GREGORY Baltoro 65 (Sommer 2017)

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  • Über diesen Rucksack ist ziemlich viel geschrieben worden, deshalb möchte ich auf ein vollständiges Review verzichten. Außerdem ist dies erst der 3. "vernünftige" Trekkingrucksack den ich auf dem Rücken trage......ich bin da also weder Experte noch Maßstab.....!!!

    Ich werde hier versuchen, meine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke schildern.......qualifizerte Reviews findet ihr zum Beispiel hier:

    Switchbacktravel

    Outdoorgearlab

    Outdoor-Magazin (2016!)

    Bestellung und Versand durch Outdoorworks gingen wirklich wahnsinnig schnell - ich hatte kaum überwiesen, da bekam ich schon eine Versandnachricht samt Tracking-ID.

    Der Paketbote brachte schon am nächsten Tag einen Riesen-Karton mit dem guten Stück.

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    Der Rucksack wird im allgemeinen als "schwer" beschrieben...... erstmal hat mich das Gewich nicht schockiert.....eher die Größe. Der 48L OSPREY Kestrel meiner besseren Hälfte sieht neben dem Baltoro winzig aus! Das Gewicht an der Kofferwaage lag bei 2550g.

    Das nächste was auffiel waren die Hüftgurte: Flossen aus Kunststoff - gepolstert mit Daumendickem Schaumstoff. Dazwischen ein fettes Kreuzwirbel-Polster mit Silikonbeschichtung. Hinter diesem noch ein Extra-Kissen zum herausnehmen (was ich wohl erstmal tun werde!). Das ganze fühlt sich so rigide an, daß ich befürchte, ich muss auch den Rucksack erst "einlaufen". Vermutlich wird die hohe Rückstellkraft des Schaumstoffs bei den ersten Wanderungen im Sommer etwas nachlassen, sodaß sich die Gurte an den Hüftknochen anschmiegen werden......soweit zumindest meine Hoffnung.

    Mein nächster Blick ging zum Trinkblasenfach - hier als herausnehmbares "Daypack" gestaltet ......... Dieses verfügt zwar über "gepolsterte" Schultergurte und lässt sich mit Hüftriemen (ausgehängte Gepäckriemen vom Hauptrucksack) ausstatten und hat ein Exra-Reißverschlussfach........aber am ende ist das eher ein High-End Turnbeutel.

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    Um nun mal den Rucksack in seiner ganzen Pracht zu sehen habe ich mal alle Riemen gelöst und das Hauptfach gelüftet. Die Riemen und Versteller arbeiten super! Vor allem der Kordelzug des Hauptfachs lässt sich einfach und schnell bedienen - ohne drücken, drehen oder sonstwas einfach auf un du ziehen!

    Die Reißverschlüsse tun's ebenfalls. Keine störenden Regenabdeckungen o.ä. und kein Hakeln. Allerdings sollte man darauf achten, daß der Rucksackdeckel das obere Ende des vorderen Zugriffs gut verdeckt - hier ist keine eigene Regenabdeckung vorhanden. Das fällt aber nur auf, wenn der Rucksack halbleer ist.

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    Hört sich das jetzt an, als sei ich nicht sonderlich begeistert? Mitnichten!!! Ich grinse über alle 4 Backen!!! So sehen Polster aus! So fühlt sich Qualität an! Allein der Kordelzug am oberen Zugang zum Hauptfach......den könnte ich den ganzen Tag auf und zu ziehen:-) Der (versenkbare) Trinkflaschenhalter auf der rechten Seite macht lust auf Wasser aus Squeeze-Bottles und der Hüftgurt........ da will man sofort ein paar Hantelscheiben in den Rucksack werfen und ums Dorf joggen!!!

    Genau das lässt aber gerade meine Gesundheit nicht zu - Praxistests sind verschoben............. es lohnt sich nicht einmal (bzw. ist garnicht möglich), den Tornister richtig einzustellen........... :-((
    Ich zahle gerade auf dem Sofa den Preis für einigen Abrieb beim Sport.......

    Aber mit etwas Glück läuft in ein paar Tagen alles wieder rund - dann werde ich mich mal ausgiebig mit dem Tragesystem befassen......

    Fortsetzung folgt...!

  • Steine kann ich noch nicht schleppen aber mittlerweile hat es gereicht um mal ein paar Klamotten in den Sack zu werfen und zumindest mal ein paar Dinge zu probieren:

    Größe(M) und Passform sind für mich (185cm, schlank) absolut richtig. Ich hatte befürchtet, daß Größe M zu knapp sein könnte (meine Rückenlänge liegt genau zwischen 2 Größen der Maßtabelle) aber bei der einzigen Einstellmöglichkeit habe ich mich sogar für die kleinere Stufe entschieden. Verstellt wird hier der obere Anschlag der Schultergurte - einfach durch umstecken eines kleinen Riegels.

    Auch mit dem zusätzlichen Rückenpolster habe ich etwas rumgespielt..... und es am Ende drin gelassen. Das sieht zwar erstmal aus, als würde einem das Tragesystem ein Hohlkreuz biegen aber das Zusammenspiel mit dem eigentlichen Polster (dessen Silikonschicht klebt wie ne Fusselrolle!!!) führt dazu, daß viel Gewicht auf dem Steiß "klebt", und nicht alles an den Hüftknochen zerrt...... ziemlich cool - die Schultergurte sind eigentlich nur Deko.

    Stichwort Schultergurte: Die sind eher Schmal aber ebenfalls dick gepolstert. Die geschwungene Form ist schon extrem, jedoch habe ich bisher mithilfe des Brustgurtes immer eine Position gefunden, in der die Schultergurte optimal anlagen.

    Wenn der Bandscheiben-Gott ein Einsehen hat kann ich am Sonntag vom ersten Test-tragen berichten......

    - Wer lang hat, lässt gern lang hängen *Ignatius Golz
    - Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage? *Koito Yavazuka
    - War doof - merkste selbst ne? *Unbekannter Sozialpädagoge

  • Recht hast Du #2.1Mittagsfrost ........

    Der Baltoro in der Praxis:
    Zum ersten mal kam der Packesel auf einer 2 Tage-Tour durch den Pfälzer Wald zum Einsatz. Dank meiner voluminösen und nicht gerade ultraleichten Ausrüstung hatte ich knapp 17 KG an Board und den Rucksack zu 99,7% gefüllt. Allerdings passte alles IN den Rucksack - kein gebimmel und gebammel außerhalb......bis auf mein Beil, daß in einer Seitentasche - gut verzurrt - Platz fand.

    Das Packen des Rucksacks daheim ging sehr gut. Dank der 3 Zugriffe lässt sich alles perfekt anordnen und die 3 Deckelfäccher reichen völlig aus, Hygieneartikel, Notfall-Set und andere Utensilien vernünftig zu organisieren. Auch bei prallgefülltem Rucksack hält sich das Gefummel mit den Reißverschlüssen in Grenzen - Riemen und Schnallen sind sinnvoll angeordnet und dank unterschiedlicher Schnallen/Steckrichtungen nicht zu verwechseln. Die "Gepäckabtrennung" zwischen Boden- und Hauptfach verdient ihren Namen allerdings kaum. Ich habe das Nylon-Rechteck von der Größe eines größeren String-Tangas zuhause gelassen.....

    Das Handling als Gepäckstück ist soweit gut - der rigide Hüftgurt stört nicht mehr als andere. Der obere Tragegriff ist kein ausgewachsener Koffergriff - nur ein Stück Gurtband. Mich persönlich stört das nicht - fällt aber an solch einem wertigen Gepäckstück schon auf.

    Was am Tragegriff fehlt, macht der Rucksack beim Tragesystem allemal wett! BOMBE:bomb:!

    Da ich an der Hüfte wenig empfindlich bin, habe ich den Gurt mal richtig zugemiedert - was erstaunlich leicht geht. Mit den Schultergurten habe ich den Rucksack dann nur noch in Position gebracht, ohne wirklich Last auf die Schultern zu bringen. Der Brustgurt half beim Feintuning......... und dann hat der Klammeraffe nicht mehr losgelassen! Irre..... die Last bleibt absolut stabil in der Mitte - zwischenzeitlich "stand" der Rucksack so neutral, daß die oberen Befestigungen der Schultergurte frei im Durchschub lagen und klackten. Super Ermüdungsindex........Nachmittags klack nichts mehr:-)))
    Die Einzelaufhängung der Hüftflossen macht ihren Job wirklich gut und die fetten Polster sind jeden Kubuikzentimeter wert. Am meisten trägt aber wohl das "klebrige" Steiß-Pad zum Tragekomfort bei. Da trägt die Jacke mit:dirol:!

    Die Schultergurte sind - wie schon erwähnt - stark konturiert und eher schmal für einen ausgewiesenen Schwerlast-Rucksack. Sie bieten viel Bewegungsfreiheit und halten den Rucksack, im Zusammenspiel mit dem Brustgurt, gut in Position. Das steife Polstermaterial machte sich gegen Ende des ersten Tages etwas bemerkbar - mehr aber auch nicht.....am zweiten Tag hatte es sich wohl schon etwas eingetragen.

    Das Holster war mit einer 0,7 Liter Trinkflasche geladen und funktioniert ebenfalls bestens.

    Der Zusatzrucksack war beim Wasseholen eine echte Hilfe!


    Der zweite Trip wurde mit knapp 18 KG begonnen - und es war ein CRUX 3-L Reservoir von Camelbak mit an Board. Der Rucksack hat zwar Schlauchdurchführungen rechts und links, jedoch nur rechts einen Clip für den Trinkschlauch, integriert in die Führung des Brustgurts. Das Reservoir lässt sich im Zusatzrucksack oder im Hauptfach befestigen.

    Was soll ich sagen - ich könnte über alles mögliche berichten - aber der Rucksack tut einfach nur unauffällig seine Arbeit. Wenn ich jetzt noch ganz dringend einen Kritikpunkt finden müsste, dann den, daß ein iphone X wohl nicht mehr in die wasserdichte Hüfttasche passt........oder nur sehr knapp.

    Für die Regenhülle gilt das Gegenteil: Da passen 2 iphones rein....... und noch ein 90L Baltoro. Die ist wirklich großzügig bemessen und in zweckmäßiger grüngelber Neonfarbe gehalten. So wird man nicht überfahren und hat immer einen Fetzen in Signalfarben dabei.

    Ich bin mit dem Gerät zu 100% zufrieden und werde mir nichts neues anschaffen, bevor der hier über'n Jordan ist.

    - Wer lang hat, lässt gern lang hängen *Ignatius Golz
    - Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage? *Koito Yavazuka
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