Hallo,
ich bin durch Zufall aufs Hängematten-Camping gestoßen - eigentlich bin ich eine komfortorientierte Radreisende, die unterwegs gerne in Pensionen mit einer warmen Dusche, einem bequemen Bett und einem leckeren Frühstück absteigt. Da das ja aber auf absehbare Zeit nicht geht, und ich seit Monaten schon wieder darauf hin fiebere, einfach mal wieder ein paar Tage raus aus dem Alltagstrott zu kommen und die Einsamkeit einer Solotour zu genießen, werde ich diesen Frühsommer wohl "anders" unterwegs sein müssen.
Biwakieren am Boden ist mir dann doch zu spartanisch, wild Zelten ist in Bayern nicht erlaubt (und mein vorhandenes Zelt auch zu groß und schwer fürs Rad), aber ich habe seit 10 Jahren eine saubequeme brasilianische Tuchhängematte, in der ich im Garten gerne mal rumhänge und mit der ich inzwischen testweise auch schon einmal eine Nacht im Garten verbracht habe (wobei mein Garten teilweise aus Wald besteht, ich wohne in einer ehemaligen Gärtnerei/Baumschule). Siehe Foto.
Daher die Idee, die Radreisen abzuspecken und dabei in der Hängematte zu übernachten. Zunächst mal mit der Ausrüstung, die ich sowieso schon habe oder günstig bekommen kann. Im Lidl-Angebot ist letzte Woche noch eine neue Isomatte dazugekommen. Damit plus 30 Jahre altem Schlafsack waren die 4 Grad Minimaltemperatur meiner Testnacht bequem in der Hängematte auszuhalten. Ein Tarp ist auch bestellt und kommt hoffentlich diese Woche noch an, damit ist die Erstausstattung dann komplett. Wenn ich auf den ersten paar Zweitages-Minitouren merke, dass das Spaß macht, werde ich die Ausrüstung wohl nach und nach upgraden, damit es vom vollgepackten Reiserad auch mal in Richtung minimalistischeres Bikepacking gehen kann. Dafür habe ich hier im Forum schon etwas quergelesen und werde mich dann auch noch mal mit konkreten Fragen melden.
Viele Grüße, Jana