Gewicht sparen mit Minimalschuhen?

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Witzig, mir sind die Leguanos durch die dicken, elastischen "Böppel" viel zu unnatürlich und Marshmallow like. Das ist mir zu wenig ground feel.

    Flexibel sind sie, keine Frage, aber das ist ja nur ein Aspekt des barfuß ähnlichen Laufens.

    Denn wie oben angesprochen - mit genügend ground feel läuft man automatisch eher wie barfuß. Da fällt einem der Hackenaufsatz gar nicht erst ein. Und auch Steine, Nüsse oder ähnliches werden dadurch bereits beim aufsetzen schon vor der Gewichtsverlagerung und dem rein bohren registriert und man ist in der Lage, das Gewicht fast reflexartig noch umzulagern und zu verteilen, um das schmerzhafte 'all in' zu vermeiden.

    Gleiches gilt für rutschenden Untergrund, Geröll etc. Man registriert sofort, dass da Bewegung drin ist, kann reagieren und Stürze und Umknicken vermeiden.

    Btw. Kenne die swimrun Sohle nicht, aber sollte mich wundern, wenn die völlig anders als andere vivos ist, da gibt es eigentlich nur drei, vier verschiedene. Und die Sohlen werden schnell noch flexibler mit dem Einlaufen - too late. Einlegesohlen, falls drinnen, lassen sich raus nehmen, da die Schuhe so gearbeitet sind, dass das ohne störende Nähte/Stöße möglich ist.

    Die enge Socke ist wohl ein Feature, wenn man an Schuhe denkt, mit denen man nahtlos und wiederholt von Laufen direkt in's Wasser und wieder an Land wechselt und Zeit verlieren und Ausziehen und sediment entfernen keine Option ist.

    Aber gut, wie schon gesagt - all die z.T. eher entgegenlaufenden Kriterien im Optimum zu erfüllen kommt der Quadratur des Kreises gleich. Nun musst Du für dich ausloten, wo der Fokus liegen soll. Viel Erfolg jedenfalls - halt uns auf dem laufenden, was es wird

  • Denn wie oben angesprochen - mit genügend ground feel läuft man automatisch eher wie barfuß. Da fällt einem der Hackenaufsatz gar nicht erst ein.

    Da bin ich nicht deiner Meinung.

    Wenn man Jahrzehnte lang auf "Wolken" gelaufen ist, muss sich der Körper und die ganze Gangart erstmal an das neue gewöhnen. Schreibt auch sonst jeder, sagte der Verkäufer, habe ich direkt selbst festgestellt.


    Btw. Kenne die swimrun Sohle nicht, aber sollte mich wundern, wenn die völlig anders als andere vivos ist, da gibt es eigentlich nur drei, vier verschiedene. Und die Sohlen werden schnell noch flexibler mit dem Einlaufen - too late. Einlegesohlen, falls drinnen, lassen sich raus nehmen, da die Schuhe so gearbeitet sind, dass das ohne störende Nähte/Stöße möglich ist.

    Kenne halt die anderen Sohlen nicht. Jedenfalls ist diese für mich nicht tragbar. Die ist echt nur minimal bewegbarer, als die meines normalen Wanderschuhs. Und auch ziemlich dick, das kommt auf den Produktfotos nicht so rüber.

    Ich denke mal hier wurde der Fokus auf Grip gelegt, und das haben sie definitiv.

    Die enge Socke ist wohl ein Feature, wenn man an Schuhe denkt, mit denen man nahtlos und wiederholt von Laufen direkt in's Wasser und wieder an Land wechselt und Zeit verlieren und Ausziehen und sediment entfernen keine Option ist.

    Ja, denke ich auch. Macht auch Sinn.

    Nun musst Du für dich ausloten, wo der Fokus liegen soll. Viel Erfolg jedenfalls - halt uns auf dem laufenden, was es wird

    Ich werde die Leguanos erstmal meinen Straßenschuh ersetzen lassen. Geht ja doch auch ins Geld direkt alle Schuhe umzustellen. Freue mich schon auf die Erledigungen Heute :D

    Zwecks wandern werde ich später nochmal schauen.

    Der Verkäufer meinte gleich, dass ich bestimmt nicht mehr in normale Schuhe zurück will...könnte er recht haben, mal sehen.

  • Nachtrag zu den " Sockenschuhen" Skinners

    das Paar 226 gram.

    Von einem Deutschen Anbieter.

    Habe ich ca 48,- € gezahlt.

    Weil die so toll sind , will ich noch mehr !

    Bei Ali die ( gleich ) aussehenden für 13,-€ bestellt.

    Was man nicht sah , ist die Verschlimmbesserung der Sole !

    Einerseitz ein guter Ansatz , die Haltbarkeit zu verlängern .

    Andrerseitz spürt man die eingesetzten Gummiplatten deutlich.

    Auch das Gewicht ist auf ca. 410 gram gestiegen.

    Man hat so zwischen den fingern " geschätzt gefühlte " hinten 10mm vorn 8mm Sohlenstärke.

    Somit ist das Barfußfiling dahin!

    Materialbeschaffenheit siht gleichwertig aus.

    Also Passt auf was ihr wollt / SOHLE / mehr Barfuß oder Schuh !

  • Ich wollte auch nochmal was zum Thema Barfußschuhebeitragen, wo hier doch alle immer so das selber nähen favorisieren 😁.

    Ich nähe mir Barfußschuhe mittlerweile selber, nachdem bei meiner Belastungsklasse Schuhe wie Wildlinge und Leguanos kein halbes Jahr überleben. Eindeutig viel zu teuer für die Haltbarkeit.

    Es gibt da schöne Schnittmuster für, ich nehme immer das hier: Barfoots

    Sind schwierig zu nähen, man muss sehr genau nähen. Ich habe wirklich viel Erfahrung mit dem Nähen und finde es anspruchsvoll. Aber man hat nach einer gewissen Erstinvestition gute Barfußschuhe für ungefähr 15€ Materialkosten pro Paar. Stunden darf man gar nicht rechnen, wie immer…

    Grüße Luise 🌷

  • Welche Nähmaschine benutzt du, um mit dem Freiarm in die Schuhe reinzukommen?

    Braucht man nirgendwo reinkommen, sind so konzipiert, das man alles außen nähen kann. Man näht einen Außenschuh und einen Innenschuh und steckt sie ineinander. Eine robuste Nähmaschine ist gut, wenn man Leder näht und mehrlagig. Ich nähe mit meiner 80iger Jahre Pfaff, die ist sehr solide.

  • Es gibt da schöne Schnittmuster für, ich nehme immer das hier: Barfoots

    mega....super Seite.....da ich mir immer wieder mal meine Schuhe - allerdings sehr aufwendig über den Leisten - selbstgemacht habe, kommt mir dein Hinweis gerade recht.....Hammer......d a n k e..!! :thumbup::) .....und schon gekauft......!!!!

    Einmal editiert, zuletzt von tiptarp (11. Juli 2021 um 13:04)

  • Respekt! Ich habe gerade wieder ein paar einfache Dinge am der Nähmaschine verbrochen, man glaubt gar nicht, was man alles versauen kann - und hier werden Schuhe selbst genäht! 8|:thumbup:

    Dann brauchst du freundliche Unterstützung oder eine gut funktionierende Nähmaschine. Ist alles machbar, kann man lernen!

    Ich hab gerade gesehen, du kommst aus Berlin, setzt dich einfach in so ein Nähcafe, da bekommst du super Hilfe für den Anfang.

  • Habe ich auch schon probiert, ich sollte dort allerdings erstmal Babystrampler nähen, was aber gerade nicht mein Hauptanliegen war ||:D

    Ich dachte, da gibt es so offene Nähzeiten, wo man seine eigenen Sachen mitbringt und ein bisschen betreut wird… vielleicht im falschen Kiez? Bei Babystramplern hätte ich Kiezmäßig Vorurteile und Vermutungen 😁.

  • Mein Kiez ist die pommersche Provinz. Da ernten mittelalte, mitteldicke Herren an Nähmaschinen völlig irritierte Blicke, irgendwas zwischen fassungslos und mitleidig.

    Aber Nähcafes gibt es da? Ich dachte, das ist so ein Großstadthipsterding…🤔… hier zu Beispiel in der altmärkischen Provinz gibt es nur VHS-Kurse, da hätte ich auch Zweifel ob das hilft.

    • Offizieller Beitrag

    Der Hackerspace im Wedding hat eine große Brother, eine Overlock- und eine Stickmaschine. Einführung gibt es, danach kommt es drauf an, wer gerade im Space ist und dir Tipps geben kann.

  • War seit langem mal wieder mit etwas mehr Schuh unterwegs, den Altras King Mt2.

    Zwar auch zero drop, aber etwas mehr Sohle und Dämpfung. Auf dem harten Geröll und Karst des HRP schon angenehm muss ich zugeben. Bei langen Lauftagen mit wenig Pausen auf solchen Untergrund, die bei mir eher die Regel sind, fühlen sich die Füße am Ende des Tages nicht so fertig an.

    Auch die toebox gefällt mir sehr gut und der klett strap lässt sich für kürzere Abstiege mal eben anknallen, ohne extra fester schnüren zu müssen.

    In Verbindung mit kurzen gaiters gegen Dreck eine super Kombi.

    Auch das Gewicht unter 600g/paar ist eine Wohltat.

    Etwas dubios sind die Löcher in der Sohle. Keine Ahnung, ob das bekochen soll, aber selbst bei Marsch und Pfützen, so es noch nicht über das Obermaterial eindringt, drückt es die Nässe von unten rein. Wenn es sonst nicht wirklich nass ist, trocknet es auch schnell wieder - und wenn es eh überall nass ist, kommt es eh bald über das Obermaterial rein, aber es nervt trotzdem und einen Vorteil sehe ich darin nicht. Das Obermaterial ist sehr atmungsaktiv, da braucht es keine Sohlenlöcher und eine Drainage oder self bailing shoes werden es ja wohl nicht sein.

    Haltbarkeit ist allerdings übel.

    Drei Wochen und die nagelneuen Schuhe sind durch!

    ...Na gut, 800km, 50.000 Höhenmeter und wie geschrieben äußerst schuhfeindlicher Untergrund klingen schon anders, aber trotzdem eher kurz.

    Ich bin's ja gewohnt, dass das Profil nach einer längeren Tour ziemlich runter ist, meine merrells waren nach dem kom emine auch ziemlich blank. Aber zumindest für nicht weiter anspruchsvolle Wochenend Touren sind die meisten Schuhe dann noch brauchbar und kann kann die neuen wieder für längere Touren schonen.

    Aber die Altras sind geradezu die Definition von 'durch'! Und da ging schon nach weniger als der Hälfte los.

    Ich hatte ernsthafte Bedenken, ob sie die Tour durchhalten - und ehrlich gesagt hätte man sie eigentlich vernünftigerweise bereits unterwegs austauschen müssen.


    Ein paar als Notlösung last Minute gekaufte 30€ Decathlon Einsteigermodell 'für Wanderungen unter 10km' das nebenher gelaufen ist sieht noch deutlich! besser aus!

    Ich werde noch mal die lone peak testen, ob die haltbarer sind.

    5 Mal editiert, zuletzt von hangloose (9. August 2021 um 18:23)

  • Ich werde noch mal die lone peak testen, ob die haltbarer sind.

    Ich bin optimistisch, dass sie das sind. Ich habe auf drei Paaren Lone Peaks (4) ca. jeweils 1000km gelaufen und keines der Paare sah auch nur ansatzweise so verheizt aus. Aber natürlich kommt es stark auf das Gelände an. Die sich lösende Zehenkappe ist auch bei den Lone Peaks ein Problem gewesen. Beim Lone Peak 5 ist die Kappe aber jetzt vernäht. Ich habe letzte Woche einen Wanderer getroffen, der den 5ern auch was das Profil betrifft nochmal eine bessere Haltbarkeit attestierte als den Vorgängern.

  • Was die Sohle angeht hängt das natürlich vom Untergrund ab, klar.

    Allerdings war da auch schon nach zwei Wochen nicht mehr viel übrig, die Zwischensohle kann bereits zum Vorschein und der Grip war alles andere als 'Mega'...:thumbdown:


    Ein kurzer Abgleich mit dem Vibram Megagrip Marketing Geschwafel klingt da wie Hohn:

    https://eu.vibram.com/en/technology/megagrip/

    "Extremely durable, it is the perfect solution to face long distances, new adventures and your favourite outdoor activities – from trekking to hiking[...]"

    Derartiger Untergrund (warum auch immer andernorts von Asphalt fabuliert wird) und Distanzen bleiben auch bei innov8, merrell oder vivo nicht völlig ohne Folgen, aber bei weitem nicht so.

    Und - das Obermaterial hat auch ohne Geländekontakt zu ähnlicher Zeit bereits angefangen, sich in Luft aufzulösen - auch das habe ich bei den anderen genannten Herstellern, die ähnlich leichte, luftige Modelle produzieren so noch nicht erlebt.

    Da kann ich über die abschweifende, Ausflüchte suchende Fanboy-Diskussion der weekend warrior im UL Forum nur den Kopf schütteln.:rolleyes:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!