Wandern in der Dunkelheit - mit oder ohne Licht

  • Nee, eigentlich nicht. Ich finds eigentlich besser Nachts im Wald ohne zu laufen. Hab ich schon bei den Pfadfindern gelernt. Wichtigste Regel: Immer in die Baumkronen sehen. Dort bildet sich der Weg in der Dunkelheit ab.
    Grüße, Jakob

  • Nachts im Wald ohne Lampe laufen und dabei in die Baumkronen schauen? Also Hans-guck-in-die-Luft spielen? Wieviele Schritte kannst Du dabei machen, ohne über eine Wurzel zu stolpern und ohne Dir einen Zweig ins Auge zu rammen?

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Ich finds eigentlich besser Nachts im Wald ohne zu laufen

    Finde ich auch, nur so kommt "Romantik" auf. Mangels Taschenlampen haben wir das früher auch immer so gemacht, allerdings nur auf gut bekannten Wegen. Wenn es unbekannte Trails sind oder es etwas buschiger wird, würde ich das heute sicher nicht mehr machen.

    Die schöne Nachtstimmung ist allerdings mit kaltweissen LEDs definitiv im Eimer, Alternative sowas.

  • Nachts im Wald ohne Lampe laufen und dabei in die Baumkronen schauen? Also Hans-guck-in-die-Luft spielen? Wieviele Schritte kannst Du dabei machen, ohne über eine Wurzel zu stolpern und ohne Dir einen Zweig ins Auge zu rammen?

    Probiers mal aus und denke an mich..... Den Untergrund mußt Du mit den Füßen erspüren. Hier gibts bestimmt ein paar Waldläufer und Einzelkämpfer, die das bestätigen werden.

    Jakob

  • Nachts im Wald ohne Lampe laufen und dabei in die Baumkronen schauen? Also Hans-guck-in-die-Luft spielen? Wieviele Schritte kannst Du dabei machen, ohne über eine Wurzel zu stolpern und ohne Dir einen Zweig ins Auge zu rammen?

    Ich bin da auch der Meinung, wenn es so dunkel ist, dass man den Weg nicht mehr sieht, sollte man aus Sicherheit ein Leuchtchen an machen. Die Rettungskräfte und deine Gesundheit werden es dir danken.

    Mal abgesehen davon, dass wir schon die Jäger Thematik hatten.

  • Oh, ich habe es schon oft ausprobiert und nur sehr selten erfolgreich. Deswegen halte ich es für sehr gefährlich. Mein Augenlicht und die Gesundheit im Allgemeinen sind mir zu wertvoll um nachts ohne Licht durch den Wald* zu laufen.


    *Damit meine ich richtigen Wald, also keine Forststraßen oder breite Wanderwege.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Nee, eigentlich nicht. Ich finds eigentlich besser Nachts im Wald ohne zu laufen. Hab ich schon bei den Pfadfindern gelernt. Wichtigste Regel: Immer in die Baumkronen sehen. Dort bildet sich der Weg in der Dunkelheit ab.
    Grüße, Jakob

    Bei uns in der Egge kann ich von solchen Ideen nur strengstens abraten! Da wette ich um ne gute Taschenlampe das du keine 500m durchs Felsenmeer oder an den Teutoniaklippen schaffst. ^^

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • Es kommt doch wie immer aufs Szenario an. Einen Ast habe ich mir bisher immer am ehesten dann ins Auge gerammt (zum Glück ist es noch nie passiert), wenn ich auf den Boden geschaut habe. Das Geheimnis besteht darin, nicht fix in eine Richtung zu schauen, sondern von unten nach oben und von oben nach unten den Blick schweifen zu lassen. Auch ein Blick zur Seite ist da ab und zu nicht verkehrt. Mit Lampenlicht erschrecke ich dabei aber oft ab den grottesken Schatten, die ich seitlich selbst werfe.


    Ich laufe nachts auch am liebsten ohne Licht. Gestern habe ich den Weg dem Waldrand entlang gewählt (wegen allfälliger Jäger; die bekomme ich im Moment gerade nicht mehr aus dem Kopf) und die Lampe nur für den Aufbau des Lagers eingeschaltet. Aber auch das schaffe ich eigentlich meistens ohne Kunstlicht. Kommt halt auf die Helle der Nacht an.


    Ergänzung:

    Man sollte auch bedenken, dass nicht alle Menschen in der Nacht gleich gut sehen. Einige sind extrem nachtblind, bei anderen muss es schon sehr dunkel werden, bis sie "nichts" mehr sehen. – Ich schaue mir vor meinen Touren immer die Karte an und weiss, wo es steile Felsen gibt. Häufig kenne ich die Gegend auch bereits. Zu meinem "Lieblingsplatz" im Jura finde ich auch ohne Licht... und da geht es links oft 20 bis 80 Meter senkrecht runter und bisweilen fällt das Gelände auch nach rechts relativ steil ab. Ich sehe aber die Wegspur und kann meine Füsse bei ausreichend Sternen- und Mondlicht problemlos auch ohne Lampe sicher aufsetzen. Und sonst habe ich die Lampe ja dabei. Wird es mir zu dunkel, so setze ich sie auf und schalte sie ein. (Ich bin im Übrigen eher das Gegenteil eines risikofreudigen Menschen; aber wenn ich genug sehe, um zu wissen, wo ich meine Füsse hinsetze, empfinde ich das nicht als riskant.)

  • Zum Wandern bei Nacht habe ich an liebsten ein Rotlicht, nicht zu hell. Mittlerweile nehme ich auch eine Nitecore NU25. Das hat den Vorteil, dass ein eventueller Jäger mich sieht (das ist hier im Schwarzwald echt wichtig!) ohne dass ich mich selbst zu sehr blende. Wenn ich dann einfach mal irgendwo sitzen und in den Wald hören will, kann ich das Licht einfach aus machen.

  • Zum Wandern bei Nacht habe ich an liebsten ein Rotlicht, nicht zu hell. Mittlerweile nehme ich auch eine Nitecore NU25. Das hat den Vorteil, dass ein eventueller Jäger mich sieht (das ist hier im Schwarzwald echt wichtig!) ohne dass ich mich selbst zu sehr blende. Wenn ich dann einfach mal irgendwo sitzen und in den Wald hören will, kann ich das Licht einfach aus machen.

    Genau so favorisiere ich es auch.

    Ich überlege nur mir die NU32 zuzulegen, ist zwar schwerer, hat aber auch ordentlich mehr Akku.

  • Gemäss Titel geht es im Übrigen ums Wandern in der Dunkelheit. Ich zumindest wandere in der Regel auf Wegen (Waldwege, Feldwege, einspurige Wanderwege). Die zeichnen sich tatsächlich oft schön ab, weil von oben dem Weg entlang etwas Licht in den Wald kommt.


    Im alpinen Gelände würde aber auch ich auf jeden Fall eine Taschenlampe verwenden (die ich aber auch nur einschalten würde, wenn aus meiner Sicht notwendig).


    Querfeldein ist definitiv ein anderes Thema... v.a. wenn man das Gelände nicht kennt und im Vorfeld auch keine (gute) Karte konsultiert hat.

  • Moin zusammen,

    auch ich benutze nachts im Wald meist eine Kopflampe mit Rotlichtfunktion.

    Selbst bei Vollmond kommt bei einem geschlossenem Blätterdach nicht mehr viel Licht am Boden an. Ich kann zwar grobe Umrisse erkennen aber einen Baumstumpf unter Blättern wohl nicht mehr.

    Anders ist es wenn ich auf Wegen oder offenen Flächen Wiesen/Feldern/Strand wandere. Dort brauche ich dann je nach Mondlicht keine Lampe. Habe aber zur Not immer eine dabei!

    Wer quer durch den Wald läuft braucht auch keinen Weitstrahler. Man kann ja Tagsüber schon nicht allzu weit gucken.

    Wer mit dem Fahrrad nachts durch den Wald „rast“ braucht wieder eine andere Lampe.

    Mir gefallen am besten vielseitige Lampen. Also mehrere Leuchtmodis, Rotlicht, die Möglichkeit der Nutzung eines Difusers, Wiederaufladbarer Akku, wasserdicht sollten sie natürlich auch sein und solche Dinge halt.

    Mittlerweile gibt es auch im unteren und mittleren Preisbereich brauchbare Lampen z.B. von Olight oder Truenight.

    Mein Schwager hat die Lupine Wilma und ist sehr, sehr zufrieden mit der Lampe.

    Aber ich denke für den „normalen“ Hausgebrauch im Wald eignen sich zuverlässige Kopflampen der bekannt guten Hersteller am besten.

    Ich vermeide es auch nachts im Wald oder unwegsamen Gelände umher zuwandern wozu auch? außer ich bin auf der Flucht.

    Wenn ich nachts den Wald in mich aufnehmen und ihn genießen möchte dann setze ich mich an einem schönen Platz und verhalte mich ruhig. So steigt auch die Wahrscheinlichkeit mal ein bisschen Nacht Wildlife zusehen oder zuhören, als wenn ich im dunkeln Wald stolpere.

    Und genau: Da ist ja auch noch die Sache mit den Jägern🤭🤓

    In diesem Sinne......Gruß von der Ostsee

  • Moin zusammen,

    man kann sich auch einen Petroleum Einsatz für die UCO Laterne basteln.

    Es gibt auch verschiedene kleine Labor Brenner zukaufen die genau in die UCO Laterne passen.

    Die Brenner aus Messing haben einen Schraubdeckel aber ohne Gummidichtung. Die Dichtungen dafür habe ich mir im Baumarkt besorgt. So kann man sein Petroleum in dem Brenner belassen. Die Teile funktionieren auch mit Lampenöl oder Spiritus. Man braucht noch einen Docht dazu.

    Der kleine Messing Brenner von Amazon brennt mit einer Füllung Petroleum ca. 2,5 Std.

    Gruß von der Ostsee

  • Bin auch vernarrt in das Teil.

    Nur die Kerzen sind unangenehm teuer. Ich hab deshalb lange rum experimentiert um funktionierende Kerzen selber zu gießen.

    Ich hatte auf der Kanutour auch diese Lampe mit ( Moch ebenso). Was mich daran etwas stört ist die Aufhängekette, die sehr heiß wird. Wenn das Ding mal umfällt, verkleckert das Wachs das Glas. Aber ich mag sie trotzdem. Warum hast du die Kerzen selber gegossen? Wenn meine 4 mitgelieferten Stumpen runtergebrannt sind, habe ich eigentlich vor, ganz normale 3 cm dicke Kerzen passend zu kürzen und anstelle der Originalkerzen zu verwenden. Hat das schon jemand probiert?

  • Der Docht von Kerzen ist immer auf den Durchmesser der Kerze abgestimmt.

    Bei der UCO ist der für den Docht effektive Durchmesser aber nur die Öffnung in dem Aluminium Röhrchen. Der Docht von normalen 3cm Kerzen ist also zu dick. Damit wird dir die Flamme zu groß und die Kerze zu heiß .... sie schmilzt zu schnell und der Docht wird noch länger..... das endet in großen Wachslache wenn du es nicht früh genug stopst.

    Wenn du das verhindern willst mußt du regelmäßig den Docht kürzen..... Probier es aus, wenn du doch Kerzen findest die funktionieren lass es mich wissen

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