Brainstorming zu Underquilt


  • Ich habe heute allerdings wieder mal meinen Underquilt ausprobiert - zusammen mit dem Moskitonetz. Ich fand den Druck der Gummiseile wirklich nicht so schlimm. Auch als ich kürzlich zweimal im Wald übernachtet hatte, hat er mich nicht gestört.


    Wenn ich mir die Fotos so anschaue ... Wahrscheinlich liege ich diagonaler in der Hängematte und spüre deswegen an Kopf und Fuß den Gegendruck der Gummischnüre.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • OK - es wird ernst:


    Isolation und Stoff sind unterwegs. Ich plane folgenden Angang:


    1:1 Nachbau meiner HM aus dem Trägerstoff - TreeGirl's 0.9 oz. Ripstop. Whippings werden wieder geöffnet
    Anschließend übertrage ich die abgenommenen Schlüßel-Koordinaten meiner Koma-Position in der HM auf den Trägerstoff und schneide das Apex (6 oz. 2x1,50m) ergonomisch zu.
    Dann schneide ich den winddichten "Futterstoff" passend auf das Apex + großzügiger Schnittzugabe (umnähen&4 cm Loft!).
    Den Zuschnitt richte ich an meiner (markierten) Liegeposition aus und nähe Trägerstoff und Futter auf Links an 3 Seiten zusammen und drehe die entstandene Tasche auf Rechts.
    Das zugeschnittene Apex stopfe ich in die Tasche und nähe die letzte Seite auf Rechts zu.
    Dann wird der Trägerstoff wieder gewhippt und fertig ist der.......Sookie by Fox......
    Als Garn wollte ich den Guten alten Allesnäher verwenden.


    Soweit meine lebhafte Phantasie:yes:


    Wo sind die Haken, Ösen, Fallen und Stricke bei dem Plan? Braucht Apex Stepnähte? Hindert das Whipping die HM daran in den Sookie zu flutschen?
    Ich denke am 08. oder 09. habe ich Material und Zeit zum beginnen........Fortsetzung folgt....

    - Wer lang hat, lässt gern lang hängen *Ignatius Golz
    - Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage? *Koito Yavazuka
    - War doof - merkste selbst ne? *Unbekannter Sozialpädagoge

  • Ich persönlich würde die Isolation wohl an allen Kanten fixieren wollen. Ich hätte einfach Bedenken, dass die Schicht sonst Falten werfen oder gar zusammenrutschen könnte. Aber vielleicht klappt es ja auch so. Probier's doch mal. Falls es nicht klappt, kannst du die Isolation immer noch zu den Rändern hin glattstreichen und durch alle Lagen durch festnähen, falls du alles unter den Nähfuss bekommst.

  • Zwar werden im Beitrag Apex 200 underquilt von SirWesley Fragen zum Trägerstoff/Quiltstoffe diskutiert, meine Frage passt aber besser zu dieser Überschrift. Sonst verweist mich in einen anderen Faden :-)


    Nochmal zu meiner eigenen Klarheit:

    Der Stoff, der das Apex umhüllt (=Futterstoff), sollte winddicht sein.

    Der Trägerstoff braucht es nicht zu sein, hier liegt der Fokus auf geringem Gewicht? Oder hätte Winddichtigkeit auch hier einen Vorteil?


    Verschiedene (Träger-/Futter-?)Stoffe wurden vorgeschlagen, diskutiert, ausprobiert:

    jmkoeln rezensiert den 0.9oz (=25,5 g/m²) Ripstop Nylon ca.350 x 155 cm als Trägerstoff im Faden W.E.S.SON Sookie by Fox als hervorragende Wahl und hat als Futterstoff 45g/m² Ripstop Nylon, winddicht, genutzt.


    @echinotrix ist mit der Wahl des 30g/m² Ripstop-Nylon, kalandriert, zufrieden.

    @Cross Hammock kann 36g/m² Ripstop-Nylon Fallschirmseide Rohgewebe, 2. Wahl nicht empfehlen. Fällt in "Anmutung und Haptik" durch. (Was von echinotrix geteilt wird, wenn ich das richtig verstanden habe).

    Durch den 45g/m², 40den Ripstop-Nylon, C6-imprägnierten Innenzeltstoff kann man a) durchpusten laut Siebenschläfer (wäre ja nicht dramatisch, wenn der umhüllende Apex-Stoff winddicht wäre? Oder man nach Mittagsfrost Windschutz dank UQP/Tarp/Platzwahl hat) und b) ist er gesundheitsbedenklich.

    Der Hysooqui von Furbrain besteht u.a. aus 66g/qm, 70den, Ripstop Nylon, imprägniert.

    @PitPelle hat 55g/m² Nylon Taft, daunen- und winddicht für 133g Apex Quilt verwendet und tendiert beim nächsten Mal zu

    leichterem Stoff.

    Beurteilung von Cross Hammock zum vorgeschlagenen 65g/m², 50den Polyester Taftfutter, daunendicht, als robust und zu schwer.


    Fazit:

    > 55g/m² = eher schwer

    ca. 25 - 30g/m² = zu bevorzugen


    Gibt es inzwischen weitere Erfahrungswerte oder Revisionen im Vergleich zu neu genähten Quilts mit Träger- und Futterstoffen, z.B. ob Taft oder Ripstop Nylon und welches Gewicht und den-Zahl sinnvoll wären?


    @TreeGirl, du hast ja inzwischen deinen dritten Quilt genäht?


    So, erstmal genug verlinkt...

    Edited 4 times, last by Lizzy ().

  • Hi Lizzy :) Unabhängig von deiner Frage kurz nur eine Info zum Schreiben im Hängemattenforum. Wenn du ein @-Zeichen vor den Namen eines Forumsmitglieds setzt, dann öffnet sich nach dem dritten Buchstaben eine Liste mit den entsprechenden Namen der Mitglieder. Wenn du den entsprechenden Namen auswählst, dann hat das den Vorteil, dass der/diejenige direkt vom System informiert wird, dass er/sie erwähnt wurde bzw. in deinem Text angesprochen. Der Name wird dann auch automatisch rot dargestellt und mit grünem Hintergrund im Text unterlegt.


    So kriegst du vermutlich mehr Antworten von den erwähnten Personen in deinem Text, als wenn man nur zufällig sieht, dass du in dem bestehenden Faden noch einen Beitrag geschrieben hast ;) Man sieht, dass du dir bei dem Text viel Zeit und Mühe gegeben hast, daher würde ich dir empfehlen, die "@Name"-Variation noch einmal nachzutragen.


    Zu deiner inhaltlichen Frage muss ich mir jetzt erst einmal ein paar Gedanken fassen und schreibe dazu extra nochmal etwas. Bis dahin viele Grüße!

  • Lizzy

    Zu Deiner DWR Frage.


    Ich kann Dir nur empfehlen Dir vielleicht mal einen Tag Zeit zu nehmen und Dich selber mit der Thematik zu beschäftigen.

    Das Thema wird kontrovers diskutiert. Zwar zeichnen sich eindeutige Tendenzen ab, diese zu erkennen liegt aber bei jedem selbst. Meist geraten derartige Diskussionen in Foren zu keinem Ergebnis.


    Meiner Meinung nach sollte sich immer mit den Auswirkungen des eigenen Handels beschäftigt werden. (Gleiches gilt natürlich für generellen Konsum, Transportwege usw. aber das ist ein anderes Thema)


    Solltest Du Stoffe ohne Imprägnierung suchen, ist die Auswahl arg eingeschränkt.

    Ripstopbytheroll hat keine und es scheint auch in naher Zukunft nichts zu kommen.

    Dutchware hat nur Ion ohne DWR

    Extex hat gelegentlich etwas, ansonsten die als Rohware bzw. Rohgewebe deklarierten Artikel


    Bei fertigen Produkten sind diese Hersteller die einzigen die ich gefunden habe (im Hängemattenmarkt) würde mich aber über Ergänzungen freuen.

    Warbonnet alle Dreamtex Stoffe sind ohne DWR und die 15 D Quiltstoffe in den Farben True blue, fern green, international orange, autumn orange, dark foliage green

    JRB benutzt Fluorocarbon freie Wachs Imprägnierung.


    Die Informationen haben mir die Hersteller selber nach meinen Anfragen gegeben und meist nicht mehr als hier steht.

  • Ich habe noch einen Quilt mit 10D Taffetta genäht. Den Stoff gibt es bei RSBTR oder auch aus der EU von adventureexpert (https://www.adventurexpert.com/product/10d-fabric/ (sry, Link einfügen geht bei mir gerade nicht anders)). Manchmal auch als 2. Wahl für weniger Geld.

    Von dem Stoff bin ich absolut begeistert, er ist ausreichend robust, winddicht und mega leicht. Genäht habe ich einen Bodenbrüter Quilt mit Karostep und Fußbox samt Zipper. Ich nutze ihn jetzt seit etwa 25 Nächten und meine anfänglichen Sorgen ob der Stoff nicht zu dünn sei, haben sich verabschiedet.

  • Nochmal zu meiner eigenen Klarheit:

    Der Stoff, der das Apex umhüllt (=Futterstoff), sollte winddicht sein.

    Der Trägerstoff braucht es nicht zu sein, hier liegt der Fokus auf geringem Gewicht? Oder hätte Winddichtigkeit auch hier einen Vorteil?

    Ich stimme dir bei deinen Gedanken hierbei zu. Ich habe die Frage nach Winddichtigkeit in erste Linie immer als Wärmespeicherfrage wahrgenommen. Damit der Wind dir nicht die schöne selbstproduzierte Wärme aus den Kammern treibt, ist ein winddichter Außenstoff um das Apex durchaus hilfreich. Nach innen (also zum Träger hin -> Trägerstoff) ist der Wärmeverlust m. E. weniger stark, da man da größtenteils selber draufliegt und es hier um Wärmeaustausch geht.


    Daunendicht muss der Stoff nur sein, wenn du den UQ auch mit Daunen füllen willst. Die Kunstfaser, die ich kenne, ist gröber und droht nicht durch das Gewebe durchzudrücken.


    Cross Hammock hatte das Rohgewebe meiner Erinnerung nach dahingegen kritisiert, dass sich die Fäden schon durch einfaches Reiben zwischen Daumen und Zeigefinger leicht verschieben lassen, so dass das Gewebe schnell droht "löchrig" zu werden. Man möge mich berichtigen, aber ich denke, dass Gewebe durch den Kalandrierungsprozess auch noch einmal an Stabilität und Winddichte gewinnt ohne wasserundurchlässig zu werden, also seine Atmungsaktivität behält.


    Bei der Gesundheitsschädlichkeit kann ich keine Bewertung abgeben. Anmerken möchte ich allerdings, dass man zwischen gesundheitsschädlichen Dämpfen, die der Stoff ausströmt und der Schadstoffaufnahme durch Direktkontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten (z. B. durch Schwitzen beim Liegen in der Matte) unterscheiden könnte. Da du nicht mit dem UQ direkt in Kontakt bist, sondern er unter der Hängematte hängt, sehe ich das Thema mehr bei der Auswahl eines Hängemattenstoffes als für den Trägerstoff eines UQ.

    Fazit:

    > 55g/m² = eher schwer

    ca. 25 - 30g/m² = zu bevorzugen

    Der Trägerstoff meines Wookis (der auch eine DWR-Imprägnierung hat) ist definitiv leichter und dünner als der Hängemattenstoff von extremtextil, den ich für meinen Hysooqui benutzt habe. Ich denke, beim Trägerstoff geht es in erster Linie um das Gewicht und Packvolumen (da die Stoffbahn ja durchaus lang ist) und – als weiterer Punkt – um die Dehnbarkeit. Die Innenseite meines 3/4-UQ von James Outdoor Gear (ebay-Name: blueskylavender) hat 20D und ich weiß, dass James auch ganze Underquilts aus 20D näht, wenn sie leicht sein sollen. Warbonnet Outdoors geht bis 10D für ultraleichte Custom-Quilts als Trägerstoff runter, was ich schon sehr sportlich bzgl. der Reißfestigkeit/Robustheit finde.


    Die Dehnbarkeit des Stoffes spielt beim UQ m. E. auch keine so große Rolle wie bei der Entscheidung für eine Hängematte. Im Gegenteil könnte es sogar von Vorteil sein, wenn der Trägerstoff des UQ ein wenig dehnbarer ist als jener der Hängematte selbst (oder zumindest genauso dehnbar), dass er nicht bei Belastung reißt.


    Ich habe keinen weiteren UQ mehr selber genäht seit meinem Hysooqui. Sollte ich nochmal einen nähen, würde ich auf jeden Fall einen dünneren Stoff als den 66g/qm, 70D Ripstop Nylon von extex wählen. Wenn ich eine wasserabweisende Imprägnierung aufgrund der Befürchtung von Schadstoffen nicht wollte, würde ich aber anstatt dessen die Ergänzung durch einen Underquilt Protector (UQP; siehe Hängematten A - Z oder hier) in Erwägung ziehen, um bei hoher Luftfeuchtigkeit oder Spritzwasser bei Regen dem UQ-Textil und seiner Füllung etwas mehr Schutz zu geben.

  • Mein neustes UQ ist aus einem 15D Nylon Taft mit unter 30g/qm.

    Ehrlich gesagt glaube ich, er ist nicht besonders winddicht ist. In der Praxis habe ich das aber noch nicht bemerkt. Er war halt extrem günstig

    Mit ist wichtig, dass die Innenseite sehr grell ist, damit man sich nicht aus versehen reinlegt.


    Richtig gut fand ich das Ripstop-Nylon, imprägniert, Innenzelt, 20den, 26g/qm, 2. Wahl gelb von Extremtextil.

    Mit dem Stoff und einer ikea myskgräs decke (statt apex) habe ich meinen ersten wookie klon genäht.

    Aber das gibt es wohl nicht mehr. Was jetzt am nähsten dran kommt ist eins mit 32g/qm.

  • Zwar werden im Beitrag Apex 200 underquilt von SirWesley Fragen zum Trägerstoff/Quiltstoffe diskutiert, meine Frage passt aber besser zu dieser Überschrift. Sonst verweist mich in einen anderen Faden :-)

    Für eigene Projekte bzw. Themen ist es immer besser, einen eigenen Thread aufzumachen. Das ist übersichtlicher, als sich an einen Thread anzuhängen. Und neue Threads kosten nichts :)

    Der Stoff, der das Apex umhüllt (=Futterstoff), sollte winddicht sein.

    Muss er nicht, aber es ist natürlich besser, wenn der Wind die mühsam aufgewärmte Luft nicht gleich wieder wegtragen kann.

    Der Trägerstoff braucht es nicht zu sein, hier liegt der Fokus auf geringem Gewicht? Oder hätte Winddichtigkeit auch hier einen Vorteil?

    Ich sehe keinen Vorteil darin, wenn der Trägerstoff nicht winddicht bzw. windabweisend ist. Und wenn eine Lage leichter sein soll, würde ich nicht den Trägerstoff leichter machen, denn der muss das meiste Gewicht aushalten. Und nachdem ich in 10 Jahren 3 Underquilts unabsichtlich beschädigt habe, verwende ich keine Stoffe unter 15D mehr. Die zusätzliche Robustheit ist mir die paar Gramm Wert.

    Fazit:

    > 55g/m² = eher schwer

    ca. 25 - 30g/m² = zu bevorzugen

    Um ehrlich zu sein, finde ich es unsinnig, bei einem KuFa-Quilt die Gramm beim Stoff zu zählen. Für einen Sooki brauchst du ca. 550 cm Stoff. An Stofffläche dürftest du auf ca. 7 m² kommen. Bei 23 g/m² wären das 161 g. Bei 55 g/m² wären es 385 g. Der Unterschied zwischen "extrem leicht" und "extrem schwer" beträgt also nicht mal 230 g. Dagegen dürfte das 200 g/m² Apex schon 400 g auf die Waage bringen. Alleine deshalb würde ich von allzu leichten Quiltstoffen abraten, und mindestens 15D bzw. ~30,5 g/m² verwenden. Das heißt, der Unterschied ist schon nur noch ~170 g. Für Grammzähler ist Synthetik eine eher schlechte Wahl.

    TreeGirl, du hast ja inzwischen deinen dritten Quilt genäht?

    Den 3. habe ich noch nicht fertig genäht. Der Stoff ist aber zugeschnitten, und das Apex liegt bereit.

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