Posts by Der olle Hansen

    Ich schlief mal auf einer schwedischen Insel wo es schwarze Schlangen gab.

    Irgend ne Natter Art.

    • Schwarz und gelber/weißer Halbmond an den nicht vorhandenen Ohren: harmlose Ringelnatter, auch in Schweden weit verbreitet.
    • Schwarz, keine gelben "Ohren", oft recht klein und Schwanz deutlich erkennbar dünner als der Körper: giftige Kreuzotter! In einigen Regionen und teilweise auf einigen Schären (auch im Inland, z.B. auf dem Vänern) komplett schwarz. Das Zickzackmuster ist dann nicht zu erkennen.

    Beide Schlangen sind auch bei uns heimisch. Die Kreuzotter ist für erwachsene Menschen nicht tödlich:

    Quote

    Obwohl das Gift der Kreuzotter etwa zwei- bis dreimal giftiger ist als das der Diamant-Klapperschlange [...], ist ein Biss auf Grund ihres geringen Giftvorrats [...] in der Regel nur für Kinder und ältere Menschen gefährlich. [...] Rund um die Bissstelle entsteht etwa eine Stunde später eine große Schwellung. Auf Grund von Nervengiften kann es zu Atemnot und Herzbeschwerden kommen. Der Biss einer Kreuzotter kann darüber hinaus auch zu Lähmungen führen. Wegen des blutzersetzenden Teils des Sekretes ist es möglich, dass die Zone nahe der Bissstelle bläulich aussieht.
    Oft treten diese Symptome jedoch gar nicht auf, und auch die Schmerzen des Bisses halten sich meist in Grenzen, so dass manche Menschen überhaupt nichts davon merken, wenn sie gebissen werden. Umgekehrt sind aber auch gravierendere Fälle dokumentiert: So mussten zwischen 2003 und 2009 allein auf der Insel Hiddensee 23 Personen nach einem Kreuzotterbiss jeweils mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden, in zwei Fällen sogar auf der Intensivstation. [...]
    Zwischen 1959 und 2003 sind in Deutschland keine Todesfälle nach einem Kreuzotterbiss bekannt geworden.

    (Wikipedia)

    Bei der Mäuseplage im Pfälzerwald haben welche gute Erfahrungen mit CD Rohlingen gemacht,

    welche sie über die Gurte geschoben haben.

    Gute Möglichkeit, Tonträger von Andrea Berg und Co. sinnvoll einzusetzen. :)

    Bei Booten und Schiffen sind "Rattenteller" bzw. "Rattenbleche" üblich. Inwieweit sie auch vor Schlangen schützen, ist nirgendwo erwähnt. Wenn eine CD im Verhältnis zur Schlange relativ groß ist, kann ich mir vorstellen, dass die Abwehr funktioniert.

    Aus geeignetem dünnen Kunsstoffmaterial oder auch aus Pappe könnte man große und trotzdem leichte "Teller" basteln. Die Form muss nicht rund sein, daher könnte mann auch rechteckige Teile basteln, die man im Rückenteil des Rucksacks verstaut. Wichtig ist nur, dass die Dinger sich drehen, wenn ein Tier versucht, es zu überwinden.


    Na klar, Schlangen meiden Menschen, gleich gar, wenn sie sie so passiv verhalten, wie Schläfer das üblicherweise tun.

    Ggf. müssen die Tierchen aber erst prüfen, um was für ein "Tier" es sich da handelt ... (Schlangen orientieren sich dabei gern am CO2 des Atems) Und dann stellen sie fest: kein Futter, kein Feind, aber es ist es so kuschelig warm:

    Mein Vater hat mal, als er draussen ohne Zelt schlief, morgens die Decke zurückgeschlagen und darunter eine kleine, aber harmlose Schlange gefunden...


    Kap Kobra, die Speikobra, die Ringhalskobra, die Schwarze Mamba, die Grüne Mamba, die Afrikanische Baumschlange, die Südafrikanische Baumnatter und die Puffotter

    • Kapkobras sind bodenlebend, halten sich seltener in Bäumen auf als andere Schlangen und verstecken sich gerne in Erdlöchern. Sie sind sowohl am Tag als auch in der Dämmerung aktiv und suchen dann ihre Beute. Die Beute wird wie bei fast allen Arten der Gattung Naja durch einen Biss getötet. In der kalten Jahreszeit, in der Regel zwischen Mai und August, hält sie Winterruhe.
    • Die Afrikanische Speikobra ist meistens nachtaktiv und geht entsprechend erst nachts auf Beutefang. Tagsüber versteckt sie sich in Termitenbauten, Nagetierhöhlen, hohlen Bäumen und Baumstümpfen sowie im Wurzelbereich von Bäumen. Die Jungtiere sind dagegen tagaktiv. Wie andere Kobras ist auch die Afrikanische Speikobra primär bodenlebend, sie kann jedoch auch gut klettern.
    • Ringhalskobras sind tag- und nachtaktiv. Sie halten sich bevorzugt unter Steinen oder in Nagetierbauten auf.
    • Die Schwarze Mamba ist eine tagaktive Einzelgängerin, die vor allem wenige Stunden nach Sonnenaufgang bis etwa eine Stunde vor dem Sonnenuntergang aktiv ist.
    • Die Grüne Mamba (Dendroaspis viridis) ist eine Art der Mambas, die in Benin, Gambia, Ghana, Guinea, Kamerun, Liberia, Senegal, Sierra Leone, Togo, Sansibar und der Zentralafrikanischen Republik beheimatet ist. [...] Die Grüne Mamba hält sich ausschließlich auf Bäumen und Sträuchern in Gebieten Afrikas auf und ernährt sich vorwiegend von Vögeln, Eiern, baumbewohnenden Eidechsen und Fröschen.
    • Die Boomslang ist überwiegend tagaktiv und hält sich meist auf Bäumen oder Sträuchern auf, wo sie durch ihre Färbung sehr gut getarnt ist. [...] Die Art ist sehr scheu und weicht Menschen aufgrund des sehr guten Gesichtssinnes frühzeitig aus. Die Tiere beißen nur, wenn sie angefasst werden. Bei direkter Bedrohung blähen die Tiere erst den Nacken auf und präsentieren so die bunte Haut in diesem Bereich. Bei anhaltender Bedrohung blähen sie schließlich den ganzen Körper auf und schnappen mit ruckartigen seitlichen oder vorwärtsgerichteten Bewegungen zu.Afrikanische Eierschlangen [Baumnatter] sind dämmerungs- und nachtaktiv. Tagsüber verstecken sie sich gern in Termitenbauten. Sie sind gute Kletterer und Schwimmer.
    • Puffottern sind überwiegend nachtaktiv, werden aber vor allem in der Regenzeit tagsüber beim Sonnenbaden angetroffen. Sie verlassen ihren Schlupfwinkel auch in kalten Nächten. [...] Die Puffotter ist für die meisten Giftschlangenbisse in Afrika verantwortlich.

    (Liste aus Wikipedia zusammengetragen)

    "Wechselwarm" hat also wenig mit "tagaktiv" oder "nachtaktiv" zu tun ...

    Freundlichkeit schadet natürlich nie, aber ich halte Diskussionen mit Ordnungshütern über "was ist erlaubt und was nicht" für sinnlos.

    Kommt drauf an ...
    Ich wähnte mich einmal im Recht und habe daher freundlich um Erklärung gebeten, die ich auch ebenso freundlich erhielt. (zusammen mit einem Ticket über "freundlich" gestaltete 10 € - das fand ich angesichts des wunderschönen Übernachtungsplatzes noch akzeptabel. ;)


    Mein entscheidender Fehler damals war übrigens: Ich hatte mich nicht unsichtbar gemacht.

    So eine "Extra" habe ich inzwischen auch, mit einem fast gewichtslosen Mesh-Oberteil:

    Die Höhe ist für die Nutzung von Wanderstöcken ideal, aber mit dem Boot habe ich immer die beiden Stangen dabei. Die chinesischen Ali's konnten das Teil für 26 € (jetzt noch billiger) nähen und liefern und die Verarbeitung ist einwandfrei.

    Bisher habe ich immer ein Zelt benutzt,

    da mir das ganze Zubehör und alles drum und dran sehr aufwendig und kompliziert erschien.


    Dann hast du das falsche Zelt! :)


    Meine letzte richtig miese Nacht war aber im Zelt, weil ich im Dauerregen einen Hering falsch gesetzt habe und das in der Nacht mit Wassereinbruch bezahlt habe.


    Auch hier: Falsches Zelt! ;)



    Ich fahre zweigleisig, weil Hängematte nicht immer geht, wo ich unterwegs bin - Zelt geht im Flachland immer, oft auch am Berg.

    Meinem Rücken gefällt die Hängematte aber eindeutig besser als das Zelt. :)


    Wer nur mit Hängematte und Tarp unterwegs ist, tut gut daran, die unterschiedlichen Konstruktionsmöglichkeiten des Tarps auszuprobieren ("Tarptent"), falls man doch mal auf dem Boden schlafen muss.



    Die Möglichkeiten, aus einem Tarp ein Behelfszelt zu machen sind so vielfältige ... ein Wunder, dass es dafür noch kein Forum gibt ... :D

    Für alle, die auf Fehlersuche gehen.

    Hier ist die beste Animation zur Erklärung des Zusammenspiels zwischen Nadel, Greifer, Unterfaden-Spule und Oberfaden, die ich bisher gefunden habe:


    So näht die Nähmaschine im Idealfall.


    Beim Versuch, eine Verbesserung herbeizuführen:

    1. Unterfaden (in der Animation grün) an der Kapsel leichtgängig (aber nicht locker) justieren (Schraubendreher, Schräubchen, fummelig)
    2. Oberfaden (in der Animation gelb) an der Nähmaschine so einstellen (Stellrad, Stellschraube, komfortabel) , dass die Naht so wird, wie in der Animation.

    Ein paar Dezimeter probenähen, gerade und zickzack, bis es passt. Zickzack mag es oft einen Tick lockerer.

    Kombination der Einstellungen evtl. notieren, z.B. für selten verwendete Garne. ("Wie war das nochmal?" :/)


    Beim Wechsel auf neue Garnsorte/Garnstärke: Das Spielchen geht von vorn los. ;)


    P.S.:

    Tipp einer Profinäherin: Garnspule nicht "über Kopf" stellen , sondern die Beschriftung soll lesbar sein. So sollen Fadenrisse bei dünnem Garn seltener sein.

    Ja, über polnische Garne hatte ich auch schon Gutes gelesen, aber keine Bezugsquelle gefunden. Danke!

    Habe auf dem Link nachgesehen: Es war das "TALIA", über das ich gutes las.


    Friedolino : Woher weißt du, dass es sich im verlinkten Shop um das "TYTAN" handelt? Ich lese dort nur "Nähgarn".


    Die Hülle meines Faltbootes ist in Polen produziert und in dem Betrieb wird mit Sicherheit mit polnischen Garnen genäht. Seit vor einigen Jahren die deutsche Produktion der Klepper-Faltboote eingestellt wurde, fertigt diese polnische Firma alle Klepper-Modelle.

    Trotz teils extremer Beanspruchung gibt es an den Nähten nach 10 Jahren und über 5000 km nichts auszusetzen. Ob es mit Ariadna-Garn genäht wurde, kann ich nicht sagen, aber so viele Hersteller von Qualitätsgarnen gibt es in Polen ja nicht.

    Es gibt "Erfindungen", die sind so überflüssig, wie ein Kropf.

    Vor allem, wenn man durchaus gute Produkte im Angebot eines Herstellers sieht, ist man geneigt, diese positive Meinung auf alle Produkte zu übertragen. Selektive Betrachtung ist da besser.

    Gibt es auch in anderen Bereichen: So fertigt ein Handwerksbetrieb im Pott "im Allgemeinen" tolles Zubehör für Paddler, aber einzelne Produkte sind einfach "ein Griff ins Klo".


    "Flach liegen" kann man leicht ausprobieren: Man braucht nur eine stramm aufgeblasene Isomatte in die Hängematte legen und schon liegt man ziemlich flach. Wenn's gefällt, kann man ja überlegen, wie man das als praktikablen Dauerzustand umsetzt.


    In meinem Schlafsack-Hängematten-Hybrid habe ich ein "Einschubfach" für die Isomatte. Wenn ich sie ganz stramm aufblase, dehnt sie die Konstruktion auch in der Breite (ich nehme eine 60er Isomatte), das fühlt sich bequemer an, aber so flach, wie es dann wird, mag ich es nicht.

    Durch mehr oder weniger Luft kann ich das Ganze aber leicht zu meinem Optimum justieren. Dieses Optimum ist dann irgendwie "etwas flach". Ich mag es, mit dem Kopf höher und insgesamt etwas gebeugt zu liegen.

    Konstruktionsbedingt kann ich meine Tagesklamotten unter das Kopfende des Schlafsacks legen, wo sie auch nicht verrutschen und so habe ich ein großes, dickes Kopfkissen. Ich liege dann ähnlich, wie man sich auf einer Couch vor dem Fernseher ausstrecken würde, mit einem dicken Kissen im Nacken, damit man noch was sehen kann.

    "Fernsehen" ist in der Natur ja immer dabei - aber es ist genau wie daheim: Spätestens nach einer Viertelstunde bin ich trotz schönstem Programm eingeschlafen ... :)

    Allenfalls kann man auch Treffpunkte ausmachen und so unterschiedliche Bedürfnisse ausgleichen.

    Oft der einzig sinnvolle Kompromiss. Gerade, wenn es anstrengend wird, muss ich mein Tempo gehen, denn ich muss ja mit meinen Kräften haushalten und ich will unnötiges Schwitzen vermeiden.

    Die Treffpunkte können ja durchaus sehr nah sein: die nächste Wegegabelung, das Ende des Anstiegs, etc.

    Net auf dem Gesetz rumreiten, mit de Leut sprechen!

    Jein ...

    Wenn man sich absolut sicher ist, dass man das Recht auf seiner Seite hat (an unbewaldeten Flussufern ist das beim Paddeln gut einzuschätzen) riet mir eine Juristin der Landesnaturschutzbehörde S-H (ich habe da einfach mal angerufen und gefragt), meckernden Ordnungshütern eine Kopie des Gesetzestextes zu zeigen und freundlich, aber bestimmt auf das Übernachtungsrecht (sofern im Bundesland vorhanden) hinzuweisen. Viele "Hilfs-Sheriffs" hätten da deutliche Wissenslücken, sagte die Dame, die übrigens auch Paddlerin war.

    Ansonsten sagte sie - wie ihr auch schreibt - entschuldigen, man hätte es nicht besser gewusst und sofortigen Abbau anbieten. Oft gibt es dann eine "zähneknirschende Duldung". (Wo soll man auch "so spät" oder "bei dem Wetter" noch hin ...)


    "Mit den Leuten reden" hat im Extremfall zu einem Trinkgelage mit einem Bauern geführt, der zunächst mit den Worten "Bekanntlich ist das MEINE Wiese!" die Szene betrat. :D

    Schau auch mal in das Landesforstgesetz NRW (§3). Im Gesetz zum Schutz der Natur in Nordrhein-Westfalen (Landesnaturschutzgesetz – LNatSchG NRW) habe ich überhaupt keine Regelung gefunden, die einem Wanderer das Schlafen im der Natur erlauben würde - allerdings fand ich (außer im Forstgesetz) auch kein Verbot. Daher auch mein Rat: spät aufbauen, früh abbauen und gut tarnen.

    Schau in die Karten, wo Naturschutzgebiete sind; da wird's ggf. richtig teuer. Ansonsten kann ein netter Förster auch schon mal ein Auge zudrücken.


    Für den neanderland STEIG gibt es auch eine eigene App. Ansonsten kann ich dir als Karte die App "Mapy.cz" sehr empfehlen, wie schon hier im Forum gepostet. Einmal die Karte NRW herunterladen und du hast eine sehr gute Offline-Wanderkarte.

    Hattet ihr schon mal Probleme wegen der Einschränkungen, die sich aus dem Bundeswaldgesetz oder den Naturschutzgesetzen der Bundesländer ergeben?


    Zunächst mal die Definition "Wald" und was erlaubt ist:


    Also geht es auf Länderebene weiter, hier mal am Beispiel meiner Heimat Schläfrig-Holstein:


    Im Waldgesetz für das Land Schleswig-Holstein (Landeswaldgesetz - LWaldG) wird die Definition "Wald" sogar noch ausgedehnt:


    Hier, in S-H, darf man den Wald nur bei "Sonnenlicht" betreten:


    Unter "Zelten" verstehen die Behörden inzwischen alle Formen des "Lagerns", da kann man sich schon lange nicht mehr rausreden, weil man ja kein Zelt benutzt, sondern nur ein Tarp, oder nur den Schlafsack unter freiem Himmel. Auch mit der Hängematte durfte ich schon eine "amtliche Übernachtungsgebühr" zahlen, nämlich an dieser traumhaft schönen Stelle:


    Zwar hatte Herr Wachtmeister (die "Entenpolizei" kam mit dem Boot vorbei) ein gewisses Verständnis und war wegen des ordentlich aufgeräumten Platzes (es lag nichts "wild" herum, erst recht kein Müll) wohlgesonnen, aber die 10 € ganz unten an seinem Ticket-Abreiß-Block musste ich trotzdem bezahlen. Das hätte ich auf dem nahegelegenen C-Platz auch zahlen müssen, aber hier war es viel schöner ... :P


    Mit dem wirklich freundlichen Beamten habe ich dann über das Thema "was ist verboten/erlaubt" gesprochen. Zwar stimmte er zu, dass ich nach dem Landesnaturschutzgesetz (siehe unten) berechtigt sei, als "unmototrisierter Wanderer" in der Natur zu schlafen - aber eben nicht im Geltungsbereich des Landeswaldgesetzes. Er fragte mich tatsächlich, wie man das nennt, woran ich die Hängematte angebunden hatte. Irritiert antwortete ich: "Baum". "Richtig!" war seine Antwort. "Und wie nennt man es, wenn viele Bäume zusammenstehen? - genau: Wald! Daher gilt das Waldgesetz und das verbietet "Zelten" und alles, was dem ähnelt - also auch die Hängematte."



    Das Gesetz zum Schutz der Natur (Landesnaturschutzgesetz - LNatSchG) in Schleswig-Holstein erlaubt zwar im Gegensatz zu anderen Bundesländern (In Niedersachsen ist quasi alles verboten! Man darf gerade eben noch frei atmen ...) das Nächtigen in der Natur:



    "Wenn keine anderen Rechtsvorschriften entgegenstehen": z.B. Naturschutz oder das Waldgesetz - siehe obiges Beispiel meines Erlebnisses am wunderschönen See-Ufer.


    Man ist nur "aus dem Schneider", wenn man in privaten Wäldern die Erlaubnis des Eigentümers oder in öffentlichen Wäldern die Genehmigung des Landes hat. Ersteres wäre noch vorstellbar, Zweiteres wohl kaum realistisch.


    Ist euch dieser schmale Grad der Gesetzeslage bewusst? Hattet ihr schon entsprechende Begegnungen mit den Ordnungshütern?

    Hängematte und Zelt schließen sich keineswegs aus.

    Wenn man in der Gruppe unterwegs ist und so eine "Wärmehalle" hat, ist das sicher sehr komfortabel, da man dann ja "nur zum Schlafen" in der Hängematte liegt. Da hätte ich auch keine Bedenken, egal wie das Wetter ist. Auch nasse Klamotten bekommt man dann ja mit Sicherheit wieder trocken.

    Robens Discover Stool

    300g leicht, dafür aber sehr niedrig und ohne Rückenlehne. Für mich ist das OK.

    Ja, so einen Hocker habe ich auch, aber in "Normalgröße" und daher 1100 g schwer, was im Boot egal ist. Von der Größe her passt er sogar noch in meinen Rucksack. Die Rückenlehne vermisse ich auch überhaupt nicht, ich kann sehr gut darauf sitzen - im Gegensatz zu Stühlen mit Lehne und sogar dem hoch gepriesenen Helinox, der für mich eher unbequem ist.

    Bei Regen verziehen sich die Bodenbrüter in die Zelte. Und in gebückter Haltung auf dem Boden sitzen in einem feuchten, stickigen Zelt macht mir keinen Spaß.

    Richtig muss es heißen:

    Bei Regen verziehen sich die Bodenbrüter in die Zelte. Und gemütlich ausgestreckt auf/in dem warmen Schlafsack in einem gut durchlüfteten Zelt durch einen regengeschützten, geöffneten Eingang den Tropfen beim Fallen zuzuschauen, ist sehr kuschelig. :)


    (geht auch mit Riesling) :)


    Auch beim Zelten ist mindestens 1 Tarp dabei; hier bei 3 Paddlern ein 5 x 5 m Tarp, das an drei Dauerregentagen in Folge dringend benötigt wurde:

    Zum Glück gab es eine große Steinplatte, sodass der Boden immer trocken blieb.

    Diese Sicherheit bekommt man aber nur durch üben ;)

    Das ist ja gerade meine Befürchtung ... =O                               ;)



    unterm Tarp Stundenlang ohne Feuer still sitzen

    Worauf sitzt du dann?


    Wintertarp mit geschlossenen Türen würde mich zu sehr einengen und mir die Sicht nehmen.


    Wenn man die Augen sowieso zu hat, ist das ja egal ... will sagen: Über Nacht beim Schlafen ist man halt geschützter und morgens kann man die Türen ja wieder öffnen.


    flüchte ich für ein paar Stunden in eine bewirtschaftete Hütte oder notfalls ein Restaurant im Dorf

    Das wäre auch mein "Plan B".


    Ich habe einen Hobokocher, mit dem man auch mit feuchtem Material eigentlich immer ein Feuer anbekommt. Als kleines Wärmefeuer braucht man dann recht wenig und kleines Brennmaterial, das schnell gesammelt ist.



    im Séparée

    Was für Lokale besuchst du denn, wenn du unterwegs bist? :huh:         :S

    Vielleicht liegt es an der Nähe zu Hamburg mit seiner Reeperbahn, dass ich mit "Séparée" eher so etwas verbinde ... 8|

    braucht es viel Holz und das Sammeln haelt einen dann noch zusaetzlich warm

    Dazu passt ja das Sprichwort: "Holz wärmt dreimal: Beim Fällen, beim Hacken und beim Heizen!" :)


    Sehr wichtig ist es im Winter auch die Kleidung entsprechend anzupassen. Sobald ich ins Camp komme, wechsele ich in trockene, waermere Sachen.

    Absolut! Da ich gelernt habe, dass man sich so kleiden soll, dass man in Bewegung nicht schwitzt (was manchmal echt schwierig ist), bin ich bei jeder Pause nicht warm genug angezogen - abgesehen von richtig warmen Sommertagen. Daher ziehe ich bei Pausen sofort etwas Warmes über (habe immer etwas Passendes griffbereit eingepackt). Nur, wenn ich verschwitzt bin (was aber meistens der Fall ist), wechsle ich abends im Camp auch die Klamotten und versuche, die verschwitzten Sachen trocken zu bekommen.



    Vielleicht sollte ich bei den winterlichen Rahmenbedingungen noch hinzufügen, dass es hier oben an der Küste selten einen verschneiten Winter gibt, wie z.B. in den Mittelgebirgen. Meist ist es nasskalt und windig. Trockene Kälte kenne ich eigentlich nur vom alpinen Skifahren und aus Norwegen und Schweden. Das ist tatsächlich einfacher zu handhaben, da es "nur" kalt ist. 20° oder sogar 30° unter Null fühlen sich vergleichsweise angenehm an.

    Probleme hatte ich in Norwegen bei einer Skilanglauf-Tour bei einem "warmen Tag" mit nur -7°C; das war einfach zu warm (für die Klamotten, die ich dabei hatte - wir hatten mit mindestens -20° gerechnet ...) und ich habe stark geschwitzt, was dann gefährlich wird, sobald man stehenbleibt.


    Hier gehen aber schon 0° bei nasskalten Schneeschauern so richtig fies unter die Haut.

    Also keinesfalls so, sondern eher so oder so. Da gehen einem ständig solche Gedanken durch den Kopf ... oder solche ... ;)


    Trotzdem einige von euch sehr vom "Winterhängen" schwärmen, bin ich noch nicht so recht überzeugt und habe mehr Vertrauen dazu als dazu.

    Einfach nur die Macht der Gewohnheit? :/

    Eine Tarpseite hochgeklappt, der Blick schweift über den im Sonnenlicht glitzernden Schnee, auf dem improvisierten Tischlein dampft der Kaffee und man selber steckt im warmen Quilt - herrlich!


    Das ist doch ein reiner Werbetext! (Arbeitest du in der Branche?) Realistisch heißt es doch sicher:


    "Eine Tarpseite schlägt knatternd im Wind, weil der Häring sich aus dem Boden gerissen hat, der Blick ist getrübt von den Schauerböen, die ins Gesicht peitschen, vom improvisierten Tischlein rutscht grade der lauwarme Kaffee in den Matsch und man selber steckt im durchfeuchteten Quilt - gruselig!"


    ^^:S:D