Hängematte mit integriertem Underquilt

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    Meine Lieblings-Campinghängematte ist eine Bonefire Gear Whisper, die leider nicht mehr hergestellt wird, es sei denn, es gibt eine Sondervereinbarung mit einem anderen Hersteller, nämlich Sheltowee.


    Sie schwächt die Hängematte nicht, weil die Steppdecke nur an der Unterseite der Doppellagen genäht wird, nicht an der oberen Lage, und nur dort, wo sie gebraucht wird, auf der Diagonale. In dieser Hinsicht ähnelt er einem Wookie.

    Ich habe die Bonefire Hängematte leider nie gesehen, und kann deshalb kein Urteil fällen. Ich habe einige Reviews gelesen, und die Webseite studiert. Interessiert hätte mich die Matte auf jeden Fall, aber mir war das Risiko zu groß. Ich habe viele Hängematten aus Neugier gekauft. Aber ich bin sehr wählerisch, und hatte an den meisten Hängematten zu viel auszusetzen um sie dauerhaft zu benutzen. Bei einer isolierten Hängematte zahlt man für Hängematte und Underquilt (klar), kann sie aber nicht getrennt benutzen. Es gibt also nur alles oder nichts. Das Design des integrierten Underquilts hätte mich sehr interessiert - aber die Hängematte sah auf dem Papier nicht so aus, als ob ich sie bequem finden würde.

    In diesem Fall verstehe ich auch das Prinzip nicht: wenn der Underquilt nicht direkt an die Hängematte genäht oder geklebt ist - warum ist er dann nicht abnehmbar und damit auch mit anderen Hängematten nutzbar? Gewicht spart man mit diesem Design nicht. Ist es wirklich so schlimm, den Underquilt unter die Hängematte zu hängen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es merkbar länger dauert.

    Abgesehen davon, dass man mit einer isolierten Hängematte fest an die Hängematte gebunden ist, ist für mich aber der Aufwand beim Waschen letztendlich entscheidend. Ich wasche meine Hängematten nicht übermäßig oft - aber es kommt der Zeitpunkt, an dem sie einfach nicht mehr frisch riecht, oder sie zu speckig wird. Dann muss sie ab in die Maschine. Wenn es dann jedesmal eine Woche dauert, bis sie durch getrocknet und wieder aufgeflufft ist, schreckt mich das ab. Mir reicht das Theater 2x im Jahr mit meinem Daunenschlafsack.

    Durch die doppelten Lagen kann man eine zusätzliche Isolierung zwischen die Lagen schieben, wie z.B. eine Mylarfolie und meine Winterkleidung, um den Bereich bis -10°C zu erweitern und so die Notwendigkeit mehrerer Unterbetten zu vermeiden (obwohl ich sie ohnehin für andere Hängematten besitze).

    Das mache ich genauso. Mit dem Wooki :)

    Mit knapp über 3M ist sie nicht ganz so bequem wie längere Hängematten, aber mehr als akzeptabel. Ich halte sie für eine ausgezeichnete Speziallösung für die Hängematte mit dem geringsten Gewicht, Packraum und Fummelei.

    Ich bin ziemlich sicher, dass eine vergleichbare Hängematte plus Wooki nicht mehr wiegt, kein größeres Packvolumen hat, und auch keine größere Fummelei erfordert. Meine Wanderhängematte ist eine 10' 1.7 Single Layer Blackbird mit Wooki. Ja, ich packe Hängematte und Wooki getrennt ein - aber eher deshalb, weil es für meine Packtechnik so am meisten Sinn macht, nicht weil es nicht möglich wäre, beides zusammen zu packen. Wooki auspacken, kurz aufschütteln, und dann einzuhaken entspricht nicht meiner Definition von Fummelei.

  • Das passt gerade zum Thema:

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    • Offizieller Beitrag

    Wenn man ein Klett Gegenstück an seine UQ‘s näht, kann man immer den passenden UQ mitnehmen und man hat keine kalte Luft mehr die eindringen kann.

    Ich habe sehr viele schlechte Erfahrungen mit Klett gemacht. Vor allem wenn er in Kontakt mit empfindlichen Stoffen kommt. Zwei meiner Blackbirds (70D Nylon und 30D Nylon) haben gezogene Fäden, weil die Öffnung am Windsocke mit Klettband verschlossen wurde. Wollbekleidung sieht nicht viel besser aus. Mittlerweile entferne ich Klettverschlüsse wann immer es möglich ist, oder meide Ausrüstung mit Klettband, sofern es nicht nur einmal installiert werden muss, und dann abgedeckt bleibt.

    Abgesehen davon spielt Klettband seine Stärke vor allem dann aus, wenn es kurz ist. Probier mal, 1m Klettband passgenau zu installieren. Wenn es schon als "Fummelei" gilt, einen Wooki unter eine Hängematte zu hängen, dann weiß ich nicht, wie man diesen Aufwand bezeichnen würde.

    • Offizieller Beitrag

    Ja mit Reißverschluss würde es auch funktionieren.

    Reißverschlüsse sind vergleichsweise anfällig und gehen bei zu großer Belastung und/oder mangelnder Qualität schnell kaputt. Das Hauptproblem der meisten Hängemattenhersteller ist, dass trennbare Reißverschlüsse in der passenden Länge schwer zu finden sind. Deshalb lassen sie Sonderlängen produzieren. Dutch lässt seinen patentierten RV mittlerweile für teures Geld von YKK fertigen, weil es mit dem No-Name-RV wohl zu viele Probleme gab.

    Ganz ehrlich: warum sich mit Klett oder Reißverschlüssen abplagen, wenn ein bisschen extra Stoff eine einfachere Installation und eine bessere Passform ermöglichen? Wenn es unbedingt ein integrierter Underquilt sein muss, dürfte Annähen oder Ankleben wohl die beste Lösung sein.

    Aber ich will niemanden demotivieren, es mit Klettband oder Reißverschluss zu versuchen. Diese Techniken wurden schon häufiger diskutiert. Leider habe ich noch nie einen Bericht gelesen. Wenn es also jemand ausprobiert: bitte unbedingt einen Erfahrungsbericht posten!

  • In diesem Fall verstehe ich auch das Prinzip nicht: wenn der Underquilt nicht direkt an die Hängematte genäht oder geklebt ist - warum ist er dann nicht abnehmbar und damit auch mit anderen Hängematten nutzbar? Gewicht spart man mit diesem Design nicht. Ist es wirklich so schlimm, den Underquilt unter die Hängematte zu hängen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es merkbar länger dauert.

    Ich denke, dass die Vorteile bei angenähtem UQ die sind,

    - dass er wirklich komplett anliegt,

    - nicht verrutscht und

    - man sich auch nicht aus Versehen hineinsetzen kann.

  • Ich versuche auch schon seit längerem den Aufbau der HM zu beschleunigen. Da wäre der integrierte UQ eine Option. Was mich davon bisher abgehalten hat ist, dass ich bei keiner meiner Matten auf ein bestimmtes System festgelegt sein will bzw. meine Wookis an verschiedenen Matten benutze.

    Während des letzten Winters habe ich es so gemacht, dass ich das ganze Setup (Matte, Wooki, Kopfkissen, Aufhängung) zusammen mit einer Wintersocke zusammenlasse und verpacke (komplett in den Rucksack stopfe). Hat eigentlich gut funktioniert. Wenn alles in den Rucksack gestopft ist: rausziehen, aufhängen, fertig. Für die lockere Aufbewahrung zu Hause habe ich alles zusammen gelassen und so in einem größeren Sack aufgewahrt.

    Jetzt für den Sommer experimentiere ich mit einer zweilagigen Matte (2x Hexon 1.0) in die ich eine Neoair XTherm large stecke und das alles zusammen mit der Aufhängung zusammenrolle und in den Pumpsack stecke. Nach dem Aufhängen muss man dann nur noch mit dem Pumpsack etwas aufblasen (halbe Füllung reicht für die Hängematte) und fertig. Beim Verpacken muss man nur noch das Ventil öffnen, einseitig lösen, aufrollen und verpacken.

    Zu Hause unter guten Bedingungen funktioniert das Schlafen und das Ein- und Auspacken gut (und vor allem schneller als beim getrennten Verpacken), Die Testreihe unterwegs steht aber noch aus.

    Ich bin immer an Ideen interessiert, wie man den Auf- und Abbau des Gesamtsetups beschleunigen kann.

    • Offizieller Beitrag

    - dass er wirklich komplett anliegt,

    Stimmt. Das habe ich ja auch geschrieben. Wobei ich mit dem Wooki und den Wooki-Klons bisher keine Probleme damit gehabt habe. Wenn noch Löcher existieren sollten, habe ich sie bisher jedenfalls nicht gespürt. Vielleicht müsste ich ihn dazu wirklich unter 0°C benutzen.

    - nicht verrutscht und

    Tut der Wooki bei mir auch nicht. Verrutscht er bei dir?

    - man sich auch nicht aus Versehen hineinsetzen kann.

    Stimmt auch. Das ist mir allerdings immer nur bei netzlosen Hängematten passiert.

    - den Underquilt nicht vergessen kann ;)

    Das ist für mich kein Argument für einen integrierten Underquilt. Wenn du deinen Underquilt zu Hause vergisst, ist es genauso gut möglich, dass du die isolierte Hängematte vergisst. Vielleicht schafft Tai Ginseng zuverlässiger Abhilfe 8o

    - der Underquilt beim Auf-/Abbau nicht runterfallen kann.

    Wie alt bist du noch mal? Und wie oft fällt dir die Hängematte beim Auf-/Abbau herunter???

    ...

    Ich denke, die Vor- und Nachteile wurden alle genannt. Jetzt muss jeder selbst gewichten und entscheiden. Ich hatte am originalen Wooki-Design nur sehr wenig auszusetzen. Und was mich gestört hat, habe ich durch simple Modifikationen behoben. Damit überwiegen für mich die Nachteile einer isolierten Hängematte deutlich. Jemandem, der von vorne anfängt und noch nie einen Wooki-artigen Underquilt benutzt hat, würde ich empfehlen zunächst dieses Design auszuprobieren - schon deshalb weil es flexibler ist.

    • Offizieller Beitrag

    Ich bin immer an Ideen interessiert, wie man den Auf- und Abbau des Gesamtsetups beschleunigen kann.

    Nur mal aus Interesse: wie viel Zeit ließe sich mit einem integrierten Underquilt sparen? Und was ist der Grund für die Eile?

    • Offizieller Beitrag

    Tut der Wooki bei mir auch nicht. Verrutscht er bei dir?

    Ständig. :( Es ist zwar kein großer Aufwand, ihn wieder rüberzuziehen, aber mit dem angenähten Underquilt habe ich das Problem nicht.

    Wenn du deinen Underquilt zu Hause vergisst, ist es genauso gut möglich, dass du die isolierte Hängematte vergisst.

    Nö. Die Hängematte habe ich noch nie vergessen. Tarp, Underquilt/Isomatte hingegen schon.

    Und wie oft fällt dir die Hängematte beim Auf-/Abbau herunter???

    Die Hängematte nicht. Wenn ich aber versuche, die Hängematten-Wooki-Kombination in einem Stück aufzuhängen bzw. abzunehmen, dann wird der Wooki öfter mal geerdet.

    • Offizieller Beitrag

    Ständig. :( Es ist zwar kein großer Aufwand, ihn wieder rüberzuziehen, aber mit dem angenähten Underquilt habe ich das Problem nicht.

    Hm, ich beobachte das mal bei mir. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich den Wooki das letzte mal in Position ziehen musste.

    Die Hängematte nicht. Wenn ich aber versuche, die Hängematten-Wooki-Kombination in einem Stück aufzuhängen bzw. abzunehmen, dann wird der Wooki öfter mal geerdet.

    OK, das mache ich (aus Bequemlichkeit) nur bei der XLC mit angezipptem UQP. In dem Hängematten-Sandwich wird der Wooki zuverlässig festgehalten. Wenn ich den Wooki generell an der Hängematte installiert lassen wollen würde, würde ich die Aufhängung einfach anknoten.

  • Hm, ich beobachte das mal bei mir. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich den Wooki das letzte mal in Position ziehen musste.

    Ich benutzte meinen Wooki mit breiteren und längeren Matten (als die WB Modelle) und kenne das Problem ebenfalls. Das liegt daran, dass der Wooki in eine noch asymmetrischere Position gezwungen wird.

  • Ich muss auch immermal korrigieren.

    Z.B. wenn ich eine andere HM habe als sonst, wenn ich keine Ridgeline habe oder verwenden kann (bei meiner Aufhängung im Auto) oder wenn ich aus Temperaturgründen den Wooki etwas lockerer unter die HM hänge.

    Ich denke, dass es nicht nicht nur eine gute Lösung gibt, weshalb ja eigentlich auch jeder von uns mehrere HM und UQs hat :)

    Aber es gibt für fast jede Situation eine gute Lösung und wenn ich in den Übergangszeiten wie Frühling und Herbst einen Radausflug in den Wald mache (ohne zu übernachten) wäre eine HM mit angenähtem UQ die für mich ideale und einfachste Lösung.

  • Nur mal aus Interesse: wie viel Zeit ließe sich mit einem integrierten Underquilt sparen? Und was ist der Grund für die Eile?

    Also mir geht es nicht um die Geschwindigkeit bzw. den Zeitaufwand, sondern um die Einfachheit. Ist wie beim Gewicht: ich lasse alles weg, was ich nicht unbedingt brauche. Aus vielen Kleinigkeiten (z.B. Underquilt und HM sind eine Einheit) ergibt sich am Ende ein großer Effekt. Das hilft mir beim Entspannen...

    Kommt - aber wie immer - sehr darauf an, was jeder Einzelne braucht. Für manche ist vielleicht gerade das Aufbauen und Fummeln das, was Spaß macht. Ist bei mir im Grunde auch so, aber das mach ich normalerweise daheim. Wenn ich wandere, dann bin ich 8-10 Stunden am Tag unterwegs, und wenn ich abends mein Lager aufschlage, möchte ich mich einfach nur hinlegen und schlafen. Da will ich so wenig zu tun haben wie möglich und lieg lieber noch ein bisschen in der HM und schau in den Wald. Wie gesagt: persönliche Präferenz. HYOH!

  • Ich benutzte meinen Wooki mit breiteren und längeren Matten (als die WB Modelle) und kenne das Problem ebenfalls. Das liegt daran, dass der Wooki in eine noch asymmetrischere Position gezwungen wird.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Wooki-Design umso besser funktioniert, je ähnlicher sich HM und Underquilt in den Abmessungen sind. Insbesondere unterschiedliche Längen können zu Problemen führen. Ich hatte neulich einen 10'-Wooki mit einer 12'-HM kombiniert, da musste ich ständig rumfummeln. In der Nacht bin ich mehrmals aufgewacht, weil meine Füße über den Rand des Underquilts gerutscht sind. Ich hab dann etwas rumprobiert und herausgefunden, dass das Problem v.a. deshalb so ausgeprägt war, weil ich den UQ nur am Fußende verlängert habe. Hätte mir eigentlich vorher klar sein können, dass das nicht optimal ist. Ich hab's dann mal andersum probiert (Kopfende verlängern, Fußende nur minimal), das war deutlich(!) besser.

    Nichtsdestotrotz: ich würde immer versuchen, den UQ passend zur HM zu machen/kaufen. Es geht zwar auch anders - manche hier haben ja damit keinerlei Probleme. Hängt vielleicht auch mit der Körpergröße zusammen. Ich würde unterschiedliche Abmessungen aber auf jeden Fall vermeiden, soweit möglich.

  • ich habe an meinen wookis schon Gummiringe zur Verlängerung vormontiert, damit der auch an längerer Matten passt. Einmal eingestellt funktioniert es ganz gut. Die Kopfteile der Matten müssen allerdings dann deutlich niedriger gehängt werden.

  • Zum Geheimsamen Aufbau bzw Abbau v.a. bei nassem Untergrund: Es bringt zwar etwas mehr Gewicht aber ich habe gute Erfahrungen mit dem DD XL sleeve gemacht. Ein dicker UQ passt da locker mit der HM rein. Günstig ist der sleeve und jetzt auch nicht soo schwer. Ich verpacke das im ganzen, zB im Packsack, zu Hause wird dann nach der Tour gelüftet und sauber zB getrennt verpackt. Langzeitlagern würde ich's sicher getrennt da relativ luftdicht.

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