Zugegeben: die beste Jahreszeit für Kajaktouren liegt nicht gerade im November. Es sei denn, man sucht nach etwas, was einem die Sommermonate, gerade in diesem Jahr nicht bieten konnten, nämlich Einsamkeit und absolute Ruhe. Von diesem Gedanken inspiriert sind Moch und ich Mitte dieser Woche zu einem See in der Nähe der Hängematteninsel aufgebrochen, um eine um uns eine Auszeit zu nehmen.
Als wir in See stechen konnten, war es allerdings schon dunkel.
Eine halbe Paddelstunde späterhin wir an unserem Ziel angekommen und wiederum eine weitere Stunde später summte der Ofen, den wir allerdings nur an diesem ersten Abend zu solcher Hitzeleistung stimulieren konnten.
So stellte sich unser Platz am nächsten Morgen vom Wasser her dar, links Moch in seiner Warbonnet, während ich in der Cross Hammock ja gerne halb überm Wasser hänge.
Es stellte sich bald heraus, dass die Hausboote den Wald im Sommer ziemlich leergesammelt hatten - bis wir diese Eiche fanden, die allerdings an die Sägeleistung eine gewisse Anforderung stellte.
Den Stamm anschließend ofengerecht zu zerkleinern hat Moch übernommen, und man darf raten, ob es wohl gelungen ist, diesen Vorrat in anderthalb Tagen aufzubrauchen.
Über mangelnde Wärme brauchten wir uns jedenfalls nicht mehr zu beklagen - trotz nebelnasser 2 bis 5 Grad Umgebungstemperatur.
Bei gerade mal acht Stunden Tageslicht haben wir die meiste Zeit dann auch im Zelt verbracht.