Querlieger - aller Einstieg ist schwer?

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  • Nachdem ich nun schon von so einigen gehört habe, wie schwer sie sich mit dem Einstieg in die Querliegermatte tun, ist es vielleicht an der Zeit, hier einmal die verschiedenen Ansätze, Probleme, Tipps und Tricks auszutauschen.


    Vom Ansatz her geht es ja vor allem darum, mittig zum Sitzen zu kommen, im sich dann hinein zu legen.

    Das Problem ist für viele schätze ich die aufblasbare Matte, die durch ihre Länge dem im Wege ist.

    Eine Lösung, die für viele funktioniert, ist es, die Isomatte breitbeinig stehend zwischen/durch die Beine zu schieben, um so weit wie möglich mittig zum Sitzen zu kommen.

    Breite und Länge der Isomatte, sowie Aufhängehöhe der Hängematte auf der einen, sowie Körpergröße/Beinlänge auf der anderen Seite Seiten dem ganzen allerdings Grenzen.

    Wer nicht ganz so weit kommt, probiert dann behelfsweise gerne von weiter vorne sitzend nach hinten zu robben, was allerdings nicht ohne ist, wenn dir Matte durch das Körpergewicht nach vorne geneigt ist, die Belastung für die Matte dürfte auch erhöht sein durch das gerobbe.

    Ich schildere mal, wie ich es stattdessen handhabe:

    • Ich lege quilt - und was sonst mit in die Matte soll möglichst weit ans Kopfende.
    • Die Isomatte wird samt Hängematte vorne nach unten umgeklappt, die Matten sind sozusagen halbiert.
    • Ich setze mich auf die Mitte
    • Ich lehne mich nach hinten und verlagere den Schwerpunkt, hebe die Beine, ggf. mit etwas Nachhelfen klappen die Matten vom selbst wieder zurück.
    • Aussteigen analog dazu andersrum, bzw. Breitbeinig neben der Matte zum Stehen kommen.

    Beschreibt sich schwer per Text, vielleicht müssen da wirklich Mal mal ein paar Videos her.

    Wie macht ihr's?

    Habt ihr Kniffe gefunden?

    Wo tut ihr euch schwer? Gibt es noch ganz andere Problemstellen?

    bieber1 hat das umklappen z.b. durch eine zusätzliche Gummilitze, die die umgeklappte Matte fixiert sogar noch weiter professionalisiert 8) :thumbup:

  • Das mit dem Umklappen (Die Amok-Leute haben das mal gefilmt, daher kannte ich diese Methode schon) habe ich schon öfters versucht, funktioniert bei mir nicht. Am Berg bei der vorletzten Übernachtung hat allerdings das Umklappen nach unten funktioniert, sonst wäre ich an dieser etwas idiotischen Stelle nie im Leben in die CH reingekommen.

    Bei mir hilft nur O-Bein-Stellung, Matte durchfädeln und dann nach hinten ziehen. Dummerweise mag ich eine gewisse Höhe haben, was es nicht unbedingt einfacher macht mit dem Einsteigen. Das Einsteigen bleibt also hakelig und, wie ich jetzt mal ohne Netz feststellen musste, auch "verlustgefährdend" (leichte Sachen wie Luftkopfkissen anbinden, für die größeren brauche ich unbedingt einen leichten Organizer, insbesondere, wenn es wieder so warm wird, dass die Jacke mit Taschen überflüssig wird). Aber mal drin ist es halt himmlisch bequem. :)

  • Am Berg bei der vorletzten Übernachtung hat allerdings das Umklappen nach unten funktionier

    Hmm - hast Du eine Idee, warum das sonst sprichwörtlich nicht 'geklappt' hat und dann doch?

    Man muss über einen bestimmten Punkt hinaus klappen, dass das ganze nicht von selbst zurück klappt - und sich (meine ich) auch leicht hinter die 'Falz' setzen.

    Alternativ, probier es doch mal wie bieber1 - nach oben klappen und arretieren? Habe auch nur noch rudimentäre Erinnerungen von Inseltreffen, erinner mich, Bieber!

    Aber ich meine, ein shock cord um die Matte - und dann das geklappte Ende dort mit rein. Idealerweise wahrscheinlich erst mal ohne Moskitonetz, um den Einstieg nicht zu sehr zu verkleinern...

    Dort kann dann glaube ich auch ein kurzer Teil geklappt werden, wird ja gehalten.

  • Blooper: Im Schnee schnell rein wollen, sich auf das Moskitonetz setzen, den Tanka oben abreißen, fluchen weil der Hersteller die Schnittstellen vom Gummi nicht angeflammt hat, fluchen wegen Wurstfingern, fluchen wegen kalt, sich entscheiden nicht wieder auszusteigen, kniend in der CH fluchen, dass man nicht ausgestiegen ist. ^^

    Die „Sollbruchstelle“ ist BTW super gelöst. Ohne die hätte ich wahrscheinlich das Netz zerrissen 👍

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  • Mea Culpa! Da habe ich inzwischen dazugelernt und schneide jetzt auch die Gummis mit Heißschneider.

    War gar nicht als Kritik gemeint. Zumal die Enden ja sogar mit so einem Endklippser sauber verarbeitet sind. Darf der DAU halt nicht abreißen (mea culpa), dann merkt das niemand.

    War nur dann durch das Abreißen voll aufgefusselt und entsprechend frierend, balancierend, friemelig wieder durch die Kausche reinzukriegen. Ich hab da alles und jeden verflucht, am meisten mich selbst :saint:

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  • Blooper: Im Schnee schnell rein wollen, sich auf das Moskitonetz setzen, den Tanka oben abreißen, fluchen weil der Hersteller die Schnittstellen vom Gummi nicht angeflammt hat, fluchen wegen Wurstfingern, fluchen wegen kalt, sich entscheiden nicht wieder auszusteigen, kniend in der CH fluchen, dass man nicht ausgestiegen ist.

    Zum Schluss auf dem Topquilt liegen, den dann vergeblich versuchen, unter dem Körper rauszuzerren, dabei verrutscht die Isomatte, also wieder raus und alles von vorn :D
    Cross Hammock bitte nicht böse sein, meine Meinung zur CH (die ich sehr liebe) ist nach wie vor unverändert folgende: die mit Abstand bequemste Matte ever und die einzige, die auch im Bodensetup nutzbar ist - ansonsten nur Nachteile.

  • ;) Beim Einsteigen kommt gelegentlich mal der Moment, wo man sich das ganze Verstau-Gerödel der Amok Draumr wünscht ... um nicht auf den Schlafsack/Quilt zu liegen, finde ich aber auch hanglooses Methode ziemlich effektiv. Hat sich mir intuitiv nach dem ersten Versuch mit Vollausstattung sofort erschlossen :thumbup: .

  • Klar schiebe ich fürs Einsteigen das Kopfkissen und den Schlasa ans Kopfende. Leider rutscht das Zeug quasi sofort beim Einstiegsversuch wieder Richtung Fußende. 🙈

    Gelegentlich werfe ich den Krempel einfach über die RL und ziehe es mir von dort runter, sobald ich liege.

  • Gelegentlich werfe ich den Krempel einfach über die RL und ziehe es mir von dort runter, sobald ich liege.

    Das mache ich meist eher, wenn ich mich in der Matte sitzend umziehe (die Zacken sind auch eine super Wäscheleine für die getragenen Klamotten wie Socken etc., aber stimmt, das wäre Option drei 8)

    Wo wir vorhin beim Shockcord des Moskitonetzes waren - hab die Enden hinter'm Tanka zu Schlaufen geknotet, da hänge ich dann meist die Kopflampe zur Beleuchtung und schnellem Zugriff ein - oder auch anderen, leichten Kleinkram, der nicht in die Seitentaschen soll/passt.

    Hat jemand etwas besonderes gewitztes, um den Rucksack mit Inhalt des Nächtens unterzubringen? Seitlich mit in die Aufhängung ist ja je nach Tarp nur wenig geschützter Platz.

    Und egal ob einseitig in die Aufhängung oder die Ridgeline find ich's je nach Gewicht auch einfach nervig, wenn dadurch alles erst mal im Schräglage hängt.

    Hab schon überlegt, ob man nicht auch bei einer Querliegermatte eine Gearhammock nutzen könnte...

    Einmal editiert, zuletzt von hangloose (22. Februar 2023 um 16:31)

  • Ich schiebe mittlerweile den Schlafsack an eine der beiden Seiten und dazu noch etwas "unter die Isomatte" (als kleine zusätzliche Fixierung).

    Das klappt - für mich - völlig zufreidenstellend. Dadurch bleibt auch das Kopfkissen besser dort, wo es später auch gebraucht wird... ;) !!

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