Posts by jmkoeln

Aufgrund von Wartungsarbeiten an der Hardware des Forenservers ist es notwendig am Freitag, den 30.10. ab 05:30 Uhr das System vollständig herunter zu fahren. Die Wartung sollte spätestens gegen 7:30 Uhr abgeschlossen sein. In dieser Zeit werden Techniker des RZ-Betreibers das Netzteil des Servers ersetzen und eine Reinigung des Kühlsystems vornehmen.

Während der Wartung wird jeglicher Zugriff auf das Forum zu einem Timeout der Verbindung führen. Im Anschluss an die Wartung wird das System wieder in seiner gewohnten Stabilität zur Verfügung stehen.

    Habe nochmal neu gefaltet und geschnürt und so sieht es jetzt aus:


    Hier ganz aufgefächert - das Fußende.....


    Im bequemstmöglichen Liegebetrieb deutlicher Slack über dem Fuß. Die gestraffte Mitte läuft durch die linke Kniekehle und südlich der rechten A....backe. Keine störende Calf-Ridge. Der Nacken ist gut unterstützt und der Kopf rollt nicht zu stark nach außen.


    Bei stärkerer Diagonallage bildet sich eine richtige footbox. Insgesamt liegt man so etwas bananiger und der Kopf beginnt stärker zu rollen.


    Das Kopfende - Keine störende Wand..... die Ridge rechts der mitte ist eher breit und flach geraten - daher die bequeme Kopf-/Nackenlage


    Fötenhaltung geht sehr gut..... der Stoff klappt sich hinter der Kniekehle weg ohne, daß der unterschenkel "abstürzt oder man aus der Balance gerät. Der Kopf liegt mit der Ohr-Kiefer-Kinn-Linie genau auf der Ridge.


    180° gedreht...ähnliches Bild - aber so positiv sich die uneinheitlich geratenen Ridges andersherum auswirken, stören sie nun an allen Ecken und Enden. Kopfrollen, blöde Ridge unterm Oberschenkel (!), völlig off balance....... Auch hier wieder ein eindeutiges "Vorne" und "Hinten".


    Offenbar müsste man das Raffen der Falze mit System angehen um gleichmäßige und reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.

    ICH LEGE MICH EINFACH ANDERSRUM:D


    Wer also mit seiner Überbreite-HM Ärger hat, dem bietet so ein doppeltes W-Whipping einen guten Ausgangspunkt um mit ein paar Versuchen sein Liegen zu optimieren.


    HYOH

    Beim Versuch die Breite meiner 1.6 Hexon Wide Matte (11 Fuß) besser zu nutzen (bei geringen Diagonal-Lagen verschenkt man einfach die Breite und hat ne Menge Slack.... bei starken diagonalen Lagen stört immer eine Ridge...) habe ich alle meine Origami-Fertigkeiten angewandt und jetzt ziemlich zufrieden mit einem doppelten W-Whipping.


    Dazu habe ich


    1. Die Mitte des Stoffes durch falten ermittelt und die Enden in die Mitte gelegt.

    2. Die äußeren Falze wiederum zur Mitte gezogen, sodaß recht und links jeweils ein "W" entstand.

    3. Das Ganze in der Mitte gefaltet, sodaß die "W"s nebeneinander stehen, also 5 Kanten oben und 4 Kanten unten.

    Um die Mitte zu straffen und den Slack zu reduzieren habe ich an der Oberseite die mittlere Falz ca. 1,5-2cm nach hinten herausgezogen und die äußeren Säume um 2-3 cm.

    4. Die beiden inneren Falze von unten zusammengerafft.

    5. Die beiden äußeren Falze zusammengerafft.


    Gewickelt habe ich mit feiner Jalousienschnur - damit fahre ich schon länger ziemlich gut!


    Das Ergebnis ist eine LIegefläche, die sich in verschiedensten Diagonal-Lagen bequem beliegen lässt, solange die Winkel nicht zu extrem werden. Ein klein wenig saggy aber fast frei von Ridges und vor allem mit ziemlich perfekt gespannten Seiten: Je nach Liegewinkel hat man minimalen Slack oder einen straffen Rand, der weder schneidet noch einengt.


    Hundertprozentig symmetrisch ist mir das Whipping nicht gelungen - die Matte hat definitiv ein "Vorne" und ein "Hinten". Trotzdem ließ es sich mehrfach mit ziemlich ähnlichen Ergebnissen reproduzieren.


    HIer eine Skizze:


    EIn Foto von den gewhippten Enden schiebe ich morgen nach!


    LG

    jmkoeln

    Hallo liebe Haengemattenfreunde!


    Diverse Ereignisse in meiner Biographie haben mich ziemlich lange vom Hängemattenforum ferngehalten...... sicher wird das auch nur in kleinen Dosen besser werden:-)


    Wollte trotzdem mal wieder "Hallo!" sagen....... Ja - natürlich hänge ich noch ab und an aber nicht so oft wie ich gerne würde. Das nächste mal wohl in 14 Tagen auf dem Rheinsteig ( Jahresprojekt 2019:-)) zwischen 2 Etappen.


    Wünsche allen eine gute Zeit und HYOH!


    PS: Neue Forensoftware Rules!!!!:thumbup:

    Recht hast Du #2.1Mittagsfrost ........


    Der Baltoro in der Praxis:
    Zum ersten mal kam der Packesel auf einer 2 Tage-Tour durch den Pfälzer Wald zum Einsatz. Dank meiner voluminösen und nicht gerade ultraleichten Ausrüstung hatte ich knapp 17 KG an Board und den Rucksack zu 99,7% gefüllt. Allerdings passte alles IN den Rucksack - kein gebimmel und gebammel außerhalb......bis auf mein Beil, daß in einer Seitentasche - gut verzurrt - Platz fand.


    Das Packen des Rucksacks daheim ging sehr gut. Dank der 3 Zugriffe lässt sich alles perfekt anordnen und die 3 Deckelfäccher reichen völlig aus, Hygieneartikel, Notfall-Set und andere Utensilien vernünftig zu organisieren. Auch bei prallgefülltem Rucksack hält sich das Gefummel mit den Reißverschlüssen in Grenzen - Riemen und Schnallen sind sinnvoll angeordnet und dank unterschiedlicher Schnallen/Steckrichtungen nicht zu verwechseln. Die "Gepäckabtrennung" zwischen Boden- und Hauptfach verdient ihren Namen allerdings kaum. Ich habe das Nylon-Rechteck von der Größe eines größeren String-Tangas zuhause gelassen.....


    Das Handling als Gepäckstück ist soweit gut - der rigide Hüftgurt stört nicht mehr als andere. Der obere Tragegriff ist kein ausgewachsener Koffergriff - nur ein Stück Gurtband. Mich persönlich stört das nicht - fällt aber an solch einem wertigen Gepäckstück schon auf.


    Was am Tragegriff fehlt, macht der Rucksack beim Tragesystem allemal wett! BOMBE:bomb:!


    Da ich an der Hüfte wenig empfindlich bin, habe ich den Gurt mal richtig zugemiedert - was erstaunlich leicht geht. Mit den Schultergurten habe ich den Rucksack dann nur noch in Position gebracht, ohne wirklich Last auf die Schultern zu bringen. Der Brustgurt half beim Feintuning......... und dann hat der Klammeraffe nicht mehr losgelassen! Irre..... die Last bleibt absolut stabil in der Mitte - zwischenzeitlich "stand" der Rucksack so neutral, daß die oberen Befestigungen der Schultergurte frei im Durchschub lagen und klackten. Super Ermüdungsindex........Nachmittags klack nichts mehr:-)))
    Die Einzelaufhängung der Hüftflossen macht ihren Job wirklich gut und die fetten Polster sind jeden Kubuikzentimeter wert. Am meisten trägt aber wohl das "klebrige" Steiß-Pad zum Tragekomfort bei. Da trägt die Jacke mit:dirol:!


    Die Schultergurte sind - wie schon erwähnt - stark konturiert und eher schmal für einen ausgewiesenen Schwerlast-Rucksack. Sie bieten viel Bewegungsfreiheit und halten den Rucksack, im Zusammenspiel mit dem Brustgurt, gut in Position. Das steife Polstermaterial machte sich gegen Ende des ersten Tages etwas bemerkbar - mehr aber auch nicht.....am zweiten Tag hatte es sich wohl schon etwas eingetragen.


    Das Holster war mit einer 0,7 Liter Trinkflasche geladen und funktioniert ebenfalls bestens.


    Der Zusatzrucksack war beim Wasseholen eine echte Hilfe!



    Der zweite Trip wurde mit knapp 18 KG begonnen - und es war ein CRUX 3-L Reservoir von Camelbak mit an Board. Der Rucksack hat zwar Schlauchdurchführungen rechts und links, jedoch nur rechts einen Clip für den Trinkschlauch, integriert in die Führung des Brustgurts. Das Reservoir lässt sich im Zusatzrucksack oder im Hauptfach befestigen.


    Was soll ich sagen - ich könnte über alles mögliche berichten - aber der Rucksack tut einfach nur unauffällig seine Arbeit. Wenn ich jetzt noch ganz dringend einen Kritikpunkt finden müsste, dann den, daß ein iphone X wohl nicht mehr in die wasserdichte Hüfttasche passt........oder nur sehr knapp.


    Für die Regenhülle gilt das Gegenteil: Da passen 2 iphones rein....... und noch ein 90L Baltoro. Die ist wirklich großzügig bemessen und in zweckmäßiger grüngelber Neonfarbe gehalten. So wird man nicht überfahren und hat immer einen Fetzen in Signalfarben dabei.


    Ich bin mit dem Gerät zu 100% zufrieden und werde mir nichts neues anschaffen, bevor der hier über'n Jordan ist.

    Wenn es wirklich um die Lösung des "Riss durch drüberstolpern"-Problems geht, würde ich eher der Strategie mit eingebautem Gummi folgen.
    Vorteile: Weniger Tüftelei/Fummelei, Materialien fast in jedem Haushalt verfügbar, jede Menge (auch richtig schöner) Tutorials im Forum und im Netz......

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    Der ominöse Kordelzug im Einsatz als Ridgeline-Fixierung.......sinnvoll?



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    120 Kg vs. 253g......... die 120 Kg fühlten sich wohl.

    Update:


    Einen 184cm, 120 Kg-Hänger hat KARRI locker geschaukelt.... Der fand sie übrigens äußerst bequem!


    Hier noch ein Paar Bilder .......sorry für das Durcheinander - aber beim uploaden muss ich die Feste feiern, wie sie fallen.....


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    Images

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    Das "PRO" macht den Unterschied - Pertex spricht bei Quantum Pro von einem "microporous coating". Ich gehe davon aus, daß das Textil mit der Bezeichnung Quantum Pro DWR sowohl über das Coating als auch die DWR Imprägnierung verfügt.
    Das, was ich für das Coating halte, fühlt sich nicht klebrig an. Wenn man allerdings bereits schwitzt bevor man in die Matte steigt, fühlt es sich glitschig an.
    Es sei aber nochmal erwähnt, dass die Atmungsaktivität/Dampfdurchlässigkeit beeindruckend ist! Subjektiv konnte ich keinen signifikanten Unterschied zu ausgewiesenen Hängematten-Stoffen feststellen. Allein die seltsame Haptik makes the difference.......


    *stimmt eigentlich etwas mit der Forensoftware nicht? habe echt arge Probleme meine Inhalte hier loszuwerden.....

    Das "PRO" macht den Unterschied - Pertex spricht bei Quantum Pro von einem "microporous coating". Ich gehe davon aus, daß das Textil mit der Bezeichnung Quantum Pro DWR sowohl über das Coating als auch die DWR Imprägnierung verfügt.
    Das, was ich für das Coating halte, fühlt sich nicht klebrig an. Wenn man allerdings bereits schwitzt bevor man in die Matte steigt, fühlt es sich glitschig an.
    Es sei aber nochmal erwähnt, dass die Atmungsaktivität/Dampfdurchlässigkeit beeindruckend ist! Subjektiv konnte ich keinen signifikanten Unterschied zu ausgewiesenen Hängematten-Stoffen feststellen. Allein die seltsame Haptik makes the difference.......

    Das wäre mir neu. Ich habe meine Testhängematte leider schon weiter geschickt, sonst würde ich nochmal nachschauen. Aber was glänzt ist mit großer Wahrscheinlichkeit die kalandrierte Seite. Ich habe noch NIE einen beschichteten Quiltstoff gesehen - aber die meisten sehen so aus wie die beiden Quantum-Stoffe die Cumulus verwendet. Pertex selbst schreibt über das Quantum das es "breathable" ist. PU ist nicht breathable.


    Fast alle kalandrierten Stoffe sehen auf einer Seite aus wie Mülltüten. Das kommt daher, dass nach dem Weben mit einer heissen Walze über den Stoff gefahren wird, die die Oberfläche anschmilzt. Ob die Löcher zwischen den Fäden dabei komplett geschlossen werden weiss ich nicht. Aber sie werden zumindest klein genug so dass Daunen nicht ohne Widerstand durch rutschen können.


    Es geht um "Pertex Quantum Pro DWR" laut cumulus; 53g/qm.... auf der Pertex Seite wird Quantum Pro mit Membran - also Beschichtung angeboten.......zum Material machen sie keine Angaben aber wenn ich tippen müsste......PU.......

    Woher hast du die Information, dass der Stoff beschichtet sein soll? Soweit ich weiss, ist Pertex lediglich kalandriert. Es ist halt ein Quiltstoff und kein Hängemattenstoff. Bei einem Quilt kommt die kalandrierte Seite nach innen und sorgt dafür, dass die Daunen im Quilt bleiben. Bei der Verwendung in einer einlagigen Hängematte kann man sie Seite leider nicht verstecken :(


    Die Information habe ich aus erster Hand - die Matte liegt vor mir und IST beschichtet. Eine Seite Textil - andere Seite eine Tesa-Film dicke PU(?) Schicht. Auf der Produktseite sieht man sehr gut, wie die Matte innen glänzt; von mir kommen auch noch ordentliche Bilder...... bitte um etwas Geduld....


    Das nennt man "Maaßen-Strategie" .......! Ich baue darauf, durch politisch brisante Äusserungen vom "Stubenhocker" wegbefördert zu werden;).
    Ich hoffe Du warst der einzige, der diese Assoziation hatte und gelobe Besserung:pleasantry::-)!

    Die Funktion das Tankas würd mich auch interessieren. Vielleicht nur um den Namen Cumulus zu zeigen?


    Ich denke schon, daß dem Teil eine Funktion zugedacht ist - das aufwendige Steck-Label, das selbigen ziert, hätte ja auch gereicht:-). Überhaupt ist das Branding nicht besonders aufdringlich. Selbst die Technologie-Label sind wenig prominent auf der Innenseite angebracht.



    Vielleicht bekommen wir den Hersteller am Ende der Aktion zu einer Stellungnahme überredet.


    Das wäre natürlich großartig! Und wenn der Hersteller die Rufe dann auch hört und als Statement mal eine richtige Knallermatte raushaut wäre die Mission erfüllt!


    BITTE BAUT ORDENTLICH DIMENSIONIERTE MATTEN FÜR ERWACHSENE UND DENKT AN DIE REGELN AUF TREKKINGPLÄTZEN UND IN NATIONALPARKS:thumbsup::thumbsup::thumbsup:!!!!!!!!!

    Wenn der Tanka beide Stränge des verstellbaren Bereichs umfassen würde, könnte man damit den verstellbaren Bereich an der Hängematte fixieren, damit dieser nicht vom Ende der Hängematte rutschen kann. Aber so bleibt der Kordelstopper auch mir ein Rätsel.


    Den Tanka könnte ich ja genau so in die Mitte rücken - aber das reicht nicht für eine Strukturgebende Ridgeline.........sondern nur als "Wäscheleine".

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    Ridgeline mit Tanka-Zug - Leider gibt es keine Bedienungsanleitung, die den Nutzen des Tankas erklärt.



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    Der Packsack im RLO-Einsatz - Völlig ausreichend. Nachteil: Durch die geschlossenen Schlaufen, muss man bei jedem Aufbau die Ridgeline demontieren um sie durchzuschlaufen.



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    Karabiner und Baumschlingen - technisch sinnvoll dimansioniert, fehlen den Gurten leider 5mm um das gängige Mindestmaß für Aufenthalte auf Trekkingplätzen zu erreichen.



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    Die cumulus KARRI mit den offiziellen Referenz-Utensilien.

    Als erster KARRI-Tester im Passaround konnte ich dem freudig erwarteten Paket ein beeindruckend ordentlich gepacktes Beutelchen entnehmen, dessen Maße mich unwilkürlich an meine alte Klepper Regenjacke im "Hipbag" (die reiferen Jahrgänge erinnern sich:-)) erinnerten. "Da soll jetzt eine Hängematte drin sein?!?!" Bevor ich meiner Neugier nachgab, rief ich die cumulus Website auf und schnappte mir Waage & Maßband. Die erste Überraschung: 425,7 Gramm zeigte die Waage an - 50 Gramm weniger als auf der Produktseite angegeben. Dachte ich's mir doch......da fehlt was!


    Also Beutel auf und endlich nachsehen :yahoo:!
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    Klein, flach, ultraleicht


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    Packsack, Hängematte, Suspension im Extra-Beutel


    Der Beutel gab zunächst ein Stoffpäckchen preis, das mich wiederum sehr an meine geliebte Klepper Gummihaut erinnerte - das war unverkennbar ein beschichtetes Stück Textil...... "Beschichtet?!?!? - das ist wirklich ne Regenjacke!!!" schoss es mir durch den Kopf. Erst die Inaugenscheinnahme des zweiten Päckchens im Beutel trug zur Beruhigung bei - es schien sich um Teile einer Suspension zu handeln - ordentlich verpackt in einem Mini-Packsack, der - wie auch der große Beutel über ein großes Mesh-Fenster verfügt. Inhalt: Eine komplette Suspension mit Tree-Huggers, Whoopie-Slings, Karabinern und einer großzügig verstellbaren Ridgeline.

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    Alles was man zum hängen braucht: Matte, Whoopies, Karabiner, Treehugger, Extra-Beutel für Suspension und
    Packsack - Double ended Stuffsack mit Schlaufen zum Einsatz als Ridgeline-Organizer



    Also doch alles da!


    Na dann alles zurück in die Beutelchen und ab in den Wald!


    FEHLER! Wer vor hat, vom Hängemattenfachgeschäft direkt in den Wald zu pilgern, sollte auf dem Weg noch etwas Blumendraht besorgen - die Whoopies freihändig durch den neuen Stoff zu ziehen war nur so mittelgeil......Tja - das hätte ich wissen können:fool:.


    Aber der Reihe nach - hier erstmal die technischen Daten:


    Material: Pertex Quantum Pro DWR 53g/qm
    Länge: 297 cm
    Breite: 145 cm
    Gewicht (netto): 253 g


    Whoopie Slings (2x)
    Material: Dyneema 3 mm
    Länge max.: 200 cm
    Länge min.: 54 cm
    Gewicht (Paar): 28,3 g


    Tree Huggers
    Material: Polyamid
    Länge: 173 cm
    Breite. 2 cm
    Gewicht (Paar): 64 g


    Karabiner
    Material: Aluminium
    Höhe ca.: 8 cm
    Breite ca.: 4,5 cm
    Öffnung. ca.: 3 cm
    Gewicht (Paar): 39,3 g


    Ridgeline
    Material: Dyneema 3 mm
    Länge min.: 2,32cm
    Länge max.: >290 cm
    Gewicht: 16,6 g


    Packsack groß (Ridgeline-Organizer)
    Material: Pertex Quantum/Polyester Mesh
    Maße: 19 x 10 cm (1,5L) (Herstellerangabe)
    Gewicht: 14,8 g


    Packsack klein
    Gewicht: 8,7 g


    Packmaß:
    15 x 10 x 9 cm


    Gesamtgewicht: 425,7 g


    Zu den Zahlen gibt es zu sagen, daß nicht nur das gemessene Gewicht der Matte unter der Herstellerangabe liegt - auch die Maße der Hängematte verfehlen die Herstellerangaben um einige cm.
    3 cm in der Länge lassen sich wohl verschmerzen - mit 1,45m bleibt die Matte in der Breite allerdings ganze 5 cm unter dem Soll.


    Die mindeste lichte Weite zwischen den Hängepunkten sollte nicht unter 3,50m liegen, da die Whoopies sich nicht unter 54 cm einstellen lassen.


    Die Tree-Huggers liegen mit 20 mm Breite unter dem oft geforderten Zoll (schade - daß stößt manchem Ranger sauer auf und wäre sooo einfach zu beheben....) und umarmen Bäume mit 55 cm Durchmesser vollständig. Ein recht vernünftiges Maß, wie ich finde.


    Jetzt aber in den Wald.....!


    Wer mit dem Konzept der Whoopie-Slings vertraut ist, wird bei Montage und Aufbau keine Probleme haben. Die Whoopies sind sauber gespleißt und mit Gummiperlen und -endkappen versehen.
    An der Ridgeline befindet sich ein 2-Loch-Tanka, zum markieren der bevorzugten Länge...... oder zu etwas anderem, daß ich noch nicht verstanden habe. Sollte er zu markieren gedacht sein, ist das die denkbar umständlichste Lösung.


    Trotz freihändiger Montage und Moskito-Alarm war das Setup zügig einsatzbereit. Ob des sommerlichen Wetters, beschloss ich kurzerhand die Matte auf Links zu drehen. In der Gummihaut wollte ich bei 26°C wirklich nicht liegen. Also rein in die Matte und.......... ja - es ist eine Hängematte..........keine echten Überrraschungen. Etwas kurz, etwas schmal aber man findet schon eine gemütliche Abhängposition. Ein wenig zuppeln hier, etwas verstellen da und bei 2,52m Ridgeline-Länge hatte ich die für mich bequemste Position gefunden. Nachdem ich nun angenehm kühl auf dem Außenstoff lag, beschloss ich ganz mutig die Matte mal richtig herum zu testen. Erstaunlich - kein kleben, kein schwitzen.......nicht schlechter als jedes unbeschichtete Textil - und wer auf Gummi steht kommt voll auf seine Kosten :ninja::D ! Spaß beiseite - die Haptik ist schon gewöhnungsbedürftig. Trotzdem muss betont werden, daß das Zeug funktioniert - auch im Sommer.
    Der Preis für dieses Feature ist eine menge Stretch. Soviel, daß es mich an den Schultern deutlich stärker einengt, als eine Baugleiche HM aus 70D Ripstop.


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    Schnell eingerichtet dank guter Ausstattung


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    Kein Schweiß in der Gummi-Matte - Pertex Quantum ist
    gewöhnungsbedürftig aber nicht unkomfortabel.



    Ein erster Eindruck war gesammelt - also abbauen und zurück zur heimischen Messstation. Der abbau lief problemlos - alle Kordelzüge lassen sich einfach bedienen und die Packsäcke haben vernünftige Maße. Die nun montierten Whoopies ließ ich in den großzügig genähten Zugtunneln, sodaß der nächste Aufbau ein Klacks wird:-).


    Während ich die Einzelteile vermaß und wog fiel mir die durchweg ordentliche Verarbeitung auf. Alle Nähte sind sauber ausgeführt, die Whoopies fehlerlos gespleißt und selbst die letzte Kordel noch ordentlich geknotet.


    Um den Liegekomfort besser einordnen zu können, ließ ich KARRI im Heads-up gegen meine anderen Matten antreten. Das Ergebnis war ernüchternd: Ich liege in allen meinen Hängematten lieber als in der cumulus. Das hat 2 Ursachen: Zum ersten ist die Matte - wie so viele - einfach zu klein für den durchschnittlichen Mitteleuropäer. Zweitens sorgt der Stretch für ordentlich Druck von den Seiten.
    Kurz - für meine persönlichen Liegepräferenzen ist die KARRI nichts. But that's just me! Zeit zum philosophieren......


    Für wen könnte diese Hängematte konzipiert worden sein?


    Versiert sollte der Nutzer sein - die Hängematte kommt ohne Gebrauchsanweisung und Anfänger dürften Ihre Probleme haben, im trial-and-error-Verfahren die Funktion von Whoopie-Slings zu erproben. Bei geöffneten Buries auch nicht ganz ungefährlich! Im Allgemeinen finde ich, sollten ein jeder Hängematte die wichtigsten Warnhinweise beiliegen - bei "anspruchsvolleren" Modellen halte ich eine Bedienungsanleitung für obligatorisch.


    Die Matte hat ein tolles Packmaß und ist sicher ein Leichtgewicht - fällt aber eindeutig nicht in den Ultralight-Bereich.


    Der Stoff ist dank spezieller Membran/Beschichtung atmungsaktiv, Winddicht und Wasserabweisend. Die Winddichtigkeit schützt vor Auskühlung von unten nicht und wer braucht eine Wasserabweisende Hängematte?


    Die Hängematte weist keinerlei Designfeatures auf, die dem Liegekomfort zuträglich wären. Ein Rechteckiges Stück Stoff mit Zugtunneln. Dazu Maße , die allenfalls für Menschen unter 175cm als übernachtungsfähig einzuordnen sind.


    Apropos Design: Um ein Haar hätte das Entwicklerteam das Problem nasser Aufhängungen im Packsack gelöst. Wären beide Beutel mit einem Meshfenster versehen, könnte man den Beutel für die Suspension so in den großen Sack schieben, daß die Fenster übereinander liegen. Dann könnte die Suspension trocknen ohne die Matte naß zu machen - dank des geringen Packmaßes z.B. in den seitlichen Stretchtaschen eines Rucksacks oder außen am Gepäck hängend. Leider besteht der Sack für die Suspension fast vollständig aus Mesh und man macht sich die HM auf jeden Fall nass. Allerdings lässt sich der kleine Beutel leicht außen am Rucksack befestigen, sodaß alles gut trocknen kann.


    Obwohl gemeinhin den Stoffen mit möglichst wenig Stretch die größere Aufmerksamkeit zuteil wird, mag es auch Liebhaber von dehnbaren Materialien geben - aber auch die dürften bei Pertex Quantum an ihre Grenzen stoßen.


    Also wem gebe ich diese Hängematte mit auf die Reise? Materialfreaks unter 1,75m???? Und was haben die dann von dem tollen Material????


    Je länger ich darüber nachdenke, desto weniger verstehe ich, wie man ein so innovatives Material, so wenig kreativ verbauen kann.......


    Ein XL Poncho-Tarp mit Hängematten-Funktion, ein Topcover, eine Hammock-Sock....... aber eine 08/15 Hängematte mit grenzwertig viel Stretch? Ich hoffe da kommt noch was ......!


    Mein vorläufiges Resümee:


    Trotz hochwertiger Materialien & Verarbeitung, einer Top-Ausstattung und respektablem Packmaß & Gewicht wird die KARRI der Outdoor-DNA von cumulus nicht gerecht. Sie ist einfach KEINE CAMPING-HÄNGEMATTE!!! Zu klein (es ist nur eine Größe im Portfolio), zu stretchy, keine Komfort-Features.


    Für den Freizeit-Hänger ist der hochwertige Stoff mit seiner gewöhnungsbedürftigen Haptik sicher eher Bürde als Mehrwert.


    Pertex Quantum dient hier nur als Alleinstellungsmerkmal und reicht nicht aus, um aus einer gewöhnlichen FreizeitHängematte mehr zu machen. Schade.


    Weitere Bilder und Eindrücke folgen......!


    Im Naturschutzgebiet gibt es Bereiche die dauerhaft rot beflaggt sind (die sind auch in der Wanderkarte verzeichnet) und andere, die nur bei Bedarf gesperrt werden.
    Ja - die Borstenviecher - eigentlich harmlos......aber wenn die sich mal an mich ranwanzen während ich schlafe und wir erschrecken uns dann beide wenn ich aufwache........ da reicht ein kurzes Schnappen oder Hauen und die Tour ist vorbei......besser bemerkbar machen:-))


    Ein weiteres tolles Ziel in Schlagdistanz ist der Westerwald. Sehr unterschätzes Ziel für den Naturaffinen Rheinländer!!!

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    Entlang der Helle


    Von einer Staustufe der Helle führt ein kurzer aber ziemlich steiler, schlecht ausgebauter Weg zur Landstraße N67 die man überquert. Kurz darauf erreicht man den Gretzbach - einen Zufluss zur Talsperre - an dessen südlichem Ufer ein Großer Radwanderweg verläuft. Am anderen Ufer führt ein kleinerer Fußweg entlang - beide Wege waren allerdings stark frequentiert und so zerschlug sich meine Hoffnung bald einen ruhigen Lagerplatz zu finden. Also schlug ich mich einfach in die Büsche und machte am Ufer des Gretzbachs eine kleine Rast mit Brotzeit:-)



    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"medium","data-attachmentid":49412}[/ATTACH]
    Am Gretzbach


    Ein Blick auf die Karte verriet, daß ich dem Gretzbach nicht mehr lange würde folgen können und so musste jetzt doch langsam ein Camp gefunden werden ......
    und schon bald tat sich eine vielversprechende Harvester-Spur auf, der ich folgte bis sie in einem Hang endete. Nach der vergangenen Nacht kam mir das mit dem Hang ganz gelegen ........ Wildschweine laufen bergab nicht gut und bergauf ätten sie wahrscheinlich in Serpentinen laufen müssen :-)) also zwischen zwei Fichten gehängt meine Abschläge rund ums Lager getätigt (auch das als Wildschwein-Prävention) und Wasser gefiltert&aufgefüllt. Nach etwas rumhängen am Bach und einem guten Curry-Huhn aus der Tüte rief dann die Matte. Habe ich gut gepennt........das Plätschern des Bachs überlagerte die Fluggeräusche etwas und das gelangweilte Knarzen der Fichten trug ebenfalls dazu bei, daß ich bei Einbruch der Dunkelheit sofort ins Koma fiel. Von Camp zu Camp standen 14,5 Km auf der Uhr.


    Nachdem ich bis 9 Uhr durchgeschlafen hatte wurde ich sanft von warmen Sonnenstrahlen geweckt........... Ach nee..... es war halb 5 und es war ein lauter Donner, der mich sofort in die Senkrechte riss. Biltz ...... noch ein Donner...... ja - das war schon sehr nah dachte ich - und bekam im selben Moment den ersten Tropfen auf den Kopf:scared: also flugs aus der Matte, Tarp entrollt und erstmal nur lose über der Matte hängen lassen. Schnell den Rucksack in die Trockentüte und dann die Heringe in den Boden um das Tarp zu spannen - verdammt! Der Wind hatte das Tarp über die Matte geweht, die jetzt samt Topquilt einigermaßen nass war (das Moskitonetz hat vielleicht das schlimmste verhindert). Nachdem ich das Tarp jetzt schon mal in der Hand hatte, steckte ich kurzerhand einen Stock als Hering in den Boden und verfuhr dann auch weiter so. Das ganze hatte jetzt zwar keine Minute gedauert aber ich war klatschnass - also abtrocknen und versuchen noch eine Mütze schlaf zu nehmen..... was natürlich nicht mehr wirklich gelang obwohl die feuchte Schlafstatt recht schnell wieder angenehm warm und sich nicht klamm anfühlte. Das Gewitter brauste noch zweimal heftig auf und ich befestigte das Tarp etwas sicherer. Dann begann ich im dunkeln mit Früstück machen. Dabei plante ich mit einer Hirnwindung, wie ich wohl im Hang, unterm Tarp meinen Rucksack wieder ordentlich gepackt bekomme. Das würde sowas wie real-life-Tetris Level 8 werden:confused:. Naja - am Ende war alles im Rucksack und ich war froh, daß ich das mit dem Wasser am Vorabend erledigt hatte...... obwohl - eigentlich konnte man bei dem Wetter auch aus der Hutkrempe saufen.....


    Wohl dem der einen Ponch hat, der das Wetter aussperrt. So ließ es sich im Morgengrauen angenehm laufen. Am Rande des Naturpark Hohes Venn (Allgemeines Venn) ging es dann auf Monschau zu. Das absolut schönste Stück des Trips!!! Leider hatte die kalte Nacht meinen Handyakku entleert - eine Landschaft wie aus einem Tschechischen Märchenfilm - irre! Nach ein paar Kilometern mit 2 Reh-Sichtungen gelangte ich zum Nahtsief. Hier ergab sich die Gelegenheit ohne zu großen Umweg durch's Hochmoor zu laufen. Also ab dafür - richtung "Kaiser Karls Bettstatt". Durch das Hochmoor geht es hauptsächlich über Steege, die im nassen Zustand wirklich wenig Vertrauen erwecken. Wer sich eine rostige Schraube einfangen möchte, sollte da unbedingt mal hin!
    Die Landschaft ist natürlich abgefahren. Und bei dem Wetter und um die Uhrzeit war ich natürlich das einzige Lebewesen das bekloppt genug war durch die Pampa zu talpen. Für Schwermütige Menschen mag das nichts sein aber die Einsamkeit und die ziemlich spezielle Landschaft fand ich richtig großartig......


    Der Preis für die Extra-Runde waren nasse Beine und Klatschnasse Füsse - meine Schuhe waren jetzt bestimmt 2 Kilo schwerer....... das kostete meine letzten Cliff-Bars und ich war froh, als ich deutsche Straßenschilder sah - Monschau musste um die Ecke sein. Eine letzte Pause am Aussichtsturm und dann hatte die Zivilisation mich wieder. Durch "Ortsteile" von Monschau geht es zum "Vennbad" und von dort aus in die Historische Altstadt von Monschau. GESCHAFFT! Ca. 12,5 Km vom Camp zum Ziel.


    Als 3-Tages-Tour ziemlich optimal - es ist alles locker zu schaffen, es sind noch Reserven für den Fall, daß man sich mal verläuft vorhanden und es gibt immer wieder Gelegenheiten für kleine Extra-Runden oder Abstecher.
    Wer nur am Hohen Venn interessiert ist kommt von Monschau aus schneller in's Hochmoor; Eupen dürfte allerdings für die meisten Menschen besser zu erreichen sein.


    HYOH!

    Zeit für meinen ersten Reisebericht: Ich hatte mir überlegt 3 Tage in der Natur zu verbringen und dabei mit Ausrüstung ein wenig Strecke zu machen. Den Hertoogenwald habe ich mit den Bergisch Boys letztes Jahr schonmal beschnuppert und die Eifel kennt der Kölner ohnehin ganz gut:-). Also als Startpunkt Eupen festgelegt und zwei Zielgebiete festgelegt, in denen auch nach diesem Sommer auf jeden Fall noch wasser fliesst. Das sind in der Gegend der Lac de la Gileppe und die Wesertalsperre - beides Trinkwasser-Reservoire. Den Zielpunkt für die Heimreise wollte ich offen lassen...... Eupen wenn die Tour hart war..... Monschau wenn noch Kraftüberschüsse vorhanden sind.


    An Board:
    Hängematte, Tarp, Under- und Topquilt, Moskitonetz, das notwendige an Nahrung, Hygiene-Artikeln und Utensilien sowie einen schweren Poncho und ein Beil.
    Wasserbehälter für knapp 4 Liter (3-Liter Blase + 0,8 Liter) und einen Filter mit 1-Liter Squeeze-Bottle.
    Packgewicht ca. 17 KG.



    Los ging es am Bushof Eupen. Ein paar MInuten der Nase nach ins Zentrum von Eupen und schon stand ich vor der Tourist-Info. Dort habe ich zwei Karten erworben, die alles abdecken, was ich im Zweifel ansteuern würde. Der Maßstab 1:25.000 hilft einem jetzt nicht wirklich aus einer Stadt heraus, also bin ich erstmal den Schildern in die Eupener "Unterstadt" gefolgt. Von dort führt eine Landstraße entlang der Weser zum Campingplatz Hertoogenwald - gut zu erkennen an der Hauseigenen Brasserie mit riesigem Schild. Von meinem letzten Aufenthalt wusste ich, daß vom Campingplatz eine Brücke über die Weser direkt in den Hertoogenwald führt. Durch ein Forst-Reservat mit wunderschönem Mischwald geht es dann zu einem Wander-Highway ....leider typisch für die Gegend ......der Schnurgerade durch den Wald zum Lac de la Gileppe führt.
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    Lac de la Gileppe


    Der Lac ist ein beliebtes Ausflugsziel und nachdem ich die 8,5 Km viel zu schnell gelaufen war habe ich mir erstmal ein Plätzchen zum relaxen gesucht und mich über Salami und Brot hergemacht. Bis es am See ruhiger wurde, waren es schon 18:00 Uhr......... wo ich im Wald verschwinden würde, hatte ich schon ausgeguckt und nach ein paar Hundert Metern hatte ich auch einen guten Platz mit Blick auf eine kleine Lichtung gefunden. Da es vor Mücken nur so wimmelte, beeilte ich mich, Matte und Moskito-Netz an den Baum zu bekommen. Aus meinem Cocon bin ich dann auch erstmal nur noch zum Kochen und Essen gekrochen.
    Um 20:00 wurde es merklich ruhiger. Das Geschrei der Touristen verstummte und bald würde vielleicht das erste Wild auf die Lichtung treten........wenn nicht plötzlich zwei riesen Hunde durch den Wald geprescht wären - begleitet von fernen "Allez, allez!"-Rufen. Die Hunde hatten sich wohl nur gegenseitig gejagt und verschwanden auch bald richtung See - ohne mich bemerkt zu haben.
    Gegen halb neun dann Knacken im Wald hinter der Lichtung......Viel Knacken.....lautes Knacken - Wildschweine. Was suchen die auf der Lichtung, wenn der Wald voller Eicheln ist????? Aus dem Knacken wurde rascheln.....OK - sie sind schon im Gras.....Handykamera an...... und plötzlich steuert - viel näher als ich dachte - eine kleine schlanke Bache auf meinen Rucksack zu! Nach dem ersten Räuspern blieb sie stehen beim Hüsteln talpte sie dann davon und ich hatte vor Schreck vergessen abzudrücken.


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    Zu spät!


    OK - Rucksack hochhängen und Schuhe anbinden. Kurzes Testklettern auf einen meiner Hänge-Bäume - alles roger! Die Rotte kam dann auch bereits nach 20 Minuten wieder ......... und diesmal trollten sie sich erst als ich begann zu klatschen und mit dem Hängematten-Stoff rascheln. Sollten sie nochmal wiederkommen, würde ich auf den Baum klettern und mal zugucken, wie sie auf meinen Lärm reagieren - nicht das belgisches Schwarzwild am Ende frecher ist als deutsches! Der dritte Besuch ließ nicht lange auf sich warten ....... Lampe auf und rauf auf den Baum! Als ich auf meinem Ast stand, waren sie aber schon nur noch wetzend zu hören........ Baumrascheln schien also zu funktionieren - alles klar! Entsprechen kurz viel der letzte Besuch aus. sobald sie auf der Wiese waren bin ich aus der Matte gesprungen - habe am Baum gerüttelt und weg waren sie.


    Dann wurde es - bis auf überfliegende Flugzeuge - vollständig ruhig! Geil!!! Nur noch ab und zu eine fallende Eichel - sonst kein Ton! Irgendwann flog dann auch der letzte Flieger. Von wegen der Wald lebt - absolute Stille. Um so brutaler war das Erwachen, als vor Morgengrauen der erste Flieger über mich rauschte. Nur zum Einordenen - man liegt da nicht in einer Einflugschneise oder so aber volle Reisehöhe haben die Vögel nicht und man hört sie eben in der Stille ziemlich deutlich.


    MIt den ersten Sonnenstrahlen stand ich auf, Frühstückte und machte mich auf richtung Wesertalsperre.
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    Der Lac am Morgen


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    Hier kann an die Stille fast sehen.....


    Über Route de Trou und Route de Loup gelangte ich an die Helle - ein kleines Flüsschen - wo ich mich zu einer ausgiebigen Wäsche niederließ und Wasser filterte.


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    Sauberes Wasser - direkt aud dem Naturschutzgebiet.


    Eine schöne Mischung aus Wirtschafts-Forst und naturbelassenem Wald säumt den Weg entlang der Helle. Ein großer Vorteil ist, daß alle bewirtschafteten Forst-Flächen numeriert sind und diese Numerierung auch in Karten verzeichnet ist. Zumal die Wanderwege farbig markiert sind und sich immer wieder kreuzen kann man anhand der Waldzellen-Nummern seinen Standort sehr gut bestimmen.


    Fortsetzung folgt.......