Doppelt gemoppelt hält besser ???

  • Hallo zusammen



    Mich beschäftigt schon länger die Frage wie ich mein Undequilt Setup möglichst sinnvoll erweiter.



    Ich verwende eine Cumulus Selva 300 (bis 2° Komfort) der auch die meisten Zeit des Jahres ganz gut passt. Jedoch im Hochsommer zu warm und im Winter nicht genug Reserve hat. Da ich im Sommer auch viel mit Bikepacking Ausrüstung unterwegs bin spielt das Packmaß für die Sommer Ausrüstung auch ein Rolle.



    Da auch bei mir das Geld nicht auf der Wiese wächst möchte ich mir ungern 2 neue Underquilts (Sommer, Winter) kaufen möchte hab mal für mich überlegt was machbar wäre.



    Eine Überlegung wäre ob es sinnig ist einen 2ten Sommerquilt (volle Länge) zu kaufe und ihn im Winter mit den vorhandenen zu kombinieren um eine höhere Wärmeleistung raus zu holen



    Oder eine Underquilt so zu modifizieren das man die Kammern der Füllung öffnen kann (z.b. Klettband) und so die Befüllung (Daune) je nach Jahreszeit anpassen kann



    Hat da schon jemand Erfahrungen gesammelt oder hat Tips und Tricks parat? Oder ist das alles Mist und ich komm nicht drum herum mir auf längere Sicht noch 2 Underquilts zu kaufen


    Was meint ihr ?




  • Eine Überlegung wäre ob es sinnig ist einen 2ten Sommerquilt (volle Länge) zu kaufe und ihn im Winter mit den vorhandenen zu kombinieren um eine höhere Wärmeleistung raus zu holen

    Das funktioniert, bedeutet aber mehr Packvolumen und mehr Gewicht, weil 2 Underquilts mehr Außenmaterial haben als 1 Underquilt mit mehr Isolierung.

    Oder eine Underquilt so zu modifizieren das man die Kammern der Füllung öffnen kann (z.b. Klettband) und so die Befüllung (Daune) je nach Jahreszeit anpassen kann

    Ich denke, das ist nicht sinnvoll. Erstens dürften Klettband oder andere Verschlüsse nicht daunendicht sein. Zweitens ist es vermutlich eine Schweinerei, die Daune halbjährlich umzufüllen. Und drittens bleibt die Kammerhöhe gleich. Das heißt entweder die Kammern sind nicht ausreichend gefüllt, so dass die Daune verrutscht und sich Isolierlöcher bilden, oder die Kammern sind überfüllt, so dass die Daune sich nicht voll aufbauschen kann, und weniger gut isoliert.

    Oder ist das alles Mist und ich komm nicht drum herum mir auf längere Sicht noch 2 Underquilts zu kaufen

    Es kommt wohl darauf an, wie häufig dein Underquilt zu warm oder zu kalt ist, und wie groß deine Schmerztoleranz ist. Wenn du im Jahr nur alle zwei Monate für ein Wochenende raus gehst, und der Underquilt 2x zu warm und 2x zu kalt ist, könntest du dir z.B. mit einer dünnen Evazote Matte behelfen.


    Die meisten Hänger die ganzjährig regelmäßig mit Hängematte unterwegs sind, haben 2 Underquilts. Das ist vom Gewicht, Packvolumen und von der Isolierung her optimal - aber natürlich nicht aus finanzieller Sicht.


    Für synthetische Isolierung gibt es eine etwas bessere Lösung: SLD bietet für den Trail Winder Underquilt ein "Add-On" zum einlegen bzw. einknöpfen an. Das bedeutet immer noch mehr Material als für einen wärmeren Underquilt, aber man spart sich die zweite Aufhängung. Für Daune gibt es so etwas meines Wissens nach nicht.


    Zu Hause, wo Gewicht und Packvolumen keine Rolle spielen verwende ich im Übrigen sehr gerne einen Synthetik-Underquilt zwischen Hängematte und Daunen-Underquilt. Der Zwischenquilt füllt schön alle Luftlöcher aus, und steigert die Wärmeleistung enorm.

  • Ich sehe folgende Möglichkeiten:

    - Den vorhandenen UQ verkaufen und einen leichten Sommer- und einen dicken Winter-UQ kaufen (Vorzugsvariante).

    - Einen leichten Sommer-UQ kaufen und beide zusammen im Winter nutzen. Ein Underquiltprotector bringt zusätzlich noch etwas Reserve.


    Von der Idee, den Underquilt so zu modifizieren, daß man die Kammern der Füllung öffnen kann, halte ich nichts.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Den Selva 300 kannst du ja auch lockerer aufhängen im Sommer, wenn er zu warm sein sollte. Die Enden einfach ganz offen lassen und ein bisschen Zirkulation erlauben.

    Bist du denn mit dem Bike auch im Winter unterwegs? Dabei steigt das nötige Pack Volumen ja doch immens an im Vergleich zu den wärmeren Monaten.

  • Ich habe öfter den Underquilt mit dem Swagman Roll von Helikon Tex kombiniert, das hat einwandfrei funktioniert und bringt mindestens für 5 Grad zusätzliche Isolation. Der Swagman ist zudem vielfältig zu nutzen, insofern kein unnützes Gewicht. Im Sommer u.a. als primärer UQ.

  • Moin,

    wenn du nur ein paar wenige Grad niedriger rauskitzeln möchtest ist der Underquilt Protector wohl die beste Wärme zu Gewicht Variante. Je nach Aufhängung und UQ kann man auch leichte Daunen Jacken/Westen zwischen UQ und Hm legen (funktioniert z.B. bei meinem HG UQ oder Carinthia HUQ180 sehr gut). Die Torsolange dünne  EVA Matte ist wie schon oben von Alissa erwähnt auch eine Möglichkeit ein paar Grad kälter zu schlafen.

    Im Winter benutzt meine Liebste eine Kombi aus DD Underblanket + Snugpak Underblanket plus UQP und einem Schaffell für ihre DD Jungle Modular Hängematte und schläft bis ca. -7°C warm und gut (allerdings mit Hund Molly als zusätzliches Heatpack :) ) . Alles zusammen ist natürlich ein ordentliches Packmonster und für UL Touren nicht geeignet.

    Wenn du es im Winter so warm wie möglich aber gleichzeitig auch so leicht und klein verpackbar wie möglich haben möchtest, kommst du um gute Daunen Sachen wohl nicht herum...........

    Den Swagman Roll Poncho Liner finde ich persönlich auch eine gute Möglichkeit als zusätzliche Isolierung oder als alleiniger Sommer UQ...........ich habe auch einen aber bisher noch nicht über Nacht als UQ genutzt........nur als TQ oder Poncho. Der ist auf jeden Fall recht vielseitig und mit Clima Shield Apex gefüllt.

    Gruß von der Ostsee

  • BoundryWaters hat hier schon öfter vom sogenannten Stacken berichtet. Das heißt, dass Du einfach die UQ untereinander hängst. Das ist mit Deinem Selva ggf. etwas mehr Fummelei als mit etwas Wookiartigem aber auf jeden Fall machbar.


    Nachfüllen zum Winter ist eher keine praktische Idee.

    I put the fun in Funktionsunterwäsche.

  • Zu Hause, wo Gewicht und Packvolumen keine Rolle spielen verwende ich im Übrigen sehr gerne einen Synthetik-Underquilt zwischen Hängematte und Daunen-Underquilt.

    Wieso drehst du die Reihenfolge nicht um: also HM, Wooki und dann den Synthetikquilt?

    Wäre das vom Schlafklima her nicht angenehmer und, falls man so eine Kombination auch draußen verwenden würde, bzgl. evtueller Feuchtigkeitsaufnahme der Daunen günstiger?

  • Wieso drehst du die Reihenfolge nicht um: also HM, Wooki und dann den Synthetikquilt?

    Wäre das vom Schlafklima her nicht angenehmer und, falls man so eine Kombination auch draußen verwenden würde, bzgl. evtueller Feuchtigkeitsaufnahme der Daunen günstiger?

    Ich habe verschiedene Kombinationen mit verschiedenen Underquilts ausprobiert. Am besten funktioniert ein Climashield Underquilt zwischen Hängematte und Wooki. Wenn man einen Daunenquilt als Zwischenquilt verwendet, wird er komprimiert und verliert mehr Daune als normal. Außerdem wird die Liegefläche der Hängematte von den Daunen nach oben gedrückt. Ich finde es angenehmer, wenn die Liegefläche flach bleibt. Beim Schlafklima habe ich keinen Unterschied feststellen können. Das spüre ich nur im Top Quilt bzw. Schlafsack.


    Im Übrigen vergrößert ein normaler (= nicht Wooki) Climashield Underquilt zwischen Wooki und Hängematte auch die isolierte Liegefläche enorm. Für mich hat schon ein sehr dünner / leichter Quilt mit 70 g / 2.5 oz Climashield eine durchschlagende Wirkung.

  • und schläft bis ca. -7°C warm und gut (allerdings mit Hund Molly als zusätzliches Heatpack :)

    OT: wo gibt es den multiuse warm-ums-Herz-heatpack? Ich finde da bei google nix ;)

    Zeit für ein crowdfunding-breeding-startup? 8)


    aber im Ernst: Danke für die Frage und die Antworten. Mit aufkommendem Herbst beschäftigt mich das auch wieder. Ich beantrage Saisonverlängerung =O

    il dolce far niente:sleeping:

  • OT: wo gibt es den multiuse warm-ums-Herz-heatpack? Ich finde da bei google nix ;)

    Zeit für ein crowdfunding-breeding-startup? 8)

    Moin,

    das würde ich mir gut überlegen 🤔 dieser 15kg Heatpack futtert wie ein tasmanischer Teufel.... .... und beansprucht für sich immer die bequemste Liegeposition in der Hängematte ^^

    Gruß von der Ostsee

  • Moin,

    Wolldecken sind meistens zu schwer um sie zusätzlich in/an den UQ zu hängen und würden (je nach Gummi am UQ) den UQ nach unten ziehen..............so können schnell Luftlöcher oder offene Spalten an den Rändern des UQs entstehen.

    Eine dicke Wolldecke solo funktioniert für zuhause aber ganz gut...........ich verwende zuhause manchmal meine Norwegen Style Lammflordecke als UQ oder lege sie mir einmal gefaltet in die Hängematte. Die neigt nicht so zum Falten schlagen und verrutscht nicht so leicht wie z.B. leichte Fleecedecken........

    Gruß von der Ostsee

  • Ich habe verschiedene Kombinationen mit verschiedenen Underquilts ausprobiert. Am besten funktioniert ein Climashield Underquilt zwischen Hängematte und Wooki. Im Übrigen vergrößert ein normaler (= nicht Wooki) Climashield Underquilt zwischen Wooki und Hängematte auch die isolierte Liegefläche enorm. Für mich hat schon ein sehr dünner / leichter Quilt mit 70 g / 2.5 oz Climashield eine durchschlagende Wirkung.

    Hammock Fairy Interessante Variante! Guter Hinweis, dass der Wookie besser unter der Apex-Zwischenlage hängen sollte.

    Für die kalte Jahreszeit würde ich auch gerne aufrüsten um es mit mehr Bewegungsspielraum in der Matte etwas wärmer zu haben.

    Zusätzlich überlege ich ggf. Matte und Wookie etwas gegen Nässe und Schmutz zu schützen, da mir noch das große Tarp fehlt.


    Daher habe ich gerade einen UQP und die hier genannte Apex-UQ-Ergänzung ins Auge gefasst.

    Der UQ von GramXpert sieht z.B. ganz ordentlich und interessant aus.

    Maße in der Gr. XL: 203 x 117.

    Gewicht bei Apex 67: 392 g

    Gewicht bei Apex 100: 472 g.


    Wäre natürlich gut, wenn der Apex-UQ sich auch solo als - sagen wir mal - circa 1,5 Jahreszeiten UQ nutzen ließe.

    Da hätte man mit dem Apex 100 dann etwas mehr Reserve.


    Wer hat noch einen guten Tipp für ein ähnliches Produkt von einem anderen Anbieter?

    Welche individuellen Einschätzungen zu der Apex Füllung (als UQ) gibt es?

    Edited 2 times, last by BX.33 ().

  • Moin,

    Ich würde auch am ehesten einen SLD Trail Winder empfehlen da er vom Schnitt her dem Wooki sehr ähnlich ist und deshalb wahrscheinlich auch am besten passt.

    Man muss nur darauf achten dass der isolierte Teil des Trail Winder die gleiche Liegeweise hat wie der des Wooki..........

    Bei einem "Standard" UQ hast du wieder Gummischnüre entlang der Seiten die in Zusammenarbeit mit einem Wooki stören könnten?!

    Der Trail Winder hat zwar auch Gummischnüre an den Seiten...........dort ist es aber etwas anders gelöst und stört deshalb nicht :thumbup:

    Gruß von der Ostsee

  • Kann man Apex Climashield auf die Größe einer Wooki-Iso-Fläche zurechtschneiden und aneinander-nähen, so dass man es als Zusatzoption mitnimmt, und im Zweifelsfall noch einlegt?


    Optional mehrere Apex-Lagen griffbereit zu haben, erscheint mir eine gute Lösung ganz allgemein.


    Ich kenne das Material nicht, und stelle mir die Frage wie es sich mit der Handhabung und Bearbeitung verhält.

  • Die Gummikordel von einem Quilt der zwischen Hängematte und Wooki verwendet werden stören mich überhaupt nicht, weil der Zwischenquilt zu 100% vom Wooki getragen wird. Die Zwischenquilt-Aufhängung dient nur dazu, den Quilt am hoch- oder runterrutschen zu hindern. Mit einem Sooki wie dem Trail Winder hat man wesentlich mehr Material. Das ist für den genannten Zweck unnötig. Wenn man den Quilt natürlich auch als Solo-Quilt im Sommer verwenden will, ist die Passform von einem Sooki natürlich besser.

  • Simplylightdesigns ... Horizont um einen weiteren und interessanten Hersteller erweitert, danke euch! :thumbup:


    Die UQ gibt es auch in symmetrischem Design, was vermutlich eher meiner Anforderung nach etwas mehr Bewegungsspielraum entspräche. Mit einem Schnitt analog dem Wookie (mit optional mehr Schulterbreite) hätte ich zwar mehr Wärme, müsste aber weiterhin ein auf dem Rücken liegendes und relativ unbewegliches Brett mimen, was mir anscheinend nicht wirklich liegt.

    Gerne liege ich auch abwechselnd auf beiden Seiten und winkle sporadisch ein oder beide Beine soweit wie möglich an. Hier brauche ich des Nachts (leider) immer wieder Positionswechsel. Versuche ich das (aktuell*) zu unterdrücken und liege starr auf dem Rücken, dann werde ich unendlich müde, bleibe aber unruhig und kann nicht wirklich (ein-)schlafen.

    Hier erhoffe ich mir mit etwas mehr (wenn auch weniger) isolierter Liegefläche etwas mehr Spielraum. SLD hat auf der Produktseite eine Verlinkung zu einem guten Review. Der Ersteller scheint ähnlich variabel zu liegen und hat schöne Bilder von seinen verschiedenen Liegepositionen gemacht, die meinen sehr ähnlich sind.

    Die symmetrische 9' Version des Trailwinders mit Argon und 2,5 oz liegt dann mit Zollgebühren etc. bei ca. 300 €. Mit ca. 480 g wäre das Teil auf jeden Fall in einer ähnlichen Liga wie der GramXpert UQ.


    Thematik erstmal weiter sacken lassen ... ;)


    *vielleicht/hoffentlich lässt sich das noch ein wenig trainieren

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!