Welcher Underquilt

  • Hallo zusammen,


    hier nochmal ne komplette Anfängerfrage mangels Erfahrung:


    Die Isolierung der Wahl ist ja der Unterquilt. Wenn ich jetztmeinen nehme, der bis auf 0 Grad runtergeht und ich will den selben Quilt dann auch im Sommer nutzen (zum Beiespiel weil ich eine Wanderung über Monate machen will) und dann ist es irgendwann mal nachts 20 Grad warm, sterbe ich dann vor Hitze in der Hängematte?


    Ich will ja auch noch ein komplettes Setup kaufen und will mir gerne dumme und teuere Fehler ersparen :/



    Vielen Dank schonmal im Voraus für eure Hilfe und Geduld

  • Nein, Du stirbst nicht am Hitzetod.


    Falls (ich betone: falls!) es Dir mal zu warm von unten werden würde, könntest Du den UQ etwas lockerer unter die Hängematte hängen und der dabei entstehende Luftspalt würde die Hitze von Dir nehmen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Ich verwende von -5° aufwärts praktisch immer dass gleiche Setup - Wärmeregulierung ist eigentlich nie ein Problem, bis es so warm ist, dass ich mich sowieso auch nachts wie in der Wüste zur besten Mittagshitze fühle... Einen Underquilt mit Kühlfunktion hat bisher meines Wissens noch keiner gezeigt ;) .

  • Ich verwende von -5° aufwärts praktisch immer dass gleiche Setup

    What he said!


    Von -5° bis 20° Nachttemperatur funktioniert mein Wooki 20F ohne das ich schwitze oder friere. Da muss ich auch nichts modifizieren. Wenn's mal wirklich zu warm wird (tropische Nächte), schiebt man den Underquilt einfach zur Seite.

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...


    Hesmon

  • Ich muss sagen, dass ich da schon etwas differenzierter vorgehe, was vielleicht daran liegt, dass ich eine Querhängematte nutze. Wenn es kälter als +5 Grad wird, nehme auch ich immer das gleiche Setup, bestehend aus sehr warmer Isomatte (XTherm) und einem Daunenschlafsack mit 750g Füllung. Wenn es im Frühling und Herbst wärmer bleibt als +5 Grad, verwende ich eine dünnere Isomatte und auch einen dünneren Schlafsack mit nur noch 300g Daune. Und im Sommer reicht mir ein Quilt, der nochmal leichter ist und es mir ermöglicht, mich aufzudecken.

    Das soll jetzt aber nicht heißen, dass du mit einem im Sommer vielleicht zu warmen Setup falsch liegen musst. Wichtig ist, dass du bei kalten Verhältnissen warm eingepackt bist.

  • Ich suche mir auch die quilts nach den zu erwarteten Temperaturen aus. Dabei geht es um das Packmass und benötigte Wärmeleistung. Warum mehr mitschleppen, als man braucht? Man kann sicherlich wie oben beschrieben „venten“ und bei UQs ist es mit dem Rating auch nicht so kritisch wie mit dem TQ, doch ich würde auf jeden Fall ein Kalt - und Warmwetter setup enpfehlen.

  • Na ja, warm wird es hier natürlich auch und allein wegen Packmass und um nicht venten zu müssen, möchte ich im Sommer auf das richtige setup zurückgreifen können. Daher würde ich es in Deutschland wohl auch so machen. Zwinged nötig ist ein leichter UQ im Sommer sicherlich nicht.

  • Vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten schonmal :)


    Kurz als Erklärung, ich möchte gerne die Via Dinarica wandern und gehe davon aus, dass ich vor allem durch die Höhe einiges an Temperaturschwankungen haben werde, will aber auch nicht extrem viel Gewicht tragen, weshalb ich möglichst nah an die eierlegende Wollmilchsau heran will


    Was macht man denn dann, wenn einem in der Hängematte doch mal zu kalt sein sollte?

  • Ein Underquilt ist erfahrungsgemäß eher selten zu warm. Es ist eher eine Frage des unnötigen Gewichts und des Geldes (für mehr als einen Underquilt). Allerdings ist der Gewichtsunterschied zwischen einem 20er und 0er (Fahrenheit) Underquilt auch nicht so extrem groß. Ich trage lieber 100 g mehr Isolierung mit, und friere dafür nicht, wenn das Thermometer unverhofft doch mal 10°C tiefer fällt. Aber das ist sicherlich eine Frage der individuellen Prioritäten.

    Was macht man denn dann, wenn einem in der Hängematte doch mal zu kalt sein sollte?

    Ich ziehe mir alles an, was ich noch dabei habe, und lege mir mein Sit Pad unter den Rücken. Früher hatte ich noch eine 1 L Nalgene-Flasche dabei, die ich mit kochendem Wasser füllen konnte, in einen Socken stopfen und zwischen Oberschenkel und Po legen konnte (so nah wie möglich an die große Beinschlagader). Das hat gut geholfen. Mittlerweile habe ich aber die Nalgene gegen mehr Daune eingetauscht ;)

  • Was macht man denn dann, wenn einem in der Hängematte doch mal zu kalt sein sollte?

    Frieren.......🥶😂


    Moin,

    natürlich nicht.....

    Als erstes würde ich überprüfen ob alles optimal eingestellt ist. Entweicht vielleicht irgendwo angewärmte Luft?! Oder wird die Isolierung unter mir zusammen gepresst (kommt oft vor)?!

    Ist es sehr windig würde ich versuchen den UQ irgendwie Winddichter zubekommen sollte ich keinen winddichten UQP dabei haben. Das macht manchmal einiges aus!

    Dann vielleicht prüfen: was kann ich von meiner sonstigen Ausrüstung zum aufpeppen gebrauchen.

    Da ich in der Regel auch fast immer ein Sitzpad aus Wolle mit dabei habe, würde ich mir das auch zusätzlich mit in die Hängematte nehmen wie TreeGirl und all meine Wäsche anziehen.

    Ich habe aber schon sehr lange auf Touren draußen nicht mehr gefroren. Da ich immer das an Ausrüstung mitnehme, dass für die zu erwartende Tiefsttemperatur am besten geeignet ist!

    Plus eine kleine Reserve.

    Da ich nicht der UL Fraktion angehöre trage oder ziehe ich lieber ein paar 100g mehr an Füllung, weiß aber, ich werde nicht frieren!

    Für mich gibt es draußen nicht viele Dinge die schlimmer sind als eine verfrorene Nacht.

    Man kann auch UL und Warm.....aber dann wird es leider oft teurer.

    Teste dein Setup ein paar mal bevor du los ziehst. So lernst du die Grenzen deiner Ausrüstung kennen und machst dich mit ihr vertraut.

    Ich kann jedes meiner Schlaf- Setups im Stockdunkeln ohne Lampe aufbauen. Damit möchte ich erreichen dass mich niemand entdeckt wenn nötig. Z. B. in unsicheren Gegenden oder wenn man Abends mal einfach nicht mehr kann/will und man irgendwo beim Bauer im Wald sein Lager für eine Nacht aufschlägt.

    Gruß von der Ostsee

  • Vielen Dank für den Tipp.

    Vor allem der Hinweis über das klassische Problem "Mein Körper, meine Ausrüstung und ich" ist immer wieder hilfreich und den vergisst man sehr schnell. Bevor es losgeht werde ich auf jeden Fall noch einige Wanderungen machen, damit ich da mit mir und meiner Ausrüstung im reinen bin und werde mir noch einige Tipps holen :D

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