The Roof / Mein erstes DIY Tarp



  • -The Roof- mein erstes DIY Tarp


    Ich hab mir mein Traumtarp genäht. 😊

    (12Fuß Xenon Sil 0.9 Hex)


    Zu aller erst große Verbeugung vor allen Tarp- Näh-Forumskollegen. Jetzt weiß ich wieviel Arbeit in euren vorgestellt Projekten steckt.

    Dank einiger Fäden könnte ich auch jede Menge Tipps mit in mein Projekt übernehmen.

    Vielen Dank dafür!


    Ob ich nochmal ein Tarp nähen würde weiß ich nicht.😃


    Aber von vorne, es ist schon eine gute Weile her als ich mich über beide Ohren verliebt habe. Nein nicht in Dutch aber in einen seiner Print2fabric Stoffe.


    Ein Tarp wie ein geschindeltes Dach fand ich sehr ansprechend.

    Irgendwo im Wald steht eine kleine Hütte mit einer Hängematte drunter. Ein kleiner Traum von mir, fast wie im Märchen und noch dazu flexibler wie jedes Tinyhouse.


    Also gleich in die vollen beim ersten Tarp und das "Traum Stöffchen" geordert.


    Herstellung:

    Das Tarp ist aus einer Mischung zwischen kleben und nähen entstanden.

    Die Abspannpunkte sind geklebt (verstärkt) mit 40D Silpoly. Mit Kleben habe ich schon ein wenig Erfahrung auch die Firstnaht habe ich geklebt und anschließend mit Polyesterband eingefasst.Insgesamt fand ich die Klebearbeiten (bis auf den Gestank) deutlich einfacher wie diese Xenon-Schmierseife zu vernähen. Von allen bisherigen Materialien die ich verarbeitet habe war das Xenon Sil dass rutschigste.


    Die Seiten habe ich mit einem Einschlag Umschlag versehen und nach vorheriger Recherche in unserem amerikanischen Schwesterforum habe ich auf Catcuts verzichtet. Dort gab es viele DIY'er die bei ihren Projekten mit dem relativ dehnungsarmen Silpoly auf Catcuts verzichtet haben. Im Nachhinein würde ich sagen die Falten halten sich auch ohne Catcuts in Grenzen die Fläche spannt sich gut aber an den Rändern (siehe Bilder) gibt es ein paar Falten. Daher würde ich beim nächsten Tarp Catcuts hinzufügen.


    Bevor es losging habe ich mir auch noch ein Obertransportfuß für meine alte Singer zugelegt und im Vorfeld einige Testnähte gemacht.

    Pünktlich zum Start noch Mal frisches Garn auf neue* Unterspulen umgespult. Die ersten Meter liefen gut, doch dann hat meine Nähmaschine angefangen zu Zicken. Fadenchaos an der Unterseite, Fäden gerissen usw. alles dreimal kontrolliert, neu eingefädelt, Fadenspannung verändert, neue Nadel dann lief es wieder und "verdammt" ein wenig später ging das Spiel von vorne los. Grrrr.... Am liebsten hätte ich die Maschine aus dem Fenster geworfen und habe deshalb erstmal die Näharbeiten eingestellt.

    Den Rest haben mir an dem Abend auf der Suche nach Lösungen noch die piepsigen Stimmen der ganzen YouTube-Profi -Hausfrauen-Näherinnen gegeben.

    Kennt ihr bestimmt 😉

    Bis auf Jellyfish gibt es da leider keine der ich länger wie fünf Minuten Aufmerksamkeit schenken kann. Ahhh....



    Neuer Tag neues Glück, nach etlichen Versuchen und kurzweiliger Funktion immer wieder Fadenchaos zwischendurch. Dann hat's endlich Klick gemacht* die neuen Unterspulen.

    Original Singer Ersatzspulen aber im direkten Vergleich ca. 1mm höher wie die alten.

    Leider war zu dem Zeitpunkt das Tarp mit teilweise unschönen Nähten halb fertig und ich zumindest um eine Erfahrung reicher.


    Insgesamt bin ich aber mit dem Projekt zufrieden, und ich freue mich drauf mein Märchen Tarp, meine kleine Hütte auf die nächsten kleinen Abenteuer mitzunehmen.


    Nebenbei hab ich auch versucht den ganzen Entstehungsprozess mit der Kamera ein wenig einzufangen. Video folgt....



    Verwendete Materialien:

    Stoff:

    Xenon Sil 0.9

    Verstärkungen 40D Silpoly

    Garn:

    Gütermann TERA 80

    Kleber:

    Elastosil E41

    (Lässt sich auch mit Pinsel auftragen wenn man ihn mit Aceton verdünnt)


    Einfassband und Abspannpunkte:

    Polyester Band 12mm

    Beasty D Ringe 12 mm / Gummikordel

    Größe: ca. 12 Fuß ( 3,65)

    Gewicht inklusive Packsack: 354g





    Hier sieht man das sich das Xenon Sil doch ganz schön dehnt.


    Hier sieht man gut die teilweise unschönen Nähte.


    Hier lief es ein wenig besser.



    So schaut es aus wenn die Sonne aufs Tarp scheint.


    Blick aus dem Wohnzimmer



    Hier sieht man die Falten ganz gut

  • Das Tarp ist ein richtiger Hingucker. :thumbup:

    Pfeif auf die nicht so gelungenen Nähte! Da guckt sowieso niemand hin, sondern nur auf die Dachschindeln.

    Hängematten kaufen ist wie Schuhe kaufen. Sind sie zu kurz, sind sie unbequem. Um zu wissen, ob sie passen, muss man selber reinschlüpfen.

  • Gratulation! Sieht super aus! Ich bin eigentlich nicht so der Print/ Muster Fan, aber die alten Schindeln mit der Patina, sehen cool aus und fügen sich prima in die Waldumgebung ein. Nähte müssen nicht gut aussehen, sie müssen gut halten! Ich hab bisher drei Tarps genäht und ich kann dir nur sagen, Es geht immer einfacher und schneller von der Hand.

  • Gratulation! Sieht super aus! Ich bin eigentlich nicht so der Print/ Muster Fan, aber die alten Schindeln mit der Patina, sehen cool aus und fügen sich prima in die Waldumgebung ein. Nähte müssen nicht gut aussehen, sie müssen gut halten! Ich hab bisher drei Tarps genäht und ich kann dir nur sagen, Es geht immer einfacher und schneller von der Hand.

    Ich eigentlich auch nicht, einfarbige Tarps sind Tarnung genug ( oft genug bin ich schon an meinem eigenen Lager vorbei gelaufen 😉) aber dieses Muster hat's mir echt angetan.

    Never without my Hammock!

  • Ich eigentlich auch nicht, einfarbige Tarps sind Tarnung genug ( oft genug bin ich schon an meinem eigenen Lager vorbei gelaufen 😉) aber dieses Muster hat's mir echt angetan.

    Das funktioniert auch etwas anders, nicht tarn&weg, sonder wer dich mit dem Tarp im Wald hängen sieht kann nicht mehr böse sein, der muss doch einfach lächeln. :-)

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • Der Bernd ist ja ein ganz Schlauer! Er wartet ab, bis der Hammock Goofy genug trainiert hat um schöne Nähte hinzubekommen und dann haut er den Bestellwunsch raus. Clever! :)

    Hängematten kaufen ist wie Schuhe kaufen. Sind sie zu kurz, sind sie unbequem. Um zu wissen, ob sie passen, muss man selber reinschlüpfen.

  • Sieht super aus!


    Um den Schindel-Stoff schleiche ich auch schon seit Monaten... Wenn nur die hohen Kosten nicht wären. Da hat man beim Verarbeiten ja ständig Angst, sich zu verschneiden oder zu vernähen =O

    Ja ist relativ teuer, hab auch bevor ich die Schere angesetzt hab immer dreimal überlegt und mein Puls ging nach oben 😉. Perfekt ist das Tarp trotzdem nicht geworden.

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