Anfängertest Lesovik Draka

  • Moin!

    Mein erstes Thema hier:


    Da ich nun die Draka als erste richtige Hängematte besitze, wollte ich meine Gedanken dazu teilen. Es gibt bereits einen umfangreichen Test

    Testberichte: Lesovik Draka Hängematte - Lesovik Otul Underquilt - Lesovik Heksa Tarp

    , daher fasse ich mich kurz und schildere nur meine Anfängergedanken, vielleicht hilft es anderen Einsteigern.


    Aufhängung:

    Ich mich für die Dutch beetle buckles entschieden. Die paar € extra im Vergleich zu einer daisy chain kann ich nur empfehlen. Im Gegensatz zu den Profis hier, hänge ich meine Matte mehrfach um, lege mich rein, verstelle ständig was. Also kauft euch am Anfang lieber eine gut verstellbare Aufhängung, ihr werdet viel herumstellen. (Die beetle buckles kann man wie einen Riemen am Rucksack einfach länger und kürzer stellen)


    Ridgeline:

    Die Draka hat eine ridgeline. Während der Profi das vielleicht als Einschränkung empfindet, finde ich das hilfreich. Als Anfänger gibt einem die ridgeline eine super Hilfestellung, um grob den richtigen Aufhängewinkel zu finden. Als erste Matte also ruhig eine mit ridgeline nehmen, außerdem ist ein toller Organizer daran befestigt. In diesen passt auch unglaublich viel rein. (Buch plus 4 freie Fächer)


    Da ich noch keinen underquilt besitze, muss bei nachmittäglichen Ausflügen eine Decke mit. Bei sonnigen 18 Grad wird der Rücken schon kühl. Das steht hier zwar auch im Forum, trotzdem habe ich es unterschätzt.;)


    Zum Schluss der Premium Tipp:

    Wenn möglich erstmal in der Wohnung aufhängen und testen. Alternativ mit Wolldecken am Rücken im heimischen Garten. Ich wollte eigentlich auch direkt eine Tour mit der Matte machen, zum Glück ist die ausgefallen. Der erste Aufbau wird nicht perfekt sein und auch die Schlafposition muss man erstmal finden.

    Nach zwei Nächten in der Matte komme ich mittlerweile gut damit zurecht aber das nahe Bett war als Ausweichoption in der ersten Nacht hilfreich.

    Erwartet nicht (wie ich:S), dass ihr die Matte aufhängt und sofort alles super passt. Es ist eben keine einfache Luftmatratze.


    Ein günstiges no-name tarp, Wolldecken als underquilt Ersatz und der ohnehin vorhandene Schlafsack halten die Investitionen auch erstmal im überschaubaren Rahmen.


    Ich hoffe das hilft Anfängern, auch mal einen einfachen Bericht zur Einsteigerfreundlichkeit zu bekommen.

    Traut euch an die Hängematte, so kompliziert ist es gar nicht.


    P.S.: Im Foto hänge ich mit Blick auf die Ostsee:)

  • Die Draka hat eine ridgeline. Während der Profi das vielleicht als Einschränkung empfindet, finde ich das hilfreich.

    Auch die meisten Profis nutzen Ridgelines.


    - Der Durchhang der Matte bleibt konstant

    - Das Mückennetz ist weg vom Gesicht

    - Ridgeline Organizer oder Handy Halterung können aufgehängt werden

    - etc.

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...


    Hesmon

  • Danke für die Info. Ich hatte irgendwo aufgeschnappt, dass die feste ridgeline daran hindert vom Standard Winkel abzuweichen. Einige leichte Matten ohne Moskitonetz haben ja auch keine ridgeline.

    Ich finde sie auch praktisch um mich beim Ausstieg festzuhalten, wenn ich die Matte wieder zu hoch aufgehängt habe und auf Socken nicht an meine Schuhe komme.

    Hypothetisch, passiert ist mir das natürlich noch nie...:P

  • So, die erste Nacht im Wald ist geschafft:


    Ein schöner Platz war schnell gefunden, also die Draka aufgehängt.


    Mein no-name Tarp habe ich sicherheitshalber mal mit aufgebaut. Erst war ich der Meinung es nicht zu brauchen aber sicher ist sicher. Als dann kurzer aber starker Regen eingesetzt hat, war ich froh.

    Praktischerweise hat sich die Birke im Vordergrund bereit erklärt mein Tarp zu halten. Somit musste ich keine Kontruktion mit irgendwelchen Stöcken bauen und hatte ein luftiges, großzügiges Vordach.



    Hier nochmal von der anderen Seite.


    Was habe ich über meine Hängematte Neues herausgefunden?


    Ich musste mehrfach verstellen, bis alles bequem hing. Fußende höher, dann war alles insgesamt zu hoch und so ging das ca. 10min hin und her^^

    Ohne zweite Person hätte das Einstellen noch länger gedauert. Ich verschätze mich bei der leeren Hängematte immer noch mit der Höhe etc.


    Das Moskitonetz der Draka ist ziemlich dicht. Das ist mir tagsüber nicht so stark aufgefallen, in der Dämmerung und Nachts schränkt es die Sicht schon ein. Für meinen Geschmack könnte es etwas durchsichtiger sein, allerdings isoliert es so noch zusätzlich.

    Der Ridgeline Organizer ist nach wie vor Gold wert...


    Die tie-outs bereiten mir noch etwas Kopfzerbrechen. Gefühlt ist die Matte für mich ohne tie-outs bequemer. Stelle ich mich ungünstig an oder ist das tatsächlich Geschmackssache? Ich hatte jetzt nur zwei tie-outs befestigt, einmal am Kopfende und einmal am Fußende. Für hilfreiche Tipps wäre ich sehr dankbar.


    Fazit:

    Das Hängemattenschlafen ist etwas für mich und ich muss jetzt noch Unmengen an neuer Ausrüstung kaufen8o

    Die Draka hat sich bewährt und bleibt für mich Preis-/Leistungsmäßig ein toller Einstieg um sich in das Thema zu arbeiten. Die ersten Verleihanfragen aus dem Freundeskreis sind schon eingegangen...

  • Das Hängemattenschlafen ist etwas für mich und ich muss jetzt noch Unmengen an neuer Ausrüstung kaufen

    ja, ja, neues Hobby, und schon gibt es wieder schöne Möglichkeiten, Geld "anzulegen" ;)

    Die tie-outs bereiten mir noch etwas Kopfzerbrechen. Gefühlt ist die Matte für mich ohne tie-outs bequemer. Stelle ich mich ungünstig an oder ist das tatsächlich Geschmackssache? Ich hatte jetzt nur zwei tie-outs befestigt, einmal am Kopfende und einmal am Fußende. Für hilfreiche Tipps wäre ich sehr dankbar.

    Das interessiert mich auch. Welcher Hängguru sagt was dazu?

    il dolce far niente:sleeping:

  • Da ich mit der Draka wider Erwarten überhaupt nicht warm wurde, kann ich nur bedingt etwas zu den Tie-outs sagen.

    Wenn die Hängematte ohne sie bequemer für Dich ist, dann laß sie doch einfach weg. Sie sind schließlich nicht unbedingt erforderlich, sondern nur eine Möglichkeit, die Hängematte offenzuhalten und das Moskitonetz vom Kopf fernzuhalten.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Es sind zwei Reissverschlüsse mit zwei Schiebern. Die laufen auf beiden Seiten, somit kann man von jeder Seite einsteigen und auch alles abzippen und hat dann freie Aussicht.


    Ich hänge mal Bilder an, das ist deutlicher


  • Die tie-outs bereiten mir noch etwas Kopfzerbrechen. Gefühlt ist die Matte für mich ohne tie-outs bequemer. Stelle ich mich ungünstig an oder ist das tatsächlich Geschmackssache? Ich hatte jetzt nur zwei tie-outs befestigt, einmal am Kopfende und einmal am Fußende. Für hilfreiche Tipps wäre ich sehr dankbar.

    Die Tie-Outs sind nur dazu da, das Moskitonetz aus dem Gesicht zu halten. Wenn dich das Netz nicht stört, und du die Hängematte ohne Abspannung bequemer findest, dann lass sie einfach weg. Wenn du etwas mehr Kopffreiheit haben willst, reicht es evtl. auch, nur einen Punkt abzuspannen.

  • Die Tie-Outs sind nur dazu da, das Moskitonetz aus dem Gesicht zu halten. Wenn dich das Netz nicht stört, und du die Hängematte ohne Abspannung bequemer findest, dann lass sie einfach weg. Wenn du etwas mehr Kopffreiheit haben willst, reicht es evtl. auch, nur einen Punkt abzuspannen.

    Danke!

    Über solche Kleinigkeiten macht man sich im Vorfeld keine Gedanken und für erfahrene Hänger ist das wohl selbstverständlich. Wieder was gelernt.:)

  • Die nächste Tour ist erfolgt und ich habe mein Equipment erweitert:


    Neues Equipment:

    Carinthia Underquilt

    Amazonas ultralight tarp (gebraucht von @grobinger, vielen Dank nochmal)


    Mit einem Kumpel aufgemacht in den Harz. Nach entspannter Wanderung sind wir an einem einsamen See verblieben und haben dort die Matten aufgebaut. Echt schöner, einsamer Ort.

    Der Carinthia Underquilt:

    Ist ein Einsteigermodell, ich persönlich komme aktuell gut mit dem aus. Sicherlich verändert er die Hängemattenform ein wenig bzw. man hat das Gefühl ein wenig eingeengter zu sein. Mich stört das nicht und bei 175cm kann ich immer noch gut in der Matte liegen. Das erste Einstellen des Underquilt war ein wenig kompliziert. Ohne zweite Person, die in der Matte liegt, ist das kaum vernünftig möglich. Hat man dann erstmal eine Einstellung gefunden geht es später auch gut allein.

    Zur Wärmeleistung kann ich nicht viel sagen, es war noch nicht kalt genug um in den Grenzbereich zu kommen.

    Was ich positiv finde: Der Underquilt umschließt mich an den Seiten wie eine "Badewanne". Dadurch wird es echt warm in der Matte und ich brauche nur eine ganz dünne Decke bzw. kann ohne Topquilt schlafen. Für mich ist der Underquilt Preis-Leistungsmäßig auf jeden Fall in Ordnung um weiter zu experimentieren. Mir graut es vor dem Tag, an dem ich einen Wookie teste und Investitionsbedarf entsteht.:D

    Das Amazonas ultralight tarp:

    Ich bin kein Ultraleicht Mensch und war positiv überrascht von Größe und Gewicht dieses Tarps. Heftiger Unterschied zu seinem Vorgänger. Die Spannschnüre mit der Verstellmöglichkeit und die Taschen für die Schnüre gefallen mir gut.

    Ich habe das Tarp nach einer tropischen Nacht nur kurz morgens aufgebaut, um es mal getestet zu haben. Es passt genau über die Hängematte und ich freue mich auf die nächste Regennacht.


    Mein Kumpel hat in einer DD Hammock Frontline XL geschlafen. Interessante Matte, er ist zufrieden. Vielleicht borge ich mir die nochmal für ein Review.

    Beste Grüße

    Woodsman

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