Nutzt ihr euer Overcover mit einem Tarp?

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  • Ahoi,

    wie haltet ihr es bezüglich Overcover und Tarp? Nutzt ihr im Winter nur das Overcover, ohne Tarp?

    Regnen sollte es nicht, schneien ggf., ist aber nicht so dramatisch?

    Wie ist es mit Feuchtigkeit aus der Luft, ist es da ein Tarp erforderlich?

    Bin gespannt auf eure Erfahrungen.

    Grüße

    Rocketman

    • Offizieller Beitrag

    Ob ein Tarp erforderlich ist, hat mit dem Topcover wenig zu tun. Wenn du nicht nass werden willst, brauchst du ein Tarp. Wenn du zusätzlichen Windschutz und wärmere Luft haben willst, verwendest du ein Topcover.

    Ich hänge das Tarp immer auf, denn zum einen würde ich vermutlich erst aufwachen, wenn die Hängematte schon richtig nass ist, und ich habe auch keine Lust mitten in der Nacht raus zu müssen um mein Tarp aufzuspannen - zum anderen fällt außer Regen oder Schnee so einiges andere von oben herab, das ich keinesfalls auf der Hängematte oder auf den Quilts kleben haben möchte.

  • Moin zusammen,

    auch ich verwende aus den genannten Gründen eigentlich immer ein Tarp!

    Wenn ich Sterne gucken möchte und es ist kein Regen vorhergesagt klappe ich schon mal die vordere Tarpseite nach hinten. Dabei belasse ich die Heringe im Boden. So brauche ich im Bedarfsfall nur schnell das Tarp wieder zurück klappen und in die Heringe einhängen.

    Der Topcover ist hauptsächlich als Windschutz gedacht und sollte auf jeden Fall atmungsaktiv sein(Kondenswasser).

    Er hält auch mal ein bisschen Tau vom Tarp ab aber kein Regen.

    Er erhöht auch die Innentemperatur in der Hm um ein paar Grad.

    Ich bin aber auch immer wieder überrascht wieviel Wind und sogar Tau ein dicht gewebtes Moskitonetz abhalten kann 👍

    Gruß von der Ostsee

  • Ich hatte das Topcover bisher nur einmal verwendet, bei meinem Test bei -13/-14°C. Bei meinem jetzigen Erfahrungsstand hätte ich mehr Sorge um Feuchtigkeit unter dem Cover als um Kühle. Ein Topcover würde ich mir daher nicht mehr mitbestellen.

    Reisender mit Hang zum Hängen

    :!:"Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur verschiedene Sorten gutes Wetter" - (John Ruskin) :!:

  • Im Winter und wenn sicher nicht mit Regen zu rechnen ist, reicht ein Topcover/Socke prinzipiell aus und hilft im Gegensatz zum tarp bei der Waermeleistung. Habe so schon viele verschneite Naechte verbracht. Ein zusaetzliches Tarp ist allerdings beim Ein- und Aussteigen waehrend eines Schneefalls und als zusaetzlicher Windschutz ganz nuetzlich.

  • Edit: Im Schnee mit Socke und nicht NUR Topcover! Wenn es schneit und Schnee zwischen HM und UQ gelangt, dann wirds nass.

    Moin,

    Wow.....tolle Fotos BoundryWaters 👍

    Ich hoffe es schneit bald......

    Bei Schnee und wenn frostig kalt ist es nochmal eine ganz eigene tolle und friedliche Atmosphäre wenn man warm und kuschelig in der Hm liegt.

    Gruß von der Ostsee

    Jo, alles alte Kamillen, die ich hier bereits mal gepostet hatte...

  • BoundryWaters, merkst du einen grossen Unterschied zwischen einem Cover aus winddichter Kunstfaser (Quiltstoff) oder einem aus Baumwolle (Canvas), was die Kondensfeuchtigkeit angeht? Ich hatte kürzlich den Eindruck, dass mein Topquilt im direkten Kontakt mit einem Cover aus Quiltstoff sehr nass wurde vom Kondenswasser. Oder war da der direkte Kontakt zwischen Cover und Quilt der Fehler? Das Cover lag direkt auf dem Quilt auf.

  • Ich habe bzgl. Kondesfeuchtigkeit explizit bei Dream nachgefragt, als ich mir ein Topcover dazu bestellen wollte.

    Der Rat war dann die Öffnungen vergrößern zu lassen, bzw. ein Side Vent am Kopf anbringen zu lassen, da dies die Optimale Lösung dafür sein soll. Alle Kunden Berichten mit dieser Konstellation von keinen Problemen mehr mit Feuchtigkeit.

    Meine Konfig. ist in meinem Thema dazu zu finden:

    Dream Hammock 12ft Sparrow Review von Bestellen bis Langzeittest

  • Moin,

    ich vermute es lag an dem Kontakt der beiden Stoffe. So muss die Feuchtigkeit durch 2 Lagen entweichen. Je nach dem wieviel Feuchtigkeit entsteht, schaffen es die beiden Stofflagen nicht alle Feuchtigkeit nach außen abzugeben und so kondensiert sie am Stoff.

    Mir ist auch aufgefallen das stark wasserabweisend beschichtete Stoffe (z.B. DWR) nicht so atmungsaktiv sind wie Stoffe die allein durch ihre enge Webart wie z.B. teilweise Pertex winddicht sind.

    Wasserabweisende Beschichtungen sind gegen Feuchtigkeit von außen super. Können aber bei Feuchtigkeit von innen zum Problem werden.

    Es ist also eine Gradwanderung zwischen atmungsaktiv und wasserabweisend.

    Bei eng am Körper anliegenden Sachen ist es anders.

    Durch den Temperaturunterschied zwischen Körper und Außenluft funktioniert der Feuchtigkeitstransport durch den Stoff besser. Der Wasserdampf kann sich auf dem kurzen Stück vom Körper nach außen nicht so schnell abkühlen und damit schlecht kondensieren.

    Gruß von der Ostsee

  • BoundryWaters, merkst du einen grossen Unterschied zwischen einem Cover aus winddichter Kunstfaser (Quiltstoff) oder einem aus Baumwolle (Canvas), was die Kondensfeuchtigkeit angeht? Ich hatte kürzlich den Eindruck, dass mein Topquilt im direkten Kontakt mit einem Cover aus Quiltstoff sehr nass wurde vom Kondenswasser. Oder war da der direkte Kontakt zwischen Cover und Quilt der Fehler? Das Cover lag direkt auf dem Quilt auf.

    Also Segeltuch/Canvas sollte man erst ab ca. -10 Celsius nehmen, da die Temperatur in der Socke entsrechend hoeher ist und die Feuchtigkeit der Atemluft nicht gefriert und das Segeltuch durchnaesst. Wird es kaelter hat man in der Socke Eisbildung, allerdings wesentlich weniger als mit Nylon Material, da Canvas atmuksaktiver ist.

    Bei den Nylon Socken kann das Material die Feuchtigkeit nicht speichern und deshalb kommt es bei entsprechenden Temperaturen entweder zu dem von Dir geschilderten Kondens bzw. extremer Eisbildung. Das liegt meiner Meinung nach an der Atemluft, den Wetterverhaeltnissen (Wind/Luftfeuchtigkeit) und ob Du in der Socke durch vents Luftaustausch herstellen kannst, oder nicht. Ich glaube nicht, das Quilts die evtl. das Topcover beruehren, hier einen Unterschied machen.

    Ich habe bzgl. Kondesfeuchtigkeit explizit bei Dream nachgefragt, als ich mir ein Topcover dazu bestellen wollte.

    Der Rat war dann die Öffnungen vergrößern zu lassen, bzw. ein Side Vent am Kopf anbringen zu lassen, da dies die Optimale Lösung dafür sein soll. Alle Kunden Berichten mit dieser Konstellation von keinen Problemen mehr mit Feuchtigkeit.

    Meine Konfig. ist in meinem Thema dazu zu finden:

    Dream Hammock 12ft Sparrow Review von Bestellen bis Langzeittest

    Einen side vent habe ich mir damals bei meiner Sparrow auch anfertigen lassen. Siehe unten. Man sollte allerdings beachten, dass durch den Schnitt nicht durch evtl. Schnee geschuetzt ist, d.h. hier ein tarp auf jeden Fall erfoderlich ist. Das ist bei dem Warbonnet topcover anders. Da liegt der vent im geschuetzten Winkel. Die Vents am Fussende muesste man bei Schnee in jedem Fall abdecken.

  • Man sollte allerdings beachten, dass durch den Schnitt nicht durch evtl. Schnee geschuetzt ist, d.h. hier ein tarp auf jeden Fall erfoderlich ist.

    Gut, laut anderen Erfahrungen hält schon alleine das Mesh des Side Vent schon ordentlich Schnee ab, sicher ist das aber natürlich nicht.

    Was mich aber eher dazu bringt doch immer ein Tarp zu benutzen/ eins zumindest aufzuhängen ist der Underquilt, der ja sonst echt nicht geschützt ist.

  • Danke für eure Antworten!

    Ich hatte das Cover übrigens nur über den Quilt liegen, geatmet habe ich bei den etwa -4°C draussen (Mütze und Schlauchtuch). Deshalb war ich auch so erstaunt über das viele Kondenswasser. Ich denke, es hat damit zu tun, dass das Cover sehr schnell die negative Temperatur angenommen hat und dann dort das Wasser zwischen der losen Berührungsfläche von Cover und Quilt kondensiert, teilweise gefroren und teilweise (wieder) aufgetaut ist. Es war auch sehr neblig gewesen (ca. 97% Luftfeuchtgigkeit gemäss Wetter-App). Das Argon 67 (Quilt) wie auch das Argon 90 (Cover) verfügen beide über eine DWR-Beschichtung, wie ich jetzt gerade auf der Website von DutchWare sehe. Ich hatte bisher tatsächlich noch nie ein Problem mit einem nassen Quilt gehabt, war aber bisher auch weniger der Draussenschläfer bei Minus-Temperaturen. Deshalb meine Fragen.

  • Danke für eure Antworten!

    Ich hatte das Cover übrigens nur über den Quilt liegen, geatmet habe ich bei den etwa -4°C draussen (Mütze und Schlauchtuch). Deshalb war ich auch so erstaunt über das viele Kondenswasser. Ich denke, es hat damit zu tun, dass das Cover sehr schnell die negative Temperatur angenommen hat und dann dort das Wasser zwischen der losen Berührungsfläche von Cover und Quilt kondensiert, teilweise gefroren und teilweise (wieder) aufgetaut ist. Es war auch sehr neblig gewesen (ca. 97% Luftfeuchtgigkeit gemäss Wetter-App). Das Argon 67 (Quilt) wie auch das Argon 90 (Cover) verfügen beide über eine DWR-Beschichtung, wie ich jetzt gerade auf der Website von DutchWare sehe. Ich hatte bisher tatsächlich noch nie ein Problem mit einem nassen Quilt gehabt, war aber bisher auch weniger der Draussenschläfer bei Minus-Temperaturen. Deshalb meine Fragen.

    Wenn Du das cover quasi also Decke genommen hast, dann kann man sich das mit dem Kondens auch ohne Atemluft schon ganz gut vorstellen.

    Gut, laut anderen Erfahrungen hält schon alleine das Mesh des Side Vent schon ordentlich Schnee ab, sicher ist das aber natürlich nicht.

    Was mich aber eher dazu bringt doch immer ein Tarp zu benutzen/ eins zumindest aufzuhängen ist der Underquilt, der ja sonst echt nicht geschützt ist.

    Ordentlich Schnee abhalten ist natuerlich schon mal ein guter Anfang, 100% waeren aber wahrscheinlich besser....

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