Mehr Platz unterm Tarp

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  • Um unter dem Tarp mehr Platz zu haben, verwende ich bei meinen zwei großen Tarps mit pull outs die external pole mods von Dutch, die diese dann über kurze Gummischnüre anliften. Das schafft unter dem Tarp schön viel Raum und ich möchte das keinesfalls mehr missen. Es ist ein Riesenunterschied unter dem Tarp mit der aufgewölbten Decke. Selbst bei ordentlichem Wind haben sie bisher bestens gehalten.

    Aktuell liegen sie auf einer CRL, aber ich hatte sie auch schon einfach auf die Ridgeline gelegt. Langzeiterfahrungen bzgl. potenzieller Abnutzungserscheinungen liegen bis dato nicht vor. Das Paar wiegt 140 g und mit ca. 130 cm Länge lassen sie sich bei gutem Wetter und entsprechender Achtsamkeit sogar als Tarpstangen (half oder full porch mode) nutzen. Eine Abspannung nur mit Schnüren zu Bäumen hin habe ich bisher noch nicht genutzt, da die Variante mit den pole mods einfach zu gut von der Hand geht und eben immer funktioniert, auch wenn keine Bäume zum Abspannen vorhanden sind.

    Ansonsten liegt hier noch zwei Paare clip pull outs um ein Tarp mit pull outs für GE bei Bedarf auch für eine Bridge passend anliften zu können. Ggf. auch eine gute Lösung, wenn vorhandene Tarps gar keine pull outs haben. Bis auf eine kurzen Check, ob der Silpoly-Stoff das tatsächlich schadlos verträgt, liegen aber auch hierzu keine längeren Erfahrungen vor.

    5 Mal editiert, zuletzt von BX.33 (31. März 2023 um 08:22)

  • ... Das Paar wiegt 140 g und mit ca. 130 cm Länge lassen sie sich bei gutem Wetter und entsprechender Achtsamkeit sogar als Tarpstangen (half oder full porch mode) nutzen...

    Ah, danke für diese Längenangabe, BX.33 !

    Bei meinem 12ftOnewindTürenTarp habe ich gleiches mit einteiligen Kohlefaserstäben aus dem Lenkdrachenbereich "gebaut", und habe mich bei der Länge an der Ladefläche meines Fahrradanhängers BOB YAK orientiert.

    Das bringt zwar etwas, mir aber noch nicht genug. Mit Deinen 130cm habe ich nun eine Orientierung für mglw. gemuffte Stangen oä.

    Danke dafür! :thumbup:

  • Waldläufer70

    Wieviel Schnüre (Anzahl, Material, Aufbau (wie z.B. Dogbone o.ä.)) nimmst du denn auf Tour so mit um entsprechend flexibel zu sein? Hast du da ein "Standard-Set" oder sind es einfach 20 m gut knotbare Schnur?

    Ich habe immer einen Zip-Beutel dabei: Darin steckt etwas Toilettenpapier und dann noch die folgenden Leinen:

    • etwa 7 m ummantelte Dyneema-Leine (1 mm)
    • etwa 10 m ummantelte Dyneema-Leine (1 mm)
    • etwa 15 m ummantelte Dyneema-Leine (2,5 mm)

    Damit bin ich bisher immer gut gefahren: Wäscheleine, Tarpabspannung, etc. Wiegt nicht viel und ist flexibel einsetzbar.

    Die Längen muss man für sich halt den eigenen Bedürfnissen entsprechend wählen.

    PS: Ich hatte bisweilen auch zwei etwa 50 cm lange Dogbones dabei, um bei grossen Baumabständen beim Aufbau der Hängematte etwas flexibler zu sein.

  • jenshelge

    Unter diesem Link findest Du ja die exakten Maße. Bei z.B. extremtextil gibt es für den Selbstbau auch Segmente und Gestängespitzen. falls man da selber nichts liegen hat oder zwingend eine low budget Lösung kreieren möchte. Die mit dem 8,5er Durchmesser von Dutch sind jedenfalls schön leicht und bieten m.E. für den Anwendungsfall eine gute Kombi aus Robustheit und Flex.

  • Bei den Tarps von Dutch sind die Abstände der Pullouts übrigens so, dass man das Gestänge direkt in die D-Ringe einklippsen kann, funktioniert einwandfrei.

    grobinger

    Naja ... das hatte ich (aufgrund der Bilder bei Dutch) auch so erwartet und gehofft ... oder ich bin bis dato und mangels Erfahrung einfach zu "zimperlich" mit dem hauchdünnen Dutch Tarp aus Xenon Sil 0.9. :/

    Es ist jedenfalls so, dass ein ordentlicher Biegeradius entsteht und die Pull Outs ziemlich unter Spannung stehen, wenn die Pole mods direkt in die D-Rings eingesteckt werden. Aufgrund dieser vermeintlich zu starken Belastung bin ich dann zu der Gummizug-Lösung übergegangen, da mir diese Querzugkraft, die auf die geklebte Ridgeline und die angenähten pull outs dann dauerhaft einwirkt, etwas zu groß vorkommt.

    Die pole mods entsprechen den Angaben von Dutch: 52" (ca. 132 cm) ohne und 53,25" (ca. 135 cm) mit Spitzen.

    Das Maß von Ende D-Ring zu Ende-D-Ring ist bei meinem Winter-Tarp einmal c. 129 cm und einmal ca. 130 cm.

    Die pull outs sind bei mir übrigens die "normalen" und nicht die für die Bridge. Eine direkte Nachfrage bei Dutch hatte aber bereits ergeben, dass es hier keinen Unterschied hinsichtlich der Distanz zwischen zwei gegenüberliegenden pull outs geben soll. Die pull outs werden bei der Option "Bridge" folgerichtig und ausschließlich in der Horizontale weiter nach außen zu den Türen hin angenäht.

    Ist das bei Dir ähnlich stramm bzw. wie sind denn bei dir die beiden Abstände der pull out D-Rings (außen zu außen)?

    Bei mir sieht's wie folgt aus:

    pole mod Länge: 132 cm ohne, 135 cm mit Spitzen:

    Ca. 129 cm bzw. 130 cm Abstand zwischen Ende D-Ring und Ende-D-Ring (flach auf dem Boden liegend ohne starke Belastung):

    pole mod mit ca. 6 cm Überstand (nur Gestänge) (flach auf dem Boden liegend ohne starke Belastung):

    Biegeradius der beiden pole mods und Spannungsbelastung am pull out:

    5 Mal editiert, zuletzt von BX.33 (31. März 2023 um 14:16)

  • grobinger

    Naja ... das hatte ich (aufgrund der Bilder bei Dutch) auch so erwartet und gehofft ... oder ich bin bis dato und mangels Erfahrung einfach zu "zimperlich" mit dem hauchdünnen Dutch Tarp aus Xenon Sil 0.9. :/

    Es ist jedenfalls so, dass ein ordentlicher Biegeradius entsteht und die Pull Outs ziemlich unter Spannung stehen, wenn die Pole mods direkt in die D-Rings eingesteckt werden. Aufgrund dieser vermeintlich zu starken Belastung bin ich dann zu der Gummizug-Lösung übergegangen, da mir diese Querzugkraft, die auf die geklebte Ridgeline und die angenähten pull outs dann dauerhaft einwirkt, etwas zu groß vorkommt.

    Also das ist schon sehr stramm, andererseits tut es so halt auch das was es soll. Aber ich bin ja auch ein bißchen weniger umsichtig als Du im Umgang mit meinen Tarps und bisher hat auch nach vielmaliger Benutzung so alles gehalten, sowohl bei Xenon .9 und auch bei DCF. Allerding habe ich gerade nochmal bei Dutch gekuckt, der verwendet im Erklärbärvideo dazu auch Schnüre. Also Nachahmung auf eigene Gefahr! :D

  • Um unter dem Tarp mehr Platz zu haben, verwende ich bei meinen zwei großen Tarps mit pull outs die external pole mods von Dutch, die diese dann über kurze Gummischnüre anliften. Das schafft unter dem Tarp schön viel Raum und ich möchte das keinesfalls mehr missen. Es ist ein Riesenunterschied unter dem Tarp mit der aufgewölbten Decke. Selbst bei ordentlichem Wind haben sie bisher bestens gehalten.

    Ja super. Die engen Dachschrägen sind weg.

    Das ist die Konstruktion die ich weitestgehend meine, d.h. 90° zur Ridegeline. Hierbei könnte man mit Stangenmaterial, Stangenlänge, der Stangenkrümmung, der Aufhängung und der Spannung experimentieren.

    Ich denke das ist die schlaueste Variante um mehr Platz unterm Tarp zu bekommen, ohne viele Schnüre, Lange Stöcke etc.

    Kleine kompakte Glasfaser-Gestänge würden sich bestimmt auch eignen. Man braucht nur 2 Stk die nicht sehr lang sein müssen.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (31. März 2023 um 14:24)

  • Um unter dem Tarp mehr Platz zu haben, verwende ich bei meinen zwei großen Tarps mit pull outs die external pole mods von Dutch, die diese dann über kurze Gummischnüre anliften. Das schafft unter dem Tarp schön viel Raum und ich möchte das keinesfalls mehr missen.

    Bei mir hat sich diese Lösung nicht so bewährt. Ich habe auch mal die Originalstangen gekauft, aber bei heftigem Wind schaukeln beide Stangen unabhängig von einander z.T. so stark, dass sie aus der Aufhängung gerutscht sind und herunterfielen. Das ist bei Regen und Sturm dann schon hinderlich....

    Der Platzzuwachs unter dem Tarp ist gut und wenn man das einmal probiert hat, möchte man kein Tarp mehr ohne. Aber ich finde die Stabilität bei Wind nicht ausreichend, weshalb ich auf die weiter ober gezeigte Lösung mit den Easton Alustangen gekommen bin. Durch die Überkreuzung ist das Ganze viel stabiler - aber natürlich auch etwas schwerer.

  • Internal vs. external pole mod:

    Keine Frage, dass die internal pole mods diesbezüglich deutlich überlegen sind. Als eher stationärer Hänger würde ich die wohl auch bevorzugen. Heißt dann aber auch, dass das Tarp modifiziert werden muss.

    Bis zu 70 km/h Böen haben die external pole mods bisher bei meinen Tarps durchgehalten ohne sich abzulösen. Aber das Risiko ist zweifelsohne vorhanden. Dass ich bei solch stürmischen Verhältnissen draußen hänge, ist aber auch eher selten und man könnte dann ja auch alternativ mit Schnüren abspannen. Bei allen anderen Wetterverhältnissen bin ich bis dato jedoch sehr zufrieden, insbesondere unter dem Aspekt, dass die Teile mit 35 cm ein sehr kurzes Packmaß und mit 140 g wenig Gewicht haben.

  • barfuß

    Aus Spaß an der Freude würde ich mir ggf. auch gerne internal pole mods anfertigen. Wie hast du denn die kleinen Taschen am Tarp angenäht? Hattest du das nicht sogar irgendwo schon einmal beschrieben? :/

    Einmal editiert, zuletzt von BX.33 (1. April 2023 um 14:27)

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