In dem Zusammenhang würde mich interessieren, wie lange eure Abspannleinen so sind. Fairy hat neuen Kram geliefert und ich will mal meine Tarps neu aufsetzen...
Hering-Katapult
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Ungefähr einsfuffzig. Eigentlich würde ein halber Meter meist reichen, aber besser man hat etwas Reserve. Für den Notfall, also z.B. Abspannen im Veranda-Modus, habe ich noch zwei 2 m lange beidseitig mit Schlaufen versehene Verlängerungsschnüre dabei.
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Meine Abspannleinen sind 2,50m, und die brauche ich auch häufig. Mittlerweile habe ich mir noch Verlängerungs-Dog Bones plus Evo Loops gespleisst, weil ich doch oft Bäume statt Heringe benutze.
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3m Dyneema 1mm, aus den gleichen Gründen, wie die von Hammock Fairy
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Ich bin über die Länge des Risses überrascht, deutlich länger als das Stück Hering : Das Thunderfly ist doch wie das Superfly aus Ripstop - wie kann ein halber Hering da solch einen grossen Riss verursachen ?
Bezgl. Abspannleinen habe ich ca. 2m an den Ecken, 1m an den Türen und 2 x 1m als Reserve / Verlängerung dabei.
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- Offizieller Beitrag
Wenn der Hering nicht senkrecht auf das Tarp aufgeschlagen ist, kann der Riß durchaus länger sein. Außerdem heißt Ripstop ja nicht, daß der Rip sofort gestoppt wird. Ein paar Armierungsfäden müssen sich noch opfern, bevor der Eindringling ganz gestoppt ist.
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Dankeschön
Bin gerade bei Kapitel 4
Sehr interessant sag Bescheid wenn ich durch bin
Lg
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Eine weitere Möglichkeit, für die man allerdings mehr Heringe benötigt, wäre die folgende Idee:
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Eine weitere Möglichkeit, für die man allerdings mehr Heringe benötigt, wäre die folgende Idee:
Gut erklärt im Video, aber ... die Belastung für Stoff und Öse bleibt gleich. Will man hier einen geringere Belastung, braucht man mehr Abspannpunkte.
Die Belastung auf den Häring zu minimieren, schützt vor katapultierten Häringen, denn es minimiert auch die Last bei weichem Boden.
Die Methode mit den 3 Häringen habe ich schon erfolgreich in weichem Sand angewendet. Den quer liegenden Häring kann man durch ein stabiles Stöckchen ersetzen.
Hier wirkt noch ein weiteres Prinzip: Die Reibung zwischen Boden und Häring wird erhöht, weil die Kontaktfläche zwischen Boden und Häring durch den 2. Häring verdoppelt wird. Pro cm² Häringsoberfläche ist also weniger Reibung notwendig, um den Häring im Boden zu halten.
Das ist der Grund für die unterschiedlichen Häringsformen:
- Der Kreis hat eine optimale Geometrie; Zeltnägel mit rundem Querschnitt bieten daher die geringste Reibungsfläche (Durchmesser x 3,14 x Länge im Boden), aber bezogen auf den Durchmesser die optimale Oberfläche.
- L-förmige Häringe bieten mehr Reibungsfläche, gefolgt von
- Y-förmigen Häringen und
- sternförmigen Häringen. (sehr selten am Markt)
"Sandhäringe" sind einfach besonders lang und breit und bieten so eine große Reibungsfläche. Wenn man sie in den Boden schlagen kann (Wiese und eventuell Wald mag noch gehen, Stein ist wohl aussichtslos), eignen sie sich auch bei nicht sandigen Böden als "Sturm-Häring".
In sehr weichem Sand kann es auch helfen, ein kleines Loch zu graben und so den weichen Sand abzutragen. Oft beginnt schon in wenigen Dezimetern Tiefe eine festere Bodenschicht, die deutlich mehr Halt bietet.
Schnitzt man sich Häringe aus Zweigen, dann ist es besser, nur ein Ende anzuspitzen. Die natürliche Oberfläche ist uneben und rauh und hat damit eine große Reibungsfläche. Schnitzt man Häringe z.B. aus Feuerholzscheiten, wird die Oberfläche vergleichsweise glatt und bietet weniger Reibung, was sich durch Länge ausgleichen lässt - vorausgesetzt, man bekommt die Länge auch in den Boden.
Häringe komplett einzuschlagen und nicht aus dem Boden schauen zu lassen, hilft nicht nur, Stolperfallen zu vermeiden, sondern erhöht auch die Reibungsfläche.
Um die Häringe vor dem Ausreißen zu schützen, ist auch der Winkel zwischen Spannleine und Häring wichtig ( 90° wären optimal) und ein schwerer Stein hält den Häring im Boden.
Liegt der Stein auf dem Häring, verhindert er, dass der Häring in seiner Längsachse aus dem Boden gezogen werden kann.
Liegt der Stein vor dem Häring auf der Schnur, leitet er einen sehr geringen Teil der Kräfte schon vor dem Häring in den Boden und verhindert, dass der Häring z.B. durch in Windböen rüttelnde Leinen in seiner Querachse aus dem Boden gezogen werden kann - aber die Leine kann recht leicht am Stein durchscheuern.
Geht man davon aus, dass eine Fliege auf dem Geländer eine Brücke durch die erhöhte Last durchbiegt, dann ist es auch wichtig, wie man einen nicht runden Häring dreht. Zeigen die V-förmigen Schenkel eines Y-Härings zum Tarp/Zelt, halten sie besser im Boden als wenn ein Steg zum Tarp/Zelt zeigt (bildet dann quasi ein"A" und gleitet wie ein Pflug durch den (weichen) Boden).
Ist stürmisches Wetter zu erwarten, bin ich immer dankbar für jeden Ast, jede Baumwurzel, die ich zum Festbinden benutzen kann.
Jede angebundene Leine setzt ja einen Häring frei, den ich an anderer Stelle zur Lastverteilung verwenden kann.
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Genauso habe ich letzten Winter bei heftigem Wind den Carbon Tree abgespannt. Inzwischen bin ich aber dazu übergegangen, Schraubheringe zu benutzen - genauer gesagt Orange Screws -, die halten nochmal viel besser im Boden als alle anderen Heringe.
(Et ceterum censeo "Heringe" non scribentur "Häringe" - oculi dolent)
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(Et ceterum censeo "Heringe" non scribentur "Häringe" - oculi dolent)
(Da die Rechtschreibreform sich mit der Begründung, Sprache lebe und entwickle sich, Dinge herausnimmt, die mir starkes Unbehagen verursachen (z.B. "Schifffahrt"
), nehme ich mir die Freiheit heraus, so zu schreiben, wie ich es mal gelernt habe.
Damals machte man noch einen Unterschied zwischen Lebewesen und Gegenständen - sowohl geschrieben, als auch in der Aussprache.)
Nachtrag: Wenn's zu sehr stört, einfach die entsprechenden Stellen am Bildschirm mit nicht durchsichtigem Klebeband abkleben.

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Ich jage Deinen Beitrag einfach durch ein Suchen-und-Ersetzen-Programm. ä -> e

Mit dem dadurch verursachten Kollateralschaden „Hengematte“ kann ich leben.

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Mit dem dadurch verursachten Kollateralschaden „Hengematte“ kann ich leben.

Die werden im niederländischen Hängelo (engl. Bezeichnung "Hang-low") gefertigt, oder?
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Mir war gar nicht mehr bewusst, dass der Zelthering früher mal Häring hiess. Hier ein Link zum Nebenthema. Interessant ist, dass in Frankreich neben «piquet» auch «sardine» für einen Erdnagel in Gebrauch ist. Da wird das Tarp also auch mit einem Fisch abgespannt.
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Hieß er ja nicht. Der olle Grimm trifft 1880 den Häring auf den Kopf: „neuerdings in komischer Rede altertümelnd.“
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Ich hatte auch mal "Häring" gelernt und nicht "Hering". Habe das auch hier anfänglich mit ä geschrieben, bin aber im Laufe der Zeit auf das e übergegangen, weil ihr anderen das so geschrieben habt. Aber ursprünglich war ich auch bei Häring...
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Zum Thema "fliegende Bodenanker" (völlig ohne "e" oder "ä"
) ging mir noch so einiges durch den Kopf:Ein solcher Bodenanker wird vermutlich ausreißen, wenn er plötzlich anders belastet wird, als beim Einschlagen vorgesehen.
Eine andere Belastungssituation entsteht durch Wind, der quer auf das Tarp trifft. Da wird die Konstruktion sehr dynamisch. Das ist bei Hausdächern auch ein erhebliches Problem. Jedem ist klar: bläst starker Wind auf das Tarp, drückt es erheblich auf den Stoff und starke Kräfte ziehen an den Abspannleinen - aber genau in der Richtung, die wir vermutet hatten und daher werden die Bodenanker vermutlich auf der dem Wind zugewandten Seite halten.
Aber was geschieht auf der gegenüberliegenden Seite, die dem Wind abgewandt ist? Viele mögen denken: nichts, denn dort weht ja kein Wind.
Aber die Belastung des Tarps und seiner Abspannungen ist auf dieser Seite viel größer, denn dort entsteht ein erheblicher Sog, wie auf diesem Bild zu erkennen ist (die mittlere Grafik entspricht einem Tarp). Dabei wurde der dynamische Auftrieb (wie bei einer Flugzeugtragfläche) noch nicht einmal hinreichend berücksichtigt: Ist das Tarp so hoch gespannt, dass der Wind unten hindurch wehen kann, ist der Weg der Luft über dem Tarp viel länger als unter dem Tarp und die Konstruktion hebt ab:
Ich denke, hier kann man das ganz gut erkennen, die rechte Seite hat deutlichen Auftrieb. (Es wehte so stark, dass der lichte Wald keinen ausreichenden Windschutz bieten konnte. Der Bodenanker (hier ist die Spannleine zum Glück an einem Baum befestigt) wird plötzlich recht steil nach oben belastet, so als wenn wir ihn beim Abbau aus der Erde ziehen - bei böigem Wind auch noch ruckartig.
Sturmschäden an Hausdächern zeigen die größten Schäden auch auf der dem Wind abgewandten Seite. Auf diesem Bild sieht man sehr gut, wie der Wind an den Platten gezogen hat, denn sonst wären sie in das Haus hinein gedrückt worden und wären auf dem Bild nicht mehr sichtbar. Sicherung gegen Windsog (z.B. durch die im Bild sichtbaren kleinen Metallklammern) ist daher im Hochbau ein größeres Problem als Sicherung gegen Winddruck. Dort sind die verwendeten Materialien sehr druckstabil.
Beim Tarp kann natürlich auch Winddruck - abhängig vom Gewebe - großen Schaden anrichten; dennoch sollte man immer an die großen Sogkräfte auf der Windschattenseite denken. Ein schwerer Stein auf dem Bodenanker hilft sehr, wenn man nichts stabiles zum Anbinden der Spannleinen findet:
Auf dem Bild rechts (während einer Paddeltour auf der Elbe) blieben knapp 15 min vom Entdecken der Gewitterfront bis zu den ersten sehr starken Böen: Platz finden, runter vom Wasser und Tarp aufbauen - aber weit und breit kein Baum und kein Windschutz, nur diese Kiesbank. Auf dem Bild sieht man schon, wie der Wind am Wimpel unten rechts und am Tarp zerrt. Zum Glück gab es genügend viele große Steine, die tatsächlich gehalten haben. So sind wir dann in der Mitte unterm Tarp tatsächlich trocken geblieben und die Tarpstangen haben auch keine Blitze angezogen. Die Front war recht schnell durch und danach war wieder "Friede, Freude, Eierkuchen" und später ein schöner Sommerabend.
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Ja, eine schöne und ausführliche Erklärung! Ich hatte das Problem auch im letzten Winter, wie man auf dem Bild hier sieht.
Wie stark die Böen waren, sieht man an dem gelben Zelt; aber auch meine Konstruktion war ziemlich beansprucht. Einmal ist mir in der Nacht auch der eine Hering rausgeflogen, der die beiden Türen auf der windzugewandten Seite hielt. Insofern schien in dem Fall die windzugewandte Seite doch die mehr beanspruchte zu sein. Insgesamt ist man in einer solchen Situation sicher am besten aufgestellt, wenn man ein Tarp mit Türen benutzt. Dass der Windschutz nicht bis zum Boden reicht, hat aber (für mich erstaunlicherweise) kaum etwas ausgemacht; ich wurde nur immer sanft hin und her geschaukelt und hatte in der Hängematte trotz Wind und Schneeregen eine erstaunlich ruhige Nacht.
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Cross Hammock : Du scheinst schräg zum Wind zu stehen, das ist auf jeden Fall besser, als wenn der Wind rechtwinklig auf die Breitseite trifft.
Auf deinem ersten Bild (hier rechts) scheint es noch nicht zu wehen:
gegenüber den roten Geraden zeigt das Tarp die typischen Kurvenlinien, die durch das Abspannen entstehen. Die Tarpfläche im grünen Kreis ist nach innen eingefallen.
Auf dem linken BIld - mit Wind - sieht man deutlich, dass der Wind das Tarp auf der linken Bildseite eindrückt und rechts erkennt man deutlich die Beulen gegenüber der roten Geraden, die durch Sog entstehen. Auch im First "zieht" der Wind (grüne Pfeile). Der Stoff im grünen Kreis ist durch Windsog nach außen gewölbt; im Vergleich mit dem rechten Bild sieht man das deutlich. Den beiden Pyramidenzelten fehlen einfach ein paar Sturmleinen (rot eingezeichnet)
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