Fragen zu Querhängematten

  • Hallo zusammen,


    mal wieder eine Anfänger-Frage von mir, bei der ich euer gesammeltes Wissen Gebräuche möchte.


    Ich bin jetzt noch auf die Crosshammock gestoßen und finde sie insgesamt ziemlich gut, da sie gefühlt das beste aus zwei Welten vermittelt und sie sowohl zum hängen als auch bei Abwesenheit vo Aufhängepunkten gut auf dem Boden zu nutzen ist, ohne dass man deutlich mehr mitnehmen muss und ich sehe keine Nachteile.


    Nun bin ich aber auch ein Neuling und übersehe vermutlich einiges. Daher: was sind denn die Nachteile von Querhängematten?



    Vielen Dank euch schonmal

  • Nicht alle mögen das Schaukeln nach vorne-hinten (wie in einer Kinderschaukel) und das Ein- und Aussteigen ist etwas komplizierter, vor allem für Kurzbeinige.

    Man benötigt (fast) zwingend eine Isomatte, was manche nicht mögen (Rückenschweiß).

    Bei richtigem Mistwetter von der Seite habe ich persönlich wenig Vertrauen in das recht hoch hängende Tarp. Querhänger berichten jedoch, es wäre gar nicht so schlimm.


    Ansonsten sind Querhängematten eine tolle Sache. Man kann sich zwischen eng stehende Bäume hängen, bei denen andere Hänger kapitulieren müssen.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Rocketman XL und Normal wird beides extra angefertigt und macht preislich keinen Unterschied. Davon, dass man aus einer Querhängematte leichter rausfällt, habe ich noch nie gehört und kann das auch nicht bestätigen.

    Ich wusste das du eine XL Variante herstellst, aber diese ist nicht über die Website, sondern im Gespräch erhältlich, oder?


    Ich empfinde das persönlich so, kenne jemanden und habe das schon öfter mal gehört.

    Ich empfinde es als wackeliger und der Kippmoment ist irgendwie ziemlich abrupt. Setzt man sich beim Einsteigen zu weit vorne hin, landet man auch auf dem Boden.

    Das ist ja alles nur im Vergleich zur GE.

    Ansich vertraue ich der Cross definitiv.

    Ich hab eigentlich nur keine, weil ich noch keine XL testen konnte ^^

  • Das hier ist keine "crosshammock", sondern Draumr (ist ja aber trotzdem selbes Prinzip) sicherlich ein Bediener Fehler aus Unerfahrenheit und Übermut, zeigt aber ganz gut, was ich meine :


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    Ich hatte mir schonmal die Videos zur Crosshammock angesehen und mit der Erklärung wie man es dann tatsächlich richtig macht mit dem einsteigen, sah das ganze eigentlich recht einfach aus :)

    Kann man solche Hängematten (sehr gerne die Crosshammock, weil die einen echt guten Eindruck auf mich macht) irgendwo testen?



    Nicht alle mögen das Schaukeln nach vorne-hinten (wie in einer Kinderschaukel) und das Ein- und Aussteigen ist etwas komplizierter, vor allem für Kurzbeinige.

    Man benötigt (fast) zwingend eine Isomatte, was manche nicht mögen (Rückenschweiß).

    Bei richtigem Mistwetter von der Seite habe ich persönlich wenig Vertrauen in das recht hoch hängende Tarp. Querhänger berichten jedoch, es wäre gar nicht so schlimm.


    Ansonsten sind Querhängematten eine tolle Sache. Man kann sich zwischen eng stehende Bäume hängen, bei denen andere Hänger kapitulieren müssen.

    Das mit dem Tarp habe ich mir auch gedacht, aber mit einem Ausreichend großen Tarp mit Türen müsste das doch gehen, oder?

  • Das Tarp müsste riesig sein um den gleichen Wetterschutz zu erreichen, den man in einer GE-Hängematte hätte. Schau Dir mal die Bilder an!

    Aber wie gesagt, die Querhänger haben sich noch nicht über das Tarp beschwert.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Was man der Fairheit halber im Vergleich vielleicht erwähnen sollte ist, dass man bei ungewöhnlich großen Baumabständen schon wirklich hoch aufhängen muss - man hängt ja so schön höher auf als bei einer GE. Da bin ich bei abenteuerlichen Konstruktionen schon zum Baumkletterer geworden.

    Und des Nächtens zum Austreten aufstehen zu müssen natürlich ein über Schlag ^^

    Die Bodenschlafoption, bei der die Matte sogar als bug bivy fungiert macht das aber wieder wett.

    Wenn es - wie hier zuletzt in einigen Threads - um geringes Gewicht geht, ist die 90° mit leichter Isomatte einer GE mit UQ weit überlegen. mein Mehrgewicht gegenüber ground sleeping ist so im niedrigen dreistelligen Bereich - und ich bin zudem variabler auf längeren Touren, auf denen es auch eine Weile oberhalb der Baumgrenze entlang geht.

    Und beziehe ich mit ein, dass ich dauerhaft am Boden nicht auf einer so dünnen, leichten Matte schlafen könnte - und eh ein Bug bivy mitnehmen würde (eher unwahrscheinlich) lande ich bei +-0, bzw. sogar einer Ersparnis :saint: Der größte UL Skill ist und bleibt das Schönrechnen :D

  • Ich hatte 2 Querhängematten und kann mich nur wundern, wie der Typ im Video oben einsteigt bzw. dann herausfällt. Auf so eine dämliche Idee wäre ich ja nie gekommen. Ich hätte, bevor ich mir eben das Video angeschaut habe, steif und fest behauptet, dass man aus einer Querhängematte nicht herausfallen kann. Aber wenn man es richtig blöd macht, scheint es zu gehen.... :D


    Ich finde den ganz klaren Vorteil der Querhängematte das Gewicht. Das Schaukeln hat mich nicht gestört: es ist etwas mehr als in einer GE, weil es in mehrere Richtungen "wackeln" kann. Für eine evt. notwendige Bodennacht ist sie auch eine gute Lösung.


    Für mich war der Nachteil (weil ich klein bin), dass der Ein- und Ausstieg (vorallem wenn man in einem Schlafsack schläft), umständlicher ist. Das zweite war, dass die punktuelle Körperunterstützung, die eine GE Matte hat, wegen der Isomatte nicht so gut ist. Also es ist etwas mehr Bett- als Hängemattenfeeling. Allerdings ist dadurch der Umstieg für viele sicher auch einfacher.


    Bzgl. der Tarpgröße kann ich nur sagen, dass ich (gefühlt) bei Regen auch Bedenken hätte, aber darüber würde ich mich hinwegsetzen, da Cross Hammock und hangloose sehr sehr viel Erfahrung haben und in allen Fäden bestätigt haben, dass es keinerlei Probleme gibt. Da würde ich ihnen einfach vertrauen: die wissen ja schließlich wovon sie reden!

  • Querhängematte ist nicht gleich Querhängematte. Ich habe eine HammockTent, eine Exped Ergo, eine Amok Draumr und eine Cross Hammock Standard - und sie unterscheiden sich zum Teil gewaltig. Die Draumr ist tatsächlich viel kippeliger als die anderen Hängematten. Aus einer Cross Hammock kann man meiner Meinung aber nicht einfach herausfallen. Das Design ist ganz anders.


    Ansonsten sind hier meine Pros und Contras:


    + ich kann wirklich problemlos auf der Seite schlafen

    + man liegt flacher als in einer GE oder Brückenhängematte

    + häufig kann man die Hängematte auch als Lounger benutzen

    + die Bodennutzung ist einfacher als mit anderen Hängematten

    + geringes Gewicht

    + Ein-Baum-Aufhängung möglich


    o kurze Ridgeline und damit wenig Baumabstand nötig

    o die Isomatte ist eine Dampfsperre - mit allen Vor- und Nachteilen


    - ich mag die Überkopf-Schaukelbewegung nicht so gerne

    - man kann nicht einfach aus der Hängematte heraus greifen

    - Ein- und Ausstieg erfordern deutlich mehr Geschick als bei einer GE oder Brückenhängematte

    - eine Underquiltnutzung ist bestenfalls schwierig, schlechtestenfalls unmöglich

    - die Auswahl an passendem Zubehör ist deutlich kleiner

    - normale Ridgeline Organizer hängen zu hoch

    - schlechterer Wetterschutz als mit einer GE Hängematte

    - bei einer Schnuraufhängung ist die Hängematte nicht so robust

  • Moin zusammen,

    ich selbst habe eine Amok Draumr 3.0 und hatte mal die Exped Ergo (1.Modell) und bin noch nie aus einer der beiden rausgefallen. Denen das passiert sind entweder betrunken oder von Natur aus Trottel?!🤭 Selbst wenn ich mich in der Amok Draumr viel hin und her bewege hatte ich noch nicht das Gefühl ich könnte irgendwie rausfallen.

    Ich setze mich von einer Seite in die Mitte der Hm, ziehe die Beine nach, rutsche mich ein wenig zurecht so wie ich liegen möchte und alles ist gut 👍

    Es ist eine Umgewöhnung von GE aber nichts dramatisches. Alles eine Sache der Übung und sich mit seiner Ausrüstung vertraut machen.

    Für mich persönlich ist die Amok Draumr die bequemste Hängematte in der ich je geschlafen habe.

    Das Orginal Tarp von Amok Equipment würde ich nicht nehmen (zu klein).

    Ich verwende das DD TARP 3,5x3,5m für die Amok. Dieses Tarp ist lang genug um auch die offenen Seiten zu schützen.

    Wenn es bei starkem Wind von der Seite rein regnet dann hat man insgesamt falsch aufgebaut (Windrichtung).

    Dreht der Wind unerwartet ziehe ich die Tarpenden weiter runter und weiter nach innen.

    Der Regen müsste schon waagerecht kommen bevor die hm nass wird......

    Aber selbst wenn das passieren würde fängt der seitlich hochgezogene Hängemattenstoff einiges ab.

    Das ganze System ist aber wohl nichts für UL Menschen.

    Das die Isomatte (Exped Synmat 7 LW) quietscht bei Bewegungen stimmt. Aber mich stört das nicht.

    Mit der Exped Ergo kam ich nicht zurecht. Aber nicht aus Angst ich könnte rausfallen, sondern weil mir das Getüddel mit den Schnüren auf den Geist ging und ich die Verarbeitung der Hm nicht besonders gut fand (z.B. kleine, anfällige Reißverschlüsse-graues anstatt schwarzes Mückennetz, mehrere ausgefranste Nähte) und sie war mir insgesamt zu klein.

    Das dazugehörige Tarp habe ich behalten und nutze es manchmal auch für die Amok Draumr (passt sehr gut).

    Liest die NSA eigentlich mit wenn ich sooft Amok schreibe?!🤭😂

    Gruß von der Ostsee

  • ich selbst habe eine Amok Draumr 3.0 und hatte mal die Exped Ergo (1.Modell) und bin noch nie aus einer der beiden rausgefallen. Denen das passiert sind entweder betrunken oder von Natur aus Trottel?!🤭 Selbst wenn ich mich in der Amok Draumr viel hin und her bewege hatte ich noch nicht das Gefühl ich könnte irgendwie rausfallen.

    So lange dein Schwerpunkt im Teil der Hängematte bleibt, der direkt mit der Aufhängung verbunden ist kannst du dich herumwälzen so viel du willst. Aber wehe wenn du zu weit Richtung Fußende rutschst. Das ist der Nachteil der "schnurlosen" Zentralaufhängung. Der Vorteil ist, dass du die Draumr in einen Lounger verwandeln kannst.

  • Also wenn man es quasi „erzwingt“ dann kann man auch nach vorne oder hinten rausfallen.

    Wenn man es aber mit dem einsteigen und Balance halten ein paar mal gemacht hat, habe ich zumindest für mich, keine Probleme mit rausfallen.

    Richtig.....man muss sein Hauptschwerpunkt nur einigermaßen central der Aufhängung halten dann iss alles gut 👍

    Ich liebe den Lounger-Modus👍👍👍 Bin mehr als einmal so beim Filme oder in die Landschaft gucken eingeschlafen 😴👍

    Gruß von der Ostsee

  • Vielleicht muss man hier gar nicht aus seriöser Perspektive darüber diskutieren, unter welchen Bedingungen es möglich ist aus der Hängematte zu fallen. Fritz Meinecke ist ja nun ein Großer unter den deutschen Outdoor/Bushcraft-YouTubern mit großer Reichweite (und größtenteils etwas jüngerer Zuschauerschaft). Der und sein Produktionsteam machen das nun auch nicht erst seit gestern.


    Ein wenig Entertainment ist ja auch notwendig, wenn man einen Kanal so lange und ausdauernd befeuert. Gerade bei einem (in meiner Wahrnehmung) Werbevideo. Vielleicht haben sie sich auch beim Dreh einfach überlegt, dass ein Hängemattenfail einfach ein paar gute Bilder und es gute Laune vor dem Bildschirm bringt, wenn der All-Time-Surviveler sich mal kurz und crumpy zum Lappen macht. Denn die Bilder sind ja nicht umsonst dringeblieben und nicht in der Postproduktion in die Tonne gewandert.

  • Also wenn man es quasi „erzwingt“ dann kann man auch nach vorne oder hinten rausfallen.

    Wenn man es aber mit dem einsteigen und Balance halten ein paar mal gemacht hat, habe ich zumindest für mich, keine Probleme mit rausfallen.

    Das sehe ich nicht so. Die Draumr ist meine einzige Hängematte, aus der ich unabsichtlich herausgefallen bin - oder vielmehr abgeschmiert bin. Man fällt nicht - man rutscht. Und es ging auch mehreren Probeliegern so, denen ich die Draumr gezeigt habe. Ich bin nicht so groß, dass ich automatisch richtig in der Hängematte zu liegen komme. Auf der Suche nach dem Sweet Spot bin ich ein paar mal zu nahe an den Kipppunkt geraten. Wenn man sich davon nicht abschrecken lässt, gewöhnt man sich aber schnell an diese Eigenschaft - genauso, wie man sich ans fahrradfahren gewöhnt. Aber das Design ist halt nicht ganz so idiotensicher wie bei anderen Hängematten.

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