Hallo ![]()
Zwei Freunde und ich sind diesen Sommer für eine Woche auf einen Trekking-Urlaub gegangen. Für zwei von uns (mich eingeschlossen) war es das erste Mal mit einem Rucksack unterwegs zu sein. Daher war ich mir immens unsicher und habe mir ein paar Tipps für das Gepäck geben lassen. Nachdem dann alles gepackt war, konnte es los gehen. Geplant war es in den böhmischen Wald alle Not-Übernachtungsplätze abzugehen. Unsere verfügbare Zeit würde genau dafür ausreichen.
Tag 0
Ein Kumpel aus Frankfurt kam mich Donnerstag besuchen. Zusammen haben wir am Freitag unsere Sachen aufs Moped geladen und sind zu unserem dritten Mann in Dresden gefahren. Unterwegs mussten wir kurz einen kleine Stopp einlegen und Unterschlupf suchen (hier). Aber wir sind trocken geblieben ![]()
Tag 1
Eine Flasche Whisky und Nacht später sind wir dann aufgebrochen. Mit einer alten Feuerwehr sind wir entschleunigt nach Zelezna Ruda aufgebrochen. Die Feuerwehr war extrem laut und wir sind mit maximal 90 km/h größten Teils über Landstraßen gedüst. Das klingeln in den Ohren hielt noch eine Weile nach Ankunft an
Es war tatsächlich schwer einen geeigneten Parkplatz zu finden. Alle Parkplätze in der Umgebung und auf dem Weg nach Nova Hurka waren für maximal 2 Tage buchbar. Kurzum sind wir dann weiter bis nach Prasily. Hier haben wir mit einem Gastwirt geredet, der uns einen Platz hinter seinem Gasthaus angeboten hat (45 Euro für 7 Tage für die Feuerwehr und ein Motorrad).
Es war schon später Nachmittag und wir wollten noch zum Not-Übernachtungsplatz Polednik. Rausgesucht hatte wir uns eine Tour über einen kleinen Bergsee. Es ging hier über Stock und Stein. Genau so hatten wir uns das vorgestellt.
Später führte der Weg wieder auf den Hauptweg. Diese waren größten Teils alle asphaltiert. Kurz bevor wir am Ziel angekommen waren, ging es nochmal richtig bergauf. Das war für uns nicht trainierte Jungs schon eine kleine Herausforderung.
Am ersten Platz angekommen, waren wir etwas verdutzt wie voll es dort ist. Naja, wenigstens haben wir eine gute Möglichkeit gefunden, in der Nähe des Platzes unser Hängematten-Lager aufzubauen.
Abends kamen Schwärme von kleine Fliegen, die extrem genervt hatten. Das kannte ein Kumpel und ich schon aus Norwegen. Wir waren froh als wir in den Matten lagen. Die Nacht hatte ich das erste Mal in der Khibu Nirvana Asym geschlafen und den Wooki drunter geklemmt. Es hat eigentlich super funktioniert und obwohl es Nachts recht kühl wurde und der Wind wehte, war alles super warm. Seitenschlafen ging auch.
Tag 2
Unser Ziel war der nächste Platz in Modrava. Wir sind los gestapft und sind einen Weg gelaufen, der unserer Karte nach geöffnet war. Nach mehreren Kilometern kam uns ein Ranger entgegen und behauptete das Gegenteil. Nach der Vorlage unserer Karte, erklärte er uns, dass genau das Gegenteil der Fall sei, wie es dort gedruckt stand. Der Weg ist damit nicht im genannten Zeitraum gesperrt sondern geöffnet. Da er keine Absicht erkannte und alles nur ein Missverständnis war, hat er uns auch nur 20 Euro abgeknöpft um seinen Job zu machen und den Behörden, die die Wildkameras auswerten, etwas vorweisen zu können. Was genau da dran ist, kann ich nicht sagen.
Nebenbei: Im Gespräch mit dem Ranger wurden wir auch auf die Zone 1 hingewiesen. In dieser Zone darf der Weg nicht verlassen werden und es darf nicht mal biwakiert werden. Was uns allerdings nicht klar war, wo sich diese Zonen genau befinden. In mapy.cz sind die Zonen wohl eingetragen. Wie genau und aktuell diese Eintragungen sind, konnte uns kein Ranger sagen. Von denen haben wir nur immer gehört, dass überall Zone 1 sei und das biwakieren damit verboten ist.
Der verbotene Weg war tatsächlich richtig schön. Allerding wie überall asphaltiert.
Das Ziel haben wir relativ flink erreicht. Damit war genug Zeit um in Modrava noch in die Brauerei zu gehen um das böhmische Bier zu verkosten und später noch etwas zu Essen zu kochen.
Am Zeltplatz fanden wir dann nur eine Möglichkeit für eine Hängematte.
Damit habe ich zusammen mit meinem Kumpel auf dem Boden gepennt.
to be continued