So, jetzt ist das Test-Set bei mir auch schon wieder verpackt im Karton (und geht heute zur Post), da kann ich auch mal meinen Testbericht schreiben:
Heksa Tarp:
Da war ich erstmal überrascht, wie unglaublich klein und leicht das Tarp in seinem Beutelchen daherkommt. Ich kenne ja nur mein 3*3m China-Tarp, das ist locker doppelt so schwer und verpackt deutlich größer. Das Aufbauen war etwas spannend, da gerade beim Aufbau ein heftiger Platzregen anfing, aber es war zum Glück schnell genug abgespannt, dass ich kaum nass wurde. Natürlich bleibt man für ein Viertel des Preises des Heksa-Tarps auch unter dem China-Tarp trocken, aber der Qualitätsunterschied ist schon deutlich spürbar.
Draka Hängematte:
Wie meine Vorschreiber bin auch ich insgesamt leider etwas enttäuscht von dieser Hängematte, die doch "in der Theorie" so toll wirkte.
Ich hatte sie in direktem Vergleich zu einer Cocoon Ultralight Moskito, und erstmal wirkt die Draka in jeder Hinsicht besser: das abnehmbare Moskitonetz, der clevere Transportbeutel, der tolle Ridgeline Organizer und es gibt sogar noch Abspannleinen (die ich nicht verwendet habe - ich will in der Hängematte sanft schaukeln können und nicht fixiert sein).
Sobald man sich reinlegt, ist der Vorteil der Draka leider dahin: der Stoff ist irre hart. Ich hatte mich immer gewundert, was dieser ominöse "calf ridge" ist (in meiner brasilianischen Baumwollhängematte merke ich davon nichts), jetzt weiß ich es. In der Draka liegen sowohl meine Unterschenkel als auch mein Kopf auf einem harten "Wulst" und es wird nicht richtig bequem. Besser wurde es mit richtig stark erhöhtem Fußende, da waren die "Wülste" weg, aber da waren dann die Beine so hoch gelagert, dass ich so nicht schlafen konnte. Nach etwas Herumprobieren habe ich in der Testnacht in der Draka dann doch noch einigermaßen gut geschlafen, aber es war eben insgesamt hart wie ein Futon und nicht so richtig bequem.
Die Cocoon-Hängematte ist dagegen viel weicher und ich fand sie deutlich bequemer, da ich da einfach einsinke wie in eine weiche Matratze. Außerdem fand ich, dass die Cocoon bei geschlossenem Moskitonetz etwas geräumiger wirkt, da die Ridgeline etwas höher verläuft.
Ich werde mir wohl also nun eher eine Cocoon-Matte kaufen und zusehen, dass ich die mit einem besseren Packbeutel und einem Ridgeline Organizer pimpen kann.
Otul Underquilt:
Nachdem ich so lange an einer guten Liegeposition in der Draka herumgefummelt habe, habe ich mich mit dem Underquilt gar nicht mehr groß beschäftigt, sondern ihn einfach nur an der Hängemattenaufhängung eingehängt und die beiden Haken an den Seitenkanten noch seitlich an der Hängematte befestigt.
Für einen aussagekräftigen Test war es in meiner Testnacht zu mild, aber er schien recht unkompliziert - genau so breit wie die Draka, man kann ihn also einfach an der Hängematte befestigen und sich dann nach Belieben diagonal in die Hängematte legen. Auch nachts ist nichts verrutscht. Auf jeden Fall bequemer als eine Isomatte in der Hängematte aber ich habe keinen großen Komfortgewinn gegenüber meinem OneTigris-Underquilt gemerkt.
Hier noch ein paar Fotos der Lesovik-Ausrüstung:

Ridgeline Organizer