Posts by Sulmtaler

Aufgrund von Wartungsarbeiten an der Hardware des Forenservers ist es notwendig am Freitag, den 30.10. ab 05:30 Uhr das System vollständig herunter zu fahren. Die Wartung sollte spätestens gegen 7:30 Uhr abgeschlossen sein. In dieser Zeit werden Techniker des RZ-Betreibers das Netzteil des Servers ersetzen und eine Reinigung des Kühlsystems vornehmen.

Während der Wartung wird jeglicher Zugriff auf das Forum zu einem Timeout der Verbindung führen. Im Anschluss an die Wartung wird das System wieder in seiner gewohnten Stabilität zur Verfügung stehen.

    Ich bin gerne und viel alleine unterwegs, mit kleinem Erste-Hilfe-Kit und Handy. Ich sage vorher Bescheid, wo und für wie lange ich plane, unterwegs zu sein, aber habe keine weiteren Notfall-Systeme dabei. Ich reise allerdings auch in Deutschland und Mitteleuropa herum, da ist man ja nie so wirklich weit weg von der Zivilisation.


    Wenn ich alleine irgendwo draußen übernachte, schicke ich abends meinen GPS-Standort per Messenger-App (Signal oder WhatsApp) an jemanden zu Hause und melde mich dann am nächsten Morgen wieder.

    wuppitom: Ich würde mit dem Gürtel zu einem Reitsportsattler gehen. Die haben die entsprechenden Maschinen, um dickes Leder zu vernähen und meist ganz gute Ideen, wie man so etwas haltbar und optisch ansprechend reparieren könnte.

    Danke für den schönen und unterhaltsamen Bericht! Und diese Tagesleistungen auch noch auf einem Rad mit (kaputter) Dreigangnabe, das sich wahrscheinlich schon ohne Gepäck ziemlich zäh fährt - Respekt!!!


    Ich weiß schon, warum ich mit Rad möglichst nur noch Fernverkehrszüge nehme, da hat man seinen reservierten Stellplatz sicher und muss sich nicht den Stress mit unkooperativen Schaffnern oder Mitreisenden antun.

    Als Bettersatz fürs Schlafen im Haus muss es ja auch nicht zwingend eine ultraleichte Outdoor-Hängematte sein.


    Da würde ich lieber eine bequeme brasilianische Tuchhängematte aus Baumwolle nehmen. Noch bequemer sollen wohl die mexikanischen Netzhängematten sein. Hier im Forum kann Dich alasiesta zu diesen Hängemattentypen beraten.


    Aus eigener Erfahrung mit einer dicken Baumwoll-Tuchhängematte finde ich die auch deutlich wärmer von unten als so eine dünne Outdoor-Matte, d.h. man braucht von unten nicht ganz so viel Isolation (aber ganz ohne Isomatte oder Underquilt könnte zumindest ich auch damit nur im Hochsommer schlafen).

    So, jetzt ist das Test-Set bei mir auch schon wieder verpackt im Karton (und geht heute zur Post), da kann ich auch mal meinen Testbericht schreiben:


    Heksa Tarp:

    Da war ich erstmal überrascht, wie unglaublich klein und leicht das Tarp in seinem Beutelchen daherkommt. Ich kenne ja nur mein 3*3m China-Tarp, das ist locker doppelt so schwer und verpackt deutlich größer. Das Aufbauen war etwas spannend, da gerade beim Aufbau ein heftiger Platzregen anfing, aber es war zum Glück schnell genug abgespannt, dass ich kaum nass wurde. Natürlich bleibt man für ein Viertel des Preises des Heksa-Tarps auch unter dem China-Tarp trocken, aber der Qualitätsunterschied ist schon deutlich spürbar.


    Draka Hängematte:

    Wie meine Vorschreiber bin auch ich insgesamt leider etwas enttäuscht von dieser Hängematte, die doch "in der Theorie" so toll wirkte.


    Ich hatte sie in direktem Vergleich zu einer Cocoon Ultralight Moskito, und erstmal wirkt die Draka in jeder Hinsicht besser: das abnehmbare Moskitonetz, der clevere Transportbeutel, der tolle Ridgeline Organizer und es gibt sogar noch Abspannleinen (die ich nicht verwendet habe - ich will in der Hängematte sanft schaukeln können und nicht fixiert sein).


    Sobald man sich reinlegt, ist der Vorteil der Draka leider dahin: der Stoff ist irre hart. Ich hatte mich immer gewundert, was dieser ominöse "calf ridge" ist (in meiner brasilianischen Baumwollhängematte merke ich davon nichts), jetzt weiß ich es. In der Draka liegen sowohl meine Unterschenkel als auch mein Kopf auf einem harten "Wulst" und es wird nicht richtig bequem. Besser wurde es mit richtig stark erhöhtem Fußende, da waren die "Wülste" weg, aber da waren dann die Beine so hoch gelagert, dass ich so nicht schlafen konnte. Nach etwas Herumprobieren habe ich in der Testnacht in der Draka dann doch noch einigermaßen gut geschlafen, aber es war eben insgesamt hart wie ein Futon und nicht so richtig bequem.


    Die Cocoon-Hängematte ist dagegen viel weicher und ich fand sie deutlich bequemer, da ich da einfach einsinke wie in eine weiche Matratze. Außerdem fand ich, dass die Cocoon bei geschlossenem Moskitonetz etwas geräumiger wirkt, da die Ridgeline etwas höher verläuft.


    Ich werde mir wohl also nun eher eine Cocoon-Matte kaufen und zusehen, dass ich die mit einem besseren Packbeutel und einem Ridgeline Organizer pimpen kann.


    Otul Underquilt:

    Nachdem ich so lange an einer guten Liegeposition in der Draka herumgefummelt habe, habe ich mich mit dem Underquilt gar nicht mehr groß beschäftigt, sondern ihn einfach nur an der Hängemattenaufhängung eingehängt und die beiden Haken an den Seitenkanten noch seitlich an der Hängematte befestigt.


    Für einen aussagekräftigen Test war es in meiner Testnacht zu mild, aber er schien recht unkompliziert - genau so breit wie die Draka, man kann ihn also einfach an der Hängematte befestigen und sich dann nach Belieben diagonal in die Hängematte legen. Auch nachts ist nichts verrutscht. Auf jeden Fall bequemer als eine Isomatte in der Hängematte aber ich habe keinen großen Komfortgewinn gegenüber meinem OneTigris-Underquilt gemerkt.


    Hier noch ein paar Fotos der Lesovik-Ausrüstung:

    Ridgeline Organizer

    Ich habe aber auf Reisen auch schon mal ganz einfache, günstige Polypropylen Zurrgurte aus dem Baumarkt benutzt. Auch die haben mindestens ca.40 Nächte gehalten.

    Wieso nur 40 Nächte? Meine Aufhängung sind auch ganz normale Spanngurte aus dem Baumarkt, und nachdem die normalerweise bei uns jahrelang im Einsatz sind, ohne dass da jemals etwas gerissen ist, hatte ich nicht vor, die in der nächsten Zeit auszutauschen. Was 5-10 Jahre lang zuverlässig Motorräder und Lasten auf dem Hänger fixiert, wird doch auch einen deutlich leichteren Menschen in der Hängematte halten?

    Ich übernachte zur Zeit häufiger in der Hängematte im Garten. Wenn es warm ist (und ich keine Lust habe, den Schlafsack extra aus dem Keller zu holen), nehme ich dazu ab und zu mal meine ganz normale Bettdecke (140*200cm). Die ist am Körper dann aber sehr reichlich groß und rutscht von den Füßen gerne mal runter. Als Dauerlösung würde ich mir da wohl über Knöpfe oder Klammern einen Fußsack basteln, damit es eine Art Topquilt wird, der auf die Füße einfach "draufgesteckt" werden kann.

    Ich hab das Setup gestern weiter geschickt.

    Oh wie schön, dann freue ich mich schonmal auf das Paket, das hoffentlich bald bei mir ankommt! :)


    Das passt gerade super, ich habe nämlich (um auch mal mit meiner Tochter gemeinsam draußen übernachten zu können) für nächstes Wochenende auch eine Cocoon Ultralight Hängematte hier, dann kann ich beide Matten im direkten Vergleich testen.


    Bisher ist das Feedback ja eher durchwachsen, so richtig rundum bequem fand die Draka anscheinend noch niemand?

    Jeder sagt mir das bei ihm alles passt, aber niemand nennt Fakten :saint:

    Welchen Schlafsack, Underquilt, Tarp, etc... hast du?

    Jetzt kannst Du mal lachen, denn mein Setup ist:


    - Lidl-Schlafsack mit Packmaß 25* 46cm (ein Monster! :P Aber für einen kleineren Schlafsack bin zu geizig.)

    - Baumwollhängematte (geschätzt gut 5l Packmaß)

    - großer Underquilt von OneTigris: https://smile.amazon.de/gp/product/B07GYSQCT8

    - China-Tarp in 3*3m: https://smile.amazon.de/gp/product/B07F8854P2


    Das ist *keine* wandertaugliche Ausstattung, sondern ist für Radreisen gedacht - und selbst da ist wahrscheinlich jeder einzelne andere Forumsnutzer mit leichterer und kompakterer Ausrüstung unterwegs. Aber, wie gesagt, das passt alles in meine Radtaschen, inkl. Kocher, Essen, Wechselwäsche, Trinkflasche.


    Sonst schau hier im Forum doch mal in die Reiseberichte, da haben einige ihre Ausrüstung beschrieben und fotografiert.

    Wie hast Du denn vorher Camping-Ausrüstung im Rucksack untergebracht - mit Isomatte und Biwaksack oder gar Zelt bist Du doch eher noch voluminöser unterwegs?


    Ich habe in meinen beiden großen Fahrrad-Gepäckträgertaschen zusammen 40l Volumen. Das ist riesig, da passt sogar meine Ausrüstung komplett rein, und ich habe so ziemlich das schwerste und sperrigste Hängematten-Setup, das es gibt (Riesen-Schlafsack, Baumwoll-Hängematte, dickes Tarp und großer Kunstfaser-Underquilt).


    Wenn Du sowieso (erstmal) eine Isomatte nehmen willst, kann die doch einfach zusammengerollt außen an den Rucksack, dann ist im Rucksack gleich wieder mehr Platz.

    Mein Eindruck als Neuling ist, dass in diesem Forum vor allem die "Hardcore-Hänger" mit sehr edler Ausstattung vertreten sind.


    Ich denke, dass es schon deutlich günstiger geht. Klar ist das dann alles nicht ganz so komfortabel, viel schwerer und viel voluminöser als die Profi-Ausstattung. Aber wenn man mit diesen Nachteilen leben kann, kommt man meiner Erfahrung nach auch mit günstigem Zeug langfristig gut klar. (Ich campe seit 30 Jahren mit "Billigausstattung", bis zu diesem Jahr allerdings mit Zelt, und die Sachen haben bisher auch durchaus viele Jahre. )


    (Ich habe z.B. auch einen 40€-Lidl-Schlafsack, der dieses Jahr meinen allerersten 30 Jahre alten Schlafsack ersetzt hat, weil der jetzt nach dieser langen Nutzung wirklich "durch" ist und nur noch für Indoor-Übernachtungen für meine Kinder taugt. Der Schlafsack ist gut 2kg schwer und riesengroß, aber hält mich bis 4 Grad angenehm warm, und auf dem Rad stören mich weder Gewicht noch Packmaß sonderlich.)


    Ich habe dieses Tarp: https://smile.amazon.de/gp/product/B07F8854P2/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o07_s00?ie=UTF8&psc=1 und diesen Underquilt: https://smile.amazon.de/gp/product/B07GYSQCT8/ref=ppx_yo_dt_b_asin_title_o08_s00?ie=UTF8&psc=1 und bin mit beidem bisher (nach ca 15 Nächten in diesem Setup) ganz zufrieden. Ich würde, wenn ich nochmal die Wahl hätte, aber ein etwas größeres Tarp nehmen: die 3m decken nur gerade so meine (3,20m lange) Hängematte ab, da hätte ich gerne etwas mehr Reserve falls es nachts doch mal aus der "falschen" Richtung schräg regnet. Ich habe aber auch noch nicht mit diagonalen oder asymmetrischen Abspannungen experimentiert.


    Beim Underquilt muss ich allerdings dazuschreiben, dass ich bisher keine Campinghängematte nutze, sondern eine brasilianische Baumwollhängematte. Bei Campinghängematten hat man wohl deutlich mehr Probleme mit Kältebrücken und Auskühlen, wenn man solche "badewannenförmigen" Underquilts nutzt. Meine Hängematte ist da durch den dicken, schweren Stoff wahrscheinlich schon von sich aus deutlich wärmer, und auch wenn der Underquilt nicht überall eng anliegt, habe ich damit noch nicht gefroren (bisher bis 5 Grad getestet). Für die üblichen Campinghängematten ist es aber wahrscheinlich besser, sich aus einer einfachen Decke/Poncholiner oder einem Deckenschlafsack einen Underquilt selber zu basteln, da gibt es in diesem Forum einige Anleitungen und Beispiele. Alternativ kann man auch mit einer Isomatte in der Hängematte schlafen - Underquilt ist aber deutlich bequemer.

    Ich bin ja auch Anfängerin im Hängemattencamping, und die ersten Testnächte gingen bei mir auch ohne Tarp (allerdings im Garten bei entsprechender Wettervorhersage ohne Regen...), ohne Moskitonetz und mit Isomatte in der Hängematte. Ich nehme allerdings eine wirklich große Isomatte (fast 70cm breit, aufblasbar), die ich in meiner Baumwollhängematte diagonal verkeilen kann, da rutscht nix.


    Dass es so schwierig sein soll, in der Hängematte in den Schlafsack zu steigen habe ich schon oft gelesen und kann es nicht so recht nachvollziehen - Reißverschluss auf, Hintern rein, Füße rein, zurücklehnen und Reißverschluss wieder zu. Wo genau ist da ein Problem?


    Inzwischen habe ich auch ein Tarp (das sich bei nächtlichen Regengüssen auch schon bewährt hat) und einen Underquilt (der auf dem Fahrrad weniger Platz wegnimmt als die Monster-Isomatte), damit ist es noch bequemer. Als nächstes steht ein Upgrade der Hängematte an, denn meine jetzige wiegt 1,5kg und hat kein Moskitonetz, das hätte ich für die Haupt-Mückensaison aber schon gerne. Für den Anfang geht es aber auch mit Minimalausrüstung, finde ich, dann kann man später immer noch nach und nach herausfinden, was man denn wirklich braucht und was für einen selber gar nicht so wichtig ist.

    Wow, ich bin immer wieder überrascht, *wie* winzig klein Wander-Ausstattung ist - alleine mein Schlafsack ist schon voluminöser als Dein komplettes Setup! 8|


    Aber das klingt doch nach einer wirklich schönen Tour. Nächstes Mal noch etwas Isolation in oder unter die Hängematte, und dann wird auch die Nacht gemütlicher. Wäre ja auch langweilig, wenn beim allerersten Versuch schon alles perfekt ist. :P


    Danke für den Bericht und für die schönen Fotos!

    Viel Spaß bei Deiner ersten Hängemattenübernachtung, das klingt doch nach einem guten Plan! Ich probiere so etwas auch lieber in Ruhe alleine aus, anstatt mich noch von einer Begleitung kirre machen zu lassen, die schlimmstenfalls alles besser weiß und mir dauernd reinquasselt.


    Die ganz peinlichen Anfängerfehler mache zumindest ich auch lieber ohne Zuschauer, die das hinterher weiter erzählen könnten. 8o

    Danke für die Berichte - jetzt bin ich ja mal wirklich gespannt, wie ich dann mit der Draka klarkomme, wenn sie bei mir ankommt.


    Nur eine kurze Frage vorab: was passiert denn, wenn man die seitlichen Abspannungen nicht verwendet? Auf mich wirken die wie "unnötiges Chichi", das ich wahrscheinlich gar nicht erst aufbauen würde. Ich stelle mir vor, dass diese Abspannungen auch die Hängematte insgesamt eher unbequemer machen, weil sich der Stoff nicht mehr so gut an den diagonal liegenden Menschen anpassen kann. Die Abspannungen scheinen ja eine Liegerinne zum Teil vorzugeben, die aber vielleicht gar nicht so richtig zu der Position passt, in der man selber gerne liegen würde?

    ...war zwar nicht heute, sondern ist schon 5 Tage her, aber ich hatte drei sehr schöne entspannte Tage mit Rad+Hängematte an oberbayrischen Flüssen entlang (Inn, Vils und Isar) bis nach Deggendorf, wo ich mir im Stadtpark dann von TreeGirl lauter verschiedene Hängematten zeigen lassen (und probeliegen) konnte - vielen Dank nochmal für Deine Zeit und die gute Beratung!



    Das Probeliegen war sehr interessant - ich hätte ja gedacht, dass für meine Ansprüche als "Gelegenheits-Hänger" für vielleicht 10-15 Nächte pro Jahr auch die einfachen Campinghängematten ausreichen müssten, aber die ausprobierte Amazonas und DD waren tatsächlich auch für meine 1,73m Körpergröße ziemlich knapp und unbequem und die ausprobierten Warbonnets deutlich bequemer (sogar die "kleine" 3m-Warbonnet, die ja eigentlich gar nicht so viel länger ist als die Amazonas oder DD, aber die durchdachtere Konstruktion macht sich wirklich bemerkbar).


    Das Liegegefühl in den Brückenhängematten und der Querhängematte, die Treegirl dabei hatte, fand ich etwas seltsam und unbequemer als erwartet - irgendwie mehr Feldbett-Feeling als Hängematte und damit für mich persönlich nichts. Die anderen Interessenten, die dabei waren, fanden das jedoch genau richtig zum Schlafen auf dem Bauch und sind mit neuer Brückenhängematte im Gepäck wieder heim gefahren.


    Ich bleibe vorerst noch bei meiner Tuchhängematte und warte mal ab, bis die Lesovik Draka in der Testaktion bei mir vorbeikommt.

    Ich bin ja mit brasilianischer Tuchhängematte unterwegs und ein Nachteil dabei ist für mich, dass sich die Schnüre an den Enden beim Transport ab und zu mal verdrehen. Eine Netzhängematte hat ja noch viel mehr Schnüre, das stelle ich mir daher noch fummeliger vor, unterwegs jedesmal wieder die Schnüre zu entwirren.