Ergänzend zum Tag 4: Strazny ist eine typische, kleine und aufstrebende Grenzstadt. Damit gibt es noch viel Ramsch-Buden und ein wenig Rotlichtmilieu aber auch viel schöne Neuerungen, wie Brunnen, Grünanlagen, Restaurants und sogar eine richtig hübsche Eisdiele. Wir sind hier am Nachmittag eingetroffen und wollten uns erstmal stärken. Damit sind wir das erste (und ich glaube auch das einzige Mal auf der Tour) zum Essen eingekehrt. Der Wirt war zwar vergesslich und hat nicht nur von uns die Bestellung vergessen aber sehr herzlich und witzig. Das Essen war auch phänomenal
Danach sind wir zum Zeltplatz den Berg hoch gestapft. Da Strazny direkt an einer Schnellstraße liegt, die man unten im Ort deutlich hören konnte, war am Lagerplatz weiter oben nichts mehr davon zu hören. Wir sind die umliegenden Wege noch etwas abgelaufen und haben mal wieder nach Hängemattenplätzen geschaut. Diesmal war leider gar nichts zu machen. So waren wir diese Nacht alle unterm Tarp auf dem Boden.

Übrigens das kleine Zelt neben uns gehört dem deutschsprachigen Tschechen
Die zwei Mütter mit Kind waren natürlich wieder mit dabei.
Tag 5
Morgens hat sich ein Kumpel mit den Hautproblemen von uns verabschiedet und den Bus zurück zu seinem Motorrad genommen. Er hat tatsächlich 6h mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bis zurück nach Prasily gebraucht.
Der Weg heute nach Nove Udoli fing extrem gut an, weil wir einen richtigen Wanderweg durch den Wald vorfanden.

Später wurde es zu Schotter.

Wir haben mehrfach auf unserer Tour kleine Schlangen oder Nattern gesehen. Der Tscheche meinte, dass die für die Hunde lebensgefährlich seien. Für einen erwachsenen Menschen allerdings nur ein betrunkenes Gefühl hinterlassen sollen 

Der Weg war bisher sehr angenehm und wurde nur kurz zu Asphalt.

In Nove Udoli angekommen, fanden wir ein kleines Bistro in einem alten Eisenbahnwagon vor. Mein veganer Kumpel war sich sicher, dass er mir auf Tschechisch ein Knoblauchbrot bestellt hatte - die Schmalzstulle hab ich aber auch gern gegessen
Btw. waren die Chips mit Knoblauch der HAMMER 

Nach dem wir oben am Zeltplatz direkt im Wald dahinter unsere Matten spannen konnten, sind wir nochmal etwas spaziert.

Wir sind rüber nach Bayern wo es dann auch promt angefangen hat zu regnen. Das war eigentlich der größte Niederschlag, den wir im Urlaub haben sollten. Die Nacht hatte ich in der Warbonnet Hängematte mit Wooki verbracht um den Vergleich zu haben. Denn ich habe mich entschlossen eine Matte wieder abzugeben. Leider bin ich mir immer noch nicht sicher, welche ich abgeben werde. Dazu muss ich mir mal die Zeit nehmen und beide aufhängen und direkt vergleichen 
Tag 6
Der Tscheche hat sich den Abend zuvor von uns verabschiedet und ist nach Hause gefahren. Zuvor hat er uns aber noch berichtet, wie toll es für uns weiter geht. Leider hat er aber auch den Anstieg prophezeit 
Los ging es wie gewohnt auf Asphalt und gut bergauf. Dann wurde der Pfad langsam zu einem Wanderweg.


Bis er nur noch zu Fuß begehbar wurde.


Irgendwann sind wir dann auch an die Grenze gekommen

und irgendwann wurde es felsiger und der Baumbestand geringer


Oben angekommen, haben wir uns erstmal im bayrischen Lokal mit alkoholfreiem Bier verpflegt. Btw. hab ich noch nie so viel alkoholfreies Bier wie auf der Tour getrunken. Sicher gabs auch mal n richtiges Bier. Aber uns ging es tatsächlich eher um das Auffüllen der Energie
und geschmeckt hat es eigentlich auch immer.

Man sah nun, dass es sich langsam zuzog. Wir hatten noch den höchsten Punkt unserer Wanderung vor uns und mussten noch über einen Berg, bevor wir ihn erreichen. Also Beine in die Hand genommen uns los gelaufen.

Unterwegs sind wir am Dreiländereck vorbei gekommen



Nach und nach gewitterte es um uns herum und wir haben uns beeilt zur Spitze zu kommen immer mit einem Blick auf einen möglichen Unterschlupf, sollte das Gewitter über uns kommen. Dann eeeendlich haben wir das Gipfelkreuz gesehen und waren oben.


So nun - nach den ca. 300m hoch, sollte es nun ca. 400m wieder bergab gehen. Und das in kürzester Distanz. Wir waren froh aus dem Gewitterwolken wieder nach unten zu gehen aber waren auch gespannt, wie der kurze Weg so viel Höhenmeter bewältigen will. Freier Fall war eine These 
Es war dann aber doch unspektakulärer als gedacht
Wobei man teilweise in dem Geröll wirklich suchen musste, ob man noch auf dem richtigen Weg war.




to be continued