Hängematte vs. Tentsile, Trekking und mehr

  • Hallo Gemeinde,


    ich bin neu hier. Vielleicht kurz zu mir. 43 Jahre, sportlich, ehrgeizig, verrückt. Fahre bei MTB-Wettkämpfen mit (24 Stunden Rennen, CC etc.), radle am Tag schon mal 380km mit dem Trekkingrad und Gepäck und absolvierte auch viele Male den Stoneman Miriquidi an je einem Tag. Ich nenne mehrere Tentsile-Zelte mein Eigen, im entferntesten Sinne sind es ja auch Hängematten. Damit machte ich gute Erfahrungen, allerdings sucht man manchmal eine Weile, bis man drei Bäume gefunden hat, die etwa im gleichseitigen Dreieck zueinander stehen. Daher kommt bei meinen Reisen zur Ostsee aus dem Erzgebirge oft ein Gepäck von über 20kg zusammen. Letzte Woche radelte ich am ersten Tag 380km, am zweiten die restlichen 100 bis Stralsund. Ich übernachtete in meinem Tentsile Una. Mir ist klar, dass es eine Grauzone ist. Zelten im Wald ist verboten, biwakieren oder in der Hängematte aber erlaubt. Ich hinterlasse meinen Schlafplatz stets sauber und ohne Schäden. Mitunter ist es recht ruhig, manchmal schreckt aber auch ein Rehbock. Ist man das nicht gewohnt, kann das schnell gruselig sein. ;)

    Kurzum, ich radle gern. Jetzt möchte ich aber auch mal mit dem Rennrad bis zur Ostsee fahren, an einem Tag, um die 500km. Angekommen, würde ich mich gern in einen Hängematte schmeißen und etwas schlafen. Ich verwende zurzeit folgende Ausrüstung:


    Schlafsack Trek Night Outdoorer (hier fror ich aber schon bei 10 Grad, wahrscheinlich weil der Körper nach solchen Distanzen auch mehr auskühlt), 900g

    Schlafsack Deuter Exosphere 0 Grad, 1000g

    Einfache Isomatte 200g

    Klymit/Tentsile Skypad Isomatte zum Aufblasen (R-Wert über 4), 500g

    Tentsile Una Baumzelt Gen. 3 knappe 2kg, Gen. 2 etwa 2,8kg

    Tentsile Flite + Gen. 2 für 2 Personen 3,3kg

    Tentsile Stingray Generation 2, 10kg


    Mit dem Deuter habe ich gute Erfahrungen gesammelt. Im Zelt, wenn vom Baum große Tropfen auf das Zeltdach fallen, spritzen innen die Kondenstropfen auch auf den Schlafsack, zudem stößt man auch an die Außenhaut an. Trotz dass der dann feucht/nass ist, hält er warm. Das funktioniert sicher mit einem Daunenschlafsack nicht. Das Stingray ist sicher nicht für das Trekking gedacht, aber das Flite. Ich radle in den Sommerferien mit meinem Kind an die Ostsee, natürlich nicht in zwei Tagen. Da nehmen wir das Flite mit.


    Zu meinen Fragen. ich verfolge die Themen schon eine Weile, las viel über Hängematten und 5-fache Sicherheit bei den Befestigungen. Beim Tentsile sind die Gurte auch nur sehr dünn, halten aber sicherlich. Gerade beim Una Gen3 müssen 120kg gehalten werden, obwohl je weniger die Gurte durchhängen ja umso mehr Kraft ausgeübt wird, die sind ja regelrecht mit Ratsche gespannt. Dafür aber eben an drei Punkten. Das Stingray hält sogar 400kg aus, das Flite+ 250.


    Grundlegend hätte ich für die geplante Tour ohne Stopp erst einmal eine Hängematte. Nun las ich auch, dass die verschiedenen Polyesterarten verschieden durchhängen/flexibel sind. Das Tentsile hat 20D Polyester, doppelseitig, dass zwischendrin noch eine Isomatte passt. Die von mir ins Auge gefasste Hängematte Zen Ultralight von Bushman hat 15D, ist sehr licht. Damit käme ich schon zurecht, denke ich. Im Una hängt man auch bisschen durch, im Flite kaum, da ich dort die Gurte mehr verzurre, beim Una nehme ich die Ratsche nicht mit.


    Kann man sich in einer Hängematte ebenfalls seitlich legen wie im Baumzelt? Gibt es eine Alternative, eine Hängematte mit Moskitonetz? Ein Tarp würde ich mir auch anschaffen, auch wenn ich bei der Reise sicher ohne unterwegs sein werde, ich wollte mich nur paar Stunden in die Hängematte zum Ausruhen legen oder den Strand dafür nutzen. Benötige ich bei einer Hängematte noch andere Seile/Gurte? Ich wiege 72kg, bei der Bushman sind 2 3m Seile dabei. Und hängt man da sehr durch oder kann man das Ganze straff spannen? Hat hier jemand den Vergleich vom Tentsile zur Hängematte?


    Vielleicht gibt es ja ein Set, Hängematte, Moskitonetz und Tarp? In Summe sollte es nicht viel mehr als 1kg wiegen, sonst könnte ich auch mein Una Baumzelt verwenden. Für den einen besagten "Ritt" reicht mir aber erst einmal eine leichte Hängematte aus.


    Ich danke euch.


    Sportliche Grüße


    Olaf

  • Moin Olaf,


    direkt vorneweg - deine Körpergröße, Budget sowie Ausruhzeiten (Länge und Tageszeit) sind für die Beantwortung deiner Fragen von Relevanz.


    Wenn du tagsüber in der Sonne powernapen oder ein Verdauungsschläfen einlegen möchtest brauchst du keine Isolation/ Top-Quilt (Schlafsack ohne Unterseite = Decke) oder Underquilt (Schlafsack ohne Oberseite welcher unter deiner Hängematte hängt).

    Alsbald es aber unter 25/20°C (ohne Sonne und je nach persönlichem Empfinden) sind kann es in der Hängematte liegend schon mal kalt werden von unten.

    Zu meinen Fragen. ich verfolge die Themen schon eine Weile, las viel über Hängematten und 5-fache Sicherheit bei den Befestigungen. Beim Tentsile sind die Gurte auch nur sehr dünn, halten aber sicherlich. Gerade beim Una Gen3 müssen 120kg gehalten werden, obwohl je weniger die Gurte durchhängen ja umso mehr Kraft ausgeübt wird, die sind ja regelrecht mit Ratsche gespannt. Dafür aber eben an drei Punkten. Das Stingray hält sogar 400kg aus, das Flite+ 250.

    Ich verweise gerne auf die Rope Rigging Academy, welche die auftretende Kräfte gut erklärt.

    Zen Ultralight von Bushman hat 15D

    "Die Hängematte ULTRALIGHT ZEN ist der leichteste 3m x 1.45m Hängematte auf dem Markt. Sie Wiegt nur 150g – so viel wie ein Päckchen Chips!!!" 69,99€


    -> Wenn du die Hängemattenlänge 3m durch den Faktor 1,9 dividierst erhälst du 1,58m als ideale Körpergröße für die Hängematte. Umgekehrt deine Körpergröße mit dem Faktor 1,9 multiplizert ergibt die Hängemattenlänge welche du für einen komfortablen Schlaf begrüßen wirst. Oder UL heißt oftmals einfach nur wenig.


    Kann man sich in einer Hängematte ebenfalls seitlich legen wie im Baumzelt

    Anders, aber man kann auf der Seite schlafen, ja.

    Gibt es eine Alternative, eine Hängematte mit Moskitonetz?

    Mosquitonetz à la Fronkey-Style würde dir denke ich am besten aufs Bike passen. Kannst du immer optional mitnehmen oder Zuhause lassen. Spart Gewicht und Volumen.

    Ein Tarp würde ich mir auch anschaffen, auch wenn ich bei der Reise sicher ohne unterwegs sein werde, ich wollte mich nur paar Stunden in die Hängematte zum Ausruhen legen oder den Strand dafür nutzen. Benötige ich bei einer Hängematte noch andere Seile/Gurte? Ich wiege 72kg, bei der Bushman sind 2 3m Seile dabei.

    In diesem Thread kannst du nachlesen was du an Seilen & Gurten benötigst und tatsächlich auch verwendet wird.

    Und hängt man da sehr durch oder kann man das Ganze straff spannen? Hat hier jemand den Vergleich vom Tentsile zur Hängematte?

    Eine Hängematte wird signifikant anders gespannt als dein Tentsile. Bezüglich der Kräfte schau dir das Video der Rope Rigging Academy an.

  • Hallo Royalhang,


    danke für die Infos. 1,74m groß, 72kg schwer. Im Normalfall schlafe ich nachts im Wald, von 23 Uhr bis 5 Uhr wenn es gut läuft und nicht gerade ein Rehbock schreit. Durch meine lange Fahrt letztens fror ich mit dem Outdoorerschlafsack, obwohl die Isomatte von Tentsile mit gutem R-Wert (sonst wird es tatsächlich kalt von unten) unterlag. Ich rollte mich wie ein Embryo zusammen. Mit dem neuen Schlafsack ist das bei 10 Grad okay.


    Das Budget.. Bei Dingen auf die ich mich verlassen muss, gebe ich gern etwas mehr aus. Die Tentsile sind ja auch nicht so günstig. Mein Trekkingrad war beispielsweise reduziert auf 200 Euro und hat nun 17000km runter, sehr haltbar, dafür etwas schwerer. Wenn es etwas Gutes günstig gibt, kaufe ich das, ansonsten suche ich nach einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Es soll nicht billig aber auch nicht horrend teuer sein.


    Gut, dann ist die Hängematte eher ungeeignet. Ich suche mal weiter..


    Das mit den Kräften hatte ich schon mal auf dem Schirm, suchte nämlich ein Seil, was ich ebenfalls 180 Grad spannen kann und wollte vorher die Zugkraft berechnen. Es ist Wahnsinn, wie die Kurve steigt, das Video bekräftigt das noch einmal..

    Ich danke dir. Eventuell suche ich aber auch erst einmal auf dem deutschen Markt, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer kommen ja bei Bestellungen aus Amerika noch obendrauf (bei höheren Beträgen).


    Für meinen Ritt jetzt reicht erst einmal eine normale Hängematte die leicht ist, vielleicht gibt es aber auch gleich eine, wo ich eine Isomatte mit einlegen kann, vorzugsweise die Tentsile Skypad-Matte, die habe ich schon.

  • Mein Trekkingrad war beispielsweise reduziert auf 200 Euro

    Mit welchem 200 Euro Trekking Rad fährst du von 5.30 bis 22.30 Uhr 380km und dann auch noch mit über 20 Kg Gepäck?

    Da müsstest du ja ohne Pause 22 km/h fahren - bist du professioneller Radfahrer?

    Ich danke dir. Eventuell suche ich aber auch erst einmal auf dem deutschen Markt, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer kommen ja bei Bestellungen aus Amerika noch obendrauf (bei höheren Beträgen).

    Der Shop von TreeGirl aka Hammockfairy hat mehrere amerikanische Modelle von Warbonnet und Dutch auf Lager.


    In Deutschland gibt es noch den Shop von Cross Hammock Link zum Shop, welcher 90 Grad Hängematten vertreibt. In diesen kannst du auf jeden Fall auf der Seite schlafen und deine Skypad Isomatte könnte dort auch gut passen. (Das Pendant aus der Schweiz heißt Hammocktent)

  • Mit einem Curtis (Mifa) Trekkingrad, gekauft bei Aldi.
    Korrekt, ich war 16 Stunden auf dem Rad unterwegs. Hab mal ein Bild angehängt, auch eins vom meinem Tentsile ohne Plane. Nein, ich radle nur so als Spaß, bin gern unterwegs, nehme nur manchmal an Wettkämpfen teil.


    Am Tag darauf war ich schon nach 100km in Stralsund.


    Ich werde mich an das Thema heran tasten, die Quer-Hängematte sieht schon interessant aus, da liegt man tatsächlich sehr flach und man benötigt nur 2 Bäume. :)

  • Wenn du die Hängemattenlänge 3m durch den Faktor 1,9 dividierst erhälst du 1,58m als ideale Körpergröße für die Hängematte. Umgekehrt deine Körpergröße mit dem Faktor 1,9 multiplizert ergibt die Hängemattenlänge welche du für einen komfortablen Schlaf begrüßen wirst.

    Das mit dem Faktor 1,9 ist eine These von Waldläufer70, die von anderen Hängern durchaus kritisch gesehen wird. Ich halte nichts davon, sie in dieser Absolutheit zu propagieren. Vielmehr spielen auch andere Faktoren wie Hängewinkel und Stoffdehnung eine wichtige Rolle.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Das mit dem Faktor 1,9 ist eine These von Waldläufer70, die von anderen Hängern durchaus kritisch gesehen wird. Ich halte nichts davon, sie in dieser Absolutheit zu propagieren. Vielmehr spielen auch andere Faktoren wie Hängewinkel und Stoffdehnung eine wichtige Rolle.

    Ich kann diese These aus eigenen Versuchen bestätigen... Ab dem Faktor 1,9 wurden die Hängematten zwar länger aber nicht mehr unbedingt bequemer. Die Breite war stets 150-165cm. Was siehst du daran kritisch, als Grundlage den Faktor 1,9 zu verwenden?

  • Ich schlafe wunderbar bequem in meiner Hängematte mit dem Faktor 1,64. Ist schon ziemlich weit von 1,9 entfernt, oder?

    Das schließt dieser Faktor nicht aus.


    Es wird für dich bis Körpergröße x Faktor 1,9 einen Zugewinn an Platz geben welcher danach nicht mehr unbedingt bemerkbar/ nötig ist. Ob du den Komfort & Platz brauchst, wertschätzt oder als überflüssig erachtest kann der Faktor nicht miteinbeziehen.


    Eine längere Hängematte bringt eine höher hängende, vom Kopf weiter entfernte Ridgeline mit sich welche z.B. unter einem Moskitonetz mehr Headspace liefert und gerade für Einsteiger (für die der Faktor als Anhaltspunkt ja irgendwo dient) weniger irritierend ist.


    Mit dem Faktor 1,9 ist der Sweetspot, um komfortabel in der Diagonale liegen zu können, viel einfacher für Beginner aufzuhängen weil der "Rahmen" oder in diesem Fall die Hängematte einfach größer ist.

    Betrachtet man die Hängematte von oben mit einem diagonal liegenden Nutzer so handelt es sich um eine Ellipse. Versucht man nun diese Ellipse in ihrer Breite zu weiten = diagonal zu liegen so hat man weniger Zug/ Spannung an den Außenrändern je länger die Hängematte ist. Deshalb sind "extrabreite"/ "double" [3m (10ft) x 2m] Hängematten in ihrer Breite nicht nutzbar. Der Berechnung der Breite durch Teilung der Hängemattenlänge durch den Faktor 2 würde ich so auch nicht stehen lassen.


    Körpergröße x Faktor 1,9 = Hängemattenlänge => Hängemattenlänge / 2 = Hängemattenbreite


    Ich möchte anmerken, dass alles über 1.50m zum schlafen nicht verkehrt ist und alles über 1.60m Breite bei meiner Körpergröße von 1.80m nicht benötigter Luxus war. Laut Berechnung würde aber 1.71cm benötigte Breite herauskommen. Diesen Faktor würde ich auf 2.1 abändern. (= 162,85cm Breite)

    Ich schlafe in meiner 331x150 cm Hängematte wunderbar wenn ich Sie korrekt Aufhänge...

    In der 4cm kürzeren Hängematte (327x150cm) wird es mir schon immer etwas ungemütlicher.

    Selbes gilt für die 329x160cm Hängematte welche einfach weniger Platz bietet als

    meine 341x160 Hängematte. Keinen Zugewinn an Komfort erhalte ich dann in

    meiner 349x160, 355x160cm, 361x160cm, 366cmx160 oder 388x160cm Hängematte.


    Schlafen kann ich dennoch in allen. Und das auch noch gut. Und dennoch ist meine 341x160cm Hängematte mein Liebling.


    Ich habe eine 160cmx220cm Matratze (H4). Das wäre für mich adäquat den Faktor 1,9 in der Hängematte repräsentierend.

    180cm war mir zu groß, 140cm zu klein. Das heißt aber nicht, dass man nicht bequem und super auch auf einer 90cm breiten Matratze schlafen kann. Überlänge müsste auch nicht sein.


    Für mich dient der Faktor 1,9 zur Berechnung der maximal benötigten, sinnvollen Länge.

  • Es wird für dich bis Körpergröße x Faktor 1,9 einen Zugewinn an Platz geben welcher danach nicht mehr unbedingt bemerkbar/ nötig ist. Ob du den Komfort & Platz brauchst, wertschätzt oder als überflüssig erachtest kann der Faktor nicht miteinbeziehen.

    Eben nicht. Ich schlafe in einer (bestimmten) 10-Fuß-Hängematte bequem. Die 11-Fuß-Hängematte ist vielleicht etwas bequemer. Bei einer 12-Fuß-Hängematte kann ich schon keinen Komfortzugewinn mehr entdecken. Müsste ich aber, wenn die Faktor-1,9-These stimmen würde.


    Wie schon weiter oben geschrieben nützt der Faktor 1,9 dem Einsteiger gar nichts, wenn er den falschen Hängewinkel, die falsche Breite oder den falschen Stoff wählt. Einem Eisteiger zum Faktor 1,9 zu raten und die anderen Kriterien zu verschweigen halte ich sogar für schädlich.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Eben nicht. Ich schlafe in einer (bestimmten) 10-Fuß-Hängematte bequem. Die 11-Fuß-Hängematte ist vielleicht etwas bequemer. Bei einer 12-Fuß-Hängematte kann ich schon keinen Komfortzugewinn mehr entdecken. Müsste ich aber, wenn die Faktor-1,9-These stimmen würde.


    Wie schon weiter oben geschrieben nützt der Faktor 1,9 dem Einsteiger gar nichts, wenn er den falschen Hängewinkel, die falsche Breite oder den falschen Stoff wählt. Einem Eisteiger zum Faktor 1,9 zu raten und die anderen Kriterien zu verschweigen halte ich sogar für schädlich.

    Was für eine bestimmte ist das denn? Und was genau ist deine Körpergröße?

    Falsch aufgehängt kann man lernen. Die Breite habe ich angesprochen und den Stoff kann man nur Probeliegen - aber selbst da lässt sich mit einer richtig eingestellten Ridgeline welche die Dehnung des Stoffes einkalkuliert viel reißen wenn es sein muss.


    Schädlich? - Jetzt lassen wir mal die Kirche im Dorf :D. Wem oder was wird hier Schaden zugefügt?

  • Das mit dem Faktor 1,9 ist eine These von Waldläufer70, die von anderen Hängern durchaus kritisch gesehen wird. Ich halte nichts davon, sie in dieser Absolutheit zu propagieren. Vielmehr spielen auch andere Faktoren wie Hängewinkel und Stoffdehnung eine wichtige Rolle.

    Ich habe diesen Faktor dem Faden zu den Grössenangaben von Hängematten zugrunde gelegt und habe ihn dort verwendet, um mich spielerisch an sinnvolle Grössenangaben von Hängematten heranzutasten. Seltsamerweise wird dieser Faden immer wieder als "Regel" für den Hängemattenkauf verwendet und die relativierenden Aussagen des Fadens werden oft konsequent überlesen. ;) – Als These für die korrekte Hängemattenlänge habe ich den Faden nie verstanden.

  • Ich schlafe in einer (bestimmten) 10-Fuß-Hängematte bequem. Die 11-Fuß-Hängematte ist vielleicht etwas bequemer.

    Um ehrlich zu sein kann ich das auch nicht ganz nachvollziehen. Ich habe ja eine Traveler in 10 Fuß und eine in 11 Fuß und finde die 11 Fuß, trotz meiner Größe, deulich bequemer. Nun ist die Blackbird vielleicht nicht ganz mit der Traveler vergeichbar, weil sie die Fußbox hat, aber trotzdem kann ich mir nur ganz schlecht vorstellen, dass bei deiner Größe die 11 Fuß nicht doch deutlich bequemer ist.

  • Was für eine bestimmte ist das denn? Und was genau ist deine Körpergröße?

    Falsch aufgehängt kann man lernen. Die Breite habe ich angesprochen und den Stoff kann man nur Probeliegen - aber selbst da lässt sich mit einer richtig eingestellten Ridgeline welche die Dehnung des Stoffes einkalkuliert viel reißen wenn es sein muss.


    Schädlich? - Jetzt lassen wir mal die Kirche im Dorf :D. Wem oder was wird hier Schaden zugefügt?

    Die bestimmte ist aus Argon 1.6. Andere 10-Fuß-Hängematten finde ich deutlich unbequemer.

    Körpergröße etwa 184 cm.


    Das möchte ich sehen, wie Du TreeGirl durch richtiges Einstellen der Ridgeline eine Hängematte aus stark dehnbarem Stoff schmackhaft machen kannst! :)


    Schädlich durch Vorspiegeln von falscher Sicherheit. Der Neuling könnte denken: Ich muß mir nur eine Hängematte der Länge 1,9 x Körperlänge kaufen und schon habe ich die für mich bequeme Hängematte gefunden.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Moin OKL,

    moin zusammen,


    und wider ein Bikepacker hier im Hängemattenumfeld - cool!!

    ...


    Kurzum, ich radle gern. Jetzt möchte ich aber auch mal mit dem Rennrad bis zur Ostsee fahren, an einem Tag, um die 500km. Angekommen, würde ich mich gern in einen Hängematte schmeißen und etwas schlafen. Ich verwende zurzeit folgende Ausrüstung:


    ...

    erster Pluspunkt den ich für Dich sehe, Du hast schon gut was an Erfahrung. Was ich aber bei Deiner Profilanforderung sehe ist ein Mischding zwischen Brevet/ Langstreckenfahrten in sportlich, Bikepacking oder Radreisen.


    Mischding, weil sich damit auch die Anforderungen unterscheiden. Die eine, ich sage mal extreme Seite kommt mit einer Iosmatte in gut nebst Schlafsack und einer Wanderhütte oder gar Bushaltestelle aus, die andere Seite will aber auch in der Natur baden. Ich fahre auch gerne durch die Gegend und bin so auch zur Hängematte gekommen.


    Leider ist das Thema nicht ganz so einfach, wie man ja auch hier so sieht. Die richtige Größe, Material oder komplette Zusammenstellung an der Ausrüstung ist schon sehr individuell und man kann quasi nie sagen, was für den einen (unter gleicher Vorgabe) funktioniert, ginge auch für Dich.


    Hier hilft quasi nur, sich schlau machen, Quellen finden was bekomm ich wo und dann testen, testen, testen. Letztes natürlich nur in dem Rahmen der einem sinnvoll erscheint. Passaroundaktionen hier im Forum finde ich da zB. eine klasse Idee und wer die Möglichkeit hat, der wird sich mit Sicherheit auch auf dem einen oder anderen Meeting BRD- oder regional weit Inspirationen holen können.

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