Klappmesser für Bushcraft - Empfehlungen?

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  • Moin,

    suche ein robustes Klappmesser für Bushcraft-Anwendungen. Preis bis max. EUR 100,--, eher so bis EUR 50-70,--. Klingenlänge nicht unter 6-7cm. Gerne Holzgriff und Puukko-Klinge.

    Kennt jemand was in der Richtung oder hat auch einen anderen Tipp für mich?

    Ich ahne: Klappmesser und Bushcraft passt nicht so ganz zusammen, aber vielleicht ja doch?

    Danke!

  • Wäre für dich ein eher klassisches Messer denkbar?

    Die Klinge und die Säge sind für allemeines Bushcraft wirklich gut brauchbar, die Klinge ist auch unterwegs einfach scharf zu halten.

    Mein persönlicher Kritikpunkt ist die fehlende kleine Klinge, das kompensiere ich gerne mit einem normal großen zweiten Victorinox in der Hosentasche.

  • Na ja, eigentlich brauche ich ein einfaches Messer in stabil. Stabil & robust sind für mich fast Synonyme zu "Bushcraft".

    Ich will damit schnitzen (Häringe, Feathersticks), eigentlich weniger batonen, aber mal einen Fisch ausnehmen, Wurst & Käse schneiden, ... also all das Zeugs, was man draußen so macht.

    Das Hunter Pro Wood geht da schon gut in die Richtung, was ich meine.

    Im Alltag habe ich oft ein ganz kleines Opinel in der Tasche, aber das ist mir zu zierlich.

  • Von der Anwendung her schreit da jetzt nichts weder 'stabil', noch sonst irgendwie besonders.

    Klappbar, weil?

    Fangen wir also von unten an.

    Wenn opinel nicht so genehm ist von Handling- das Mam gibt es mit verschiedenen Grifformen.

    10g - ohne Kette wohl entsprechend weniger, <10€.

    MAM Douro XS, Klinge 4,2 cm, 2002 Taschenmesser
    MAM Douro XS, Klinge 4,2 cm, 2002 Taschenmesser: null
    www.knivesandtools.de

    Schreit dann nicht die Anwendung, sondern die Männlichkeit nach 'mehr Messer', ist das ganze ja beliebig nach oben offen. Ohne konkrete Anhaltspunkte der Nutzung da etwas anderes zu empfehlen, fällt mir jedoch schwer. ;) :saint:

  • Stabil/Robust steht ja eigentlich dem Fische ausnehmen und Gemüse schnippeln entgegen.

    Für Robust hab ich ein Ganzo Firebird 720 glaub ich, da kannste auch zum Batoning raufkloppen. Dementsprechend dick ist aber auch die Klinge, da brichst du nen Apfel eher als das du ihn schneidest.

    Zum Angeln/ normale Messeranwendungen hab ich ein Kershaw 1660 Leek. Recht flexibel und spitz ( Herzstich)

    Beide einhändig zu öffnen, würde beide bei Verlust wieder kaufen. Das Ganzo ist auch relativ günstig, da haut man etwas lieber drauf als auf ein 250 € Messer.

    Bitte je nach Gusto/Anwendungsgebiet über Gesetzeskonformität informieren.

  • Klappbar, weil ich genug feststehende Messer habe, also so vielleicht fünf Stück.

    Meine klappbaren Messer sind ein kleines Opinel (ohne Drehdings) und ein Victorinox, bei dem ich die Klinge nicht arretieren kann. Auch finde ich es zum Fische ausnehmen eher suboptimal, weil der Schleim, etc. sich in den Spalten zwischen den Tools festsetzt. Gehe ich dagegen nur wandern, nehme ich es jedoch gerne mit.

    Der Männlichkeitsfaktor ist natürlich auch ein nicht zu vernachlässigendes Kriterium. Dann aber müsste ein großes Fjällkniven o.ä. her, leider bremst mich hier mein Geiz aus.

    Am Ende bleibt der Wunsch nach einem soliden und stabilen Klappmesser, mit einer vielleicht etwas überdimensioniert dicken Klinge. Aber sollte ich mal die Welt retten müssen, wäre das sicherlich wieder von Vorteil :)

  • Moin,

    suche ein robustes Klappmesser für Bushcraft-Anwendungen. Preis bis max. EUR 100,--, eher so bis EUR 50-70,--. Klingenlänge nicht unter 6-7cm. Gerne Holzgriff und Puukko-Klinge.

    Kennt jemand was in der Richtung oder hat auch einen anderen Tipp für mich?

    Ich ahne: Klappmesser und Bushcraft passt nicht so ganz zusammen, aber vielleicht ja doch?

    Danke!

    Als alter Solinger bin ich natürlich meiner Stadt verpflichtet hiesige Messer-Hersteller zu empfehlen. Bei Böker findest du eine gute Auswahl zu vernünftigen Preisen.

    Ich finde aber auch Cold Steel aus den USA sehr gut. Die stellen ihre besseren Messer in Taiwan und die günstigeren in VR China her. Die Qualität ist auch gut.

    Kershaw ist auch gut.

    Klappmesser nutze ich draußen ebenfalls am liebsten, weil ich sie praktisch und nicht so gefährlich für den Transport finde. Auch wenn die fest-stehenden Messer meistens eine stabile Scheide haben, mag ich sie nicht so gerne auf Fahrrad o. Motorrad oder auch zu Fuß transportieren. Ich habe immer Angst, dass bei einem Unfall die Klinge unkontrolliert herumfliegt. Das ist aber nur meine persönliche Einstellung.

    Mit einem stabilen Klappmesser kannst du auch Holz bearbeiten, ja. Eine gute Arretierung ist dann von Vorteil.

    D2 Stahl finde ich persönlich super von der Preis-Leistung. Sollte in Deiner Preislage zu finden sein.

    2 Mal editiert, zuletzt von Gironimo (28. April 2023 um 16:09)

  • Danke, da könnte schon was dabei sein.

    Bikepacker: Wuppitom hatte den Klon (?) von dem Casström Messer ins Rennen geworfen. Gefällt mir optisch bisher mit am Besten.

    Aber auch das Victorinox Hunter oder eins von Kershaw (Kershaw Showtime 1955) gefallen mir gut. Aber ich muss morgen noch mal in Ruhe weiter gucken.

  • Ich persönlich finde die Opinel Messer immer gut. Es gibt ja sehr unterschiedliche Größen. Ich habe eins, das für Äpfel und überhaupt Essen gut geeignet ist und ein etwas größeres und stabileres Opinel, das man für Holzarbeiten nehmen kann. Ich finde das Preis/Leistungsverhältnis sehr gut und die Messer sind sehr scharf. (Was ich von einigen anderen Messern, die ich habe nicht behaupten kann. Die musste ich nach dem Kauf erstmal anschleifen und abziehen)

    Einmal editiert, zuletzt von barfuß (28. April 2023 um 23:16) aus folgendem Grund: Schreibfehler

  • Da ich bekennender Messerspinner bin, würde ich mindestens drei Messer mitnehmen.(Mache ich bei Kajaktouren auch so)

    Müsste ich auf das Gewicht achten, wäre eine Victoribox definitiv meine erste Wahl. Leider sind sie unfassbar unmännlich.(IRONIE!!!!!)

    Ich persönlich finde einen Scandi-Anschliff super.Einfach nachzuschleifen, geil zum Batonieren, klasse Schnitzmesser, aber es spaltet halt auch recht schnell, was z.B. beim Salami oder Käse schneiden echt hinderlich ist.

    Dafür habe ich dann ein Opinel mit.

    Vom Batonieren mit einem Klappmesser kann ich nur abraten, auch wenn es Hilfskrücken gibt es trotzdem zu tun.(Nackenhaare, und so)

    Letztendlich kann ich aus eigener Erfahrung zum CBT1N Stahl raten.

    Noch ein Mal deutlich rostträger als D2; und er bleibt saulange scharf.

    D2 ist aber auch schon echt gut.

    Wenn Du also ein echter Mann(so wie ich) sein möchtest:

    Kaufe Dir minimum drei Messer, ein feststehendes, ein dünnes und ein Victorinox mit Schere.

    Tut nichts, was ich nicht auch täte

  • Es ist wirklich schwer ein Messer zu finden was für einen selbst genommen alles kann. Dafür eignet sich dann bestenfalls ein Leatherman. Habe super Erfahrungen mit dem Leatherman "Wave" gemacht über viele Jahre. Leider verloren gegangen ;(

  • Moin,

    gaaaanz kurz möchte ich noch einwerfen, dass Anfang 2023 (leider) das Waffengesetz verschärft wurde und damit einige Messer mittlerweile nur mit "berechtigtem Interesse" außerhalb des eigenen Grundstückes/der eigenen vier Wände geführt werden dürfen.

    Hier findet man die aktuelle Auslegung:

    BKA - Homepage - Was fällt unter das Führverbot des § 42 a WaffG?

    Korrigiert mich gern, aber ich verstehe es so, dass Messer mit einer Klingenlänge über 12cm, sowie Messer, welche mit nur einer Hand geöffnet werden können in der Öffentlichkeit nicht geführt werden dürfen. Da fallen leider auch mittlerweile einige Multitools (Leatherman Wave...) darunter. Allerdings bietet Leatherman einige Zweihand-Modelle an (mit "2H" im Namen), welche laut aktuellem Recht wohl geführt werden dürfen.

    Für Unterwegs trage ich ab und an das Opinell No. 10 inklusive Korkenzieher mit mir herum und bin sehr zufrieden... Damit lässt sich sowohl Salami (und andere Nahrungsmittel) schneiden, als auch eine Flasche Wein entkorken...

    Grüße

    Wenn meine Frau jemals meine Ausrüstung für den Preis verkauft, den ich ihr gesagt habe, macht jemand ein riiiiichtiges Schnäppchen... :D

  • Die Frage ist ab wann tatsächlich ein berechtigtes Interesse daran besteht ein entsprechendes Messer mitzuführen. Fahre ich 3 Nächte mit HM ans Wasser um zu fischen, brauche ich in der Tat für allerlei Arbeiten ein Messer. Ohne komme ich nicht aus.

    Fürs Camping wird das allgemein ähnlich sein. Brauchst du für irgendeinen Zweck ein Werkzeug, ist das schon ein Interesse das Werkzeug zu führen. Fährst du morgens mit der U-Bahn in deine Steuerkanzlei, wird es schwierig daraus ein Interesse abzuleiten, dass du grundsätzlich ein Messer mitführen musst.

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