Khibu anowa - Hängemattensystem aus Ungarn

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  • anowa-fo-kep1.jpg

    Freunde der Sonne, der Nacht und der Hängematte,

    hier das Review zum neuen anowa Hängemattensystem von Khibu.

    ANOWA, THE HAMMOCK SYSTEM
    anowa The Hammock System anowa is a modular hammock system designed to make hammock sleeping simpler, more predictable, and more stable.Every element of the…
    khibu.hu

    Disclaimer short:
    Ich habe die Hängematte kostenfrei für ein Review von Khibu erhalten und darf diese danach behalten.

    Ich erhalte kein Geld dafür und habe sonst außschließlich als Anreiz dem Forum dieses Review zur Verfügung zu stellen.
    Niemand nimmt Einfluss, gibt etwas vor, oder gibt anderweitige Anreize für ein postives Review.

    Disclaimer long:

    Spoiler anzeigen

    In 2020 hat das Forum den neuen Hersteller Khibu aus Ungarn entdeckt.
    Als einer der ersten habe ich eine Nirvana Hängematte von Khibu gekauft, da bis dahin niemand Erfahrungen dazu gesammelt, oder im Forum veröffentlicht hat.
    Ich tat dies aus Neugier, der Liebe zum Forum und da ein Freund eine richtige HM suchte.

    Nachdem ich diese getestet und für sehr gut befunden habe, schrieb ich besagtes Review.
    Dieses kam ganz gut an und führte auch zu einigen Käufen bei Khibu, wodurch Kornél (Chef von Khibu) auf mich/mein Review aufmerksam wurde.
    Er fragte mich dann, ob ich Interesse hätte weitere Dinge von Khibu zu testen und meine ehrlichen Erfahrungen damit als Review zu veröffentlichen.
    Wichtig ist hierbei zu sagen, das er zu keinem Zeitpunkt Einfluss darauf nehmen wollte und ich klargestellt habe das ich immer ehrlich sein werde.
    Dadurch kommt es auch zu kritischen Vergleichen zu anderen Herstellern und Hängematten.

    Speziell da ich die Ausrüstung dann auch behalten durfte (nicht zurückschicken musste), organisierte ich auch kostenlose Tests damit. Sowohl per Rundversand, als auch auf Treffen. Leider musste ich ersteres einstellen, da die Abläufe leider nicht mit der nötigen Disziplin und Ehrlichkeit funktioniert haben.

    In 2023 konnte ich Khibu dann direkt in Ungarn besuchen, da ich beruflich dort für ein Projekt unterwegs war.
    Ich konnte mir somit auch persönlich von Kornél, sowie von der Produktion einen Eindruck machen.

    Die "Zusammenarbeit" von Kornél und mir wurde immer weiter ausgebaut, hat jedoch zu keinem Zeitpunkt die o.g. Parameter (zur Verfügung stellen für Test und behalten der Ausrüstung) überstiegen.


    Eine Bestellung des anowa ist sowohl über den Shop in Standardkonfiguarion (Kopf Rechts, Füße Links), als auch persönlich konfiguriert per Mail möglich.
    Ich habe mich für eine etwas stärker gefüllte Version (-10°C) und damit für eine nicht-Standard Variante entschieden.
    Trotzdem wurde das Paket innerhalb von 3 Tagen an mich versendet und innerhalb weiterer 3 Tagen von GLS an mich zugestellt.
    Ich kann hierbei nicht beurteilen, ob es hier nicht eine Sonderbehandlung gab -> hier sehr gern euer Feedback zu den Lieferzeiten.

    Wie gewohnt kam alles sehr gut verpackt und unbeschädigt bei mir an:

    Der Underquilt befindet sich separat verpackt in einer dünnen Folie und kommt einem schon mit Kraft entgegen.
    Ich habe Kornél hier sowohl geraten eine Kartongröße nach oben zu gehen, als auch ein Stück Karton innen, als Schnittschutz vor dem Öffnen mit einem Messer, einzulegen:

    Ich empfehle dringend das Paket sofort nach erhalt zu öffnen und nicht erst irgendwo stehen zu lassen, sodass die Daune nicht unnötig lang komprimiert bleibt.


    Inhalt:

    • UQ Daune 800 CUIN
    • HM in separatem Packsack (an HM) und mit angebrachtem Mückennetz
    • 2x Baumgurte (3m x 25mm poly)
    • 2x Tie Out Lines
    • Winter Top Cover
    • Sticker
    • Anleitung "kurz"
    • Anleitung "lang"
    • Wasserwage für die Ridgeline


    Gewichte & Packmaß:

    • UQ in Aufbewahrungsbeutel = 856g | 50cm x 60cm (bxh) -> anowa komplett hat selbe Maße im Aufbew.beutel
    • HM in Packsack, inkl. Mückennetz & Cinch Buckles = 743g | 15cm x 30cm (bxh)
    • Baumgurte und TO's = 139g
    • Top Cover = 112g | 10cm x 16cm (bxh)
    • anowa in Packsack = 1606g | 27cm x 47cm (bxh)

    Danke OutdoorBuddy für die Überprüfung der Gewichte.

    Fakten:

    • 330cm x 150cm (lxb)
    • 40D ripstop nylon, DWR beschichtet
    • kein symmetrisches Liegen möglich
    • Einstieg auf beiden Seiten möglich
    • keine Angabe zur Belastungsgrenze -> Hinweis an Kornél gegeben
    • Ridgeline nicht einstellbar
    • 30C° Maschinenwäsche (laut Etikett)
    • Reißverschlüsse treffen sich in der Mitte
    • Mückennetz & Top Cover vollständig abzipp-/ austauschbar
    • UQ vollständig abzipp-/ austauschbar

    6 Mal editiert, zuletzt von Rocketman (23. Februar 2026 um 19:46) aus folgendem Grund: Anpassung Gewichte

  • Review:

    Ich habe mir nun einige Zeit genommen, bis ich meine Einschätzung und damit dieses Review veröffentliche.
    Dazu habe ich 5 Nächte bei verschiedenen Temperaturen in dem anowa geschlafen und in den Nächten teilweise auf andere HM-Systeme gewechselt.

    Vergleichen werde ich hierbei mit der EasyHammock Winter XL (-12°C) (Produktion eingestellt), der Dream Hammock Sparrow 12ft mit 0°F Wooki (-17°C), Khibu Nirvana 11ft mit 0°F Wooki und der Khibu Nirvana 11ft mit Magma Underquilt (-5°C).


    Wie bei allen meinen bisher von Khibu getesteten Produkten kann ich keinerlei Schäden, Unsauberkeiten, oder Fehler entdecken.
    Die Matte macht einen wertigen Eindruck, alle Nähte sind sehr gut verarbeitet, es gibt keine Lücken im Netz.
    Reißverschlüsse haken nicht, auch nach vielem auf und zu machen, und sind verhältnismäßig leise.
    Der Liegekomfort entspricht, nicht verwunderlich, dem einer Nirvana.
    Ich liege in dem anova, genau wie in der Nirvana, selbst mit meinen 1,97m, sehr angenehm.
    Dies unterscheidet für mich Khibu auch von anderen Herstellern, bei denen mir die 11ft Matten "nicht passen".

    Details zum Liegekomfort per se, bitte ich daher dem Detailierten Review zur Nirvana zu entnehmen.

    Spoiler anzeigen

    Ich besitze sowhl die Khibu Nirvana XL Long, als auch die Nirvana XL Wide und "benötige" diese Varianten nicht, um komfortabel zu liegen. Khibu ist der einzige Hersteller, den ich bislang getestet habe (es fehlen nur wenige), bei dem mir die 11ft Variante besser gefällt.


    Die erste Nacht habe ich Zuhause unter dem Carport in dem anowa verbracht.
    Diese war auch gleich die kälteste mit -2,8°C.

    Hier habe ich dann gleich das Top Cover ausprobiert:

    Und Feuchtigkeit am Morgen vorfinden können:

    Um das Top Cover anzubringen, braucht es schon etwas Übung und Gedult. Draußen, im kalten, den Wechsel von Mückennetz auf Top Cover zu vollziehen, hat wirklich keinen Spaß gemacht.
    Der Wechsel dann zurück auf das Mückennetz hat aber schon besser funktioniert.
    Meine Empfehlung ist hier eindeutig sich vor der Tour für eines der beiden zu entscheiden und dies in Ruhe, am besten im Warmen entsprechend anzubringen.
    Wie oben zu sehen bewirkt das Top Cover schon einiges an Feuchtigkeit in der HM, weshalb ich es auch nicht aktiv nutzen werde.
    Dafür spürt man einen Unterschied, was das mikro Klima in der HM anbelangt. Ich habe hier durchaus 1-3 Grad Unterschied von Außerhalb zu Innerhalb der HM erreichen können.

    Leider habe ich es dann nicht mehr geschafft noch tiefere Temperaturen zu erwischen, sondern mich bei den weiteren Nächten zwischen 2°C und -2°C bewegt.

    Mein persönliches Wärmefazit (friere recht schnell), besonders im Vergleich zu den o.g. Matten/Systemen fällt bei den getesten Temperaturen durchweg positiv aus.
    Der persönlichste Tiefstpunkt (Temperaur technisch ;)) liegt bei mir bei -8°C. Auch dies traue ich dem anowa entspannt zu, sodass ich auch ohne weiteren Test bei dieser Temperatur damit in den Wald gehen würde.

    Hier die Vergleiche zu den Testmatten (+ positiv zu Vergleich, - negativ zu Vergleich), in Reihenfolge meiner persönlichen Favoriten:

    • Khibu anowa (-10°C)
      • + mit Abstand mein wärmstes System -> Wärme wird quasi sofort und stark zurückgegeben und nicht von Luftbewegungen in HM oder Wind beeinträchtigt
      • + gringstens Packmaß von allen (ein Packsack)
      • + UQ abzippbar, somit deutlich besser waschbar und in Wärme etwas regulierbar
      • Aufbaukomfort 1+ (gleich zu Easy)
      • eines meiner leichtesten Systeme (deutlich + zu Easy, leicht - zu Nirvana mit Wooki)
      • - Liegerichtung vorgegeben (- zu Easy und Magma)
    • EasyHammock Winter XL (-12°C) (Apex Isolierung):
      • + bietet mir mehr Platz und ""10%"" mehr Komfort
      • + bietet mir eine "Rundum-Isolierung" -> ich kann in jeder Position und Richtung schlafen
      • Aufbaukomfort
      • - ist spürbar kälter (gibt nicht so schnell und nicht so stark Wärme zurück)
      • - ist deutlich schwerer
      • - ist deutlich sperriger
      • - UQ angenäht, somit deutlich schwerer waschbar
    • Khibu Nirvana mit Magma UQ (-5°C)
      • + bietet mir eine "Rundum-Isolierung" -> ich kann in jeder Position und Richtung schlafen
      • eines meiner leichtesten Systeme (deutlich + zu Easy, leicht - zu Nirvana mit Wooki)
      • kleines Packmaß (2 Packsäcke)
      • - ist spürbar kälter (gibt nicht so stark Wärme zurück)
      • - Aufbau schwieriger als anowa und Easy (einzeln einstellen)
    • Khibu Nirvana mit Wooki (-17°C)
      • + leichtestes System
      • Liegekomfort gleich wie bei anowa
      • kleines Packmaß (2 Packsäcke)
      • - Aufbau deutlich schwieriger (Wooki nur mit Anpassung gut sitzend)
      • - Wind- und Bewegungsanfällig (Luftpolster zwischen UQ und HM wird weggeweht, oder durch Bewegung "rausgedrückt")
      • - Wooki verrutscht in 2/10 Fällen in der Nacht
    • Dream Sparrow mit Wooki (-17°C)
      • - Liegekomfort kein Vergleich zu allen genannten
      • - Wooki passt selbst mit Einstellung nicht richtig an die 12ft
      • - Wind- und Bewegungsanfällig (Luftpolster zwischen UQ und HM wird weggeweht, oder durch Bewegung "rausgedrückt")
      • - Wooki verrutscht in 4/10 Fällen in der Nacht
      • (behalten aufgrund sentimentalem Wert)


    Fazit:

    Das anowa Hängemattensystem ist mein neues Haupt-System.
    Die Wärmeleistung ist dank eines vergleichbaren Lofts zum Wooki, dafür aber mit einem űberlegenen Befestigungssystem, überragend.
    Der Komfort ist für mich zwar, durch vorgegebene Liegerichtung und limitierte Größe, etwas schlechter als bei der Easy, aber immer noch sehr gut.
    Aufbau, Vararbeitung, Haptik, Packmaß und Gewicht, gepaart mit der Möglichkeit zur Wärmeregulierung und einfacheren Reinigung, machen das anowa System für mich fast perfekt.

    Ich hoffe dieses Review erschließt die Vorteile, sowie Nachteile des Systems und gibt euch damit einen besseren Einblick.
    Mir war hierbei wichtig nicht einen Ersteindruck zu vermitteln, sondern einen fundierten Vergleich zu formulieren.

    Wenn Fragen offen sind, oder ich etwas konkretisieren soll, dann lasst es mich bitte wissen.

    Grüße

    Rocketman

    5 Mal editiert, zuletzt von Rocketman (19. Februar 2026 um 08:19) aus folgendem Grund: Trennung der Posts wegen Problem beim Bilder hochladen.

  • Falls es im anowa-System mal von unten zu warm werden sollte, kann man dann den UQ per Reisverschluss etwas aufzippen für weniger Isolierung?

    Meinen Selva hänge ich einfach etwas lockerer unter die Hängematte.

    Jap, du kannst ihn entweder teilweise aufzippen und so runter hängen lasse, dass er den Boden nicht berührt, das runterhägende Stück in das noch angezippte Stück stecken, oder ihn komplett ab machen.

  • Guten Morgen,

    Auf dem Wintertreffen durfte ich auch eine Nacht in der Anowa verbringen (Danke an Dave).

    Meine ersten Eindrücke waren die folgenden:

    • Direkt warm von unten
    • Sehr bequem beim liegen
    • Das Wintercover hat bei dem Wind geraschelt - hat etwas genervt - nicht viel
    • Feuchtigkeit hatte ich keine, trotz Wintercover
    • Sehr einfacher Aufbau. Links / rechts gleiche Höhe, Rigelinespannung prüfen, fertig
    • Sehr leicht laufende Reißverschlüsse (muss man manchmal suchen, nicht wie bei der XLC)
    • Mit den Stoffhärten kenne ich mich nicht aus. Mir hat die Dehnung beim reinsetzen gut gefallen.
    • Das beste für mich war, das der Kopf gerader abgelegt werden kann, also nicht „Kinn Richtung Brust“, sondern ziemlich eben - das war toll!


  • Hallo Bogus,

    Soweit ich weiß war es eine 11ft.

    Es war mein subjektiver Eindruck, den hatte ich schon beim ersten Testliegen. Da hatte Dave aufgebaut.

    Dieser Eindruck bestätigte sich auch nach meinem Umbau an meinem Platz.

    Entweder bleibt es bei meinem subjektiven Eindruck - hier wäre interessant, ob auch andere den „Kopf liegt flacher“ als in der XLC oder OneWind Eindruck haben.

    Technisch wird es dann mit einem dieser Fachbegriffe zusammen hängen, die ist Random hier droppe: „Schnittmuster“, „Raffmethode“, „Stoffdehnung“.

    Vielleicht hat jemand mit mehr Erfahrung hier eine Erklärung für bogus und mich?

    Ansonsten bin ich - wie bei allem was man nicht erklären kann - für Magie! ;)

  • Wenn mich nicht alles täuscht nutzt er als Matt eine Nirvana und die hat eigentlich nur einen Tunnelzug und dadurch den Stoff aufgerafft. Ich wüsste nicht das da ein besonderen Whipping verwendet wird. Der Stoff der Nirvana ist m.M.n aber auch ein echter Komfortschmeichler...vielleicht liegt es daran

  • hallo liebe Anowa Besitzer, Tester und Experten,

    Lasst uns über Falten sprechen :/.

    Es war mir bereits in der ersten Nacht auf dem Treffen aufgefallen, dass es eine Falte gibt die mich stört.

    Nicht so richtig, ich schlafe ja sehr gut darin, aber wenn man drauf achtet, dann schon ;).

    Diese Falte ist recht mittig von der Matte und ist unter dem rechten Knie/der linken Po-Seite.

    Das rechte Knie wird von ihr nach links / hoch gedrückt.

    Habt ihr das auch? Das „Ausstreichen“ mit dem Fuß ändert nichts. Variiert habe ich bereits die Rigeline Spannung und die Fußteil-/Kopfteilhöhe.

    Versteht man was ich meine? Ich bilde mir ein, diese leiht störende Falte nicht in der Blackbird XLC nicht zu haben (muss ich später noch mal - Achtung Wortspiel: querliegen.) :)

    Ist das so „by Design“? Habe ich einen Aufhängungsfehler?

    Danke für eure Kommentare.

    Viele Grüße

  • Das sieht wie eine "Calf Ridge" aus.

    Abhilfe kann die Liegeposition schaffen (ergibt sich durch gezieltes Positionieren in der HM, eventuell auch durch verändertes Aufhängen der Matte), oder auch ein Kissen unter den Kniekehlen, was auch zusätzlich gegen Überstrecken der Beine hilft).

    Meistens wird man sie aber nicht ganz los..

    Hier ein Video von Shug zum Thema:

    Calf Ridge in a Hammock...Solutions & Fixes
    Just Jeff's Making a hammock....http://tothewoods.net/HomemadeHammock.htmlUsing a Camping Pad as Insulation in a Hammock....https://youtu.be/mekhYiSaNz4Under...
    youtu.be
  • Die Khibu hat einen Tunnelzug, die Warbonnet hat ein Whipping.

    Meiner Erfahrung nach ist die Calf Ridge bei einem Whipping nicht so ausgeprägt. Die Calf Ridge bei meiner 12" Nirvana war der Grund für ihren Verkauf. Das hat mich kirre gemacht :rolleyes:

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