Wie lang und breit sind eure Tarps?

  • Frage zur Tarp-Länge:


    Die Verwendung eines 12' anstatt 11' Tarps mit einer 11' HM scheint auf den ersten Blick eher nachteilig zu sein. Zusätzlicher Platz bringt neben der HM vermutlich mehr als am Kopf- oder Fußende.


    Nachteilig:

    a. Mindestbaumabstand größer

    b. Tarp hängt höher und daher verringerter Seitenschutz (bei gleicher Seitenbreite)

    c. mehr Gewicht.


    1. Ist b bei einer Seitenbreite von 130 cm zu vernachlässigen?

    2. Bringt ein beidseitig 15 cm längeres Tarp überhaupt Vorteile, insbesondere bei Minitüren wie beim Warbonnet Mini- oder Thunderfly? (z.B. deutlich mehr Komfort bei Regen)

    3. Benutzt du ein 12' Tarp mit einer 11' HM?

  • Ich habe nur ein 11 Fuß Tarp zu 10 oder 11Fuß Hängematten (allerdings das Superfly, das ja Türen hat) und habe noch nie ein längeres Tarp vermisst. Für mich wäre es deutlich wichtiger mehr Seitenbreite als Länge zu haben, damit das Tarp (bei gleicher Aufhängehöhe) weiter zum Boden reicht. Das fände ich bei Regen und Wind beruhigender.

  • Danke barfuß für Deine Rückmeldung! :) Das deckt sich quasi mit dem, was ich mitterweile in einigen Threads nachlesen konnte.


    Mit dem Superfly bist Du natürlich absolut wetterfest und mit bestmöglicher Privatsphäre unterwegs. :thumbup:

  • Nachteilig:

    a. Mindestbaumabstand größer

    Hi,


    also das ist m.M.n Augenwischerei. Ich habe noch nie 30cm zwischen zwei Bäumen vermisst oder konnte die HM nicht verwenden weil das Tarp nicht gepasst hätte. Da kommt eher öfter das Problem auf, die Gurte der HM so hoch hängen zu müssen weil die Bäume eh zu weit stehen.

    Nutze persönlich das alte 12" Tarp von Khibu mit einer 12" Traveller. Möchte es mit einem 11" Tarp auch nicht versuchen. Das sorgenfreie Gefühl, sich bei Regen keinerlei Gedanken machen zu müssen lässt mich ruhig schlafen :sleeping:

  • Warum sollte das längere Tarp höher hängen?

    Die Ridgeline, die Gurte und das Tarp bilden ein Trapez, wenn ich so weit runtergehe wie möglich. Dabei sind die Ridgelinelänge und die Gurtwinkel fix. Der Mindestabstand zwischen Ridgeline und Tarp ergibt sich also aus der Tarplänge. Wäre das Tarp so lang wie die Ridgeline, könnte ich das Tarp „direkt auf die HM legen“. Je länger das Tarp um so höher muss ich um zwischen die Gurte zu passen.

    I put the fun in Funktionsunterwäsche.

  • Die Ridgeline, die Gurte und das Tarp bilden ein Trapez, wenn ich so weit runtergehe wie möglich. Dabei sind die Ridgelinelänge und die Gurtwinkel fix. Der Mindestabstand zwischen Ridgeline und Tarp ergibt sich also aus der Tarplänge. Wäre das Tarp so lang wie die Ridgeline, könnte ich das Tarp „direkt auf die HM legen“. Je länger das Tarp um so höher muss ich um zwischen die Gurte zu passen.

    sehr anschaulich erklärt :thumbup:

  • also das ist m.M.n Augenwischerei. Ich habe noch nie 30cm zwischen zwei Bäumen vermisst oder konnte die HM nicht verwenden weil das Tarp nicht gepasst hätte.

    Das kann ich nicht bestätigen. Geschätzt hänge ich jedes 3. mal zwischen Bäumen mit einem so knappen Abstand, dass ich mein 11' Tarp schräg hängen muss, damit es überhaupt passt. Das ist auch der Grund gewesen, warum ich nach einem halben Jahr von Whoopie Slings zu Klemmschnallen zurück gegangen bin: zu häufig hat das 11' Tarp noch genau zwischen die Bäume gepasst, aber die Whoopie Slings nicht mehr. Mittlerweile überlege ich sogar, mir ein 10' Tarp mit Mini-Türen für meine 10' Blackbird zu nähen, weil mir dann noch mehr Hängeoptionen zur Verfügung stehen.

  • Hi,

    also das ist m.M.n Augenwischerei. Ich habe noch nie 30cm zwischen zwei Bäumen vermisst oder konnte die HM nicht verwenden weil das Tarp nicht gepasst hätte. Da kommt eher öfter das Problem auf, die Gurte der HM so hoch hängen zu müssen weil die Bäume eh zu weit stehen.

    Nutze persönlich das alte 12" Tarp von Khibu mit einer 12" Traveller. Möchte es mit einem 11" Tarp auch nicht versuchen. Das sorgenfreie Gefühl, sich bei Regen keinerlei Gedanken machen zu müssen lässt mich ruhig schlafen :sleeping:

    Hi Bogus! Ja, trocken bleiben ist mir auch sehr wichtig! ;)

    Gute und wirksame Driplines und Tarpgröße (Länge, Breite) beschäftigen mich daher gerade.

    Wenn Du ein 12' Tarp mit einer 12' HM nutzt, dann ist das ja 100% vergleichbar mit 11' Tarp mit 11' HM.

    Hier wäre die Frage an Dich ja, ob Du Dir jemals ein 13' Tarp gewünscht hättest. Aber das liest sich ja nicht so. ;)

    Der eine sagt kurzes Tarp besser um auch kleine Baumabstände nutzen zu können, andere wiederum sehen das nicht so eng wie Du bzw. haben ja gar keine andere Wahl, da mit 12' HM unterwegs. Ok, mal schauen, wo ich mich dann später mal verorte. 8o

  • Moin,

    Ich weiß ja nicht in welch merkwürdigen "Wäldern" so mancher hier rum hängt...........aber ausserhalb von Jungbaum-Schonungen, in denen man eh nichts zu suchen hat, habe ich selbst hier im hohen Norden wo Wald dünn gesät ist, immer 2 Bäume mit dem richtigen Abstand gefunden egal wie groß mein mitgebrachtes Tarp war.

    M.E.n. hat man eher mal das Problem, dass die Hängebäume zu dick bzw. die Gurte zu kurz sind (in solchen Fällen nutze ich dann zusätzlich meine Wanderwagen Zurrgurte zum verlängern....... wenn ich sie denn mit habe).

    Auf Trekkingplätzen/Campingplätzen mag das durch vorgegebene Hängeplätze anders sein.........aber im Wald?!

    Wenn ich doch mal einen kürzeren Baumabstand wählen muss, dann hänge ich das Tarp mit kleinen Edelrid Micro 0 Karabinern ohne Ridgeline direkt am Baum in die Hängematten Gurte...........passt das nicht, hänge ich mich dort auch nicht hin und suche mir 2 andere Bäume die passen. Manchmal lässt sich durch "basteln" etwas improvisieren........ist mir aber meistens zu Aufwendig.

    Wenn man sein Setup ca. 10x aufgebaut hat bekommt man ein Auge dafür wo es auch zwischen passt.

    Wenn du oft bei schlechtem Wetter unterwegs bist, nimm ein Tarp dass dich auch 100% vor Regen/Schnee schützt .........es ist mindestens sehr unangenehm wenn man Nachts bei Wind und Regen raus muss um irgendetwas zu richten damit man trocken bleibt. Wie bogus ja weiter oben schon erwähnte: möchte ich mein Setup Abends aufbauen und mir keinen Kopf mehr machen müssen ob ich bei Regen evtl nass werde oder ich vielleicht auch noch frieren werde.

    Denn gerade auf Mehrtagestouren ist erholsamer Schlaf wichtig........besonders für Menschen in meinem Alter :)

    Wer nur im Sommer bei schönem Wetter unterwegs ist, der kommt vielleicht auch mit einem sehr knappen Tarp zurecht.

    Mir persönlich wären 100-200g mehr Gewicht eines etwas größeren Tarp/Tarp mit Türen lieber als teilweise schlaflose Nächte bei schlechtem Wetter auf Grund eines "zu kleinen" Tarp.

    Mein 11x9ft Clark Vertex Tarp z.B. in Verbindung mit einer 11ft Hennessy Hammock passt gerade eben so für Regen mit nicht zuviel Wind. Dieses Tarp kann man wenn es mal heftiger wird, an den Enden mit Klettverschluss verschließen.........dann ist es aber sehr eng unter dem Tarp und eigentlich nur dafür geeignet einen heftigen Schauer zu überstehen.

    Ich denke auch manchmal macht man sich zuviel Gedanken über eine Sache.............rausgehen und testen ist oft viel besser als viel blanke Theorie wovon manchen nur der Kopf raucht ;)

    In diesem Sinne

    Gruß von der Ostsee

  • Ich würde da auch mal die Kirche im Dorf lassen. Mal grob geschätzt: 30cm mehr Tarplänge sind bei 30° Hängwinkel so um die 5 cm die das Tarp höher hängt. Da das Tarp ja auch noch schräg zur Seite gespannt wird, kostet das also vielleicht 3-4cm an Höhe Tarpseitenlinie zum Boden. In wievielen Nächten wird das relevant sein? Im Zweifel nur in denen, wo man aufgrund von so starkem Wind ohnehin besser nicht im Wald ist.

  • Die Ridgeline, die Gurte und das Tarp bilden ein Trapez, wenn ich so weit runtergehe wie möglich. Dabei sind die Ridgelinelänge und die Gurtwinkel fix. Der Mindestabstand zwischen Ridgeline und Tarp ergibt sich also aus der Tarplänge. Wäre das Tarp so lang wie die Ridgeline, könnte ich das Tarp „direkt auf die HM legen“. Je länger das Tarp um so höher muss ich um zwischen die Gurte zu passen.

    Danke, hatte einen Denkfehler. Mein Tarp hängt oft so hoch, das ein 11 als auch ein 12 passen würde.

    Klar, wenn ich es so tief wie möglich hänge, hängt ein 12er höher :thumbup:

  • Danke für eure diversen Rückmeldungen und Beiträge!


    Hier gibt es eine Menge Praxiserfahrungen. Macht immer Freude zu lesen bzw. zu erfahren, wie es im echten HM-Leben aussieht. Insbesondere für Foren-Theoretiker und -Newbies wie mich. :thumbup:


    Dass ein großes Tarp bei Mistwetter immer besser ist ... wer will das abstreiten?


    Bei meiner Frage ging es ja hauptsächlich darum, ob zusätzliche Länge groß was bringt oder ob eine Investition von mehr Stoff und Gewicht in mehr Breite (als in mehr Länge) besser ist. Und klar, beides geht natürlich auch. Dennoch versucht man ja immer den Kompromiss hinsichtlich Gewicht und Packmaß zu finden.


    Da ich mich nun erstmal für ein 11' Warbonnet Minifly entschieden habe, werde ich damit die ersten umfangreicheren Erfahrungen sammeln müssen und hoffe, dass ich darunter nicht "absaufe". Allerdings ist mir schon klar, dass dieses (m)ein Sommertarp für eher gutes Wetter und sicherlich auch ein paar Regenschauer (ohne große Windstärken) ist. Irgendwann wird dann mal einen Regentag herausgepickt und ohne HM und Wookie ein Test gemacht, wie es darunter so aussieht. Freue ich mich schon drauf. Klappstuhl, Thermoskanne, Stulle und dann im Park "mit kalkuliertem Risiko" im Hellen unter's Tarp mit Rückfallstrategie (Auto auf dem 1000 m entfernten Parkplatz). :D8o


    Sicherlich ist davon auszugehen, dass sich Richtung Herbst/Winter ein zweites Tarp dazugesellt. Aber jetzt heißt es erstmal auf Wareneingang warten und starten. :)


  • Auch das Minifly hält Dich bei Wind und Wetter zuverlässig trocken. Bei Tarps mit Türen muss man sich eigentlich grundsätzlich sehr wenig Gedanken machen. Beim Minifly ist der Kompromiss eigentlich der, dass es zwar die Hängematte trocken hält, aber ansonsten sehr wenig Platz zum abwettern und Aufenthalt darunter außerhalb der Hängematte bietet. Das ist auch der Grund warum ich ein längeres Tarp bevorzuge, weil ich gerne Stehhöhe habe. Ich verzichte dafür auf Türen, das ist mir zu viel Gefummel und ich kucke gerne raus. Aber das ist wie so vieles einfach auch Geschmackssache, es gibt da weniger falsch oder richtig als man auf den ersten Blick meinen würde. Im Winter ist es natürlich nochmal bißchen eine andere Sache, Wind und leichter Pulverschnee sind dann noch eine andere Nummer ^^

  • Ich würde bei deinem Regentest die Hm schon mitnehmen um zu schauen ob alles passt...........

    Kaputt geht die nicht wenn sie mal nass wird ;)

    wuppitom Man, immer diese rigorosen Praktiker! ;) Also wenn Du mir noch einen wasserdichten Tipp in der Dripline-Frage gibst, dann könnte ich mir das glatt mal überlegen. :/ 8o

    Spaß beiseite: Na klar, hast Recht! Dann kann ich mir das auch gleich mit der Aufhängung anschauen. :thumbup:

    Edited once, last by BX.33 ().

  • Mir geht’s ähnlich wie Hammock Fairy

    Ich hatte schon einige Male Probleme damit, das Tarp irgendwie zwischen die Bäume zu quetschen, während die Hängematte dank Beetle Buckles noch recht gut reinpasste. Das letzte mal zum Inseltreffen war es sogar seitlich sehr grenzwertig. Aber was macht man nicht alles für einen Hängeplatz mit Seeblick? :)


    Es gibt sowohl für kurze, als auch für lange Tarps gute Argumente. Ein sehr guter Kompromiss (und das „sehr gut“ möchte ich unterstreichen) sind Tarps mit Türen. Die Türen bringen ein sattes Plus an Wetterschutz.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

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