassen wir das.

    Über den Sinn und Unsinn möchte ich garnicht diskutieren. Jeder wägt für sich ab was sein Sytem wiegen darf, jeder hat seine Wohlfühlzone und bewertet die Geschichte anders. Wenn Karlheinz wandern geht, will er so viel Erholung und so wenig Gewicht wie möglich haben. Wenn ich wandern gehe, darf es gerne ein bißchen Training sein. Training ist immer, " wenn es mich nicht umgebracht hat", aber das wirst du schon richtig verstanden haben hangloose ;)

    Zu dem Sinn und Unsinn noch etwas. Wer wie sein Hobby für sich sinnvoll betreibt muss jeder für sich selbst überlegen. Und das Hobbys irgendwie immer mehr oder weniger Quatsch sind, ist einfach so, spätestens wenn ein anderer es für sich bewertet.
    Ich trage amerikanische Arbeiterstiefel. Das ganze Jahr, bei jedem Wetter. Das ist suboptimal, aber mir macht das Spaß, ich mag die Treter. Und das eintragen von den Teilen war tatsächlich fast eine Nahtoterfahrung. Da kann man den Kopf drüber schütteln, ich tue das manchmal selber.
    Ich fahre nebenbei einen Oldtimer. Bei jedem Spritpreis, und egal wieviele Eisbären dafür drauf gehen. Auch das ist suboptimal, und auch da kann man den Kopf drüber schütteln. Auch damit hatte ich schon Nahtoterfahrungen=O
    Ich bin bereit, mir einen völlig übertrieben-stabilen Rucksack zu kaufen, den ich niemals an seine Grenzen bringen werde. Aber der wird mich definitiv die nächsten 30 Jahre begleiten, genau wie meine Schuhe. Auch das kann man als Quatsch betrachten, oder als nachhaltig. Jeder bewertet das anders.

    Für eure Anregungen was das Gewicht angeht danke ich euch, denn da waren Dinge bei, die ich so noch nicht betrachtet habe und mir sehr geholfen haben, egal für welchem Rucksack ich mich dann entscheiden werde.
    Nächste Woche bin ich dann wieder der Meinung das ich erstmal einen Underquilt brauche statt einem Rucksack, das ändert sich noch ein paar mal.

    Falls noch jemand etwas zu einer Alternative beisteuern kann (als modulares System) bin ich ganz Ohr, auch ein Tragegestell käme in Frage.
    Ich konnte bis jetzt nur Monster finden die selbst mir dann wirklich zu klobig waren.
    Gerne auch per PN um den Rahmen hier nicht zu sprengen.



    Viele Grüße:)<3

  • Die paramilitärischen Teile sind wahrscheinlich grottenstabiel, aber mir erschließt sich schon nicht, was zum Geier man da noch alles außen dran hängen soll oder will?

    Handgranaten und Panzerfaeuste natuerlich. Haben ist besser als brauchen. Hab ich doch schonmal gesagt.

  • Ich denke am meisten Sinn macht es, insofern der Geldbeutel es zulässt, sich einen Rucksack für Trekking und einen für Bushcraft zuzulegen. Ich finde der Seelenfrieden den man mit robuster Ausrüstung hat ist echt nicht zu unterschätzen. Wenn ich mit meinem Gregory Paragon unterwegs bin schau ich dann doch lieber nochmal nach wo ich den abstelle oder habe ein ungutes Gefühl wenn ich an einem Ast hängenbleibe. Mit meinem billigen Mardingtop Rucksack kann ich mich auch locker mal durch paar Büsche schlagen oder mit gutem Gewissen paar Holzscheitel mitnehmen. Dasselbe gilt für Tarps oder Zelte. Mein Tarp aus dem BW shop benutze ich ohne Probleme auch mal als Bodenplane oder schmeiß es beim Abbauen auf den Boden, mit dem Superfly wäre das undenkbar. Klar zahlt man einen Preis in Form von Gewicht aber manchen Leuten ist es das halt wert. Wenn du vorhast mit dem Ding auch mal längere Wanderungen zu machen würde ich trotzdem etwas leichteres nehmen. Macht sonst einfach kein Spaß und hält einen zurück.

  • Wenn du vorhast mit dem Ding auch mal längere Wanderungen zu machen würde ich trotzdem etwas leichteres nehmen. Macht sonst einfach kein Spaß und hält einen zurück.

    Das eine längere Wanderung mit zu schwerem Rucksack einem den Spaß vermiesen kann muss ich leidvoll bestätigen aber es gibt verschiedene Wege damit um zu gehen.

    Als mir mein Rucksack samt Inhalt zu schwer wurde hab ich mir einen Wanderwagen gebaut und den Rucksack da drauf geschnallt. Bin also immer noch mit zu viel und zu schwerem Gedönse unterwegs weil ich das so mag aber ich brauch es nicht mehr schleppen 😎

    Don't Panic

  • Moin zusammen,

    ich denke wer wirklich viel mit dem Rucksack unterwegs sein möchte, braucht vor allem ein Rucksack der passt!

    Ab 10-12kg Transportgewicht würde ich auf jeden Fall einen Rucksack mit Rahmen wählen da sich bei solchen Rucksäcken die Last besser auf die Hüfte legen lässt!

    Ich finde der Rucksack sollte seinem Träger genau so gut passen wie ein paar Wanderschuhe. Wer viel querfeldein läuft braucht wohl robustere Materialien als jemand der sich überwiegend auf Wanderwegen aufhält.

    Optik und Ausstattung kämen bei mir erst an 2. Stelle.

    So cool das auch aussehen mag die Kuksa, Pfanne, Feuerhand Laterne oder sonstwas draußen am Rucksack baumeln zu haben, verlässt man die Wege und geht querfeldein wird man oft irgendwo hängen bleiben.

    Die meisten meiner Rucksäcke sind auch aus dem militärischen Bereich (Wisport,BW, Karrimor)...........mit diesen Rucksäcken mache ich aber keine langen Wanderungen. Dafür nehme ich dann lieber einen sehr gut sitzenden Trekkingrucksack z.B. meinen Deuter Aircontact. Der lässt sich einfach deutlich angenehmer tragen auf längeren Strecken. (Oder meinen Wanderwagen 🙂)

    Auch würde ich auf jeden Fall empfehlen sich seinen Rucksack im gut sortierten Fachgeschäft zu kaufen. Dort hat man dann die Möglichkeit verschiedene Modelle zu testen und kann sich dann für den am besten passenden entscheiden.

    Eine minimale Druckstelle z.B. an Schultern oder Hüfte am Anfang der Tour kann sich nach einigen Kilometern zu einem schmerzhaften Problem entwickeln.......

    Rücksäcke von bewährten Marken verwenden meisten auch robuste Materialien. Da hat sich in den letzten Jahren viel getan :thumbup:

    Als ich noch viel auf Reisen war, hat bei mir ein Rucksack z.B. von Lowe Alpine, Deuter oder Bach im Durchschnitt 2 Jahre on the Road überstanden..........danach waren sie oft durch.

    Das Hauptproblem war meisten der Abrieb des Rucksackmaterials durch unsanfte Behandlung beim Transport in Bus, Bahn o.ä. oder durch mich😊

    Bei einem Bach Fatmax Rucksack haben sich nach etwas über 2 Jahre im Einsatz mal die ganzen Polster am Rücken aufgelöst. Ich vermute durch ständigen Schweiß und Staub..........

    Vor kurzem haben übrigens mal Mäuse ein Loch in den Savotta Rucksack eines Kumpels geknabbert weil er dort wohl irgendetwas Leckeres versteckt hatte😆 und der Savotta ist soweit ich weiß aus 1000er Cordura.

    Also besser abends alles auf futtern oder Rucksack unerreichbar für potentielle Nahrungskonkurrenten aufhängen :)

    Gruß von der Ostsee

  • Mein Bach Specialist begleitet mich nun seit 30 Jahren. Ich bin glücklich mit dem Ding. Viele meiner Wanderungen gehen Querbeet. Es gibt Leute, die behaupten, wenn man mit mir Spazieren geht, endet es immer mit Querfeldein. Ich glaube mittlerweile, die haben Recht. Ob das Teil 800 Gramm mehr wiegt, ist mir persönlich egal im Tausch gegen lange Nutzungsdauer und, das wichtigste, der passt mir und ich kann damit auch längere Touren problemlos gehen. Und wenn es mal, zum Beispiel für Höhlentouren mehr zu schleppen gibt, geht das auch, das passiert bei mir recht häufig. Und da werden die Kilos unvermeidbar gebraucht und sind nicht reduzierbar. (Ich habe mich in dem Faden hier schon einige Male gefragt, warum viele hier bei 20kg Alarmglocken hören. Ich bin da doch recht häufig drüber und finde das für meine Zwecke auch völlig ok.) Den Service bei Bach habe ich als sehr gut empfunden, was durchaus auch ein Argument ist.

    Obiges ist meine rein persönliche Sicht und meinem Anforderungsprofil geschuldet. Das andere das völlig anders sehen, kann ich durchaus nachvollziehen. Ich könnte mit so einem“Leichtsäckchen“ fast nie etwas anfangen, daher habe ich so etwas auch nicht.

  • Meinen Jaguar S60 von Karrimor habe ich inzwischen auch seit 30 Jahren. Und das ist der Rucksack, der sich für mich bisher am besten trägt. Zudem ist er auch noch ordentlich in Schuss. Den kann ich bis 18 kg befüllen und er trägt sich am Rücken immer noch erstaunlich angenehm. Sein Eigengewicht dürfte bei 2 kg oder mehr liegen.

    In den vergangenen Jahren habe ich ihn vor allem genutzt, wenn ich geflogen bin, denn das traue ich dem zu, ohne mir Sorgen zu machen, dass er Schaden nehmen könnte. So hat er mich in den letzten Jahren zum Beispiel auf den "West Highland Way", den "Great Glen Way" und auch den "East Highland Way" in Schottland begleitet.

    In der näheren Umgebung habe ich in den letzten Jahren eher leichtere Rucksäcke genutzt: Gorilla, Mariposa und Kumo von Gossamer Gear und den Jam 70 von GoLite. Allerdings kann ich die nicht ganz so schwer beladen, sonst wird es an Rücken oder Schultern etwas unangenehm.

    Was ich noch zu bedenken geben möchte: Wenn man zu Knie- oder Fussproblemen neigt, wird man gerne zu einem leichteren Rucksack greifen, selbst wenn er sich am Rücken vielleicht etwas weniger angenehm trägt; denn da möchte man den Rucksack ohnehin nicht zu doll füllen. Die Knie und Füsse müssen jegliches Gewicht schleppen, auch das zusätzliche Leergewicht eines noch so bequemen Rucksacks.

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