Neue Bridgehammock / Treem Outdoors

  • Eine neue Bridge Hammock, ok - aber festzurren? Das ist ja eher ein an Seilen gespanntes Bett oder Treetent, für mich ist das nichts. Ohne sie fest zu zurren sieht das für mich jedenfalls wie ein klassisches flipover-device aus.


    Aber immerhin bereichert sie den Markt und sie wird ganz sicher Liebhaber finden.


    Ich war heute morgen wohl noch nicht ganz wach


    Das wäre keineswegs ungewöhnlich (auch das "morgens nicht ganz wach sein" :P), die Hennessy Deep Jungle ist aus einem Dyneema-verstärkten Ripstop Nylon.

  • Whoopie Slings

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die sich leicht wieder lösen lassen, wenn sie derart stark gespannt sind. Zudem sollte man sich da sehr genaue Gedanken über die Stärke der Dyneema-Seile machen, wenn man Whoopie Slings verwendet. Bei einer so stark gespannten «Hängematte» mit wenig elastischem Material wirken sich harte Bewegungen schnell einmal fatal aus. Whoopie Slings bieten nur etwa 70% der Seilstärke des Materials, bei so harten Belastungen vielleicht sogar weniger(?).

  • News:


    Die Treem ist aktuell in UK aber vor kurzem war sie mal kurz (ein paar Tage) bei mir und ich konnte Sie ein wenig testen.


    Ich will hier jetzt auch kein großes Review schreiben. Auf dem Sommertreffen könnt ihr Euch ja selbst ein Bild machen.

    Aber ich hatte schon ein paar Kritikpunkte und habe mit Indrek (Owner Treem) die letzten Wochen öfter geschrieben und er war sehr offen für Ideen und ist dankbar für Verbesserungsvorschläge und konstrukve Kritik. Er hat kurzerhand noch eine weitere "breitere" Version hergestellt die Aufhängung überarbeitet und angeboten und auch diesen neuen breiteren Prototypen

    uns fürs Sommerhängmattentreffen zuzuschicken damit wir uns ein Bild davon machen können. 😊



    Hier aber schonmal ein" kleines" Fazit von 3 Nächten in der Treem:


    Die Treem hat positiver abgeschnitten wie ich gedacht hätte. Anfangs hatte ich starke Bedenken, weil sie so hart abgespannt wird.

    Ist ja ne völlig neue Art ne Bridge aufzuspannen. Hatte bedenken dass sie sich "Bretthart" anfühlt und meine Knie zu wenig Spielraum haben. Aber durch die flacher Bauweise war dies nicht der Fall, nur im Schulterbereich ist sie mir etwas zu schmal gewesen.

    Komischerweise hat ich im Bereich der Knie nicht die typische harte Kante die normal bei (zu schmalen) Bridgehammocks durch die durchlaufenden Bänder in Seitelage auf die Knie drücken. Durch die stramme und flache Bauweise hat sie sich recht untypisch gut und smoth angefüllt. Das Indrek schon an einer breiteren Version arbeitet, finde ich dennoch sehr geil da sie insgesamt und gerade im Bereich der Schultern durchaus breiter sein könnte.


    Die Aufhängung / das aufhängen ging mir erstaunlich leicht von der Hand (die Anleitung war auch super) aber ich kann mir durchaus vorstellen das ein Anfänger sich da etwas schwer tut.


    Fazit :

    Negativ :

    • Gewicht (könnte leichter sein)
    • könnte Breiter sein
    • Bridgehanmock UQ von WB passt nicht
    • Aufbau / Aufhängung etwas kompliziert für Anfänger

    Positiv :

    • sehr kleines Packmaß
    • faltbare Spreaderbars mit Gummizug sind angenehm im der Handhabung
    • Top Verarbeitung
    • Liegegefühl ist erstaunlich gut. Es (und dies ist das wichtigste Kriterium für mich)



    Er würde sich auch sehr über Rückmeldung von weiteren Usern freuen und dies könnt ihr noch dem Treffen natürlich gerne tun.



    Frohe Osterfeiertage wünsche ich Euch mit hoffentlich viel Zeit in der Natur

    Gruß Kai



    Never without my Hammock!

  • Wie war denn euer Eindruck der Treem? Gab es einen deutlichen Komfort-Unterschied zu bestehenden Modellen der das Mehrgewicht rechtfertigt? Mir sieht sie doch recht schmal aus...

    "Six by nine. Forty two."
    "That's it. That's all there is."
    "I always thought something was fundamentally wrong with the universe"

  • He, der große Meister ist wieder da! :thumbup:

    Ich fand die Treem sehr bequem. Auch das Schaukeln ist durch die doppelte Abspannung irgendwie ... anders, aber sehr angenehm.

    TreeGirl wird sicher als neue Besitzerin (sollte das nicht eigentlich Beliegerin heißen ;)) einen ausführlichen Bericht abliefern.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Mangels Aufhängemöglichkeiten im Haus (ich habe Angst mir die Wände einzureissen), habe ich die Treem bisher nur einmal im Carport aufgehängt. Leider habe ich es nur 4 Stunden darin ausgehalten, weil die sehr aktive Poserszene hier mich mit aufheulenden Idiotenkarren ständig wieder aufgeweckt hat. Und nachdem der Sommer voll ausgebrochen war, konnte ich den Test wegen des fehlenden Moskitonetzes nicht wiederholen. Wenn ich während der Mückensaison draussen schlafen will, müsste ich ein Netz annähen. Ein Netzsocke wäre mir lieber, aber die doppelte Abspannung macht so eine Konstruktion vermutlich komplizierter als ein angenähtes Netz.


    Die Schwingbewegung hat mir auch bei meinem Schlafversuch sehr gut gefallen. Die Isomatte dagegen weniger. Ich neige dazu damit zu überhitzen, obwohl ich ja eigentlich kalt schlafe. Ich müsste mal ausprobieren, ob der Lynx unter die Treem passt.


    Zum Spleißen der DD-Vari-Loops bin ich auch noch nicht gekommen :( Das ist Punkt 367 auf meiner To-Do-Liste...

  • Habt ihr auf dem Treffen denn feststellen können, ob die doppelte Aufhängung eine kürzere Baumdistanz erlaubt ?


    Das schaukeln etwas einzuschränken halte ich z.B. auch beim Ridge-Runner für erwünschenswert. Als ich im Sommer mal nachträglich das Mückennetz entrollen und schliessen wollte, dabei zu sitzen und sich nach vorne beugen, war das ein ziemlicher Balanceakt. Mit Dutchwear Spider Webbing sollte sich das Extragewicht in Grenzen halten. Vielleicht wäre eine Mischung aus Whoopie und Toggle die Lösung, das eher komplizierte Abspannen zu erleichtern. Mit dem Whoopie baut man die Spannung auf, durch Lösen des Toggles wieder ab.


    Sind die Spreizrohre solider als die vom RR ? Ich würde gerne mal mit der doppelten Aufhängung experimentieren.

  • Habt ihr auf dem Treffen denn feststellen können, ob die doppelte Aufhängung eine kürzere Baumdistanz erlaubt ?

    Ich habe die Distanz nicht gemessen, und ich habe auch die Ridgerunner nicht daneben gehängt, aber meiner Meinung nach ist der minimal nötige Baumabstand deutlich kürzer.

    Das schaukeln etwas einzuschränken halte ich z.B. auch beim Ridge-Runner für erwünschenswert. Als ich im Sommer mal nachträglich das Mückennetz entrollen und schliessen wollte, dabei zu sitzen und sich nach vorne beugen, war das ein ziemlicher Balanceakt.

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Ridgerunner sich für diese Art der Abspannung eignet. Der Stoff der für die Treem verwendet wurde sieht aus wie 70D. Für die Ridgerunner verwendet Warbonnet derzeit entweder 30D oder 40D (Dream-Tex). Ich verstehe allerdings zu wenig von der Brückenhängemattenphysik um beurteilen zu können, ob der Stoff bei der Doppelabspannung mehr belastet wird.

    Mit Dutchwear Spider Webbing sollte sich das Extragewicht in Grenzen halten. Vielleicht wäre eine Mischung aus Whoopie und Toggle die Lösung, das eher komplizierte Abspannen zu erleichtern. Mit dem Whoopie baut man die Spannung auf, durch Lösen des Toggles wieder ab.

    Welches Spider Webbing meinst du? Und wo willst du es einsetzen?


    Für die untere Abspannung kann man vermutlich schwächere Gurte wie das Spider Web 1.5 verwenden. Bei der oberen Abspannung wäre ich vorsichtig.


    Mit Whoopie Slings dürftest du wenig Freude haben, selbst wenn du eine Möglichkeit finden solltest, sie mit Hilfe von Toggles zu lösen. Wenn Whoopie Slings unter Spannung stehen, finde ich es ziemlich schwierig nachzuspannen. Für diese Art der Abspannung wären DD Vari-Loops besser geeignet.

    Sind die Spreizrohre solider als die vom RR ?

    Für mich sehen sie hochwertiger und stärker aus. Dazu kommt, dass die Spreizstäbe an der Treem in Ärmeln sitzen. Bei der Ridgerunner hätte ich Sorge, dass sie versehentlich aus dem Metallhalter rutschen.

    Ich würde gerne mal mit der doppelten Aufhängung experimentieren.

    Für 162€ könntest du eine Treem bekommen. Ich weiss nicht, ob ich meine Ridgerunner riskieren würde. Aber wenn du es wagst, poste gerne mal die Ergebnisse (in einem neuen Thread).

  • Aus meiner Erfahrung mit meinen beiden Brücken-Hängematten sollte man für die Hängematte die passende Spannung haben. Wird sie flacher, also mit mehr Zug in Längsrichtung, aufgehängt, so passiert folgendes:

    • Die Mitte der Hängematte kommt etwas höher zu liegen.
    • Der Stoff hängt in der Mitte (engste Stelle) etwas weniger tief durch.
    • Der Stoff geht von den Bändern (Rand) zur Mitte (Hängemattenlast) weniger steil runter.
    • Der Stoff wird deshalb in Querrichtung stärker belastet (quasi flacherer Hängewinkel des Stoffes zwischen den Bändern).
    • Gerade ein eher dehnbarer Stoff beult dann stärker (unter Umständen bleibend) aus oder könnte womöglich sogar einreissen.

    Die Belastung des Stoffes in Längsrichtung wird weitgehend durch die eingearbeiteten Bänder aufgefangen. Die müssten der grösseren Spannung einfach standhalten. Das gleiche gilt für die Spreizstäbe, die auch stärker belastet werden. In Bezug auf den Stoff ist die Längsrichtung selbst weniger das Problem, sondern eher die erhöhte Spannung des Stoffs in Querrichtung, die sich daraus ergibt.


    Ich kann mir aber vorstellen, dass man auch mit der zusätzlichen Abspannung nach unten so vorgehen könnte, dass man die Hängematte etwa gleich wenig oder stark spannt, wie wenn man sie wie gewohnt aufhängt. Das scheint mir auch wichtig: Denn je kürzer der Baumabstand, desto "flacher" (wenn man sich das Dreieck um 90° am Baum hängend vorstellt) wird die Abspannung. Dadurch wird dann ab einem bestimmten Punkt die Belastung der Dreiecke sehr hoch, sollte man die Hängematte tatsächlich stärker als üblich auf Zug bringen. Wie gesagt: Solange die Bänder das aushalten, wird der Hängemattenstoff in Längsrichtung nicht übermässig belastet, aber die Belastung an der schmalsten Stelle in Querrichtung könnte dann – wie oben erläutert – bei einem eher leichten Stoff kritisch werden, zumal die meisten Stoffe ja in Querrichtung (Schussfäden) deutlich schwächer sind als in Längsrichtung (Kettfäden).


    Ich weiss nicht, ob ich mich einigermassen verständlich ausdrücken konnte.


    Die Treem ist jedenfalls für die hier erläuterten Kräfte bei sehr hoher Spannung optimal ausgerüstet, eine Ridgerunner nur dann, wenn die effektiv in Längsrichtung wirkende Kraft auf die Hängematte nicht wesentlich erhöht wird. Der "Hängewinkel" der Hängematte selbst, sollte also in etwa gleich bleiben. Das sollte auch machbar sein. Leider lässt er sich bei der Aufhängung der Treem nicht so leicht überprüfen, da die Möglichkeit, dafür eine Firstleine zu nutzen, wegfällt.

  • Im Grunde werden durch die doppelte Abspannung (nach oben und unten) einfach zwei Punkte definiert, zwischen denen die Hängematte hängt (in der Skizze unten rot eingekreist):

    • Bei der Treem wird die Spannung zwischen diesen Punkten maximiert.
    • Man könnte aber auch etwas mit vergleichsweise wenig Spannung zwischen diesen Punkten aufhängen (ca. 25°).

    Das Problem im zweiten Fall ist einfach: Wie kann ich die Spannung bei jedem Aufbau gleich halten? Bei meinen Brücken-Hängematten nutze ich dafür eine Firstleine. Diese Möglichkeit fällt aber weg, da die Abspannung ja nicht immer in den gleichen Winkeln vom Baum kommt.


    Im Bild zusammengefasst:


  • Für die Gramm-Zähler unter euch nochmal hier die offiziellen Zahlen die ich soeben vom Hersteller erhalten habe:


    Hammock body (made of 2 layers of 70D ripstop Nylon and 25 mm wide UHMWPE webbing): 450 g


    Suspension ropes (containing 4 steel rings and 4 rope handles): 210 g

    2 spreader bars (85 cm long): 323 g

    4 tree hugger straps (2,7 m long, each containing a steel ring and a cam buckle): 362 g

    Empty packing bag: 60 g

    Total weight: 1405 g

    Optional: 2 trekking pole handle adapters: 51 g

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