Nächtlicher Besuch von neugierigen Hunden

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  • Jetzt hat mich zum zweiten mal ein Hund mitten ihn der Nacht aus dem Schlaf gerissen :cursing:

    Beim ersten mal, hab am Kanal abgehangen, hat sich ein Hund auf die Hinterbeine gestellt und sich mit den Vorderbeinen auf meiner linken Schulter abgestützt. Ich hab ein paar mal heftig gezuckt und ihn damit wohl abgeschüttelt. Er ist dann abgehauen und ich hab gehört wie er vom "Herrchen" gerufen wurde. Das war c.a. 1 Uhr in der Nacht.

    Gestern war ich in einem Waldstück in Ortsnähe und ein Hund wollte mir in den rechten Fuß beißen. Ich hab im Halbschlaf einmal kräftig zugetreten ( so wie es der Schlafsack zugelassen hat) und das hat ihm wohl den Spaß an meinem Fuß genommen. Da ich keine menschliche Regung gehört habe denke ich das der Hund einfach zum "Gassi gehen" aus dem Hauzs gelassen wurde und dann frei streunen durfte. Es war kurz nach 2 Uhr in der Nacht und es hat eine Weile gedauert bis ich wieder schlafen konnte.

    Ich finde das Verhalten der Hundebesitzer in beiden Fällen unverantwortlich, weniger weil ich da lag, das kann ja keiner ahnen aber die Hunde jagen ja auch alles an Wild auf.

    Habt ihr so was ähnliches auch schon erlebt und was kann dagegen helfen???

    Don't Panic

  • Mir gehts wie jenshelge. Das wäre für mich auch ein Alptraum, denn man kann nicht abschätzen, was da auf einen zukommt und ob überhaupt der Besitzer in der Nähe ist . Keine Ahnung, was man sonst machen könnte, ausser deiner Reaktion. Wahrscheinlich können die Hundebesitzer hier was dazu sagen.

  • Seltsam ist, dass Hundehalter mitten in der Nacht Gassi gehen. Vielleicht war das auch ein Jäger. Zum Teil ist die Jagd (mittlerweile) nachts erlaubt. Beide Tiere waren neugierig und wollten sich vergewissern was da hängt.

    Ich würde mich Hunden wenn möglich "vorstellen", so dass sie die Situation verstehen. Fühlt man sich gestört, dann auch das deutlich machen.

    Aus Sicht eines Hundehalters ist es grundsätzlich nicht verkehrt wenn der Hund einen Menschen im Wald aufspürt. Es kann sich auch um eine verletzte Person oder sonstige Situation handeln, die der Hund dem Herrchen anzeigt. Ein Spürhund macht nichts anderes.

    Wir leben hier in NRW in einer der dichtbesiedelsten Regionen der Welt. Deshalb hat man hier selten seine Ruhe.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (8. Dezember 2025 um 00:45)

  • Seltsam ist, dass Hundehalter mitten in der Nacht Gassi gehen. Vielleicht war das auch ein Jäger. Zum Teil ist die Jagd (mittlerweile) nachts erlaubt. Beide Tiere waren neugierig und wollten sich vergewissern was da hängt.

    Naja es soll ja auch Leute geben die Nachtschicht haben und somit das Gassi gehen in Zeiten verlegen müssen zu denen andere Leute schlafen. Kann ich alles nachvollziehen....

    Das es ein Jäger warbezweifle ich stark. Zum einen ist weder der Kanal ein Jagdgebiet noch die Ansammlung von Bäumen in der ich letzt Nach gelegen habe. Dazu war das zu dicht an der Bebauung und zwischen drinn waren auch noch Pferfdestallungen. Auch kann ich mir nicht vorstellen das ein Jäger seinen Hund einfach so nachts durch den Wald streifen lässt...

    Mich dem Hund vorstellen ist keine schlechte Idee aber wenn ich aus dem Tiefschlaf auf wache weil etwas an meinem Fuß rumkaut hällt sich meine Gesprächikeit echt in Grenzen und Lust zu Spielen hab ich dann auch nicht wirklich....

    Wie bereits gesagt bin ich ja eigentlich nur der Kollateralschaden aber alles was sonst noch so da draußen lebt wird ja auch durch den Hund "Bejagt". Wenn auch nur zum Spaß und Spiel für den Hund, aber wer aus der Tierwellt nicht grade ein Braunbär ist fürchtet erst mal um sein Leben und findet das gar nicht Lustig im Schlaf anfekaut zu werden. Mein Verständnis für die betreffenden Hundehalter geht hier echt gegen Null.

    Don't Panic

  • Wenn du keinen zusätzlichen Schutz (wie z.B. ein Moskitozelt oder ein Zelt-Tarp = Hammock Hot Tent) mitschleppen und aufbauen willst, ist wohl die einzige Lösung, weiter ab von "der Zivilisation" (= Häusern, Straßen, Wegen) zu hängen. Ich denke nicht, dass sich normale Haus- und Hofhunde sehr weit alleine in den Wald wagen. Man hört ja immer wieder, dass streunende Hunde (und Katzen) von Jägern erschossen werden. Das dürfte solches Verhalten einschränken.

    Ansonsten wäre es interessant zu wissen, ob es hilft den Lagerplatz selbst zu markieren.

  • Ich finde Pfefferspray sehr grenzwertig, da die Anwendung höchst unzuverlässig ist. Zum einen muss der Wind aus der richtigen Richtung kommen und darf auch nicht zu stark sein. Und dann muss die Entfernung stimmen und die Geschwindkeit des Angreifenden. Und wenn ich in der Hängematte liege, mag es besser sein, wenn ich rote, tränende Augen habe als einen Biss im Arm, aber anschließend bin ich selber handlungsunfähig und kann noch nicht einmal mehr das Handy bedienen. Insofern - Pfefferspray mag für die eigenen Psyche gut sein, aber im Ernstfall?

  • Hmmm, also wenn ich grade durch kauen an meinem Fuß aus dem Tiefschlaf gerissen wurde bin ich bestimmt nicht zurechnungsfähig genug um Pfefferspray zu verwenden.

    Mehr als wildes rumkicken hab ich erst mal nicht zustande gebracht. Es hat ja selbst gedauert bis ich ein "Eeeehy hau ab hier" raus gebracht habe.

    Alle gerichtreten Abwehrmaßnahmen die nicht automatisch durch den Hund selber ausgelöst werden sind reines Wunschdenken. Der Bootprozess unsere Kognitionsmaschine braucht einfach seine Zeit und bevor der nicht abgeschlossen ist sind wir nicht zielgerichtet Handlungsfähig.

    Don't Panic

  • Nämlich?

    Habe mal recherchiert: Ballistisches Spray ist zielgerichteter einsetzbar und auf weitere Entfernung. Das ist bei Dunkelheit möglicherweise noch schwieriger, wenn ich erst noch zielen muss. Dank des Adrenalins wird die Müdikeit verflogen sein, aber "verlässlich" wird es dadurch nicht. Aber danke für den Hinweis. Habe wieder was gelernt.

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