Zecken, eine Zusammenrechnung

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  • Moin,

    würde ich in einem Risikogebiet leben/reisen, wäre es mir persönlich viel wichtiger Zeckenbisse (auch mit dem Einsatz von Chemie) zu vermeiden als eventuell durch einen Zeckenbiss zu erkranken! Das gleiche würde auch für meine Kinder gelten wenn ich denn welche hätte. 🙂

    Wer schon mal an Borreliose oder FSME erkrankt ist wird dem wahrscheinlich zustimmen?!

    Permethrin z.B. ist selbst für Schwangere Frauen frei gegeben und soll für Warmblüter (außer angeblich für Katzen) richtig angewendet, unbedenklich sein.

    Die Fälle, die bekannt geworden sind, bei denen es zu einer toxischen Reaktion kam wurde Permethrin entweder überdosiert oder sonst wie falsch angewendet...........

    Mittlerweile gibt es einige Studien über Permethrin und andere Mittel die das größtenteils bestätigen. Allerdings stehen Langzeitstudien wohl noch aus...........zumindest habe ich noch keine gefunden.

    Gruß von der Ostsee

    Permethrin https://g.co/kgs/yisbqf

  • Ich bin 37 Jahre alt und hatte dieses Jahr im Harz beim Wandern meine erste Zecke überhaupt die sich festbeißen wollte. Sonst krabbelt mal eine am Bein hoch, aber die kann ich absammeln bevor es zum Biss kommt.

    Ich bin mein ganzes Leben im Wald, Feld, Busch und Strauch unterwegs, mehrmals im Monat (auch über Nacht) am Angelteich, habe zu Hause drei Hunde und nutze NIE irgend welche Mittelchen. Weder auf der Kleidung noch auf der Haut.

    Genau so verhält es sich mit Mücken. Wenn ich schon drei Tage am Teich sitze und nicht mal eine Mücke gesehen habe, kommt ein Kumpel dazu hat er nach 1 Min den ersten Stich.

    Zu FSME meine ich mal gelesen zu haben, dass der zuständige Wirkstoff von der Zecke erst kurz vor dem abfallen übertragen wird. Und da muss sie schon ganz schön fett sein. Dementsprechend muss man auch nicht bei jedem kleinen Biss gleich das schlimmste vermuten.

    Wenn es mal dazu kommt, Zecke entfernen, Stelle mit Kugelschreiber markieren und schauen ob mit der Zeit eine Rötung auftritt.

  • Manchmal dauerts halt ein bißchen länger

    ...bis sich Evidenz in Form mehrerer Studien und entsprechender peer reviews einstellt 8|

    Dazu gehört für mich auch, mich "Viechern" und "Schädlingen" zu konfrontieren

    genieße ich es im Grünen und lebe zusammen mit allem was dazu gehört.

    Kannste individuell ja machen - it's a free country.

    In Verbindung mit dem Urteil über 'Menschen' A und B - bei denen es ja nur am 'wollen' liegt, halte ich diese Äußerung - 'sent from my warm&trocken Häusle im gemäßigten Breitengrad', von dem aus man sich nach gutdünken hier und da mal für den 'Genuss' exponiert - im Angesicht von Millionen, die keine Wahl haben, ob sie sich 24/7 Malaria& co aussetzen jedoch für geradezu zynisch-wohlstandsverwahrlost.

    Wenn mir ohne meine Impfung und ohne meine Chemie eine Zecke irgendwann mal eine Erkrankung beschert, nehme ich den Hinweis gerne an das ich ganz dringend was für mein Immunsystem tun muss.

    Hast Du - im Falle einer FSME Infektion doch dann - durch die Exposition mit dem Virus, wodurch die spezifische Immunreaktion erlernt wird.

    Etwas anderes kann auch der Schwurbler von Welt hierfür nicht tun.

    Im Gegensatz zu einer Impfung mit Totviren dann halt leider zu spät für die echte Infektion.

    Aber hey 1/100 überlebst du's eh nicht, mit Glück (1-2/10) kannst Du noch sabbern und deinen Pflegern trotz Nervenausfällen und Lähmung noch vermitteln, dass sie dich doch noch mal IN - verzeihe - MIT die Natur schieben sollen, jetzt ist Dein Immunsystem ja schließlich mit spezifischer Immunreaktion vorbereitet (zumindest für eine Weile, also los, schiebt schneller!) 8|

    Die Folgen für die Allgemeinheit sind bei derartigen individuellen Entscheidungen ja auch immer noch ein Thema, aber gut, da zieht dann wieder 'it's a free country'.

    Wenn es die Kinder vor einer Chemiedröhnung bewahrt hat, hat es auf jeden Fall einen Zweck erfüllt

    Und genau da überschreiten homöopathiegläubige, Esoteriker und andere, die derartige Entscheidungen für sich treffen leider immer wieder Grenzen, indem sie diese auch für schutzbefohlene treffen.

    was, wenn nicht?

    na man hat doch gebetet - und es damit damit vor nachweislich wirksamem Repellent und Impfstoff bewahrt - darum ging es doch!

    bei der Therapieverweigerung - pardon - Bewahrung vor der bösen Chemiekeule durch Beten und Handauflegen - kann dann das Jugendamt wegen Kindeswohlgefährdung endlich tätig werden, aber da liegt das Kind dann eben schon im sprichwörtlichen Brunnen.

    Bei der Quote der Sprachausfälle, s.o. sind Vorwürfe dann aber eh unwahrscheinlich... :thumbdown:

    Krieg ich n Kamm, sorry ey. Als hätte es da die letzten drei Jahre nicht genug Quatsch aus der Richtung gegeben.

    Aber kann ich meinem Freund (und ehemaligen Forenmitglied), der gerade mit einer Borreliose nicht mehr aus dem Bett kommt ja mal empfehlen, die heißen Tipps Schwurbeltipps :thumbup:

    Sowas von raus, was das angeht /

    Einmal editiert, zuletzt von hangloose (16. Juli 2023 um 19:34)

  • Zu FSME meine ich mal gelesen zu haben, dass der zuständige Wirkstoff von der Zecke erst kurz vor dem abfallen übertragen wird. Und da muss sie schon ganz schön fett sein. Dementsprechend muss man auch nicht bei jedem kleinen Biss gleich das schlimmste vermuten.

    Wenn es mal dazu kommt, Zecke entfernen, Stelle mit Kugelschreiber markieren und schauen ob mit der Zeit eine Rötung auftritt.

    Vorsicht, gefährliches Halbwissen! FSME wird relativ schnell übertragen, nur die Borreliose braucht ein bißchen Zeit (man liest oft was von 24h). Zecken solte man so schnell wie möglich entfernen. Ansonsten hast Du natürlich recht, wenn man alles mögliche zur Prävention gemacht hat (impfen (!!!), absuchen, schnell rausmachen), kann man entspannt der Dinge harren die da kommen oder hoffentlich auch nicht.

  • Ich bin 37 Jahre alt und hatte dieses Jahr im Harz beim Wandern meine erste Zecke überhaupt die sich festbeißen wollte. Sonst krabbelt mal eine am Bein hoch, aber die kann ich absammeln bevor es zum Biss kommt.

    Ich bin mein ganzes Leben im Wald, Feld, Busch und Strauch unterwegs, mehrmals im Monat (auch über Nacht) am Angelteich, habe zu Hause drei Hunde und nutze NIE irgend welche Mittelchen. Weder auf der Kleidung noch auf der Haut.

    Genau so verhält es sich mit Mücken. Wenn ich schon drei Tage am Teich sitze und nicht mal eine Mücke gesehen habe, kommt ein Kumpel dazu hat er nach 1 Min den ersten Stich.

    Zu FSME meine ich mal gelesen zu haben, dass der zuständige Wirkstoff von der Zecke erst kurz vor dem abfallen übertragen wird. Und da muss sie schon ganz schön fett sein. Dementsprechend muss man auch nicht bei jedem kleinen Biss gleich das schlimmste vermuten.

    Wenn es mal dazu kommt, Zecke entfernen, Stelle mit Kugelschreiber markieren und schauen ob mit der Zeit eine Rötung auftritt.

    Moin,

    du Glücklicher 🙂

    Ich hatte dieses Jahr bis jetzt trotz Chemie 2 Zeckenbisse 😬

    Aber die Anzahl meiner Zeckenbisse hat sich mit Chemie erheblich reduziert 👍

    s.o. - tust Du mit steigender Wahrscheinlichkeit längst, wirst das wohl aber erst in ein paar Jahren offiziell nachgereicht bekommen...

    Moin,

    ich befürchte da hast du recht.........auch wenn hier oben im Norden noch keine Fälle von FSME bekannt geworden sind ist es nur eine Frage der Zeit bis es auch hier ankommt bzw. vielleicht schon angekommen ist.

    Ein alter Angelkumpel hatte vor Jahren auch eine Borreliose Erkrankung............dem armen Kerl ging es damals richtig schlecht und es hat lange gedauert bis er wieder einigermaßen fit war.

    Das möchte ich mir auf jeden Fall ersparen............

    Gruß von der Ostsee

  • Bis ich nach Deutschland gezogen bin, hätte nie eine Zecke. Nun bekomme heufig eine. Im Freundeskreis sagen manche, dass sie noch nie eine hätte. Was?

    Mich interessiert sehr die Quantität. Wie viele bekommt ihr im Schnitt in einem Zeckensaison? Oder, wie sieht es aus in diesem Saison (gern ein Beitrag mit fortlaufende Updates)?

    Das ist ganz unterschiedlich. Je mehr Du im Gestrüpp im Wald unterwegs bist, desto höher die Wahrscheinlichkeit. Wer kaum im Wald unterwegs ist, kriegt auch selten eine.

    Zecken zu bekommen ist ein Indikator dafür, dass man im Unterholz unterwegs ist.

    Es gibt Sommer die trocken sind, und Zecken und Mücken sind dann nicht so häufig anzutreffen. Es gab Sommer da hatte ich nach jedem Ausflug in den Wald welche an mir herumkrabbeln und regelmäßige Bisse.

    Am besten wenn man nach Hause kommt seine Klamotten ausziehen und draußen aufhängen, so dass die Viecher wieder aus den Klammotten herauskrabbeln und dann nicht in der Wohnung bleiben.

    Danach sich duschen und den eigenen Körper einmal auf Zecken absuchen. Oft findet man die Viecher bevor sie beißen. Ich schnappe sie mir dann, lege sie auf ein Brett o.Ä. und zünde sie kurz mit dem Feuerzeug an. Sie sind sehr robust muss man wissen, und wenn Du sie nicht tötest krabbeln sie Dir davon und beißen das nächste Säugetier, z.B. Deinen Hund.

  • Für die Widerstandsfähigkeit muss man (kleinen) Zecken (und auch Flöhen, Lausfliegen…) allerdings wirklich Respekt zollen — ohne Hilfsmittel kann man die praktisch nicht totschlagen, und zum Zerquetschen muss man schon sehr exakt mit den Fingernägeln arbeiten. Bei aller Abneigung sind es schon kleine Wunderwerke.

  • Zurück zur Statistik: ich hatte dieses Jahr erst zwei Zecken, eine aus dem Garten, eine beim letzten Overnighter. Ich schaue mir meine Hosenbeine grundsätzlich unterwegs mehrfach an, insbesondere, wenn ich durch hohes Gras gehen musste, da fängt man sich häufig welche ein. Und ansonsten wird zeitnah abgesucht, oft erwische ich sie noch vor dem Festbeißen.

    Gegen FSME bin ich geimpft, sollte aber mal wieder auffrischen gehen, danke für die Erinnerung!

    Mücken mögen mich dafür nicht sonderlich. Eine weitere Person dabei ist da das beste Schutzmittel, spätestens mit Auswahl bin ich ziemlich uninteressant für die Mädels.

  • Chemiekeule oder keine Chemie ist die falsche Frage ... es gibt da kein schwarz/weiß ... letztendlich ist es immer eine Risikoanalyse und ein Abwägen ... Stichwort: Risikomatrix

    Ich bin sehr oft im Wald unterwegs und hatte bestimmt schon 50 Zecken in den letzten 30 Jahren aus meinem Körper entfernen müssen. Einmal Borreliose bekommen, die - Dank frühzeitiger Erkennung der Wanderröte - durch Doxycyclin schnell behandelt werden konnte.

    Mag ich Chemie und Antibiotika: NEIN!

    Ergibt es Sinn, beides trotzdem einzusetzen, um größeren Schaden abzuwenden: JA!

    Meine Meinung !


    Ich bin sehr oft im Wald unterwegs und Zecken lieben mich offensichtlich X/

    Meine persönliche (!) Risikoanalyse hat zu folgendem Verhalten geführt:

    - Impfung gegen FSME (alle 7 Jahre aufgefrischt)

    - Meine Hosen werden, vor jeder Wanderung, außen mit Permethrin eingesprüht

    - bei Bedarf, zusätzlich Icaridin auf der Haut

    All das ist seit Jahren getestet und hat nur sehr geringe Nebenwirkungen. In meinem Zivildienst als Rettungssanitäter habe ich leider einige Borreliose Patienten und mehrfach Meningitis Patienten betreuen müssen. Das will ich nicht. Wenn es blöd läuft, können beide Krankheiten ein Leben komplett zerstören. Nein Danke!

    Seit 7 Jahren sprühe ich meine Hosen unterhalb der Knie mit "NOBITE Kleidung" und meine Fußknöchel mit "Anti Brumm Zecken Stop" ein. Seit dem hatte ich keine einzige Zecke mehr.

    Works for me ... your mileage may vary ...

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...

    Hesmon

    Einmal editiert, zuletzt von Hesmon (3. Juli 2023 um 22:54) aus folgendem Grund: typo

  • Addendum: Permethrin

    Das Zeug wird seit Jahrzehnten massenhaft (!) eingesetzt. Jeder Bundeswehrsoldat im Kampfeinsatz und jeder US-Soldat seit Vietnam, läuft 24/7 in Permethrin-getränkter Kleidung rum. Jede "Zecken-Hose" für Jäger und sehr viel Outdoor-Equipment aus den USA ist standardmäßig mit dem Zeug behandelt.

    Hätte es jemals Probleme mit dem Wirkstoff gegeben, wüssten wir durch "Millionen-Klagen" davon ...

    Beispiel: Die letzte Studie von der Bundeswehr:

    Risk assessment of Bundeswehr (German Federal Armed Forces) permethrin-impregnated battle dress uniforms (BDU)
    In an age when vector-borne diseases are emerging worldwide, personal protective measures are essential for shielding soldiers and other exposed perso…
    www.sciencedirect.com

    Die haben ganz kalt und emotionslos gerechnet und den Einsatz befürwortet. Eine einfache Kosten-Nutzen-Kalkulation:

    Was hält mehr Soldaten kampffähig - Permethrin oder Zecken und Mücken?

    Diese kalte Buchhalter-Logik ist zwar moralisch bedenklich aber bestechend ...

    just my two cents ...

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...

    Hesmon

  • Chemiekeule oder keine Chemie ist die falsche Frage

    Dem ist absolut zuzustimmen. Chemie ist per se nicht schlecht und “natürlich” ist in der Regel der absolute Horror (was man in der schönen durch chemisch hergestellte Produkte muckelig gemachten Welt vergessen mag).

    Man denke an Eichenprozessionsspinner, Bärenklau, Ölkäfer, Schimmelpilze, nicht aufbereitetes Wasser, als Beginn einer endlosen Liste natürlicher Dinge

    Wir rennen in high tech Chemieprodukten gekleidet, mit Matten aus Chemieprodukten in Forstwäldern umher.

    Selbst vermeintlich natürliche Kosmetik, Biolebensmittel und viele verarbeitete Biomarktprodukte sind alles andere als “natürlich”.

    Dass an unserem Lebensstil irgendwas Natürliches ist, ist ziemlich verklärt aus meiner Sicht.

    Offline ist am schönsten!

  • 1 Biss dieses Jahr. Zecke raus, keine Infektion

    FSME geimpft.

    Lange Klamotten und untersuchen.

    Ich lasse meistens Chemie weg, aber nicht aus Überzeugung, sondern aus Nachlässigkeit (ok, jetzt ist es raus ;))

    il dolce far niente:sleeping:

  • Noch eine Ergänzung von gerade gestern:

    Zufällig in einer Arztpraxis ein Plakat zur FSME Impfung gesehen.

    (FYI: FSME wird ab dem ersten Jahr geimpft.)

    Die Ärztin darauf angesprochen mit der naiven Idee, dass das ja vorher auch noch kein wirkliches Thema ist, da die Kleinen ja noch gar nicht selber durch die Natur streifen können - und die Eltern noch voll und ganz drauf achten und vorgeben können, wo sie sie 'parken' oder ablegen, um das Zeckenrisiko zu minimieren.

    Da lachte sie nur, schüttelte den Kopf und erinnerte mich daran, dass die Tropenzecke, die sich auch hier mehr und mehr wohlfühlt (ein Hoch auf die Klimakatastrophe), ein aktiver Jäger ist, die aktiv ihrem Opfer (aka uns) nachstellt/ auf es zugeht/klettert!

    Ihre eigene Tochter hatte die erste mit wenigen Monaten im Kinderwagen liegend!

    Prost Mahlzeit!

    Zecken waren mit einer der Aspekte, die mich vom Boden zur Hängematte (mit Netz) gebracht haben.

    Ohne Netz meine ich mich allerdings auch schon an Schilderungen von Zecken in der Hängematte hier in Form zu erinnern?

    Kann natürlich auch immer eingeschleppt sein.


    Und noch ein Edit zur individuellen Abwägung:

    wie bereits Eingangs gesagt - muss natürlich für sich jeder selber wissen, it's a free country.

    Nur eben würde ich jedem ganz wortwörtlich zu Wissen raten - im Unterschied zu Glauben - und erst recht in der Diskussion - denn sonst landet man in der Tat schnell beim Taubenschach wie bei so vielen Themen derzeit.

    Und genau hier hapert es bei Risikoabschätzung gerne - denn wir sind einfach kognitiv nicht dafür gemacht - und werden darin auch nur wenig geschult.

    Ob die Risikomatrix da der beste Ansatz ist, würde ich definitiv in Frage stellen - neben der Kritik bereits bei Wikipedia fehlt dieser Mmn. völlig unzureichenden MINT/Consultingverkürzung von Realität zudem die Dimension des Präventionsaufwands (friction/Pvölligräventionskosten, you name it). Wenn der nicht spürbar vorhanden ist, relativiert das die Dimensionen der Auftretenswahrscheinlichkeit und Folgendchwere.

    (Ich muss zur Zeckenprävention in der Hängematte schlafen? Na si ein Ärger aber auch ;) Da könnte die Auftretenswahrscheinlichkeit noch ^10 geringer und die Folgenschwere ^10 geringer sein - die Prävention ist ja kein Ding. Ähnlich geht es vielen mit Masken - oder Zeckenhosen etc.)

    Wer sich wirklich im Bereich Risiken und Wahrscheinlichkeiten richtig einschätzen aufschlauen will, dem empfehle ich Gerd Gigerenzer und seine langjährige Forschung und Aufklärungsarbeit hierzu.

    Auch besonders Anwender- und Alltagsorientiert mit seinem Buch

    Risiko Wie man die richtigen Entscheidungen trifft

    welches genau das für den Leser leisten soll und tut :thumbup: (I'm a Fan :love: , sorry!)

    Einmal editiert, zuletzt von hangloose (5. Juli 2023 um 10:57)

  • Zecken waren mit einer der Aspekte, die mich vom Boden zur Hängematte (mit Netz) gebracht haben.

    Ohne Netz meine ich mich allerdings auch schon an Schilderungen von Zecken in der Hängematte hier in Form zu erinnern?

    Kann natürlich auch immer eingeschleppt sein.

    Ich würde sagen die sind zu 100% eingeschleppt. Die Vorstellung eine Zecke würde am Baum hoch über die Aufhängung in die Hängematte krabbeln ist wirklich sehr weit hergeholt.

  • Zecken waren mit einer der Aspekte, die mich vom Boden zur Hängematte (mit Netz) gebracht haben.

    Ohne Netz meine ich mich allerdings auch schon an Schilderungen von Zecken in der Hängematte hier in Form zu erinnern?

    Kann natürlich auch immer eingeschleppt sein.

    Und wie kommst du zum Spot hin wo du hängen willst? Und wer hängt die Matte dann auf? Ich denke einen Großteil der Tiere sammeln wir beim gehen auf, indem wir sie am natürlichen Bodenbewuchs abstreifen. Und das findet mit der HM genau so statt wie mit dem Zelt. Des weiteren gibt es diese ja auch mit Bodenplane und Innenzelt. Sehe da vom Schutzgedanken her weder Vor,- noch Nachteile zwischen Zelt und HM.

    Beim schlafen auf einer einfachen Plane unter dem Tarp stimme ich dir schon eher zu.

    (FYI: FSME wird ab dem ersten Jahr geimpft.)

    Na klar kann man alles ab dem ersten Jahr in die Kleinen rein Pumpen. Immer her mit dem guten Zeug. Wenn der Fernseher das sagt muss es ja stimmen.

    Auf keinen Fall sollte man mehr im Wald / Draußen spielen, min. 1x die Stunde Hände waschen mit anschließender rundum Desinfektion und tgl. einen Apfel....sonst ist das Ende nah.

    Aber ich denke die letzten 3 Jahre haben sich alle ausführlich genug über das Thema Impfen unterhalten. Sollte jeder selber wissen...

  • Naja, ich habe noch niemals in irgendeiner ernst zu nehmenden Sendung/Publikation erfahren, dass irgendjemand empfohlen hätte nicht mehr draußen zu spielen; ich weiß ja jetzt natürlich nicht welche Fernsehprogramme du schaust. Ob man dabei sein Kind z.B. mit Wurmeiern versehenen Hundekot essen lassen will (ist doch alles pure Natur!) sollte dann auch jeder selber wissen.

    Ein einziger und letzter Gedanke zum Impfen von mir: Als die Pockenimpfung noch aus wirklichem Lebendimpfstoff bestand standen die Leute trotz der damals wirklich großen Gefahr eines Pockenausbruchs aufgrund der Impfung Schlange um die Impfung zu bekommen, ich glaube damals wussten die Menschen eben wirklich noch wie die Alternative aussieht. Ich habe in meiner Zivildienstzeit im Krankenhaus einen Patienten mit Meningitis erlebt, das wünsche ich meinem Feind nicht; wir (inklusive Kinder) sind alle gegen FSME geimpft um ihnen solches, lebenslanges Leid nach allen meinen Möglichkeiten zu ersparen!
    Sobald es ihnen (zu?) gut geht beginnen Menschen immer zu vergessen wie der Weg hierhin aussah und nehmen den status quo als gegeben an. Wie weit die Menschheit wohl sein könnte, wenn es ein generationübergreifendes Gedächtnis jedes einzelnen gäbe. Aber hey, vielleicht ist der Verzicht auf viele Segnungen der modernen Medizin und ein damit verbundener Rückgang der durchschnittlichen Lebenszeit (mancher?) ja ein guter Weg gegen die Überbevölkerung? Warum sollte eine Lebenserwartung von 35 Jahren denn nicht auch ausreichen?

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