Cumulus Selva 250 / 300 UQ - Erfahrungswerte und Kaufberatung

  • Hallo,


    mir qulamt schon wieder die Birne...


    Nun habe ich hier (und da und dort) über Tage, seitenlange Bberichte über die Under- und TopQuilts von Cumulus gelsen und komme einfach nicht überein, welche Kombination für mich sinnvoll sein würde. Daher mag ich euch um eure Erfahrungswerte und Empfehlungen bitten.


    Über kurz oder lang soll eine Warbonnet BB XLC zu mir kommen (der innere Finanzminister ist schon fast weichgekocht :))

    Aber das nur zur langfristigen Idee, mit der ein UQ und ein TQ gut funktionieren soll. Aktuell soll das Set mit einer selbstgenähten 11" HäMa funktionieren.


    Am WE war ich kurz davor einen Quilt 250 zu bestellen, da der mir vielseitiger und vor allem bequmer erscheint als die Taiga Modelle. Soweit so gut.

    Den wollte ich mit einem Selva 250 kombinieren um damit von etwa Mai bis in den Oktober hinein, vor allem aber im Sommer, gut abhängen zu können.


    Nun bin ich zum Glück beim recherchieren nochmal auf @Riippumatto-Joerg´s Beitrag zum Selva 600 gekommen und habe von infrastellar den wertvollen Hinweis zur diagonalen Länge bzw Kürze des Selva 250 von "nur" 150cm bekommen (in Standardgröße "M").


    Das lässt mich wieder zweifeln, da mir das recht kurz vorkommt. Also nochmal ab zum Vergleichen der Spezifikationen auf der Cumulus Homepage.

    Ab Selva 300 beginnt quasie eine neue Kategorie:

    Die Grundmaße sind (statt 180cm) 215cm in "M" und es gibt die Option "L" zu wählen mit 235cm.

    Natürlich ist der 300er auch deutlich wärmer angegeben und auch schwerer als der Selva 250.


    * Welche Länge denn nun für Früh- bis Spätsommer und wenn Selva 300, ist das nicht mit dem Quilt 250 schon zu warm?

    * Braucht es die maximale Länge von 235cm für eine ordentliche, diagonale Abspannung, oder reichen wohlmöglich sogar die kurzen 150cm mit einem Kopfkissen? Es gibt ja auch kurze oder 3/4 UQs von diversen Herstellern. Wobei ich da etwas skeptisch bin bzgl. Komfort und kühlen bzw. kalten Nächten.


    Ach ja, ich bin bei ca 173cm und eher unauffälliger Statur; also kein Riesenmensch der aufwändig warm gehalten werden muss :)


    Würde mich über eure Erfahrungen / Meinungen / Tipps dazu freuen.

  • Es gibt immer die Möglichkeit sich unter die Füße/in die Fußbox des TQ ein aufblasbares T-a-R-Sitzkissen zu legen. Das machen viele bei ihrem 3/4-UQ so (ich auch). Ich bin jetzt die erste Saison mit meinem 3/4-UQ draußen (seit Juni) und habe nur die Hälfte der Nächte das Kissen unter den Füßen in meinem Cumulus Taiga 250 gebraucht, damit sie nicht auskühlen.


    Der Vorteil von Daune ist, dass sie wesentlich flexibler auf unterschiedliche Außengrade temperiert. KuFa ist da enger im Spektrum. Mit dem Taiga 250 war ich auch noch im November bei +2 Grad im Wald – allerdings im vollen Kleiderwix kuschelig eingepackt. Unten drunter hatte ich da aber bereits meinen Scandinavian Wooki hängen. Mein Eindruck ist, dass der Topquilt durchaus etwas dünner sein darf in der Kombi mit dem UQ. Die Kälte von unten ist für mich einfach unangenehmer beim Schlafen, daher gebe ich "untenrum" was die Temperatur angeht gerne etwas mehr Sicherheitsraum.


    Wenn du nur bis in den frühen Herbst mit dem Selva abhängen willst, würde ich es aus Platz- und Gewichtsgründen mit dem Selva 300 in der Länge von 215cm probieren und ihn mir mit der Betonung auf Schultern und Rumpf justieren. Ich habe immer ein kleines Hängemattenkissen dabei, das reicht mir zum Buff/Kopftuch/Mütze. Für die Füße ggf. die Sitzmatte (s. o.).

  • Ich habe mir mal die durchschnittlichen Nachttemperaturen in Deutschland angesehen und bin mit Früh- bis Spätsommer schon eher konservativ in der Fomulierung. Ich denke an etwa Mai bis Oktober. Also eher so die frostfreie Zeit.


    Ach ja, einen Dauenschlafsack im Komfortberich von knapp unter 0°C hätte ich für die kälteren Nächte. Ich meine er war mit -5°C ausgeschrieben. Im Sommer ist er viel, viel zu warm.


    Inzwischen tausche ich zum schlafen die obere Kleidungsschicht und die Socken. Dabei lasse ich ganz gerne die (lange) Hose an um den Schlafsack nicht voll zu sotten und kein extra Inlett mitnehmen zu müssen. Finde ich bequemer und es bleibt mir erspart, morgens in eine kalte Hose steigen zu müssen.


    Kleines Sitzkissen und ein kleines Kopfkissen gönne ich mir mitzunhemen, trotz Blick auf Gesamtgewicht und Packmaß. Es muss nicht UL sein, darf aber gerne sinnvoll leicht sein.


    Sind bei dem 3/4 UQ die Aufhängeschnüre nicht ungüstig im Weg?

  • Im Winter benutze ich einen bis auf die Fußbox geöffneten 3-Season-Daunenschlafsack, der geht auf jeden Fall gut bis -5 als Zudecke. Bei +10°C habe ich aber auch arg geschwitzt und musste viel lüften. Für den Hochsommer habe ich einen dünnen Synthetik-Schlafsack von High Peak für 10 Euro aus dem Supermarkt, dessen Packmaß auch nicht viel größer ist als der Taiga 250. Bis runter auf +15°C komme ich auch mit dem noch zurecht.


    Das Schöne am Sitzkissen ist die Doppelnutzung: entspannt abends bequem rumsitzen und danach die Isolation für die Füße von unten.


    Bei meiner Größe von 178 cm und den Maßen meines 3/4-UQ klappt es bisher ganz gut, dass das Shockchord am unteren UQ-Ende in etwa an meiner Kniekehle hochkommt und somit bereits oberhalb meiner Zehen vorbei ist in Richtung Hängemattenaufhängung. Ich habe mit meinen Füßen (so lange ich wach bin) keinen Kontakt mit der Aufhängung, wenn ich diagonal in meiner Matte liege (egal ob in der Warbonnet Blackbird XLC [da ist die UQ-Schnur schon oberhalb der Footbox] oder einer von meinen DIY-Matten).

  • mogli Hast du schon eine Entscheidung getroffen? Ich habe gerade die gleichen Überlegungen wie du angestellt. Ich bin ziemlich kurz (gute 1,60m) und brauche ehrlich gesagt auch eine kurzfristige ( ;) ) Lösung - die Sommerferien stehen vor der Türe und ich will raus =) Daher warte ich auch sehnsüchtig darauf, dass TreeGirl ihren Shop wieder öffnet, denn ich brauche noch ein paar Kleinigkeiten, die ich mir bei Hesmon abgeschaut habe.


    Gut, genug der vielen Worte, hier zum Kernthema: Ich kapier noch nicht so richtig, wie lang ein UQ sein sollte. Wenn ich es richtig sehe sind die HG Incubator doch auch so kurz:


    DL1JPH : Du hast doch einen Incubator, wenn ich mich recht entsinne. Wie lang ist der denn?

    Insofern blick ich das grad nicht so richtig - sofern man kein Riese ist - was der Vorteil von 215cm sind. Ist das dann die Aufhängung und die Möglichkeiten des Verstellens? :/


    Grüße

  • Peterchen wenn ich das richtig verstanden habe, hat ein UQ normalerweise 83% der Länge der HM, das heißt ungefähr so lang wie die Firstschnur der HM.

    Ich glaube nicht, dass man die Länge des Unterquilts zur Länge der Hängematte in Relation setzen sollte. Ich brauche ja keine längere Isolation, bloss weil ich in einer längeren Hängematte liege. Zudem lässt sich ein längerer Unterquilt auch eher schlechter in Diagonallage bringen. Ich würde den Unterquilt in Relation zur Person setzen, denn diese soll er isolieren. – Bei einem Unterquilt-Schutz (Underquilt Protector) mag das anders aussehen.

  • Der Underquilt soll den Nutzer und nicht die Hängematte isolieren. Insofern muss er nur etwas länger und breiter als der Nutzer sein. Ich bin 165 cm groß und eher schmal - und für mich waren die Maße vom Incubator Short mit 185 cm Länge und 111 cm Breite ausreichend. Der Wooki ist eine andere Geschichte, weil die Aufhängung quasi im Quilt integriert ist. Aber der war ja nicht gefragt.

  • Hallo TreeGirl, dann scheint ja aber der Selva 250 mit seinen 180cm für mir kein Problem darzustellen, denn du bist in etwa so groß wie ich. Besonders breit bin ich auch nicht ;D


    Danke dir.

    Zudem lässt sich ein längerer Unterquilt auch eher schlechter in Diagonallage bringen. Ich würde den Unterquilt in Relation zur Person setzen, denn diese soll er isolieren. – Bei einem Unterquilt-Schutz (Underquilt Protector) mag das anders aussehen.

    Dieses Argument erschließt sich mir auch. Danke.

  • Moin,


    Zudem lässt sich ein längerer Unterquilt auch eher schlechter in Diagonallage bringen


    also ich (193cm) liege seit kurzem in der Traveller XXL mit dem selva300 L und kann super diagonal liegen8o. Besser geht es eigentlich nicht. Auch ein kleiner Wechsel von links nach rechts mitten in der Nacht funktioniert ohne Probleme.

    Wollte eigentlich noch ein Paar UQ`s probieren aber ich denke ich bleibe beim Cumulus. P/L ist für mich einfach Top.

  • also ich (193cm) liege seit kurzem in der Traveller XXL mit dem selva300 L und kann super diagonal liegen 8o .

    Das steht nicht im Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe. Du brauchst für deine Grösse einen längeren Unterquilt, hast aber auch eine relativ lange Hängematte. Du meinst vermutlich die Taveler XXL von Warbonnet, die 365cm lang ist, oder? Somit lässt sich der Unterquilt sehr gut in Diagonallage bringen. Wäre er aber 83% der Hängemattenlänge lang, wie von Fagorian vorgeschlagen, so liesse er sich weniger gut in Diagonallage bringen; er wäre dann 303cm lang.

  • mogli Hast du schon eine Entscheidung getroffen?

    Ich war jetz mal bei dem Wetter ein paar Tage (seit Mittwoch:)) draußen und freue mich schon sehr auf den Underquilt.


    Genau, ich habe eine Entscheidung getroffen und den Selva 300 bestellt.


    Die 215cm hat der Selva 300 "nur" in der Mitte. Er ist aber leicht eiig...mh, als leicht abgerundet an den Enden, was ihn an Seiten wohl etwas kürzer werden lässt.


    Beim 250, den ich zuerst als Fovoriten hatte, ist die Seitenlänge scheinbar nur ca. 150cm. wie sich das letztlich auf das gemütliche diagonale liegen auswirkt - keine Ahnung.


    Du erinnerst dich an den Therm-a-Rest UQ von Hesmon? Ich hatte vor Ort den Eindruck, der sei recht kurz. Tatsächlich hat er aber 127 x 203cm. Also gar nicht soo viel kürzer als der Selva 300. Das hat mich den 300 wählen lassen. Das Mehrgewicht nehme dann halt in Kauf.

  • Servus, ist der UQ denn mittlerweile schon angekommen?

    Falls ja, hättest du zufällig die Seitenlänge parat?


    Bin selbst am überlegen ob ich bei 193cm nicht auch mit der M-Variante vom Selva 300 davonkommen könnte - gerade wenn man bedenkt, dass andere UQs, wie zB der HG Incubator mit einer Länge von 210cm nach Herstellerangaben ja für Leute bis 2m reichen.


    Oder sind die Schnitte wirklich so unterschiedlich und die Maße irreführend?


    Auch hat mir Cumulus bei Kontakt nahegelegt aufgrund der Breite meiner Hängematte (Chameleon Wide) eine 22cm breitere Variante zu bestellen. Wobei ich noch nicht mitbekommen hätte, dass es bei der breiten Chameleon notwendig wäre einen breiteren UQ zu verwenden als gewöhnlich. Hat da jemand Erfahrungen zu?

  • moin,


    ich bin selber 193cm und nutze den 300er in Göße L. Das passt auch 100%ig. Ich bin jedenfalls von Kopf bis Fuß vom UQ abgedeckt. Wenn man allerdings bedenkt das die Footbox des Schlafsacks bzw. des TQ ja auch noch da ist könnte es auch mit der kürzeren Variante gehen. Füße sind jedenfalls immer sehr warm. Habe ihn allerdings bis lang auch nur in der warmen Jahreszeit benutzt.


    Mit der extra Breite ergibt für mich keinen Sinn. Du willst ja dich "abdecken" und nicht die HM. Nutz selber die Traveller 2XL und habe z.B auch keine Überlänge.

    Messen kann ich später mal wenn ich dran denke.


    grüße

  • Das mit der Überbreite kann Vorteile in Knie-angewinkelt-Lage haben, das finde ich positiv bei meiner DIY Thermomatte (isolierte Breite 140cm). Allerdings beschränkt dann manchmal der TQ eher als fer UQ, also würde ichs beim Cumulus evtl. auch zweimal überlegen, ob die Extra-Breite da mit dem extra Gewicht und Kosten in sinnvollem Verhältnis steht.

    Mit meinem Selva 600 M bin ich Längen- wie Breitenmässig immer gut gefahren, bin aber nur 1,78m lang. HMn11ft...9,5ft.

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