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  • Mir ist der Sinn nicht ganz klar, warum sich die Anspannung dehnen soll ?( Könnte mir das jemand erklären?

    Ob die Anspannung bei Überlastung reißt ohne sich zu dehnen oder mit Dehnung spielt doch eigentlich keine Rolle :/

    Wichtig ist doch nur die Angabe des Seils zur Reißfestigkeit. Was übersehe ich hier?

  • Ob die Anspannung bei Überlastung reißt ohne sich zu dehnen oder mit Dehnung spielt doch eigentlich keine Rolle :/

    Wichtig ist doch nur die Angabe des Seils zur Reißfestigkeit. Was übersehe ich hier?

    Auch Dyneema wird nicht reißen. Hier im Forum kursiert die Aussage, dass "Lastspitzen" abgefedert werden, die durch drauftreten oder Wind entstehen und dadurch die Abspannpunkte beim Tarp ausgerissen werden. Halte ich aber selber auch eher für Couchwarriortheorie.

  • Nach einigen Solotouren bei starkem Wind priorisiere ich Sicherheit über andere Faktoren. Ich verstehe, dass eine Tarp RL nicht garantiert, dass man vor herabfallenden Ästen geschützt bleibt, aber vielleicht kann die RL einen Ast gerade so ablenken, sodass besser aus Situation besser auskommt? Ich habe alle RL Aufbauvarianten aufgegeben, die nicht aus einer starken Schnur und einer vollständig fixierten RL bestehen. Und auch ist der Tarp bei mir nicht strukturell, wie z.B. bei einer Continous Ridge Line oder geteilter RL. Nun verwende ich 3mm Dyneema Schnur für die RL, die komplett fixiert ist mit Knoten an beiden enden. Der Tarp ist mit 1mm Dyneema Prussik Loops (bei mir derzeit mit Distel hitch mit Dogbones anstatt von Loops) fixiert. Wer eine Abfederung braucht, kann diese bei den Prussikloops integrieren. Ich brauche keine.

    Dies ist nicht die schnellste Methode und erfordert Knotenkenntnisse, aber für mich ist dies eine psychologische Hilfe bei Solotoren.

  • Moin,

    ich habe ja schon mehrfach hier im Forum von meinen Erfahrungen mit den Gummischnur Schlaufen berichtet ( die übrigens nicht auf der Couch entstanden sind 🙂) und warum ich sie an jedem meiner Tarps montiert habe.

    Ich persönlich verlasse mich z.B. auch nicht auf die Umsichtigkeit eventueller schlaftrunkener Menschen die sich ohne Lampe nachts entleeren.

    Auch neugierige Tiere können sich z.B. mal in einer Abspannschnur vertüddeln...........hatte hier irgendwo ja mal von dem Reh (ohne Kopflampe 😊) auf dem Übernachtungsplatz in Husby berichtet, daß sich weil es sich erschreckt hat, in einer Abspannschnur des Tarps meiner Ex verfangen hatte.

    Das hat richtig gerappelt und ohne Puffer wäre die Abspannschlaufe vielleicht gerissen.........wer weiß das schon?!

    Am Strand sind auch schon große Hunde quer durch unser Lager gestürmt und haben alles mitgerissen was im Weg war um an meine Eisenpfanne zukommen.

    Bei starkem Wind werden auch sehr selten die Heringe von einer Böe rausgerissen so muss ich dann auch nicht nachts raus, eventuell auch noch bei Regen, um alles wieder zu richten.

    Ist die Abspannschnur ohne Hering irgendwo fest gebunden, ist die Wahrscheinlichkeit, daß bei starkem Wind irgendetwas reißt einfach höher ohne Puffer als mit. Und das ist keine Couchwarriortheorie sondern simple Physik und viiiele Erfahrungen 👍🙂

    Muss letztendlich ja auch jeder für sich entscheiden ob man Gummipuffer montiert oder nicht...........

    Meine Tarps flattern bei Nässe am nächsten Morgen auch nicht schlaff rum sondern bleiben durchgehend straff gespannt.

    Man sollte sein Tarp schon beim Aufbau sehr straff abspannen so kann sich die Spannung bei Nässe selbst regulieren ohne zu erschlaffen und dadurch zu flattern.

    Auch SilPoly Tarps dehnen sich bei Nässe etwas nur halt nicht soviel wie Silnylon Tarps ( habe selbst mehrere in beiden Ausführungen schon lange im Einsatz wie z.B. mein altes Hilleberg XP).

    Ich selbst war auf jeden Fall bei manchen Gegebenheiten heilfroh Gummischlaufen montiert zuhaben........

    Gruß von der Ostsee

    2 Mal editiert, zuletzt von wuppitom (6. September 2023 um 22:05)

  • So, liebe Leute,

    jetzt mal Butter bei die Fische. :)

    Womit genau shockcorded Ihr ab?

    Ich hab mal 3mm und auch 4mm Gummischnur gehabt, die gingen beide so schnell "auf Block", waren also strammgezogen, dass sie schon beim Abspannen hartgezogen waren, sonst hätte das Tarp von Anfang an geflattert.

    Dann habe ich 6mm Gummileine doppelt genommen (Gl0betr0tter, Bootsbedarf) - damit geht's!

    Aber mein OneWindTürenTarp ist damit auch gefühlt fast doppelt so schwer geworden... 8o

  • Ich würde das gerne Mal aufdröseln was Gummikordel kann und was nicht.

    Erstmal Basics: Gummi dehnt sich proportional zur eingetragenen Kraft. Das heißt je mehr Kraft wirkt, um so länger wird es bzw. andersherum wirkt mehr Kraft je länge ich das Gummi dehne. Das heißt, dass ein Gummi keinerlei Kraft "puffert", sondern nur "mehr Seillänge" zur Verfügung steht. Um wirkende Kräfte zu bregrenzen bräuchte man eine Sollbruchstelle.

    Das ganze gilt aber ohnehin nur, wenn ich eine ausreichend dicke Gummikordel nehme, die nicht sowieso beim Abspannen auf Anschlag ist. Mit "auf Anschlag" meine ich, dass nicht mehr der Gummikern die Kraft aufnimmt, sondern der gewebte Mantel. Meine 2mm Kordel ist dafür in Guylines definitiv zu schwach. 3mm geht dafür so naja. .

    Was heißt das jetzt für den Fall A, dass jemand in die Leine latscht und für den Fall B, wo Wind auf das Tarp wirkt.

    Fall A. Der Fuß des Deppen trifft mit einer Masse X und eine Geschwindigkeit Y auf die Leine und bringt einen Impuls (Masse x Geschw.) bzw. eine Kraft (Masse x Beschleunigung) auf die Leine. Über einen Gewissen Zeitraum wird die Leine länger sowie die Kräfte größer. Ohne Gummi läge der volle Impuls im Gegensatz dazu sofort an. Da wir normalerweise nicht durchziehenwie Fußballer auf Epo und auf die Sinneswahrnehmung am Bein reagieren um uns nicht zu maulen, steigt durch das Gummi die Wahrscheinlichkeit, dass der Schlag auf das Tarp geringer ausfällt als ohne.

    Fall B. Die Kraft, die (zusätzlich) auf das Tarp bzw. die Leinen wirkt, hängt nur ab von der Angriffsfläche des Winds am Tarp. Das ist so weil der Wind ist wie er ist, egal ob Gummi oder nicht. Die Frage, ob mehr oder weniger Kraft wirkt hängt also davon ab, ob durch die sich verlängernde Leine mehr Angriffsfläche entsteht. Im allgemeinen wird man diese Frage mit ja beantworten können. Deswegen spannt man bei Sturm auch so tief wie möglich ab, damit der Wind nicht "unter das Tarp greifen" kann. Da will ich auch keine Dehnung im Seil, sondern "festballern".

    Fazit: Gegen Stolpern hilft es bis zu einem gewissen Grad. Bei Sturm hilft das wenig oder ist sogar kontraproduktiv.

    Wirklich Sinn ergibt das Ganze, um bei Silnylon Tarps die Dehnung des Stoffs bei Nässe abzufangen, was eine Leine ohne Dehnung nicht kann. Hier kann man sich so das Nachspannen bei Regen sparen.

    Offline ist am schönsten!

  • Habe heute mal meinen Prototypen vom Tarpsleeve fertig gestellt. Es ist 3,60m lang, 12cm im Durchmesser und wiegt knapp 25g. Die Enden können mit einer kleinen Kordel zusammengezogen werden um ein rutschen bei Zug zu verhindern. Und das wichtigste.....Es macht genau was es soll und wie ich es mir vorgestellt habe :thumbup:

    (Mit der länge ist es also genau so lang wie der First des 12` Tarps und es geht in einem Rutsch drüber zu ziehen, ohne das am Ende noch ein Zipfel raus schaut. Erwähne das nur noch mal, weil ich hier teilweise von den wildesten Theorien über die richtige länge eines Sleeves gelesen habe)

  • Ich hatte an meinem Tarp auch Gummikordel an den Firstenden, hab es aber wieder weggemacht. Das erlaubt nicht, das Tarp so zu spannen wie man es braucht.
    An den unteren Enden aber habe ich 4 mm Gummikordel. Das finde ich sehr gut, so brauche ich mein Silnylon-Tarp nicht nachspannen.

    bogus, bezüglich der Ausgangsfrage: Ich verwende, auch auf Tour, verschieden Methoden, mein Tarp aufzuspannen. Meistens mit zwei Schnüren an jedem Firstende (wie auch bei den Enden zu den Heringen hin), mit einem LoopAlien. Wenn ich wenig Platz zwischen den Bäumen habe, und das Tarp niedrig hängen will, mache ich es auch mit Softschäkel direkt an den Baumgurten/HM-Aufhängung fest.
    Und wenn ich mich amüsieren will und viel Zeit habe, benutze ich eine durchgehende Firstschnur mit LoopAlien und Prusiks. Die ist aber aus Maurerschnur, und die kann ich nicht so stark anspannen wie ich gerne möchte. Mal noch rumtüfteln.

  • Moin,

    Ich verwende hauptsächlich 4mm Gummischnur aus dem Baumarkt oder Seglerbedarf Shop.

    Daraus binde ich mir dann ca.10-15cm lange Schlaufen mit einem Achterknoten.

    Das Tarp spanne ich beim Aufbau sehr straff ab, also richtig stramm !

    Während des und kurz nach dem Abspannen dehnt sich der Tarpstoff (je nach verwendetem Tarpstoff und Feuchtigkeitsgrad des Stoffes) und die Anfangsspannung lässt etwas nach aber das Tarp bleibt straff genug gespannt ohne daß sich irgendeine Falte bildet oder das Tarp flattert.

    Nach einer Nacht habe ich noch ca. die Hälfte der Anfangsspannung der Gummischlaufen übrig.

    Wenn man z.B. mal ein einer Abspannschnur hängen bleibt, überträgt und beschränkt sich die Krafteinwirkung nicht nur auf diese eine Abspannstelle sondern es wird gleichzeitig an mehreren gezogen.

    Einfach mal das Tarp so abspannen und dann mal an einer Ecke kräftig ziehen dann siehst du was ich damit meine ..........solche Sachen nur in Schrift zu erklären finde ich manchmal schwierig.........zeigen wäre viel besser 🙂

    Bei meinem Onewind 12ft Türentarp waren schon vom Hersteller 3mm Gummischnur Schlaufen vormontiert.

    Die funktionieren bei mir genauso wie die 4mm Gummischnur aus dem Baumarkt............haben wohl aber insgesamt weniger Tragkraft?!

    Ich ziehe mein Tarp nur äußerst selten ringsum bis zum Boden. Meist spanne ich in Stehhöhe ab mit der Frontseite so offen wie möglich und der Rückseite gegen den Wind.

    Mitten irgendwo im Wald ist man deutlich Windgeschützter als z.B. am Strand und man braucht selten ein komplett geschlossenes Tarp, es sei denn man möchte das grundsätzlich so.

    Bei einem Gewitter mit starken Windböhen schließe ich das Tarp manchmal solange das Gewitter anhält auch auf der Frontseite.

    Bei lange anhaltenden starkem Wind suche ich mir einen Hängeplatz mit jüngeren, niedrigen Bäumen und möglichst viel Bewuchs drum herum oder halt irgendeinen anderen Windgeschützten und vermeintlich sicheren Hängeplatz.

    So kann ich auch bei starkem Wind mein Tarp in einem etwas heruntergezogenen Porch Mode aufbauen 👍

    Gruß von der Ostsee

  • Ich hatte an meinem Tarp auch Gummikordel an den Firstenden, hab es aber wieder weggemacht. Das erlaubt nicht, das Tarp so zu spannen wie man es braucht.

    Moin ,

    auch mit Gummischnur Schlaufen an den Firstenden spanne ich meine Tarps genauso straff und faltenfrei ab wie mit ohne. Kann man ja auf vielen meiner Fotos sehen........🙂

    An den Firstenden braucht man aber die Gummischlaufen nicht wirklich..........ich verwende sie dort aber auch trotzdem gerne😊

    Ich spanne dann beim Aufbau halt richtig stramm ab. Die Anfangsspannung lässt kurz nach dem Aufbau minimal durch die Stoffdehnung nach.

    Das funktioniert aber nicht so gut mit der Tarp Ridgeline über dem Tarp.

    Ich montiere meine Ridgeline immer unter dem Tarp um bei Bedarf dort Klamotten zum trocknen aufhängen zu können und so erreiche ich leichter meine Stehhöhe..........

    Nur wenn die Distanz zwischen den Abspannpunkten zu kurz sein sollte, hänge ich die Firstenden Karabiner direkt in die Tarpschlaufen.

    Gruß von der Ostsee

  • Danke, wuppitom ,

    ich denke, verständlicher lässt es sich mit Worten kaum beschreiben - und exakt so handhabe ich es mit meinem 12ft-Türentarp von OneWind ebenfalls.

    Um die Firstnaht zu schonen, habe auch ich mir eine Ridgeline von einer zur anderen Aufhängeöse gesetzt, so kann ich auch auf diese lange Strecke ordentlich Zug geben und behalte Kopfhöhe.

    Das Geheimnis liegt wohl eher in der Qualität der Gummileine. Meine dünnen taugen da scheinbar wenig und gehen auf Block. Die dicke mit 6mm hingegen bleibt stets noch etwas "restelastisch", obwohl ich sehr stramm abspanne.

    Vielleicht bekomme ich sowas gutes auch nochmal in schlanker, ich möchte mir das so schön leichte Heksa von Lesovit nicht schwer machen. ;)

  • Da ich das Vorhaben der Inline Gummies mit meinen vorhandenen Seilen momentan nicht realisieren kann habe ich wenigstens meine bereits bewährten Abspanner noch mal etwas modifizert. Die Knoten sind Geschichte und wurden durch einen schlanken Spleiß ersetzt. Diesen habe ich zusätzlich vernäht und kann dadurch den Spleiß relativ kurz halten. So ist auch gleich sicher gestellt, dass sie sich unter Nicht-Belastung nicht lösen.

    Bei den kleinen Projekten hat mir Oma´s alte Gloria auch wieder ein paar nützliche Sachen über Fadenspannung, Nähfußdruck und andere kleine Feinheiten beigebracht. Auch wenn es das ein oder andere mal fast zum heimischen Fenstersturz geführt hätte :D

    Beim nächsten mal geht nähen also wieder etwas besser von der Hand. Danke für eure Unterstützung und Tipps :thumbup:

  • Dutch schreibt....

    These are made using DAC NSL8.5 aluminum poles. They are 4 sections each to pack a little smaller and have 3/32″ shock cord inside to go together like tent poles.

    135/36= 3,75 36x4= 144

    :/

    Ob er die Segmente noch händisch kürzt? Kann mir nicht vorstellen das er den Aufwand auf sich nimmt.

    Nachtrag:

    http://dacpole.com/PDF/TentPoles_NSL.pdf

    Es gibt diverse Längen direkt ab Hersteller. Vermutlich aber eher nur für Großkunden. Bei extex sind ausschließlich 40 cm Segmente erhältlich.

    Einmal editiert, zuletzt von BX.33 (20. Dezember 2024 um 09:35)

  • Prost Neujahr!

    Ein interessantes MYOG-Projekt. Wenn du magst und sofern es dir nicht zu viel Aufwand macht, stelle gerne eine Anleitung zum Nachbau bzw. ein paar infos zu den verwendeten Materialien und den Bezugsmöglichkeiten, und falls vorhanden Bilder der Arbeitsschritte, in den entsprechenden Forumsbereich. Ich hätte Interesse am Nachbau (^_~).

  • Hi Azeban,

    das ganze ist ja schon über 1 Jahr her und ich habe leider keine weiteren Fotos geschossen. Auch sind die Materialien zum Spleissen nicht unbedingt zu empfehlen. Das orangene Geflecht war eine 50m Spule von Ama****. Allerdings ist es innen nicht hohl und es bedarf einer menge Fummelei um das Ende da rein zu bekommen. Da gibt es mit Sicherheit bessere Materialien für.

    Das Gummi ist ein 5mm Rundgummi von eba***, als Meterware zu beziehen.

    Und dann ist es eigentlich ganz einfach. Mit einer Spitze (z.B vom Lötkolben) stochert man zwei Löcher in das Geflecht, zieht das Gummi durch und knotet es zusammen. Den Abstand muss man individuell je nach Dehnung des Gummis bestimmen. Die Enden des Geflechts spleisst man ein und näht mit der Maschine 2-3x drüber. Fertig ist`s

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