Fragen zur Blackbird XLC

  • Hallo zusammen,


    ich habe jetzt viel gelesen und überlege mir die Blackbird XLC zuzulegen. Dazu habe ich aber ein paar Fragen.


    Aktuell kenne ich die Hennesy Zip Exlporer ( die mir zumindets gefühlt zu klein ist. Bin 1.82 cm ) und die Amazonas XXL Ultraleicht Thermo.

    In der Amazonas habe ich schon recht gut geschlafen, bei einem WE im Bayerwald, mit dem Amazonas Underquilt XL, der aber arg an Seine Grenzen kam, bei 3 Grad rum Nachttemperatur. Habe noch eine Iso eingelegt, dann war es gemütlich. Als Schlafsack habe ich einen mountain equipment glacier 700. Der war super warm, wie immer.


    Nun zu meinen Gedanken, Fragen...


    1) Die Blackbird XLC ist ja nur ca. 30 cm länger als die Amazonas XXL ist, werde ich denn überhaupt einen grossen Unterschied merken von der Ligegeposition, Komfort im Vergleich zur 3 Meter langen Amazonas. ( was ich gelesen habe, und warum ich ja zur XLC tendiere ein klares ja :D ) Die Amazonas würde ich fast geschenkt bekommen, bin aber nicht abgeneigt für mehr Comfort auch mehr zu bezahlen.


    2) Ich liebäugle mit dem Cumulus Selva 300 als Underquilt in L, da mir der Amazonas definitiv zu kalt, auch zu schwer und zu gross ist. Ist denn dieser für beide Hängematten geeignet ? Ein Underquilt aus den USA dauert mit definitiv zu lange, bis er da ist. Darum kam der Cumulus ins Spiel.


    3) zur XLC..

    Da ich nicht mit Isomatte schlafen will, denke ich das ich eine einlagige Haengematte nehmen sollte. Ist das richtig gedacht ?

    Wenn ja, stellt sich ja noch die Frage, nach welchen Stoff. Vom Gewicht her, sind ja beide Stoffe gleich schwer, zumidnest, was ich so im Netz gefunden habe. Was ist der Unteschied zwischen dem 70 D und 40 D ?


    4) Als Tarp würde ich das Amazonas Adventure Tarp nehmen, da ich das auch fast geschenkt bekomme. Geht das Eurer Meinung nach mit beiden Haengematten, oder ist es für die XLC zu kurz ?



    Danke schon mal für Eure Antworten


    LG Matthias

  • 1) Die Blackbird XLC ist ja nur ca. 30 cm länger als die Amazonas XXL ist, werde ich denn überhaupt einen grossen Unterschied merken von der Ligegeposition, Komfort im Vergleich zur 3 Meter langen Amazonas.

    Definitiv. 30cm machen SEHR viel aus.


    2) Ich liebäugle mit dem Cumulus Selva 300 als Underquilt in L, da mir der Amazonas definitiv zu kalt, auch zu schwer und zu gross ist. Ist denn dieser für beide Hängematten geeignet ?

    Ja, funktioniert.


    3) zur XLC..

    Da ich nicht mit Isomatte schlafen will, denke ich das ich eine einlagige Haengematte nehmen sollte. Ist das richtig gedacht ?

    Ja, falls Du unter 100kg Körpergewicht hast.

    s.u.


    Was ist der Unteschied zwischen dem 70 D und 40 D

    Das D steht für die alte Einheit Denier.

    70D ist schwerer und dicker als 40D und trägt somit auch dickere Menschen.



    4) Als Tarp würde ich das Amazonas Adventure Tarp nehmen, da ich das auch fast geschenkt bekomme. Geht das Eurer Meinung nach mit beiden Haengematten, oder ist es für die XLC zu kurz ?

    Amazonas Adventure Tarp - Ridgeline: 340cm

    Blackbird XLC - Ridgeline: 285cm


    Das sind über 25cm Überstand auf beiden Seiten. Sollte passen.

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...


    Hesmon

  • 1. Ein lautes und sicheres „Ja“.

    2. Kann ich nicht beurteilen.

    3. Eine doppellagige Hängematte hat den Vorteil, daß man eine Decke zwischen die Lagen klemmen kann, wenn es im Sommer ohne Underquilt vielleicht doch ein bisschen kühl am Rücken ist. Dazu käme ein etwas besserer Schutz gegen Durchstichversuche von Mücken.

    4. Das Tarp passt.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Das D steht für die alte Einheit Denier.

    70D ist schwerer und dicker als 40D und trägt somit auch dickere Menschen.

    Kann mir jemand den Gewichtsunterschied der 70D zur 40D Versionen sagen bitte? Ich finde immer nur eine Angabe fuer beide Stoffe ( 616 gramm) . Darum dachte ich, die wiegen gleich viel. Is der 70D auch robuster?

  • Danke Bogus. Also viel nimmt sich das dann nicht denke ich...


    Hat denn keiner die genauen Gewichte der beiden ?

    Wenn das jetzt nur 100 Gramm Unterschied sind, wäre es mir egal und ich würde sogar den robusteren Stoff bevorzugen.

    Aber wenn die viel schwerer ist, würde ich zur 40D tendieren. Ich wiege 75 Kilo, von dem her sollte das mit 40D auch gut passen...

  • Hat denn keiner die genauen Gewichte der beiden ?

    Die genauen Gewichtsangaben stehen in den Links ja da!


    Die beiden verlinkten Stoffe sind vom Gewicht her erstaunlich ähnlich, da dieser 70D-Stoff eher lose gewebt ist. Der wird aber wohl nicht mehr produziert und wird bald auslaufen. Ansonsten sind 70D-Stoffe eher etwas schwerer. Ein weiteres Beispiel zum Vergleichen:

    Diese Stoffe sind aber beide leider nur rund 150cm breit. Hexon 1.6 gibt es auch in einer weiten Version (siehe oben).

  • Machen 30 cm mehr Hängemattenlänge einen Unterschied? Ich frag mal so: machen 3 cm mehr Schuhlänge einen Unterschied? 8o Zwischen 300 cm und 350 cm kann ich einen Längenunterschied von 15 cm durchaus wahrnehmen. Zwischen 305 cm und 335 cm liegen schon Welten.


    Das Geld für den Cumulus Selva würde ich mir sparen und in einen Wooki investieren. Ich habe mich lange genug mit Underquilts mit Eckenaufhängung herum geschlagen, und habe einfach keinen Nerv mehr für schlecht sitzende Isolierung. Wenn du willst, komm nach Deggendorf und teste die Unterschiede. Wobei der letzte Underquilt mit Eckenaufhängung den ich noch besitze momentan verliehen ist.


    Der größte Unterschied zwischen 70D und 40D ist die Dehnung. 40D dehnt sich mehr, deshalb sinkt man tiefer ein. Manche mögen das, andere mögen es nicht. Allerdings kommt zur Garnstärke auch die Webdichte und ggf. Ripstopverstärkung dazu. Ein lose gewebter 70D Stoff hat mehr Dehnung als ein dicht gewebter 70D Stoff. Daher kommen die unterschiedlichen Stoffgewichte. Das 70D Hexon von Dutch hat z.B. 2.4 oz/sqy und ist ein Ripstop Nylon, während das 70D Nylon von Warbonnet nur 1.7 oz/sqy auf die Waage bringt und ein Taffeta ist. Das 40D Dream-Tex Nylon das Warbonnet verwendet ist ein sehr dicht gewebter Ripstop Nylon, dessen Gewicht vermutlich näher an 1.7 oz/sqy als an 1.6 oz/sqy liegt. Es ist der am wenigsten dehnbare 40D Stoff den ich bisher ausprobiert habe, während das 1.7 oz Nylon von Warbonnet der am meisten dehnbare 70D Stoff ist, in dem ich bisher gelegen habe.


    Ich habe die Single Layer XLCs auf die Waage gelegt:


    70D Single Layer XLC mit Schlaufen: 637 g

    40D Single Layer XLC mit Schlaufen: 611 g


    Ist also gehupft wie gesprungen - es sei denn man gehört zur Zahnbürstenstielabsägerfraktion.

  • Das Geld für den Cumulus Selva würde ich mir sparen und in einen Wooki investieren.

    Ich habe mir bisher keinen Wooki gekauft, weil ich gerne die Liegerichtung ändere. Im Standard-Wooki liegt man Kopf links, Füsse rechts. Man kann ihn aber auch umgekehrt anfertigen lassen (Lefty: Kopf rechts, Füsse links).


    Wenn es einem egal ist, in welche Richtung man liegt, respektive wenn man eine bevorzugte Richtung hat, dann dürfte der Wooki der bequemste Unterquilt sein, den es heute auf dem Markt gibt.

  • Meinen Sooki habe ich symmetrisch genäht. Da kann man in beide Richtungen liegen. Dafür schleppt man mehr Gewicht und Volumen herum.


    Mir wäre ja die Möglichkeit die Liegerichtung ändern zu können nicht so wichtig wie das von Gummikordeln uneingeschränkte Liegen ohne große Luftlöcher zwischen mir und dem Underquilt. Aber jeder muss selber wissen, wo seine Prioritäten liegen.

  • Mir wäre ja die Möglichkeit die Liegerichtung ändern zu können nicht so wichtig wie das von Gummikordeln uneingeschränkte Liegen ohne große Luftlöcher zwischen mir und dem Underquilt. Aber jeder muss selber wissen, wo seine Prioritäten liegen.

    Mir ging es nicht darum, was einem wichtiger ist. Mir ging es darum, deutlich zu machen, dass der Wooki die Liegerichtung vorgibt. Das sollte man wissen, bevor man sich einen kauft.

  • Man könnte ja mal probieren, den Wooki verkehrt herum (unterseite nach oben) an der Hängematte zu befestigen. Damit würde er für die andere Liegerichtung passen. Nun wäre zwar die Isolationsschicht zwischen HM und UQ eingequetscht, aber wenn man die Wooki-Aufhängung etwas lockert, so daß die Isolation kaum zusammengepresst wird ...

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Man könnte ja mal probieren, den Wooki verkehrt herum (unterseite nach oben) an der Hängematte zu befestigen. Damit würde er für die andere Liegerichtung passen. Nun wäre zwar die Isolationsschicht zwischen HM und UQ eingequetscht, aber wenn man die Wooki-Aufhängung etwas lockert, so daß die Isolation kaum zusammengepresst wird ...

    Man könnte das versuchen. Ich denke aber nicht, dass es funktionieren würde.


    Das Geheimnis der Daunen-Unterquilts besteht ja darin, dass eine knapper geschnittene Stoffschicht satt am Hängemattenstoff anliegt, während die Stege dafür versorgen, dass die Isolation überall etwa gleich dick ist und die Daune sich weitgehend gleichmässig verteilt. Der grösste Teil der Daune wird – bei ausreichend differenziellem Schnitt – tendenziell an den tiefsten Punkt der Hängematte rutschen.

    Bringt man die kürzere Stoffschicht aussen an, so wird man dort, wo man am tiefsten in den Hängemattenstoff einsinkt, die Daune am stärksten (wenn nicht sogar ganz) zusammendrücken.


    Aber wie gesagt: Probieren könnte man es natürlich.

  • Das Geheimnis der Daunen-Unterquilts besteht ja darin, dass eine knapper geschnittene Stoffschicht satt am Hängemattenstoff anliegt, während die Stege dafür versorgen, dass die Isolation überall etwa gleich dick ist und die Daune sich weitgehend gleichmässig verteilt.

    Da bin ich mittlerweile nicht mehr so sicher. Gerade bei den klassischen Underquilts mit Eckenaufhängung hatte ich den Eindruck, dass der Quilt umgedreht wärmer ist. Vermutlich weil er nach innen loftet und die Löcher füllt. Beim Wooki habe ich diese Technik noch nicht ausprobiert, weil ich keine Luftlöcher hatte. Ich denke, dazu müsste man ihn auch umwhippen.

  • Da bin ich mittlerweile nicht mehr so sicher. Gerade bei den klassischen Underquilts mit Eckenaufhängung hatte ich den Eindruck, dass der Quilt umgedreht wärmer ist. Vermutlich weil er nach innen loftet und die Löcher füllt. Beim Wooki habe ich diese Technik noch nicht ausprobiert, weil ich keine Luftlöcher hatte. Ich denke, dazu müsste man ihn auch umwhippen.

    Ich hatte da insbesondere an den Wooki gedacht. Ich probiere das aber mal mit meinem Incubator aus. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass es mir dabei unter dem Gesäss die Daune ziemlich platt drückt. Ich hoffe, ich denke dran.

  • Ich bin froh, dass ich diesen Thread gefunden habe.


    Die erste Hängematte die ich gesehen habe war eine Hennessy Hammock (hatte ein Trainer von mir) und das hat mich sehr begeistert vor Jahren. Aber durch den Alltag verlor ich das wandern ein wenig, bis ich jetzt wieder raus will, weil es einem schon fehlt mit dem draußen schlafen und wandern) Nun, nach einigem an Recherche, bin ich auch auf die Blackbird XLC gestoßen und bisher begeistert mich die Hängematte, ohne sie getestet zu haben.

    Ich tendiere sehr zu dem Produkt, habe aber auch noch einige Fragen, damit ich auch ne sinnvolle Entscheidung treffe und würde mich freuen, wenn ihr geduldigen Fachleute auch mir ein wenig weiterhelft :) Kurz zur Info, ich bin schon ziemlich auf das Gewicht bedacht, aber der Komfort beim Schlaf ist mit das wichtigste (außerdem, wenn ich 10kg Bauch verliere, spare ich mehr als beim Zahnbürstenstiel)


    1) gibt es irgendwo in Deutschland einen Verkäufer für die XLC, wo man das Stück probeliegen kann und mal auf und abhängen kann und so?


    2) welches Tarp macht am meisten Sinn ( ich weiß, doofe Frage, aber ich weiß nicht, wo ich anfangen soll :/


    3) wie warm ist so ein wookie unterquilt? Ich will den Sommer und ein wenig Frühjahr und Herbst wandern. Im Sommer habe ich mir beim ersten Mal in einer Hängematte echt den arsch abgefroren, und dann eine Isomatte genutzt (wenig Komfort finde ich) aber wenn es zu warm ist, kann ich auch nicht schlafen


    4) machen doublelayer und dazwischen irgendwas im Sommer Sinn? Und wenn ja was?



    Vielen Dank schonmal, dass ich meine doofen Fragen loswerden kann ich hab nämlich ein wenig Bammel so viel Geld auszugeben und nicht zu wissen wofür :)

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