Schlafsack oder Top-Quilt:
Momentan geht es bei mir eher Richtung Schlafsack. Aber eben nur, weil ich nicht weiß, wie sich ein Top-Quilt schlagen würde. In meiner Vorstellung ist so ein Quillt schon extrem flexibel.
Bin mir unsicher, ob ich das in so einem Urlaub austesten mag
Bitte gern weitere Erfahrungen und Empfehlungen.
Ich habe zurzeit keinen guten Schlafsack mehr. Mein Daunenschlafsack ist alt und da wird mir unter 5 °C kalt drin. Zudem wiegt er gegen 2 kg. Der Hauptvorteil eines Schlafsackes ist aus meiner Sicht, dass du immer Isolation um dich hast, egal wie du dich drehst und wendest.
Ich nutze seit 2014 Topquilts von HammockGear (Modell "Burrow"):
- einen 40 °F für den Sommer oder für Langstreckenwanderungen mit Herbergsübernachtungen in der kalten Jahreszeit.
- einen 20 °F (mit etwas Überfüllung) für die Mehrheit aller Wanderungen mit Übernachtungen im Freien.
Beide habe ich mir in der breiten Version bestellt, um sie auch am Boden / in Herbergen nutzen zu können.
Der warme Topquilt reicht mir in der Hängematte gut bis 0 °C runter, da hier der Underquilt deutlich mehr Einfluss hat. Am Boden liegt die Grenztemperatur eher so bei 0 - 5 °C, weil da beim Drehen und Wenden immer mal etwas kalte Luft unter den Quilt gerät. Insbesondere bei windigen Verhältnissen fehlen die Hängematte und der Underquilt (allenfalls mit einem Protektor, um die Wärme im Quilt zu halten), um den Wind abzuhalten. Bei starkem Wind kann es auch mal bei 8 °C ungemütlich werden.
Wichtig bei der Nutzung am Boden ist meiner Meinung nach, dass du den Quilt gut an der Isomatte fixieren kannst; im Idealfall so, dass die seitlichen Ränder des Quilts etwas unter die Isomatte gezogen werden.
Ich habe mir aus daunendichtem, leichtem Stoff eine Art "Protektor" genäht, den ich bei den Füssen um die Isomatte legen kann und der den gesamten Topquilt locker bedeckt. Den kann ich zusammen mit dem Topquilt an der Isomatte befestigen. Der fungiert dann quasi als Protektor gegen Wind: Er verhindert, dass Zugluft direkt unter den Topquilt blasen kann. Das bringt ein paar Grad Celsius zusätzlich. Allerdings habe ich darunter regelmässig sehr viel Kondensfeuchtigkeit, was gerade bei Daune suboptimal ist. Aus diesem Grund hätte ich Bedenken, mit diesem System mehrere Nächte am Stück im Freien zu übernachten, ausser bei trockenem Wetter, wenn ich den Quilt tagsüber regelmässig lüften und trocknen könnte.