DIY Tarp: Konstruktionstips

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  • Bis vor kurzem bin ich davon ausgegangen, dass das dynaGlide, das ich für die Befestigung des Tarps am First nutze, kein bisschen rutscht (siehe meinen Bericht weiter oben). Kürzlich war ich allerdings mit einem Freund im Oberbaselbiet (zwischen Eptingen und Oberdorf) und habe im Wald übernachtet. Nachts zog ein ziemlich heftiger Sturm auf, der das Tarp ordentlich durchgeschüttelt hat. Tatsächlich ist dann das dynaGlide durch die LineLocs gerutscht. Es hing am Morgen dicht über der Hängematte, der First hatte nachgegeben.

    Ich muss mir da etwas anderes ausdenken! – Vielleicht versuche ich es mal mit einem reflektierenden Seil.

    Ich würde eine polyesterummantelte Leine nehmen. Zum Beispiel sowas hier: https://www.extremtextil.de/dyneema-polyes…ach-1-25mm.html

    Hab das mittlerweile seit 1 Jahr in Gebrauch, hält wunderbar mit NAMA claws. Geht sicher auch gut mit allen anderen Klemmgadgets. Und 120 kg Bruchlast reicht locker, weniger wär mir sogar lieber (zwecks Schutz des Tarps).

  • Ich würde eine polyesterummantelte Leine nehmen. Zum Beispiel sowas hier: https://www.extremtextil.de/dyneema-...ch-1-25mm.html

    Hab das mittlerweile seit 1 Jahr in Gebrauch, hält wunderbar mit NAMA claws. Geht sicher auch gut mit allen anderen Klemmgadgets. Und 120 kg Bruchlast reicht locker, weniger wär mir sogar lieber (zwecks Schutz des Tarps).

    Ich glaube, die ist polyesterummantelt. Ich dachte ans Glowire von Lawson, das recht steif ist und insgesamt recht gut in den LineLocs hält. Von dem hätte ich noch genug zuhause rumliegen. Die LineLocs sind für Schnüre von 1.5 bis 2.5mm Durchmesser ausgelegt. Das wird mit der 1.25mm-Schnur nicht halten.

    Beim First mache ich mir eigentlich keine Sorgen ums Tarp. Da baue ich ohnehin meistens eine starke Gummischnur ein. Aber bei der Abspannung habe ich mir auch schon überlegt, auf eine weniger reissfeste Schnur umzusteigen oder zumindest eine Sollbruchstelle einzubauen.

  • Hallo Leute ich hänge mich hier mal mit ran. Ich Nähe gerade an meinem neuen Tarp, habe gerade die Firstnaht abgeschlossen. Hierfür habe ich den Flat Felt Seam hergenommen. Soweit alles gut, allerdings fällt mir auf, wenn ich die Naht auseinander ziehe, entstehen an den Einstichstellen ganz schön heftige Löcher. Habe extra eine neue Microtex Nadel eingesetzt, Polyesterfaden, Stichlänge 3.5 mm (extra bisschen länger als sonst um weniger Löcher zu machen). Ist das 1.1 oz Silnylon von RBTR evtl zu dünn für ein Tarp. Will jetzt nicht unbedingt ein Rispband drüber nähen, wegen Gewicht. Würde das überhaupt etwas bringen? Freue mich auf euren Input.

  • Na die Microtex Nadel von Schmetz. 130/705 H-M 80/12. Aber du hast recht, die Zugpunkte verstärke ich ein wenig und im Endeffekt kommt ja niemals so ne dolle Punktlast direkt auf der Firstnaht an. Das wird gut. Werde auch erstmal nicht abdichten. Falls irgendwann mal was durch kommt kann ich ja was drüber Pinseln. Danke für deine beruhigenden Worte 😁

  • Hallo zusammen,

    habe mein Tarp am Samstag fertig bekommen. Aus irgend einem Grund habe ich es nun doch nur 3.5 m (Ridgeline) lang gemacht.

    Meine neue Hängematte ist auch fertig und die hat eine Bruttolänge von 3.5 Meter. Laut "The Ultimate Hang" App ist die optimale Ridgeline Länge 3.03 m (muss ich dann noch für mich anpassen) somit ist das Tarp von der Länge echt knapp bemessen. Manchmal hasse ich mich für das Grämmchen zählen! Für moderates Wetter ist das okay, bei Regen auch aber bei Regen mit Wind könnte es knapp werden. Evtl. nähe ich mir mal 1/3 lange Türen, ähnlich wie die Enden bei dem Warbonnet Superfly... aber eben nur 1/3 von der Kantenlänge der Tarpöffnung. Ansonsten bin ich ganz zufrieden. Das 1.1 oz Silnylon von RBTR ist echt nicht so einfach in der Verarbeitung, hat eine Weile gedauert bis ich mich da rein gearbeitet habe. Und das Material ist ziemlich dehnbar. Deshalb habe ich Gummiringe an alle Abspannpunkte geknotet, ist jetzt gewichtstechnisch nicht optimal aber es fühlt sich gut und richtig an. Die Specs: Länge Ridgeline 3.5 m, Länge unten 1.8 m, Breite pro Seite 1.42 m, Breite Gesamt 2.84 m, Gewicht mit Packsack und Heringen, all inclusive 44o gr. Ganz okay.

    Alle Ecken sind mit dem 1.6 Hyper D diamond Ripstop verstärkt.

    Für die Panel Pulls habe ich kleine Rechtecke aus 20 mm Gurtband von hinten gegen genäht.

    In den Packsack habe ich eine extra Tasche für die Heringe eingenäht. Das funktioniert ganz gut.

    Links das Tarp, rechts die neue Hängematte aus dem 1.6 Hyper D XL diamond Ripstop. Die Hängematte konnte ich leider noch nicht ausprobieren. Der Stoff ließ sich aber super verarbeiten und er fühlt sich auch gut an. Jedoch mit 540 gr. inclusive Aufhängung nicht mehr im UL-Bereich :(. Ich bin saumäßig auf den Liegecomfort gespannt, wenn der super toll ist, dann darf Sie auch ein bisschen mehr wiegen ;). Praxistest für beide folgt...

    • Offizieller Beitrag

    habe mein Tarp am Samstag fertig bekommen. Aus irgend einem Grund habe ich es nun doch nur 3.5 m (Ridgeline) lang gemacht.

    Meine neue Hängematte ist auch fertig und die hat eine Bruttolänge von 3.5 Meter. Laut "The Ultimate Hang" App ist die optimale Ridgeline Länge 3.03 m (muss ich dann noch für mich anpassen) somit ist das Tarp von der Länge echt knapp bemessen.

    Wieso? Passt doch. Für eine 10-Fuß-Hängematte nimmt man üblicherweise ein 10-Fuß-Tarp und für eine 11-Fuß-Hängematte ein 11-Fuß-Tarp.

  • Mir gefällt auch die Idee, das Tarp mit Nama Claws an der Ridgeline zu befestigen.

    Hi barfuß, vorher hatte ich mein Tarp mit Paracord aufgespannt, da hatte ich auch Prusiks für die Spannung. Die ZingIt-Lines sind dafür aber zu glatt, deshalb habe ich die Nama Claws gekauft. Ich muss sagen die Claws funktionieren super, bin sehr zufrieden damit.

  • Wieso? Passt doch. Für eine 10-Fuß-Hängematte nimmt man üblicherweise ein 10-Fuß-Tarp und für eine 11-Fuß-Hängematte ein 11-Fuß-Tarp.

    Habe ich vorher auch so gelesen und deshalb so gebaut. Mal sehen, muss nächstes Wochenende mal die neue Hängematte testen und die Ridgeline einstellen, vielleicht is Sie ja jetzt noch zu lang eingestellt. Ich hatte die Hängematte am Sonntag mal kurz unter das Tarp gespannt und da erschien mir die Überdeckung des Tarps etwas zu wenig. Konnte die Hängematte aber im Garten leider nicht testen, weil mir dort angemessene Aufhängepunkte fehlen. Wir haben da nur ganz junge Apfelbäume und unserer Ost-Hütte aus Leichtbauwänden traue ich auch nicht 8o

  • Sieht schön aus! Wegen der Firstlänge würde ich mir mal keine Sorgen machen. Wenn die Ridgeline der Hängematte länger ist, hängt diese dafür etwas weniger durch, womit du dafür seitlich zusätzlichen Schutz gewinnst. Zudem kannst du gerade bei einem Hex-Tarp sehr schön mit der Distanz zur Hängematte spielen:

    Du kannst das Tarp beim Abspannen sehr leicht der Kontur von Hängematte und Hängematten-Aufhängung annähern, indem du es am First nicht maximal spannst und dafür mit den unteren Abspannungen spielst.

  • Wow, sieht richtig gut aus :). Tarp nähen steht mir wohl auch noch bevor :D. Gibt es einen Grund, wieso du dich genau für diesen Tarpstoff von RBTR entschieden hast und nicht zum Beispiel für das 1.1oz Silpoly? Ich könnte mir vorstellen, dass das etwas weniger dehnabr ist, habe aber momentan noch keine Erfahrung mit silikonisierten Stoffen.

  • dafür ist Nylon bei gleich starker Faser etwas reissfester, was durch die Elastizität noch verstärkt wird

    Burritojoe, die Anmerkung von Waldläufer 70 ist genau der Grund warum ich mich für Silnylon entschieden habe. Silpoly ist sehr unelastisch, das macht das Aufspannen des Tarps nicht so einfach, wenn Silpoly dann würde ich auch auf jeden Fall einen HEX CAT schneidern. Ich hatte vorher auch ein DIY Sylnylon Tarp und bin damit sehr gut zurecht gekommen, war jetzt nur zu kurz geworden für meine neue Hängematte.

  • Ich hatte bisher gedacht, dass catcuts in erster Linie bei Silnylon verwendet werden, gerade wegen des Stretch.

    Ich weiss bis heute nicht, welche Aussage tatsächlich korrekt ist. Rein von der Theorie her kann ich mir beides vorstellen. Mein Silpoly-Tarp (weiter oben vorgestellt) hat keinen tiefen Kettenlinien-Schnitt, lässt sich aber trotz / wegen der geringeren Dehnbarkeit sehr schön abspannen.

  • Ich glaube, dass der Cat-Cut für beide Stoffe von Vorteil sein kann. Ich muss gestehen, dass ich bis jetzt noch nichts aus Silpoly geschneidert habe. Ansich kann man viel gutes vom Silpoly lesen, einfache Verarbeitung, bessere UV-Stabilität und eben weniger Strech. Nachdem ich anfangs ganz schön Probleme beim vernähen des 1.1 Silnylons hatte, könnte ich mir vorstellen das nächste Projekt doch mal mit nem Silpoly anzugehen. Ist denn das Silpoly rascheliger, lauter als das Silnylon?

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