Testberichte: Lesovik Draka Hängematte - Lesovik Otul Underquilt - Lesovik Heksa Tarp

  • Seit kurzem bietet der polnische Hersteller Lesovik eine Hängematte mit integriertem Moskitonetz mit einer Länge von deutlich über 3m an. Im Forum gab es Interesse an einem Passaround, der jetzt - nach über 8 Monaten - endlich begonnen hat. Getestet werden:

    • Die Lesovik Draka Hängematte



      Länge: 330cm
      Breite: 150cm
      Gewicht mit Schlaufen: 590g
      Kapazität: max. 250kg

      Die Draka ist aus einlagigem 1.9oz Ripstop Nylon (70D) mit einem Moskitonetz, das sich komplett abnehmen lässt. Die Test-Draka kommt nur mit Schlaufen und Dutch Beetle Buckles mit Polyester-Baumgurten.
    • Der Lesovik Otul Underquilt



      Länge: 200cm
      Breite: 140cm
      Gewicht: 820g
      Füllung: Climashield Apex 133g/qm bzw. 4oz/sqyd

      Der Otul ist ein synthetischer Underquilt mit Eckenaufhängung. Lesovik gibt als Temperaturbereich 10°C/-7°C an.
    • Das Lesovik Heksa Tarp



      Länge: 360cm
      Gesamtbreite: 300cm
      Seitenbreite: 150cm
      Material: Micro-Ripstop Nylon
      Gewicht: 480g

      Das Heksa wird mit Abspannleinen und Leinenspannern geliefert.


    Die Teilnehmer am Passaround sind:

    1. grobinger
    2. Mittagsfrost
    3. Felix
    4. Yoggoyo
    5. sirob188
    6. Walkabout
    7. Sulmtaler
    8. BerndRL
    9. Waldmaus
    10. kempkes
    11. NorbertK
    12. CarolFox

    Der Übersichtlichkeit halber möchte ich euch bitten, euer Feedback hier zu posten, und keine eigenen Threads aufzumachen.

  • Hallo in die Runde,


    ich würde mich freuen wenn der eine oder andere mal ein Paar Packmaße der Traumstücke mit durchreicht. Ich konnte auf den von TreeGirl gereichten Links nur Packmaße von dem Underquilt in Liter ausmachen. Vom Tarp oder der Hängematte selbst hab ich nix ausmachen können. Wäre also nett, da der geneigte Bikepacker da immer ein wenig mehr drauf angewiesen ist. Danke. ;)

  • ... uuund ich würde mich freuen, wenn jemand der Tester, der auch eine Warbonnet Blackbird (XLC) bzw. Eldorado sein eigen nennt, seinen Eindruck im Vergleich schildern könnte. Die Draka sieht nämlich auf den ersten Blick sehr interessant als europäische Alternative aus, nur kommen Liegekomfort und Verarbeitung über die Bilder halt nicht so rüber.


    Da die Liste der Teilnehmer schon recht lang ist, spare ich mir eine eigene Anmeldung und hoffe auf inhaltsvolle Rezensionen. Bin selber ohnehin mehr auf dem DIY-Pfad derzeit ;)

  • Alles gut. Dafür sind Tests doch da. Wenn noch jemand Wünsche hat, worauf die Tester achten sollen, was gezeigt, gemessen, gewogen, ausprobiert, fotografiert, beschrieben werden soll - sagt einfach Bescheid!

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • TreeGirl ich habe ja eine Draka bei dir bestellt. Mit welchem Zubehör kommt die eigentlich genau? Die Aufhängung ist ja nicht dabei, da werde ich mir auch ein paar Whoopie-Slings, sowie Baumgurte selbst basteln. Hab schönerweise noch fast alles dafür da. Aber der Organizer, Heringe, Abspannleinen, Ridge-Line, Karabiner etc. die man beim Kauf vom Hersteller dazubekommt, was davon ist bei den bei dir bestellten Drakas mit dabei? Ich vermute nicht all das? Schließlich kostet die Draka bei dir ja auch etwas weniger als das Komplettset von Lesovik direkt.


    hui, ich kanns garnicht abwarten ;)


    Grüße,
    Ole

  • Hier mein kurzer Testbericht, wegen des dunkelgrauen Himmels leider ohne Fotos.

    Zuerst das Packmaß.

    Hängematte: Länge 23, Durchmesser 12 cm

    Tarp: Länge 20, Durchmesser 10 cm

    Underquilt: Länge 30, Durchmesser 18 cm. Mit viel Quetschen kann man die Länge auf 25 cm verringern.

    Sowohl Hängematte, als auch Tarp und Underquilt sind sauber verarbeitet und optisch ansprechend gestaltet.

    Das 3,60 m lange Tarp bekommt von mir für Optik und Handhabbarkeit eine Kaufempfehlung. Zum Preis kann ich nichts sagen.

    Der Underquilt ist wie Synthetikunderquilts eben so sind. Ich finde Daunenunderquilts besser. Den Wooki finde ich noch besser (und am besten einen angenähten Underquilt).

    Nun zur Hängematte:

    Ich weiß nicht, was mit mir los ist. Ich habe schon in vielen Hängematten geschlafen, aber in der Draka zum ersten Mal Rückenschmerzen bekommen. Seit drei Tagen teste ich sie jetzt schon. Wenn man sie so sieht, glaubt man, eine europäische Verwandte der Blackbird vor sich zu haben. Vom Platzangebot etwas kleiner als die WB BBXLC, aber das Moskitonetz ist ausreichend weit vom Kopf entfernt. Die beidseitige Einstiegsmöglichkeit ist prima und auch die Reißverschlüsse mit ihren weißen und damit auch im Dunkeln gut erkennbaren Kordeln gefallen mir sehr gut.

    Aber ich kann nicht bequem darin liegen. Was habe ich nicht alles probiert! Fußende gleich hoch, höher und viel höher, Ridgeline straff, locker und -mit entferntem Moskitonetz- durchhängend (verschiedene Hängewinkel), Seitenabspannung locker, normal und straff, nach schräg unten, waagerecht und leicht nach oben - nichts hilft. Durch den straffen Stoff kann mein Kopf nicht einsinken. Auch ein Kissen hilft nicht.

    Zum Vergleich in die BB XLC gelegt - eingeschlafen. Draka - rumgewälzt und wieder raus. Zum Vergleich in die extrem dehnbare Monofilhängematte gelegt. Besser. Nur die fehlende Isolation hat verhindert, daß ich einnicke.

    Ist es der straffe Stoff, der mich mit der Draka nicht glücklich werden läßt? All meine anderen Hängematten sind dehnbarer. Es wird wohl daran liegen. TreeGirl wird mit dehnbaren Stoffen nicht froh, ich nicht mit festen.

    Na dann, auf zum nächsten Tester. Ich bin schon auf den Eindruck gespannt.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Hi,

    Mittagsfrost

    Hast Du einen Vergleich zum Hängemattenstoff von ExremTextil?


    Ich schlafe seit einer Weile in einer DIY mit etwas über 330cm und bin im Grunde zufrieden. Ich kenne aber auch wenig anderes Material.. Mir ist aufgefallen, dass die ersten Tage bzw. Nächste nach dem Waschen etwas komfortabler zu sein scheinen.


    Die Lesovik Draka und das Tarp gefallen mit schon recht gut. Zumal ich auf der Suche nach einem neuen Tarp und einer anderen DraußenMatte bin.

  • Sooo, mit ein bißchen Verspätung mal mein Erfahrungsbericht mit ein paar Bildern dazu, ich hoffe es sind noch ein paar bessere Fotographen nach mir am testen ;)


    Vorneweg zum Zubehör: Das Tarp ist sehr brauchbar, aber auch nix besonderes. Großzügig geschnittenes Hextarp, dürfte einen sehr vernünftigen Wetterschutz bieten, was ich mangels Regen und Wind aber leider nicht testen konnte. Abspannpunkte mit line locs versehen, Schnur dazu etwas schwer. Wäre es mein Tarp, würde ich da noch was leichteres nachrüsten und die seitlichen Abspannleinen noch mit Gummispannern versehen. Farbgebung ist gut, fügt sich gut in einen oberbayerischen Fichtenacker ein.


    Der Underquilt: Sorry, aber das ist irgendwie nix. Eigentlich ist das Ding großzügig dimensioniert, aber es war mir nicht möglich ihn ohne größere Modifikationen vernünftig aufzuhängen. Größtes Problem ist ein fehlender seitlicher Tunnelzug und die Line locs der Primäraufhängung reichen einfach nicht aus, um dem Ding die notwendige Spannung zu verleihen. Egal was ich tat, das Ding baumelte immer lose unter der Hängematte. Die Einschätzung als 4 season underquilt halt ich auch für sehr gewagt.


    Jetzt zum eigentlichen Star der Show, die Hängematte selbst: Hard facts siehe oben bei Mittagsfrost, Ersteindruck durchaus gut, Verarbeitung einwandfrei, alles sieht aus als wäre es mit Liebe zum Detail gemacht. Der Ridglineorganizer ist einer der besten seiner Art, den würde ich gerne gesondert kaufen können. Auch gut die hellen zipperpulls für bessere Sichtbarkeit in der Nacht. Doppelseitiger Packsack.

    Beim Aufbau fällt dann schon der erste Negativpunkt auf: die seitlichen Pullouts. Das Einsteigen wird ünnötig dadurch erschwert, dass es pro Seite zwei Abspannpunkte gibt, die Abspannschnur läuft mittig zusammen. Dadurch ist die Matte wie der Underquilt symmetrisch, allerdings bin ich mir sehr sicher, dass es mich früher oder später bei einer nächtlichen Pinkelpause zu Fall bringen würde. Wenn es meine eigene Matte wäre, ist das natürlich kein Problem, da ich entsprechender meiner Liegerichtung das einfach so modifizieren würde, dass ich nur einen Abspannpunkt pro Seite benutze.


    Das wichtigste ist aber natürlich der Liegekomfort und da ging es mir leider genauso wie Mittagsfrost. Ich kam einfach nicht bequem zu liegen und bin mir nicht ganz sicher woran es liegt. Beim Aufhängen viel mir bereits auf, dass die ridgeline sehr viel lockerer war, als ich sie mit meinem gewohnt Hängewinkel grob aufgehänt habe. Ich musste mehrmals straffer spannen und der Aufhängewinkel war relativ flach, so dass ich auch irgendwie nicht so diagonal liegen konnte, wie ich es von Warbonnet, dutch und anderen gewohnt bin und hatte ingsamt dann auch ein bananiges Liegegefühl und fühlte mich eingequetscht. Auch das Mückennetz fand ich relativ beengt. Meine Vermutung war, dass die Ridgeline einfach zu lange ist. Ich habe dann die Matte mit deutlich mehr durchhang und schlackernder ridgeline getestet, so fühlte es sich besser, aber auch nicht wirklich komfortabel an. Ich bevorzuge eigentlich auch Matten mit eher mehr als wenig stretch, von daher liegt es vielleicht auch daran? Mangels Zollstock konnte ich leider nicht nachmessen, vielleicht kann ja einer der anderen Tester das noch nachholen?


    Fazit: Auf dem Papier ne tolle Matte, im Praxistest dann für mich (!) leider durchgefallen, ich kann schlicht und ergreifend da drin nicht bequem liegen. Schade, aber ich hoffe das Lesovik noch andere verbesserte Produkte auf den Markt bringen wird.

  • Danke für die Berichte - jetzt bin ich ja mal wirklich gespannt, wie ich dann mit der Draka klarkomme, wenn sie bei mir ankommt.


    Nur eine kurze Frage vorab: was passiert denn, wenn man die seitlichen Abspannungen nicht verwendet? Auf mich wirken die wie "unnötiges Chichi", das ich wahrscheinlich gar nicht erst aufbauen würde. Ich stelle mir vor, dass diese Abspannungen auch die Hängematte insgesamt eher unbequemer machen, weil sich der Stoff nicht mehr so gut an den diagonal liegenden Menschen anpassen kann. Die Abspannungen scheinen ja eine Liegerinne zum Teil vorzugeben, die aber vielleicht gar nicht so richtig zu der Position passt, in der man selber gerne liegen würde?

  • Post by TreeGirl ().

    This post was deleted by the author themselves ().
  • Der Stoff ist sehr ähnlich. Es gab die Vermutung, dass er aus derselben Fabrik stammt.

    Das klingt ja spannend. Da ich nur den Vergleich zur Amazonas Moskito Traveller und einigen noname Billigdingern habe (Baumwolle lasse ich außen vor), kann ich meine DIY nur loben und freue mich jede Nacht aufs Neue.


    Kann ich denn noch mit auf die Liste der Tester?

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