Der Kampf mit Climashield

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    • Offizieller Beitrag

    Ich bin dabei einen Wooki-Klon mit Climashield zu nähen. Es lief alles gut, bis ich das Climashield vernähen wollte.

    Zuerst habe ich versucht, das Climashield mit dem unteren Stoff zu vernähen. Ich habe es auf den Stoff gelegt, und den Stoff an den Rändern um das Climashield gefaltet. Mir erschienen Heftstiche als die beste Herangehensweise. Aber beim nähen mit der Nähmaschine haben sich Stoff und Climashield stark gegeneinander verschoben - die Kanten haben sich total verdreht. Ich dachte es liegt daran, dass sich die Heftstiche beim nähen gelockert haben. Also habe ich es mit Wonder Clips versucht. Die hatten aber nicht genug Reichweite. Das Climashield hat sich immer wieder aus der Klammer gezogen. Also habe ich die guten, alten Stecknadeln ausgegraben. Leider verschieben die die Lagen schon beim heften. Allerdings haben sie das Climashield noch am besten fixiert. Die Kanten haben sich beim nähen aber weiter verdreht.

    Als nächstes habe ich versucht, das Climashield gleich in die Hülle zu heften. Aber das hat nicht geholfen. Der Stoff verdreht sich so stark, dass nach einem halben Meter oder so Falten entstehen, die übernäht werden. Selbst wenn ich meinen Perfektionsdrang abschalten könnte: ich kann mir nicht vorstellen, dass der Quilt am Ende gut funktioniert.

    Nachdem hier ja schon einige Climashield Quilts und sogar Wookis genäht haben: habt ihr einen Tipp für mich? Die Methode "auf links nähen und dann auf rechts drehen" funktioniert beim Wooki leider nicht.

    Und falls es wichtig ist - das Climashield ist 200cm x 150cm groß. Es läuft also über die ganze Stoffbreite. Ich wollte keine Liegerichtung vorgeben. Die Climashield-Stärke ist 100g/qm bzw. 3oz/sqy.

  • auswaschbarer Sprühkleber.

    Wird beim Sticken und Quilten verwendet wo Du ja auch 2 Lagen Stoff und in der Mitte ein Flies hast.

    Ich weiss, Du hälst nicht viel vom Kleben weil mal Nähnadeln verklebt sind bei Dir.

    Aber wenn der getrocknet ist, kannste da durchnähen.

    Halt ganz wenig Nähfußdruck oder ne Rolle anstatt Nähfuß.

    Ich habs aber selbst noch nie probiert. Kenne das nur aus dem Freundeskreis wo auch ein paar gewerblich nähen.

    • Offizieller Beitrag

    Du sprichst vom «Apex», oder? «Climashield» ist ja die Firma, wenn ich mich nicht völlig täusche.

    Ja, Climashield Apex. Climashield ist die Marke, Apex die Produktvariante. Soweit ich weiss sind alle Produkte Vliessstoffe - von der Verarbeitung sollte es keinen Unterschied machen ob es Apex oder eine andere Variante ist.

    auswaschbarer Sprühkleber.

    Wird beim Sticken und Quilten verwendet wo Du ja auch 2 Lagen Stoff und in der Mitte ein Flies hast.

    Kannst du da einen bestimmten empfehlen, der ganz sicher mit Vliesstoff funktioniert? Das Zeug ist so faserig, dass ich Zweifel habe, dass Kleber darauf gut hält. Zu allem Überfluss verrutschen die Fasern auch noch gegeneinander. Bei ein paar Versuchen habe ich z.B. nur die oberste Schicht erwischt. Der untere Teil hat sich von der Naht weg gezogen.

    Ich weiss, Du hälst nicht viel vom Kleben weil mal Nähnadeln verklebt sind bei Dir.

    Aber wenn der getrocknet ist, kannste da durchnähen.

    Der klebt also nicht mehr, wenn er trocken ist? Kleber die nach dem Trocknen noch klebrig sind kommen bei mir nicht mehr unter den Nähfuß. Eine Sauerei reicht mir.

    Halt ganz wenig Nähfußdruck oder ne Rolle anstatt Nähfuß.

    Ich muss mal schauen, ob meine Maschine das kann. Sollte ich anfangen, Quilts für den Shop zu nähen, muss wohl eine geeignete Nähmaschine her. Sigh.

  • Jenny von The Charming Quilt Company näht Vlies von Freudenberg das nicht so dick ist wie Climashield Apex.

    Klebt aber die Schichten mit dem Kleber.

    Welcher genau das ist, habe ich angefragt.

    Ist kein Baumarkt Sprühkleber!

    Die Quilts welche sie näht werden mit einer Maschine genäht, wo nicht der Stoff sondern die Maschine sich bewegt.

    Das ist aber ein Monster. Hab die Maschine mal gesehen.

    Für Deine Maschine vielleicht nach einem Rollennähfuß oder Quiltfuß schauen.

    Da passiert aber nicht viel mit dem eingebauten Transporteur und Du musst, anders als sonst,

    den Stoff mit der Hand führen.

    Bei Berina gabs sowas mit Stichregulator, einem Sensor drin der die Maschine startet, sobald Du anschiebst.

    Je mehr Du den Stoff schiebst, desto schneller näht sie. Lässt Du los, stopt sie.

    Ob es aber das für Deine gibt, musst mal schauen.

  • Nachdem hier ja schon einige Climashield Quilts und sogar Wookis genäht haben: habt ihr einen Tipp für mich?

    Bei meinem Winter_Dingen den ich hier kurz beschrieben hatte ging das sehr gut mit dem Apex nachdem ich den Bogen erst mal raus hatte. Für mich waren zwei Dinge für den Erfolg wichtig.

    Einmal das von Hand Heften vor dem Nähen, mit Nadeln und Klemmen ging das garn nicht.

    Und ich glaube der entscheidende Part war das ich alle Stoff und Apex Schichten vor und hinter der Nadel fest mit Daumen und Zeigefinger zusammengehalten habe und dann beim nähen schön geführt habe. Dann immer ne Pause zum Umgreifen und so Stückchen für Stückchen in ca. 5cm Etappen den Kram vernäht. Das ging dann wirklich problemlos.

    Der UQ hat sich bisher total bewährt. Ist zwar riesig im Packmass, aber wirklich saubequem und sehr schön warm.

    Grüße

    Thomas

    derzeit aber eher mit Snugpak unterwegs :_)

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • Ich habe erst das Apex zugeschnitten, dann mit gut Übermass die Umhüllung für die Isolierung. Die dann geheftet und mit ein paar cm Abstand vom Rand mit der Maschine vernäht. Dann das ganze an der eigentlichen Stoffbahn (die quasi Hammock) positioniert und wieder geheftet. Und dann mit etwa halb so viel Abstand vom Rand an der Maschine durch alle Schichten genäht.

    Auf den Fotos in dem Bericht siehst Du etwa was ich meine.

    Die einzelnen Apex-Schichten (3x 100er) und Stücke habe ich mit Blindstich aneinander geheftet. Etwas mehr Vorarbeit das ist, aber das Handling ist beim Nähen viel einfacher weil nichts mehr gegeneinander verrutscht.

    Gruß

    Thomas

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

    • Offizieller Beitrag

    So, mit wiedemeier s Tipp mehr zu heften, habe ich das Climashield bezwungen. Ist nicht schön geworden, funktioniert aber. Für den nächsten Climashield Quilt bestelle ich mir mal den Sprühkleber, in der Hoffnung, dass das schneller geht (für die Hefterei habe ich bestimmt 2 Stunden gebraucht), die Schichten gleichmäßiger zusammen hält, und besser zu nähen ist. Bei den vielen Heftstichen musste ich höllisch aufpassen, mich nicht mit dem Nähfuß zu verhaken.

    Danke für eure Tipps! Das hat mir weitergeholfen!

  • Hallo Hammock Fairy,

    sorry, dass ich mich erst jetzt melde, ich war länger nicht online.

    Ich hab damals die Außenhülle um die Apex-Schichten umgeschlagen, mit vielen Stecknadeln fixiert (mind. alle 10 cm) und dann durchgenäht. Beim Nähen habe ich eine Hand vor und die andere hinter dem Fuß gehabt, um ein verrutschen der Lagen zu verhindern. Ich habe den Transport quasi manuell unterstützt. Wenn man das die Maschine machen lässt, dann verrutscht alles massiv, wie von Dir beschrieben.

    Nachdem Apex und Außenhülle vernäht waren, hab ich das Paket auf die Trägerbahn genäht, das ging dann problemlos.

    Ich hoffe, das war nachvollziehbar.

  • Hi,

    zwar leider etwas zu spät denn wiedemeier und echinotrix haben schon sehr gute Tipps gegeben. Ich habe bei meinem erst das Apex mit der Außenhülle zusammengeheftet und dann komplett durchgesteppt. Im Anschluss habe ich dann das "Paket" auf den Trägerstoff gelegt, positioniert und wieder sorgfältig festgesteckt/ geheftet und anschließend eine zweite Naht durch alle Lagen gemacht. Ich musste 2 Stellen glaube ich drei mal wieder auftrennen und erneut festnähen weil sich das ganze wirklich sehr gerne verschiebt (so viel heften kann und will man gar nicht :)

    Die Falten die Treegirl beschreibt sind bei mir auch entstanden - da der Quilt aber super funktioniert machen die Falten entweder nichts aus, oder ich möchte nicht wissen, wie genial der Quilt geworden wäre wenn ich die Falten irgendwie vermieden hätte :)

    Viel Spaß noch beim weitertüfteln

    Michael

    • Offizieller Beitrag

    Danke für die Erfahrungsberichte.

    Ich hatte auch geplant, zuerst die untere Stofflage und das Apex zusammenzunähen, und beides dann auf den Trägerstoff zu nähen. Leider habe ich es aber nicht geschafft, das Apex so zu schneiden dass eine senkrechte Kante entstanden wäre. Nächstes mal versuche ich es mit einem Rollschneider - aber vielleicht liegt es auch in der Natur bzw. der Konstruktion vom Apex sich zu verschieben. Das zweite Problem war, dass ich den Außenstoff vermutlich etwas zu knapp geschnitten habe. Ich habe sowohl Stoff als auch Apex abgemessen und zugeschnitten. Vielleicht wäre es besser gewesen, zuerst eines zu schneiden und das andere dann an der Größe auszurichten. Jedenfalls hatte ich zum Teil nur einen sehr geringen Überstand. Das hatte zur Folge, dass ich beim Zusammennähen nicht immer die ganze Schicht Apex erwischt habe, und sich das Apex verzogen hat.

    Letztendlich habe ich nur noch geheftet. Mit Stecknadeln und Klammern hat es weniger gut geklappt. Zuerst die äußere Stofflage auf das Apex. Und dann beides auf den Trägerstoff. Erst dann habe ich genäht. Die erste Naht sieht verzogen aus; danach wird es etwas besser. Ich denke beim nächsten Quilt weiss ich, was ich besser machen kann. Da ist definitiv noch viel Luft nach oben ^^

  • da der Quilt aber super funktioniert machen die Falten entweder nichts aus, oder ich möchte nicht wissen, wie genial der Quilt geworden wäre wenn ich die Falten irgendwie vermieden hätte

    Ich hab dein Bild erstmal ganz groß gezoomt, um zu verstehen, wo da die Unregelmäßigkeiten sind ;)

    Apropos Tüfteln...

    Abgesehen von der optischen Perfektion finde ich eigentlich die Regelmäßigkeit der äußeren Befestigung gar nicht so wichtig - solange es durch die Falten keinen großen Luftaustausch gibt und sie stabil ist. Am Rand liegt die Isolation sowieso perfekt an, wird aber genau dort selten gebraucht.

    Was mich eher beschäftigt, ist eine eventuelle Befestigung in der Mitte der Matte, also genau da, wo ich optimale Isolierung immer brauche.

    Unser Kältebrücken-Test am Silbersee hat mich da ziemlich sensibilisiert (ich war ja das liegende Versuchskaninchen) und ich bin immer noch erstaunt, wie weit die Isolierung an einigen Stellen von der Matte entfernt war, auch bei einem gut positionierten Wookie. Beim Bodenschlafen mit Schlafsack gibt es solche Hohlräume durch die Schwerkraft selten - und wenn doch, merkt man die schlechte Isolation sofort.

    Als Abhilfe in der Mitte durch Außenstoff, Isolierung und Innenstoff durchzusteppen ist sicher eine der schlechteren Lösungen, um Kältebrücken zu vermeiden - immerhin liegt sie dann aber gut an. Aber ob eine Fixierung der Isolierung eher am Innen- oder Außenstoff optimal wäre, wie und wo, darüber rätsele ich noch. Bei Kunstfaserschlafsäcken gibt es da ja auch unterschiedlichste Varianten, wenn auch mit weit geringem Problempotential wegen der Schwerkraft.

    Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass ohne mittlere Fixierung der Abstand zwischen Innen- oder Außenstoff während des Liegens immer so perfekt ist, dass die Isolierung optimal bauscht, und weder nach unten durchhängt, noch zu sehr komprimiert wird. Hat das vielleicht einer der vielen Selbstbauer mal von einer zweiten Person prüfen lassen, während er in der Matte lag, analog zu unserem Kältbrückentest?

    Ich mach dazu glaub ich nochmal einen separaten Faden auf. Die hier diskutierte Randbefestigung steht mir wahrscheinlich Ende Juli auch bevor und ich bin froh, dass ihr das nochmal durchkaut ;)

  • Ich glaube, und da habe ich nur Erfahrung im Quilten von Patchworkdecken, dass es hier (und gerade bei extrem rutschigen Stoffen) total wichtig ist, die Lagen niemals zu knapp zu bemessen. Am Rand kann man hinterher immer noch versäubern und kürzen. Dann unbedingt alle Lagen mit speziellen Sicherheitsnadeln fixieren. Das sind die leicht gebogenen, die es in jedem Nähladen oder Kaufhaus gibt.

    Immer darauf achten, dass von innen nach außen gearbeitet wird. Auch beim Zusammennähen der Lagen von innen nach außen nähen, um Faltenbildung zu verhindern.

    Wer eine gute Nähmaschine hat, kann (wie ich es benutze) einen Obertransport-Nähfuß benutzen. Damit werden der obere und untere Stoffteil quasi gleich schnell bewegt. So verhindert man ebenfalls ein zu starkes verrutschen, bzw. verschieben der Stofflagen.

    • Offizieller Beitrag

    Wer eine gute Nähmaschine hat, kann (wie ich es benutze) einen Obertransport-Nähfuß benutzen. Damit werden der obere und untere Stoffteil quasi gleich schnell bewegt. So verhindert man ebenfalls ein zu starkes verrutschen, bzw. verschieben der Stofflagen.

    Hab ich. Hat das Problem aber nicht behoben.

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