Benutzt ihr eine Fußmatte?

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  • Hi zusammen,

    Bisher verwende ich keine Fußmatte, in der einschlägigen Literatur wird aber oft eine empfohlen.

    Die Vorteile sollen nicht zuletzt der Schutz gegen Dreck und Matsch beim Ein- und Aussteigen sein.

    Daher meine Frage: Benutzt ihr Fußmatten oder sonstige Unterlagen?

  • Ich habe noch nie eine benutzt. Die Schuhe werden ohnehin schmutzig. Da sehe ich persönlich keinen Grund, auch noch eine ganze Matte schmutzig zu machen. Ich setze mich in die Hängematte, ziehe die Schuhe aus und schwinge die Beine in die Matte, wo ich mich dann mit Quilt oder Schlafsack zudecke. Beim Aufstehen gehe ich umgekehrt vor.

    Aber wenn es einem egal ist, eine Matte mitzutragen und schmutzig zu machen, dann bietet sie natürlich den Luxus, dass man ein Stück sauberen Fussboden unter der Hängematte hat, wo man Rucksack und andere Dinge absetzen kann, die nicht schmutzig werden sollen. Mit anderen Worten: Man nimmt etwas mit, das schmutzig werden darf, damit andere Dinge nicht schmutzig werden.

  • Da habe ich mich wohl unklar ausgedrückt, ich meine eine Fußmatte auf dem Boden. Derek Hansen nennt sie „floor mat“.

    Ich würde mich nie mit Schuhen in die Matte legen ;). Die Schuhe hänge ich nach dem Ausziehen auf, wegen der Schnecken usw.

    Mir ist der Sinn einer Fußmatte, so wie du auch schreibst, nicht wirklich klar geworden. Dennoch scheint sie verbreitet zu sein.

    Einmal editiert, zuletzt von Freihaenger (23. Februar 2019 um 00:29)

    • Offizieller Beitrag

    Ich denke, Waldläufer70 hat Dich schon richtig verstanden.

    Ich hatte eine zeitlang eine Fußmatte verwendet, bin aber wieder davon abgekommen. Dem Vorteil, nicht schon in der Hängematte sitzend die Schuhe anziehen zu müssen, steht der Nachteil entgegen, die schmutzige Fußmatte beim Lagerabbau im Rucksack verstauen zu müssen.

    • Offizieller Beitrag

    Ich benutzte meistens eine Fußmatte, die aus einem abgeschnittenen Teil einer BW-Faltmatte besteht. Zum Schuhe an- und ausziehen benötige ich sie nicht (sie ist dabei eher hinderlich, da ich aufpassen muss, dass ich meine schmutzigen Schuhe nicht genau über der Fußmatte in der Hängematte sitzend an- und ausziehe, sodass der ganze Dreck von den Sohlen auf die Matte krümelt). Allerdings habe ich die Angewohnheit meine Kleidung im stehen zu wechseln, und da ist mir die Fußmatte sehr genehm, wenn ich meine Hose wechsele und teilweise mit einem Bein in der Luft herumstehe wie ein Flamingo.

    Ich habe diese Aktion auch immer mal wieder ohne Fußmatte gemacht, aber dann hatte ich immer Erde bzw. Laubreste an den Socken. Trotz der Bemühungen des Abklopfens von den Socken habe ich danach ein wenig Bodenmaterial an den Sohlen mit in die Hängematte gebracht. Und wenn der Boden auch noch nass ist, hatte ich nicht selten feuchte Sohlen nach dem Hosenwechsel. Das mag ich gar nicht X/

    Dadurch, dass meine Fußmatte aus zwei zusammenhängenden Teilen einer alten BW-Faltmatte besteht, falte ich sie ggf. mit der trockenen Seite nach aussen am Morgen zusammen und nutze sie hochkant als Rückenstabilisator im Rucksack beim Einpacken.

    • Offizieller Beitrag

    Ich bin bisher immer ohne Teppichvorleger unterwegs gewesen, aber nach meinen letzten beiden Wanderungen mit Hilda1307 überlege ich mir, einen zuzulegen. Als ausgewiesener Zeckenmagnet wollte ich mich im Wald bei der Katzenwäsche nicht barfuß ins Laub stellen. Und die Wanderstiefel werden dabei halt immer nass. Deshalb habe ich meine kleine Reflectix Sitzunterlage als Fußmatte benutzt - nur rutscht man darauf leider sehr leicht, und der Boden ist ja selten eben. Vor dem nächsten Trip möchte ich verschiedene Möglichkeiten ausprobieren:

    • einen Windscheibenschutz wie ihn Hilda1307 verwendet (die stoffartigere Variante, nicht die mit Luftpolsterfolie)
    • ein Stück Elefantenhaut
    • ein Stück Tyvek
    • ein Stück beschichteter Nylonstoff

    Grundsätzlich gehört so eine Plane aber zur Luxusausrüstung und kommt nur mit wenn der Rucksack unter 14kg liegt.

  • Ich würde mich nie mit Schuhen in die Matte legen

    Ich auch nicht.

    Irgendwie kann ich zwar all die Probleme nachvollziehen, nur teile ich sie eher nicht.

    • Ich kann Schuhe besser im Sitzen an- und ausziehen als im Stehen. Also erledige ich das in der Hängematte sitzend.
    • Wenn ich die Schuhe ausziehe, positioniere ich den ersten Fuss einfach auf dem Schuh. Meine Socken berühren den Waldboden nie und werden auch nie davon feucht.
    • Beinkleidung wechsle ich auf Wanderungen häufiger unterwegs auf jeweils einem Bein balancierend (kurze Hose <=> lange Hose / Regenhose). Am Abend wechsle ich eher T-Shirt oder Pullover als die Beinkleidung. Das «Flamingo-Problem» stellt sich bei mir eher unterwegs als im Nachtlager.

    Ich schlafe ja auch sehr gerne im Zelt. Da hat man quasi eine grosse Fussmatte (Zeltboden). Diese hat tatsächlich den Vorteil, dass man seine Sachen weitgehend sauber am Boden deponieren kann. Ich bin allerdings immer wieder erstaunt, wie viel «Schmutz» (Gras, tote Insekten, etc.) am Morgen im Zelt am Boden liegen, die man dann wieder rausschaffen muss / möchte. Beim Abbau des Zeltes ist – je nach Untergrund – der mühsamste Teil, den Zeltboden beim Zusammenfalten und Einrollen aussen mit einem Lappen zu säubern. Gerade diesen eher unangenehmen Teil kann ich mir ersparen, wenn ich mit der Hängematte unterwegs bin.

    Vielleicht probiere ich trotzdem mal eine Fussmatte aus... ;)

  • So unterschiedlich tickt der Mensch halt.

    Wie Zuhause.

    Manche haben einen Stuhl für Kleidung die sie ablegen im Schlafzimmer.

    Und auch einen Bettvorleger.

    Andere haben das nicht. Kommen auch so klar.

    Ich achte sehr auf Sauberkeit und lege je nach Boden auch eine Unterlage unter den Rucksack,

    während ich aufbaue.

    Es ist ein Frontloader und zum Auspacken liegt dieser halt auf dem Rückenteil, welches ich am nächsten Tag wieder am Rücken trage.

    Also lege ich eine Unterlage unter den Rucksack.

    Genau diese lege ich als "Bettvorleger" dann unter die Hängematte.

    Nicht alles nehme ich mit in die HM. Wasserflasche zum Beispiel.

    Da kondensiert schonmal die Feuchtigkeit und "Dreck" vom Boden bleibt daran hängen wenn ich sie Nachts zum Trinken hoch in die HM nehme.

    Den finde ich morgens dann in der HM.

    Oder Schuhe. Klar machts denen nix aus, die Nacht direkt auf dem Boden zu stehen.

    Aber ich lande mit meinen Füßen meist nicht mehr dort, wo ich Abends zuvor die Schuhe hingestellt habe.

    Bin nachts etwas verrutscht oder so.

    Dann schwingste die Beine raus, suchst mit den Fußzehen die Schuhe und findest sie nicht.

    Toll wenn man dann einfach so mal hinstehen kann, ohne mit den Füßen oder Socken gleich auf dem Waldboden zu stehen.

    Ist halt so ein Tick von mir die Sauberkeit.

    Dazu verwende ich entweder die BW Elefantenhaut. Noch komplett. (will sie schon lange kleiner schneiden)

    oder von DD das Magic Carpet!

    https://www.ddhammocks.com/product/dd_mag…et2?from_cat=33

    Kennt kaum einer.

    Genau dafür gemacht!

    Leicht, 4 Schlaufen an den Ecken um es zu fixieren.

    Universal, man kanns auch als Regenschutz für den Rucksack nehmen.

    • Offizieller Beitrag

    Hm, 174g für einen nicht wirklich notwendigen Ausrüstungsgegenstand ist für mich nicht mehr leicht. Allerdings sind 140cm x 140cm auch deutlich größer als nötig. Was wiegt denn 1qm Elefantenhaut?

  • Mehr! ;) Weiss nicht genau. Aber das ist ja dickes PVC Gewebe.

    Man kanns halt super zuschneiden und es franst nix aus.

    174g DD Magic Carpet oder auch andere Vorleger.

    Der Vorteil wiegt das wieder auf.

    Ich kann mir vorstellen, dass bei Nutzung einer Moskitosocke, welche bis auf den Boden geht,

    mit einer Unterlage sich auch weniger Waldboden darin versammelt oder weniger die Gefahr besteht,

    dass man sich ein Loch rein drückt.

  • Noch kurz eine Offtopic-Ergänzung:

    Etwas, was ich schon öfters zuhause vergessen und dann vermisst habe – gerade von Herbst bis Frühling (also weniger im Sommer) – ist eine Sitzmatte. Wenn der Untergrund eher kühl bis kalt und oft auch feucht oder nass ist, finde ich eine Sitzmatte eine gute Sache. Auf Schneeschuh-Touren erhöht sie den Komfort ungemein.

    Sie wiegt nicht viel, isoliert gegen die Bodenkälte und Hose und Gesäss bleiben trocken und sauber. Es gibt diverse Sitzmatten im Outdoor-Fachhandel, man kann sich aber auch mit einer passend zugeschnittenen Antirutsch-Matte für die Besteckschublade sehr gut behelfen. Die eine Seite einer solchen ist beschichtet und wasserdicht, die andere eher weich und angenehm zum Sitzen.

    Eine solche Matte wiegt in der Regel so 20g bis 40g – je nach Grösse und Modell.

    Antirutsch-Matte für die Besteckschublade

    • Offizieller Beitrag

    Um an die Anti-Rutschmatte von Waldläufer70 anzuknüpfen, fällt mir noch meine Schaum-Faltmatte ein, die ich auch manchmal dafür nutze. Die hat bei mir dreifachen Zweck: 1. als Sitzunterlage, wenn die Sitzfläche kalt oder feucht ist, 2. als Fußmatte (wie oben beschrieben) und 3. als Fußunterlage in der Hängematte, wenn es mir trotz UQ zu kalt am Fußende von unten hochzieht.

    Der Schaumstoff dieser Matte ist so fein, dass sie sich gut ausklopfen lässt, um Erde und Laub zu entfernen, und sie nimmt trotz Körpergewicht kein Wasser auf. Wenn ich sie nicht benötige, liegt sie im Shelf der WBBB oder hängt bei den Selbstgenähten einfach gefaltet über der Ridgeline. Gibt es in jedem Outdoorladen und wiegt 35 g.

  • Da könnte ich noch die Sitzmatte von «Regatta – Great Outdoors» anmerken. Ich mal eine von meinem Bruder geschenkt bekommen, ist vor allem im Winter der Matte für die Besteckschublade überlegen (dicker und isoliert somit besser) und ist doch sehr leicht (29g).

    Allerdings scheint sie mir wegen der Oberflächenstruktur als Fussmatte weniger geeignet als die von Relags.

    • Offizieller Beitrag

    Was ganz gut geht ist eine Aquarienunterlage aus geschlossenpoorigem Schaum (ähnlich Evazote)

    Die gibt es preiswert z.B. im Hornbach-Baumarkt oder im Online-Handel. Man kann sich die gewünscht Größe zuschneiden.

    Die Schaum-Unterlage ist wasserdicht, isoliert gut und die Füße bleiben warm. Sie hat auch eine gewisse Form-Stabilität, ist aber trotzdem gut falt- oder rollbar. Mein Pad ist 35x35cm und 5.5mm dick und hat ein Gewicht von nur 21.5 Gramm

  • Wenn wir mit dem Tarp unterwegs sind benutzen wir für die Unterlage Heringe. Ob das bei dem größeren Spektrum an Untergründen bei einer HM in den meisten Fällen noch möglich ist bezweifle ich.

    Bei Sand oder Steinen (siehe mein Avatar- oder Profilbild) wird das in der Regel eine nervige Fummelei. Beschweren mit Steinen geht da noch, aber einfach eine Schippe Sand auf die Matte schmeißen hat ja schon eher Unterhaltungswert :D.

  • Ich verwende was Ähnliches wie @Bernd Odenwald : ich habe mir von einem einfachen Tarp ein Stück ausgeschnitten und befestige es mit kl. Ästchen oder Steinen am Boden. Ich brauche eine Unterlage, weil ich in einem Schlafsack schlafe, in den ich vor der HM stehend "einsteige" und da will ich nicht auf Waldboden oder Wiese stehen.

    Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin und auf Campingplätzen hänge verwende ich einfach eine Picknickdecke: die finde ich praktisch, weil sie so groß sind, dass man auch anderen Krempel darauf abstellen kann, ich darauf sitzen kann, wenn ich was essen will und sie unten eine wasserfeste Beschichtung haben. Wenn sie am nächsten Tag unten naß und schmutzig ist (und ich keine Möglichkeit zum Putzen habe) falte ich sie so zusammen, dass der Schmutz innen ist.

  • Manchmal lege ich meinen Poncho oder einen kleinen Regenschirm unter/neben die Hängematte, wo dann alles drin abgeladen wird.

    Oder andere Ausrüstung wo ich mich reinstellen kann, wie eine leere Dufflebag, Packraft, Kajakluke...

    An meinem festen Hängeplatz hatte ich wegen des Sandbodens 3 Bretter als 'Laufsteg', bin aber gerade dabei sie zu verheizen, weil's eben so viele andere Möglichkeiten gibt:/

    Einmal editiert, zuletzt von Omorotschka (24. Februar 2019 um 05:59)

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