Nach welchen Kriterien sucht Ihr (wirklich) den Standort aus?

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  • Ich verstehe einfach nicht, warum man in so einer Situation so eine Frage stellen muss. Was für eine Antwort erwartet der Mann, der diese Frage stellt?

    Ist zwar schon etwas älter aber ich frage das grundsätzlich jede Frau, die alleine unterwegs ist. Meine Erwartung bezgl. der Antwort ist folgende. Ich hoffe immer noch, dass mir mal eine Frau überzeugend darlegt, dass sie sich wirklich sicher fühlt und es aufgrund von ... gar kein Problem ist, alleine unterwegs zu sein. Das ist nämlich bei uns zu Hause ein großes Thema. Meine Frau würde gerne, traut sich aber aus den schon genannten Gründen nicht und hofft immer noch auf das eine Argument, welches ihre Bedenken zerstreut. Bislang leider Fehlanzeige:(. (Sorry für OT aber ich wollte es loswerden, weil es doch einige Frauen zu beschäftigen scheint)

    Selbst zelte ich übrigens liebend gerne direkt an Hochsitzen. Erstens weil die oft eine schöne Aussicht bieten und zweitens, weil ich nur ungern erschossen werde. Bis jetzt bin ich zwei mal von einem Jäger "erwischt" worden. In beiden Fällen haben sich daraus wirklich nette Gespräche ergeben. Die merken ja auch recht schnell, dass da jemand ist, der genau so gerne in der Natur unterwegs ist, wie sie selbst.

    Es gibt sehr sehr viele Kriterien, die den perfekten Standort (eigentlich müßte es Hängeort heißen :) ausmachen.

    Gibt es die eigentlich irgendwo aufgelistet? Oder sind es dieselben wie beim Zelten, nur mit den offensichtlichen Unterschieden wie zum Beispiel Witwenmacher?

    • Offizieller Beitrag

    Weil es so viele Kriterien sind und wohl niemand alle kennt, kann es so eine Liste nicht geben.

    Oder hättest Du z.B. gewußt, daß es lebensgefährlich sein kann, die Hängematte in einem engen Felstal (einer Klamm) am harmlos dahinplätschernden Bächlein aufzuhängen? Was soll denn da passieren, wo doch die Sonne so schön scheint? Ein mehrere Kilometer entfernter ordentlicher Regenguss kann aber dazu führen, daß der Wasserspiegel sehr schnell um mehrere Meter ansteigt und aus dem Bächlein ein alles mitreißender Strom wird. Zum Glück habe ich diese Erfahrung noch nicht machen müssen, sondern habe nur darüber gelesen.

    Sich quer über einen steil abfallenden Waldpfad zu hängen ist nicht so toll, wenn dieser von Mountainbikern als Trainingsstrecke benutzt wird. =O Zum Glück hatten die Jungs gute Bremsen, eine ausgezeichnete Reaktionszeit und waren genauso erschrocken wie ich.

    Die beiden Bäume auf einer Bergkuppe bieten ein tolles Panorama. Leider keinen Schutz vor dem plötzlich aufkommenden eiskalten Wind. :(

    Ich habe mal in der Nähe einer Bahnlinie übernachtet. Beim Aufbauen idyllische Ruhe. Nachts donnerten dann im Halbstundentakt die Güterzüge vorbei. :cursing:

    Klar, was ich damit sagen will? Man kann vieles beachten und lernt trotzdem immer wieder etwas dazu.

  • Oder hättest Du z.B. gewußt, daß es lebensgefährlich sein kann, die Hängematte in einem engen Felstal (einer Klamm) am harmlos dahinplätschernden Bächlein aufzuhängen?

    Ja, hätte ich gewusst, weil ich früher gerne Canyoning Touren gemacht hab.

    Sich quer über einen steil abfallenden Waldpfad zu hängen ist nicht so toll, wenn dieser von Mountainbikern als Trainingsstrecke benutzt wird. =O

    Auch das kein Problem, weil höchstwahrscheinlich ich selbst derjenige bin, der da fährt ;)

    Die beiden Bäume auf einer Bergkuppe bieten ein tolles Panorama. Leider keinen Schutz vor dem plötzlich aufkommenden eiskalten Wind.

    Da baue ich auf meinen winddichten Tyvek Quilt:P.

    Ha! Ich stelle fest, ich bin zum hängen geboren:love:. (Sagte er und hat noch keine Nacht in der Hängematte verbracht :whistling:. Peinlich peinlich!

    Ok, also gibt es da keine Liste. Bleibt wie so oft nur gesunder Menschenverstand und viel Erfahrung.

  • Eine Frage die mich schon lang brennend interessiert:

    Wie geht ihr mit relativ hoher Bodenvegetation (Hängehöhe) um?

    Ich sehe dreieinhalb Möglichkeiten: Ausweichen (anderen Platz suchen), Ertragen, Entfernen oder - alles bloß das nicht - Heimgehen.

    Welcher Typ seit ihr?

    Und was macht ihr wenn eure Standardstrategie aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist.

    • Offizieller Beitrag

    Wie geht ihr mit relativ hoher Bodenvegetation (Hängehöhe) um?

    Grundsätzlich bin ich bemüht auszuweichen und mir einen anderen Platz zu organisieren. Im letzten Winter war es am Spot schwierig, so dass ich einen größeren Sprössling "umgebogen" habe, bzw. meine BW-Elefantenhaut und Rucksack draufgelegt habe, so dass er die Zeit über verborgen ward.

    Im Sinne der Leave No Trace-Philosophie bemühe ich mich, lebende Pflanzen nicht abzureißen oder anders zu schädigen. Denke auch nicht, dass es gut bei Fremden und Förstern ankommt, wenn man vor Ort herumfuhrwerkt wie ein Derwisch und sich die Erde mit forstlicher Gewalt Untertan macht.

  • Eine Frage die mich schon lang brennend interessiert:

    Wie geht ihr mit relativ hoher Bodenvegetation (Hängehöhe) um?

    Ich sehe dreieinhalb Möglichkeiten: Ausweichen (anderen Platz suchen), Ertragen, Entfernen oder - alles bloß das nicht - Heimgehen.

    Welcher Typ seit ihr?

    Und was macht ihr wenn eure Standardstrategie aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist.

    Ausweichen oder heim gehen.

    Entfernen geht meiner Meinung gar nicht (zumindest hier im Berliner Umfeld). Es gibt eh schon kaum nicht abgemähte Flächen für die Tiere, so dass ich nicht auch noch das wenige "ungepflegte" entfernen muss.

    Ertragen ist selten möglich ohne die Ausrüstung zu beschädigen. Meist ist was mit Stacheln dabei, was dem Stöffchen der HM oder UQ killt.

    My 5 Cent...

    Meditiere.... oder hänge in einer Hängematte ab...

    • Offizieller Beitrag

    Vorzugsvariante: Ausweichen.

    Wenn Ausweichen nicht möglich ist, versuche ich naturschonend vorzugehen, also Totholz zu entfernen und grünes Astwerk wegzubiegen. Wenn auch das nicht möglich ist, wäge ich ab, ob das Abbrechen, Absägen oder Herausreißen vertretbar ist. Meist ist es das. Nur sehr selten, z.B. bei einsetzender Dunkelheit, lege ich die Meßlatte des Vertretbaren so hoch, daß man darüber streiten könnte.

  • zum Thema "Begegnungen": Hatte mal in einer kurzen Mittagspause einen neugierigen Dachs, der unter meiner Hängematte querte. Fand ich total spannend, zumal ich so aus nächster Nähe auch noch keinen gesehen hatte und überrascht war, wie groß ein ausgewachsener Dachs sein kann. Hab mich sehr ruhig verhalten und gemütlich zog er weiter.

    zum Thema "Bodenvegetation": eigentlich ist meine Philosophie, einen Platz mindestens so zu verlassen, wie ich ihn vorgefunden habe. Sollte das nach erstem Abschätzen nicht möglich sein, versuche ich, einen neuen Platz zu suchen, solange es von der Helligkeit noch geht. Natürlich gibt es auch Fälle, in denen ein Weitersuchen nicht mehr drin ist. Dann versuche ich, den "Schaden" möglichst gering zu halten. Ist ja schließlich auch das Wohnzimmer eines anderen. (übrigens ein schönes Bild, das mit dem Wohnzimmer - danke!).

    • Offizieller Beitrag

    Ausweichen, außer es wäre ein absoluter Notfall. Wobei es natürlich auch darauf ankommt, wo sich der Hängeplatz befindet. Auf einem Campingplatz hätte ich keine großen Bedenken, Vegetation ggf. zu entfernen, sofern der Besitzer nichts dagegen hat. Wild im Wald findet sich zum einen immer ein geeigneteres Plätzchen, zum anderen halte ich mich von höherer Vegetation auch aus Selbstschutz (z.B. wegen Zecken) fern.

    Ich habe allerdings keine Hemmungen, Zweige und Totholz einen Meter beiseite zu räumen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in unserem Land wirklich ein Problem verursacht. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll in den USA vor allem vermieden werden, dass sich an vielen Stellen wilde Lagerplätze bilden: der Erste räumt Äste weg; dem Zweiten fällt der freie Platz auf, und er legt einen Stamm als Bank hin; der Dritte baut mit Steinen einen Feuerkreis daneben - und innerhalb kürzester Zeit lagern dort jede Woche mehrere Wanderer, und es entstehen Laufrinnen, Fäkaliengruben, etc. Die Gefahr ist hier wohl eher gering.

  • Vieles was hier wächst verträgt ohne Probleme einen Rückschnitt.Ansonsten hilft mir ein paar Meter Schnur die ich eh immer dabei habe um Äste etc wegzubinden.

    Oft sind es ja auch nur 2-3 Triebe die stören.Tiefstes Dickicht scheidet ja meistens aus als Hängeplatz.

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