Testberichte: Lesovik Draka Hängematte - Lesovik Otul Underquilt - Lesovik Heksa Tarp

In einem der letzten großen Datenlecks waren wohl auch Accounts von Foren, in denen einige von euch Mitglied sind, enthalten. Das Hängemattenforum selbst ist nicht betroffen, jedoch solltet ihr gegebenenfalls eure Passwörter ändern und 2-Faktor-Authentfikation einschalten.

Fragen könnt ihr gerne in diesem Thread stellen. Dort findet ihr auch weiterführende Links.

  • Getestet habe ich die Hängematte und das Underquilt. Für die Tarp ist meine Terrasse leider zu klein.

    Auf den ersten Eindruck hat mir die Hängematte recht gut gefallen. Die Dehnung des Stoffes ist deutlich größer als bei meiner XLC ( 70d double layer ) aber ich habe das erst mal als recht angenehm empfunden. Es stellte sich aber recht schnell raus das ich irgendwie immer das Fliegennetz im Weg hatte. Erst war die Richline nicht gespannt da die Matte deutlich straffer aufgehangen werden musste als ich erwartet habe, dann wurden die Seiten der Matte durch die Seitenabspannung nicht wirklich aufgespannt. Evtl. wäre es besser geworden wenn ich die Seitenabspannung waagerecht zur Seite geführt, anstatt schräg nach unten, geführt hätte. Aber so war immer irgendwo loser Stoff der genervt hat.

    Das Underquilt scheint einfach zu breit für diese Hängematte zu sein. Wenn die Seiten des Underquilts an die Seitenabspannung der Matte stoßen ist unter der Matte noch ein Sack vom Underquilt der einfach nur rum schlabbert. Bei der Wärme grade kein Problem aber wenn es kälter wird wärmt das bestimmt nicht wirklich. Mit der Abspannung hab ich dann auch nicht weiter rum gespielt, da ist bestimmt noch Optimierungspotential. Insgesamt würde ich aber Sagen das es nicht das richtige Underquilt für diese Matte ist.


    Ohne ihr meinen Eindruck zu schildern gab ich auch meine Frau gebeten die Hängematte zu testen und sie kam auf die gleichen Ergebnisse. Liegegefühl eigentlich recht angenehm aber das Fliegennetz ist nicht richtig gespannt und hängt ständig irgendwo im Weg. Der Raumeindruck in der Matte wirkt irgendwie beegend.


    Wäre das meine erste Hängematte hätte ich mich bestimmt irgendwie damit arrangiert, ging ja auch mit der Frontlinie, aber wenn man sieht wie es besser geht steigen die Ansprüche/Kritkpunkte.....

    Don't Panic

  • Lässt sich das Tarp auf die stopfende Art und Weise komprimieren oder muss es wie andere PU-Tarps gerollt und gefaltet werden, um ein annehmbares Packmaß zu erreichen?

  • ALLE Tarps sind gefaltet und gerollt kleiner als gestopft. Das liegt in der Natur der Sache. Aber Silnylon und Silpoly lassen sich besser stopfen. Ich war im Übrigen der Meinung, dass das Heksa aus Silnylon ist, und nicht wie von Yoggoyo geschrieben PU beschichtet. Ich habe aber kein Heksa mehr da, um das zu überprüfen. Und auf der Lesovik-Webseite steht nichts zur Beschichtung.

  • ALLE Tarps sind gefaltet und gerollt kleiner als gestopft. Das liegt in der Natur der Sache. Aber Silnylon und Silpoly lassen sich besser stopfen.

    Das will ich sehen wie du ein Sil-Poly Tarp kleiner zusammenlegst als in den Packsack stopfst. Theorie und Praxis sind da zwei Paar Schuh, imho, mit der rutschigen Oberfläche...

  • Das will ich sehen wie du ein Sil-Poly Tarp kleiner zusammenlegst als in den Packsack stopfst. Theorie und Praxis sind da zwei Paar Schuh, imho, mit der rutschigen Oberfläche...

    Ich habe zeitweise 30-50 Silnylon und Silpoly Tarps auf Lager, die ich gestopft nicht in 2 Euroboxen lagern könnte. Auch meine eigenen Tarps falte und rolle ich nach der Tour immer um sie platzsparender aufzubewahren. Ich glaube ich habe genug Praxis um zu wissen von was ich schreibe.

  • Ich war im Übrigen der Meinung, dass das Heksa aus Silnylon ist, und nicht wie von Yoggoyo geschrieben PU beschichtet. Ich habe aber kein Heksa mehr da, um das zu überprüfen. Und auf der Lesovik-Webseite steht nichts zur Beschichtung.

    Ich habe eben bei Lesovik angefragt, und das Heksa ist tatsächlich PU beschichtet - damit es möglich ist, die Firstnaht zu versiegeln. Die neue Version wird auf einer Seite mit PU beschichtet sein, um weiterhin eine Abdichtung ab Werk bieten zu können. Die andere Seite wird mit Silikon beschichtet sein.

  • Ich habe eben bei Lesovik angefragt, und das Heksa ist tatsächlich PU beschichtet - damit es möglich ist, die Firstnaht zu versiegeln

    Das ist ja mal eine lustige Begründung. Ein vernünftig verarbeitetes Si-Tarp muss gar nicht versiegelt werden, da der aufquellende Faden den Job übernimmt. Siehe Tarps bzw. Zelte von z.B. Hilleberg. Und falls doch kann man ja ne Tube Silnet dazu legen wie es ebenfalls viele Hersteller tun.

  • Ein vernünftig verarbeitetes Si-Tarp muss gar nicht versiegelt werden, da der aufquellende Faden den Job übernimmt. Siehe Tarps bzw. Zelte von z.B. Hilleberg.

    Mit Hilleberg habe ich keine Erfahrung - deren Zelte waren mir immer zu teuer - aber meine Tarptents mussten alle versiegelt werden. Auch die Tarps von Warbonnet, Dutch, UGQ, JRB usw. müssen selbst versiegelt werden. Von großen Herstellern kenne ich die Tape-Versiegelung, wie sie beim Heksa gemacht wurde. Von selbstversiegelnden Nähten habe ich zwar gelesen, aber noch nie Ausrüstung besessen.

    Und falls doch kann man ja ne Tube Silnet dazu legen wie es ebenfalls viele Hersteller tun.

    Du hast keine Ahnung, wie viele Kunden sich bei mir darüber beschweren. Warbonnet tut genau das, und da bekomme ich zu hören, dass es eigentlich eine Frechheit wäre, dass die Tarps für diesen Preis nicht bereits vom Hersteller versiegelt werden. Es kostet einiges an Zeit, die entsprechenden Nähte abzudichten, und einen tiersicheren, trockenen Platz braucht man auch. Von der Schweinerei ganz zu schweigen. Ich habe 3 Tarptents abgedichtet, und muss demnächst die Tie-Outs an 4 Warbonnet Tarps abdichten -- ich kann nicht sagen, dass ich mich darauf freue. Deshalb fand ich es eigentlich ziemlich gut, dass das Heksa sauber ab Werk versiegelt ist.

  • Deshalb sag ich ja, es ist einfacher und günstiger. Ist ja auch vollkommen in Ordnung bei dem Preis. Die PU Beschichtung als Vorteil zu verkaufen (zumindest liest sich das so) hat mir nur nicht so gefallen.

  • Die PU Beschichtung als Vorteil zu verkaufen (zumindest liest sich das so) hat mir nur nicht so gefallen.

    Wenn der Text so rüber kam, dass ich das als Vorteil verkaufen wollte, dann war das nicht meine Absicht. Es war einfach die Erklärung dafür, warum das Tarp eine PU-Beschichtung hat, und nicht silikonisiert ist. Ich hätte es nicht als PU-Beschichtung identifiziert.

  • Moin,

    Ich besitze noch das alte Hilleberg Tarp 10 XP aus 75d Polyester mit mehrfacher Silikon Beschichtung. Bei dem Tarp musste ich die Firstnaht nicht zusätzlich abdichten. Und es ist jetzt nach über 10 Jahren immer noch 100% dicht👍

    Bei meinem Britisch Army Shelter Sheet z.B. sind Nähte schon von Haus aus zusätzlich mit Silikon abgedichtet.👍👍👍

    Noch nie ist mir bei meinen Tarps aus verschiedenen Materialien und Beschichtungen ein Abrieb der Beschichtung durch stopfen in den Packsack aufgefallen.👍

    Ich kann mir auch nicht vorstellen dass die Beschichtung durch häufiges knicken beschädigt wird. Man müsste den Stoff wohl mehrere tausend mal an der gleichen Stelle knicken bevor er beschädigt wird. Und selbst wenn der Stoff nur 500 Knickungen aushält, sind das wohl für die meisten mehrere Jahre bevor sie das erreichen.

    Ich spreche jetzt allerdings nicht über no Name 08/15 Tarps. Mit solchen Tarps habe ich keine Erfahrung. Es muss natürlich auch nicht unbedingt ein Hilleberg sein. Mit Aqua Quest oder DD Tarps z.B. habe ich durchweg gute Erfahrungen gemacht. Wenn man ein bisschen drauf achtet halten die viele Jahre und sind für die meisten nicht unbezahlbar.

    Gruß wuppitom

  • Wenn der Text so rüber kam, dass ich das als Vorteil verkaufen wollte, dann war das nicht meine Absicht. Es war einfach die Erklärung dafür, warum das Tarp eine PU-Beschichtung hat, und nicht silikonisiert ist. Ich hätte es nicht als PU-Beschichtung identifiziert.

    Das bezog sich nicht auf deinen Text sondern auf die Aussage von Lesovik🙂

  • So, jetzt ist das Test-Set bei mir auch schon wieder verpackt im Karton (und geht heute zur Post), da kann ich auch mal meinen Testbericht schreiben:


    Heksa Tarp:

    Da war ich erstmal überrascht, wie unglaublich klein und leicht das Tarp in seinem Beutelchen daherkommt. Ich kenne ja nur mein 3*3m China-Tarp, das ist locker doppelt so schwer und verpackt deutlich größer. Das Aufbauen war etwas spannend, da gerade beim Aufbau ein heftiger Platzregen anfing, aber es war zum Glück schnell genug abgespannt, dass ich kaum nass wurde. Natürlich bleibt man für ein Viertel des Preises des Heksa-Tarps auch unter dem China-Tarp trocken, aber der Qualitätsunterschied ist schon deutlich spürbar.


    Draka Hängematte:

    Wie meine Vorschreiber bin auch ich insgesamt leider etwas enttäuscht von dieser Hängematte, die doch "in der Theorie" so toll wirkte.


    Ich hatte sie in direktem Vergleich zu einer Cocoon Ultralight Moskito, und erstmal wirkt die Draka in jeder Hinsicht besser: das abnehmbare Moskitonetz, der clevere Transportbeutel, der tolle Ridgeline Organizer und es gibt sogar noch Abspannleinen (die ich nicht verwendet habe - ich will in der Hängematte sanft schaukeln können und nicht fixiert sein).


    Sobald man sich reinlegt, ist der Vorteil der Draka leider dahin: der Stoff ist irre hart. Ich hatte mich immer gewundert, was dieser ominöse "calf ridge" ist (in meiner brasilianischen Baumwollhängematte merke ich davon nichts), jetzt weiß ich es. In der Draka liegen sowohl meine Unterschenkel als auch mein Kopf auf einem harten "Wulst" und es wird nicht richtig bequem. Besser wurde es mit richtig stark erhöhtem Fußende, da waren die "Wülste" weg, aber da waren dann die Beine so hoch gelagert, dass ich so nicht schlafen konnte. Nach etwas Herumprobieren habe ich in der Testnacht in der Draka dann doch noch einigermaßen gut geschlafen, aber es war eben insgesamt hart wie ein Futon und nicht so richtig bequem.


    Die Cocoon-Hängematte ist dagegen viel weicher und ich fand sie deutlich bequemer, da ich da einfach einsinke wie in eine weiche Matratze. Außerdem fand ich, dass die Cocoon bei geschlossenem Moskitonetz etwas geräumiger wirkt, da die Ridgeline etwas höher verläuft.


    Ich werde mir wohl also nun eher eine Cocoon-Matte kaufen und zusehen, dass ich die mit einem besseren Packbeutel und einem Ridgeline Organizer pimpen kann.


    Otul Underquilt:

    Nachdem ich so lange an einer guten Liegeposition in der Draka herumgefummelt habe, habe ich mich mit dem Underquilt gar nicht mehr groß beschäftigt, sondern ihn einfach nur an der Hängemattenaufhängung eingehängt und die beiden Haken an den Seitenkanten noch seitlich an der Hängematte befestigt.


    Für einen aussagekräftigen Test war es in meiner Testnacht zu mild, aber er schien recht unkompliziert - genau so breit wie die Draka, man kann ihn also einfach an der Hängematte befestigen und sich dann nach Belieben diagonal in die Hängematte legen. Auch nachts ist nichts verrutscht. Auf jeden Fall bequemer als eine Isomatte in der Hängematte aber ich habe keinen großen Komfortgewinn gegenüber meinem OneTigris-Underquilt gemerkt.


    Hier noch ein paar Fotos der Lesovik-Ausrüstung:

    Ridgeline Organizer

  • Moin,

    nach nun 8 Nächten in der Draka hier mein Eindruck von der Hm.

    Als erstes möchte ich erwähnen dass die Draka eigentlich als Geschenk für einen lieben Menschen gedacht war!

    Dieser „lieber“ Mensch hat sich aber unsterblich in meine DD Frontline XL verliebt. Also habe ich jetzt eine Draka und er eine Frontlinie XL😂👍

    Wie erwähnt habe ich bis jetzt 8x in der Draka übernachtet und ich muss sagen ich komme sehr gut mit ihr zurecht!

    Auch mir gefallen die Features wie abnehmbares Mossinetz, Ridgeline Tasche, Pull Outs, beidseitiger Einstieg und mehrere Liegemöglichkeiten sehr gut!

    Die Verarbeitung finde ich durchweg überdurchschnittlich gut!

    Meine erste Nacht war auf Grund von kleinen Einstellungsfehlern (Fußende zu hoch und pull outs an falscher Stelle befestigt) nicht so gut. Nach ein wenig Einstellungsarbeit konnte ich dann alle 7 anderen Nächte sehr gut und komfortabel in der Draka schlafen.

    Beim verwenden der seitlichen Pull Outs konnte ich egal in welcher Liegeposition keinerlei calf ridge Probleme feststellen. Mir persönlich ist es egal ob die Hm beim einschlafen schaukelt oder nicht. Hauptsache ich liege bequem!

    Da die Pull Outs aus Bungee Cord sind schaukelt die Draka natürlich auch. Nur nicht solange. D.h. sie kommt durch die Pull Outs schneller zur Ruhe.

    Zum Stoff der Draka möchte ich sagen dass ich kein Freund von sehr dehnbaren Stoffen bin. Ich mag es nicht zu tief in die Hm einzusinken und dadurch recht hohe Seitenwände zuhaben. Dies behindert einmal meine Sicht nach draußen und ich fühle mich zu eingeengt. Auch seitliches schlafen empfinde ich schwieriger in sehr dehnbaren Stoffen. Und die Draka hat für mich ein sehr gutes Mittelmaß an Dehnung .

    Ich kann in ihr sehr bequem auf dem Rücken oder auf der Seite schlafen und habe keinerlei calf ridge Probleme.

    Das Fußende befestige ich ca. 10 cm höher als das Kopfende und die Pull Outs klicke ich mit mini Karabinern in die mittleren D-Ringe oder Schlaufen des Tarps ein. So sind mir die Pull Outs beim Ein-und Ausstieg nicht wirklich im Weg.

    Außerdem benutze ich die Pull Outs auch zum fixieren des UQ. So liegt er ringsum schön straff an der Hm ohne das kalte Luft eindringen kann.

    Als UQ habe ich in allen 8 Nächten den HUQ180 von Carinthia verwendet.

    Was mir nicht so gut gefällt ist zum einen die etwas niedrige Ridgeline und die Aufhängung der Ridgeline Tasche könnte etwas starrer sein. Sie lässt sich im Vergleich zu anderen schwerer verschieben.

    Auch die Reißverschlüsse könnten für meinen Geschmack 1-2 Nr. größer sein. Ich habe auf Dauer keine so guten Erfahrungen mit diesen winzigen Reißverschlüsschen gemacht. Die sind bei mir der Hauptschwachpunkt. Die gehen dann oft als erstes kaputt.

    Ansonsten gibt es für mich nichts mehr zu meckern über die Draka und ich kann sie ruhigen Gewissens empfehlen. Die wahren Qualitäten oder Schwächen kann man natürlich nur im Langzeittest erfahren.

    Eins noch: Vorsicht bei der Größe des Tarps! 350cm Ridge ist gerade so die Grenze für mich. Besser wären ein paar cm länger.

    Gruß wuppitom

  • Hallo zusammen,


    da auch mein Paket schon längst wieder verpackt und versandt wurde ist es langsam an der Zeit für ein Resümee!

    Vorweg, ich bin ein absoluter HM Frischling, somit war es quasi Weihnachten und Geburtstag in einem als das Testpaket endlich bei mir ankam.



    Auf den ersten Blick machten alle drei Lesovik Teile einen sehr soliden und gut verarbeiteten Eindruck.

    Durch die gedeckten Farben fügt sich das Trio wunderbar in die Natur ein, besonders unter dem Tarp herrscht ein angenehmes Licht.

    Sehr gut hat mir übrigens auch das Aufhängsytem gefallen!

    (Das gehört vielleicht nicht zum Test aber erwähnen möchte ich es trotzdem, denn die Beetle Buckles sind einfach nur praktisch. Super leicht und die Hm ist blitzschnell aufgehängt.)



    Zum Heksa Tarp:


    Im vergleich zu meinem UL Tarp von Amazonas kam das Lesovik Heksa Tarp vom Packvolumen etwas größer daher, ist natürlich auch deutlich länger.

    Heringe waren keine dabei, dafür reichlich Schnur zum abspannen.

    Ich hatte (leider) nicht das vergnügen, das Tarp bei Sturm und Regen zu testen. Kann daher nicht sagen wie es sich bei Nässe verhält.

    Bietet aber viel Platz und deckt die Hängematte hervorragend ab.

    Meiner Einschätzung nach ein sehr gutes solides Tarp!



    Zum Otul:


    Auf den war ich besonders scharf, da ich bis dahin noch nie einen Underquilt verwendet habe.

    Zur Isolierung dient mir bis jetzt nur meiner UL Exped Luftmatratze und das hin und her gerüstere in der Matte ist schon sehr geräuschvoll und anstrengend.

    Die erste Nacht mit Otul war daher sowas von herrlich!

    Da ich wie gesagt noch keinerlei Erfahrung besitze, habe ich das Ding einfach unter die Draka gehängt, ein paar mal an den Schnüren gezogen und zack, reingelegt – fertig!

    Mir hat der Otul daher sehr gut gefallen.

    Allerdings waren die Testnächte sehr warm und selbst da gab es Phasen wo ich aufgewacht bin und es mir an manchen Körperpartien fröstelte.

    Lag vielleicht auch daran, dass ich meinen Schlafsack nicht komplett geschlossen hatte und ich generell sehr schnell friere aber als 3 Jahreszeiten Quilt würde ich ihn meiner Meinung nach nicht bezeichnen.

    Für etwas frischere Sommernächte ausreichend aber im Frühjahr oder Herbst würde es mir wahrscheinlich zu kalt werden….

    Dennoch hat der Otul mir gut gefallen, über eine Anschaffung würde ich definitiv nochmal nachdenken.




    Zur Draka HM:


    Mein erster Eindruck war auch da sehr gut. Was für eine riesen lange HM!

    Das aufhängen war für mich erstmal etwas gewöhnungsbedürftig da ich bis dahin noch nie eine HM mit RL hatte.

    Hab zwar viel in der Theorie darüber gelesen aber es noch nie in der Praxis umgesetzt.

    Aber auch da hab ich irgendwann aufgehört zu tüfteln und mich einfach reingelegt

    Cool fand ich den größeren Organizer, sehr praktisch für Krimskrams. Der Kleine ist mir dauernd runtergefallen und seinen Sinn habe ich nicht ganz verstanden...

    Generell fühlte sich der Stoff härter an als bei meiner China Matte oder bei der TTTM.

    Was mir auch aufgefallen ist, ich konnte nicht so diagonal liegen wie ich mir dass gewünscht hätte.

    Kann natürlich sein, dass das mit einer falschen Aufhängung zusammen hing?!

    Auch die Pull Outs habe ich nicht so ganz optimal empfunden. Die waren für meinen Geschmack etwas zu kurz.

    Musste sie schon sehr steil nach unten abspannen was dann wieder in Problematik mit dem Otul geriet.

    Ich habe in der zweiten Nacht dann noch ein zusätzliches Gummiseil befestigt um den Winkel etwas flacher zu halten, dann ging's gut.

    Geschlafen habe ich dennoch gut in der Draka.



    Mein Fazit:

    Alles sehr solide verarbeitete Produkte.

    HM und Tarp sind sicher gut für Einsteiger geeignet die bisher noch keine großen Erfahrungen mit anderen Modellen gemacht haben.

    Auch wenn ich keinerlei Vergleiche zu anderen UQ ziehen kann war der Otul mein persönliches Highlight!



    Vielen Dank an TreeGirl , dass du die Sachen zum testen bereit gestellt hast.

  • Cool fand ich den größeren Organizer, sehr praktisch für Krimskrams. Der Kleine ist mir dauernd runtergefallen und seinen Sinn habe ich nicht ganz verstanden...

    Der "Kleine" ist kein Organizer sondern der Beutel in dem die Tie-Outs geliefert werden. Vermutlich hat ihn einer der Tester einfach an die Ridgeline gehängt.

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