Interessante 90°-Hängematten Variation

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
    • Offizieller Beitrag

    Heute Morgen auf Hammockforums entdeckt:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Da ich die Schnüre, die in den meisten 90° Designs verwendet werden, noch nie mochte, und schon länger über einen GE-90°-Hybrid nachgedacht habe, finde ich den Ansatz sehr interessant. Ein weiterer Punkt auf meine To-Do-Liste für den Winter :)

  • Gefällt mir auch sehr gut. Ich hatte etwas Ähnliches aus zwei zusammengenähten Stoffstücken auch schon im Hinterkopf, allerdings hatte ich über die Nutzung einer Isomatte nachgedacht.

    Bei der im Video gezeigten Version ist ein Underquilt, der die Füsse vollständig umschliesst, unabdingbar, da ein Topquilt / Schlafsack an den Füssen vollständig komprimiert würde.

    Danke fürs Teilen.

    • Offizieller Beitrag

    Bei der im Video gezeigten Version ist ein Underquilt, der die Füsse vollständig umschliesst, unabdingbar, da ein Topquilt / Schlafsack an den Füssen vollständig komprimiert würde.

    Bei der Draumr ist das Design im Fußbereich ähnlich - und dort ist Komprimierung kein Problem. Der obere Bereich ist soweit ich sehen kann auch nur mit einem Stück Shock Cord zusammen gezogen. Und man kann die Konstruktion ja anpassen, sollte es tatsächlich ein Problem sein. Aber so oder so, die Tatsache dass diese 90°-Hängematte mit einem Underquilt funktioniert ist definitiv ein großes Plus für mich.

  • Bei der Draumr ist das Design im Fußbereich ähnlich - und dort ist Komprimierung kein Problem.

    Ich mag mich irren, aber bei den ersten Versionen der Draumr war die Kompression bei grossen Leuten ein Problem. Letztlich ist es ganz einfach: Wenn der Quilt komprimiert wird, liegt ein Problem vor, wenn nicht, dann nicht. ;)

  • Es sieht so aus, als wäre man genauso "eingeengt", wie in einer GE. Der Vorteil bei der Crosshammock entsteht doch erst durch die ISO... Man hat eine Ebene Fläche und kann richtig auf der Seite schlafen.

    Bei dieser Variante wird man von den Stoffbahen, welche nach oben gezogen werden, eingeengt, oder? :/

  • Spannend - danke für den Fund!
    Das schreit natürlich nac probeliegen wollen!

    Jetzt das Ganze noch modular - die Fußhängematte abnehmbar als Hängemattensitz, die große als normale GE.
    Und dann noch die Schlitze schließen für ein Moskitonetz^^

    • Offizieller Beitrag

    Das Gefühl in einer GE Hängematte eingeengt zu sein hängt stark vom verwendeten Stoff, von der Länge und Breite der Trägerfläche, von der Länge der Ridgeline im Verhältnis zur Hängemattenlänge und vom Schnitt des Netzes ab. In einigen GE Hängematten kann ich auf der Seite schlafen - in anderen nicht. Dementsprechend dürften die Faktoren bei einer 90°-Hängematte ähnlich sein. Wenn die Seiten zu stark hochgezogen werden, würde ich die Ridgeline verlängern und/oder einen weniger dehnbaren Stoff verwenden.

  • als 90°-Lieger kann ich mir schon vorstellen, dass der Rand zu vernachlässigen ist.

    Denn wenn sich die 90° in selbigem Bereich rafft, ist das vergleichbar mit strammer sitzender Naht - und das stört deshalb nicht, weil im Kniebeugenbereich kein Gewicht aufliegt, sondern das weiter hinten und vorne (Oberschenken und Waden) lagert.
    Da sehe ich den Unterschied zum in der GE sitzen - da hängen die Beine herunter und das Hauptgewicht der Beine liegt auf dem hochgezogenen Saum.

    Aber ja - Ausprobieren geht über Hängemattentheorie studieren.
    Wer der GE-lieger knüppert uns da was zusammen? :saint:

    Einmal editiert, zuletzt von hangloose (28. Juni 2021 um 14:53)

  • Auch wenn er im Video behauptet, daß der Hängemattenrand nicht stören würde - ich habe da so meine Zweifel. Wenn ich in der Hängematte sitze, stört mich der Rand schon. Daß das bei dieser Konstruktion soviel anders sein soll? Muß ich mal testen.

    Ich weiss nicht, wie er die Hängematte im Detail konstruiert hat. Ich bin mir aber sicher, dass man diese Hängematte so schneiden könnte (an den Rändern, wo die zwei Teile zusammengenäht sind, ein Stück länger), dass man (so gut wie) nichts vom Rand spürt.

  • Ich hatte eine TTTM, die 2m breit war. In der habe ich versuchsweise auch schon quer gelegen, was bei meiner Größe kein Problem ist. Ich fand es nicht bequem und habe ganz schön durchgehangen. Was ist an dieser Kombination von 2 Matten viel anders? Evt. ist der Fußbereich etwas tiefer (als weniger stark ansteigend), aber dafür habe ich dann doch eine "Kante" in der Mitte, also da, wo die beiden Matten verbunden sind.

    Bzgl. des Liegens auf der Seite: das hat mich nicht überzeugt: erstens liegt die Dame überhaupt nur halb auf der Seite/halb auf dem Rücken, zweitens zieht sie die Beine kaum an und selbst da sieht man, dass (wie bei einer 90 Grad Matte ohne Isomatte drin) die Unterschenkel nach unten kippen.

    • Offizieller Beitrag

    Was ist an dieser Kombination von 2 Matten viel anders? Evt. ist der Fußbereich etwas tiefer (als weniger stark ansteigend), aber dafür habe ich dann doch eine "Kante" in der Mitte, also da, wo die beiden Matten verbunden sind.

    Die Fußmatte ist nicht aus einem rechteckigen Stück Stoff gemacht. Das sieht man im Video nicht, das Forenmitglied hat aber im oben verlinkten Thread ein Schnittmuster gepostet. Letztendlich funktionieren 90° Hängematten mit Schnüren auch nicht anders. Wenn ich mich richtig erinnere, waren bei der Hammock Tent zeitweise auch zwei Bahnen aneinander genäht, weil Hängemattenstoffe in der Regel so gewebt sind, dass sie in der Längsrichtung stärker sind als in der Querrichtung.

    Ich habe vor Jahren bei GE Hängematten mit geformten Enden experimentiert, und wollte schon lange mal eine 90° Hängematte aus einem extra breiten Stoff bauen. Bei meiner kleinen Größe würde das vermutlich gerade mal so eben reichen - aber der durchschnittliche Hängemattenkäufer ist eben 15 cm größer. Jedenfalls kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man auf diese Weise eine bequeme Liegeposition erreichen kann. Wobei sich die Definition von "bequem" natürlich von Nutzer zu Nutzer unterscheidet.

  • sieht sehr interessant aus wobei ich glaube das der Underquilt eher mäßig sein wird von der Passform, ist halt etwas was passend gemacht wird anstatt einfach zu passen.

    Ähnlich Wooki zu Eckenaufhängung.

    Zur Bequemlichkeit ist mir direkt der 0815 Gartenliegestuhl in den Sinn gekommen, wenn der bequem für einen selbst ist dann ist die Mattenvariante vielleicht nen Versuch wert.

  • Ich komme erst jetzt dazu, mir das Video genauer anzusehen und möchte hier kurz meinen Eindruck wiedergeben. Auf den ersten Blick wirkte die Konstruktion auch auf mich faszinierend, aber je länger ich mir das ansehe und drüber nachdenke, um so mehr Fragen stellen sich mir. Zunächst das Offensichtlichste: Es geht dem Youtuber laut Eingangsstatement nicht um einen "flat lay", sondern um eine "zero gravity position". Kann mir jemand das Verhältnis dieser beiden Aussagen erläutern - und inwiefern sie eine Opposition darstellen? Nach einer möglichst flachen Liegeposition suchen eigentlich alle Hängemattennutzer, und die zero gravity position stellt sich - physikalisch bedingt - auf jeden Fall ein, egal wie die Hängematte geformt ist. Ob die angepriesene Fötus-Lage allerdings diejenige ist, nach der viele suchen, würde ich doch erst mal in Frage stellen. Sie ist allerdings diejenige, die sich bei Querhängematten automatisch einstellt, wenn man auf der Seite zu liegen versucht und keine ausspreizende Isomatte verwendet.

    Letztlich handelt es sich um eine Querhängematte aus Tuch, bei der angestückelt wurde, weil der Stoff der Hauptmatte nicht breit genug ist. Durch die Form des Fußteils wird eine flache Liegeposition der Beine besser (und weniger materialintensiv) unterstützt als beispielsweise bei der Amok Draumr. Prinzipiell sind die beiden Matten aber vergleichbar.

    Beide Matten haben aber wenig gemein mit einer Querhängematte mit Schnüren wie z.B. der Cross Hammock. Ich kann nicht ganz verstehen, dass man die Schnüre nicht mag, denn sie bieten einen doppelten Vorteil. Der erste Vorteil besteht in einer Gewichtsersparnis, einfach weil man sich viel Stoff spart. Die Schnüre erlauben aber außerdem, das Handicap jeder aus einem (oder mehreren) Teilen Stoff zusammengenähten Hängematte auszugleichen, die den Körper an der schwersten Stelle genauso unterstützt wie an der leichtesten Stelle (etwa den Beinen). Indem ich die Schnüre unterschiedlich lang dimensioniere, kann ich selbst bei extrem dehnbarem Material gewährleisten, dass man gerade liegt.

    Wenn Ihr die Möglichkeit habt, euer Gerät im rechten Winkel zu drehen, werdet ihr sehen, der Mann hier - hangloose - steht und liegt kerzengerade - und das im dehnbarsten Stoff auf dem Markt.

    Aber auch auf der Seite hat man - in dem Fall bieber1 - eine gerade Hängeposition. Das ist - konstruktionsbedingt - so in keiner Hängematte aus einem oder mehreren glatt aneinander genähten Stoffteilen zu erreichen.

    Ein Wort noch zur Underquilttauglichkeit von Querhängematten. Selbstverständlich ist jede Querhängematte mit Underquilt zu gebrauchen. Er ließe sich ganz leicht an der Zackenkonstruktion befestigen - oder aber auch gleich ganz integrieren, wie ich das ja bereits vor einiger Zeit realisiert habe. Der Grund, warum ich das Projekt nicht weiter verfolgt habe, liegt in der fehlenden Längsausspreizung, die den Stoffdruck erhöht, sodass man (oder genauer: ich) darin keine Nacht durchschlafen kann. Ob das mit der hier in Rede stehenden Konstruktion möglich sein sollte, wie die fröhlich ins gestellte Foto lächelnde Frau zu belegen scheint, wage ich doch sehr zu bezweifeln.

    Insgesamt ist diese Variation auf den ersten Blick vielleicht verblüffend, beim zweiten Blick wirkt sie meiner Meinung nach aber doch etwas umständlich und gewollt anders - etwa so wie die Erfindung eines Hochrades, nachdem das normale Fahrrad bereits erfunden wurde.

  • "Zero Gravity" gibt es eigentlich nur im Weltraum. Und ich glaube nicht, dass dort jeman hängen will (oder kann).

    die zero gravity position stellt sich - physikalisch bedingt - auf jeden Fall ein, egal wie die Hängematte geformt ist.

    Wenn damit gemeint ist, dass die Hängematte sich ein Gleichgewicht sucht, dann ist das aus meiner Sicht völlig richtig. Aber die Gravitation wirkt natürlich nach wie vor. ;)

    Ich denke, man kann auch aus Stoff (wenn er nicht allzu dehnbar ist) eine 90°-Hängematte konstruieren, in der man sehr flach liegt. Dazu muss man einfach den Stoff so zuschneiden, dass er die ungefähr gleich Form annimmt wie die Schnüre bei der "Cross Hammock", wenn man diese alle parallel im 90°-Winkel von der Hängematte weg auslegt.

    Aber wie du richtig sagst: Die Hängematte wird dann schwerer, wird irgendwo über eine Naht verfügen und man hat nicht die gleiche Aussicht wie mit den Schnüren. Mich würde es dennoch reizen, das mal mit Stoff auszuprobieren. Aber ich habe eigentlich schon genug Hängematten... 8o

    • Offizieller Beitrag

    Es geht dem Youtuber laut Eingangsstatement nicht um einen "flat lay", sondern um eine "zero gravity position". Kann mir jemand das Verhältnis dieser beiden Aussagen erläutern - und inwiefern sie eine Opposition darstellen?

    Eine Google-Suche erklärt den Begriff. Auf den zahlreichen Bildern erkennt man den Unterschied. Ich glaube bei uns wird auch manchmal der Begriff Herz-Waage-Position verwendet. Ich erkläre den Unterschied immer so: am flachsten liegt man auf dem Boden - aber das ist bekanntermaßen nicht sehr bequem. Alle Hängematten passen sich auf unterschiedliche Weise an den Körper an, und ermöglichen verschiedene Liegepositionen. Was der Nutzer dann in der Hängematte als "flach" empfindet, kann sehr unterschiedlich sein.

    Durch die Form des Fußteils wird eine flache Liegeposition der Beine besser (und weniger materialintensiv) unterstützt als beispielsweise bei der Amok Draumr. Prinzipiell sind die beiden Matten aber vergleichbar.


    Beide Matten haben aber wenig gemein mit einer Querhängematte mit Schnüren wie z.B. der Cross Hammock.

    Ich habe sowohl eine Amok Draumr als auch eine Cross Hammock, und ich finde die Liegeposition vergleichbar - auch wenn sich das zu Grunde liegende Design unterscheidet.

    ch kann nicht ganz verstehen, dass man die Schnüre nicht mag, denn sie bieten einen doppelten Vorteil. Der erste Vorteil besteht in einer Gewichtsersparnis, einfach weil man sich viel Stoff spart. Die Schnüre erlauben aber außerdem, das Handicap jeder aus einem (oder mehreren) Teilen Stoff zusammengenähten Hängematte auszugleichen, die den Körper an der schwersten Stelle genauso unterstützt wie an der leichtesten Stelle (etwa den Beinen). Indem ich die Schnüre unterschiedlich lang dimensioniere, kann ich selbst bei extrem dehnbarem Material gewährleisten, dass man gerade liegt.

    Aus meiner Sicht sind die Nachteile für mich:

    • Die Last wird ungleichmäßiger verteilt als bei einer Stofffläche. Das erzeugt hohe punktuelle Belastungen und kann dazu führen, dass der Stoff reißt.
    • Sofern das Design ein Änderung der Schnurlängen zulässt, ist es eine Fummelei die Einstellung an die eigenen Vorlieben anzupassen. Und häufig liegt man dann in einer Position bequem, aber sobald man sich dreht liegt man unbequemer als zuvor. In einer Hammock Tent in der ich gelegen habe, konnte ich überhaupt keine bequeme Schlafposition finden.
    • Wie du schreibst benötigt man ein Hilfsmittel um die Querhängematte auszuspreizen.
    • Ich bin kein Fan von Schnüren weil ich es immer schaffe, sie zu verheddern. Das stört mich im Übrigen auch an meinen ansonsten sehr bequemen Towns End Brückenhängematten.

    Im Übrigen lässt sich der Stoff durch einen entsprechenden Kurvenschnitt oder ein Whipping ebenfalls bis zu einem gewissen Grad einstellen.

    Ein Wort noch zur Underquilttauglichkeit von Querhängematten. Selbstverständlich ist jede Querhängematte mit Underquilt zu gebrauchen. Er ließe sich ganz leicht an der Zackenkonstruktion befestigen - oder aber auch gleich ganz integrieren, wie ich das ja bereits vor einiger Zeit realisiert habe. Der Grund, warum ich das Projekt nicht weiter verfolgt habe, liegt in der fehlenden Längsausspreizung, die den Stoffdruck erhöht, sodass man (oder genauer: ich) darin keine nacht durchschlafen kann. Ob das mit der hier in Rede stehenden Konstruktion möglich sein sollte, wie die fröhlich ins gestellte Foto lächelnde Frau zu belegen scheint, wage ich doch sehr zu bezweifeln.

    Genau dieses Problem wird durch die GE-ähnlichere Konstruktion abgemildert. Oder kann abgemildert werden. Deshalb finde ich den Ansatz interessant. Ich würde die im Video gezeigte Konstruktion als Prototyp sehen, an dem man vermutlich noch einiges verbessern kann.

    Welche Konstruktion man am Ende bevorzugt ist aber natürlich eine Geschmacksfrage - wie immer. Da mir Isomatten zu schwitzig sind, und ich auch nicht auf dem Boden schlafen möchte, wäre ein GE-90°-Hybrid evtl. eine gute Option, denn wie du schon geschrieben hast, brauchen alle anderen Designs eine Ausspreizung um eine bequeme Schlafposition zu bieten.

  • Ich habe sowohl eine Amok Draumr als auch eine Cross Hammock, und ich finde die Liegeposition vergleichbar - auch wenn sich das zu Grunde liegende Design unterscheidet.

    Ein nicht ganz unwichtiger Unterschied ist doch aber, dass man die Cross Hammock auch ohne Isomatte benutzen kann. Oder ist dir das auch in der Draumr gelungen?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!