Neuigkeiten von Cross Hammock (5) - daunenisoliertes Modell

Leider ist bei dem Update auf die Woltlab Suite 5.2 einiges schief gelaufen. Das meiste sollte jetzt aber wieder funktionieren. Mehr Infos findet ihr im entsprechenden Thread.
  • Die momentanen Umstände legen es nahe, dass man mal innehält und über die Projekte der vergangenen Wochen und Monate Bilanz zieht. Für mich und Cross Hammock war das vor allem die Entwicklung einer daunenisolierten Querhängematte, die ich in diesem Winter ausprobieren wollte. Mangels knackiger Minustemperaturen herrschten dafür in dieser Saison zwar keine optimalen Bedingungen, aber selbst bei Temperaturen um oder knapp über dem Gefrierpunkt kann man mit Daunenisolation punkten. Das Modell dafür existiert bereits seit letztem Jahr; allerdings war das nicht übernachtungstauglich, weil das Fußteil nicht kammerngenäht war und außerdem das Deckteil fehlte. Dem habe ich Anfang des Jahres abgeholfen und so entstand das Cross Hammock Sleep(ing) System.

    Dabei handelt es sich um ein daunengefülltes Deckteil, das mittels umlaufendem, abzippbarem Reißverschluss an der daunengefüllten Cross Hammock (die inzwischen auch über eine kammerngenähte Fußisolation verfügt) befestigt wird. Die Vorteile dieses Systems springen ins Auge: Man benötigt für die Isolation viel weniger Daune, um einen vergleichbaren Wärmerückhalt zu erzeugen wie ein Schlafsack - geschweige denn eine GE-Hängematte mit Underquilt. In meinem Fall hat das Unterteil eine 300g-Isolation von Daune der höchsten Bauschkraft und isoliert damit ähnlich gut wie ein Scandinavian Wooki, der über 500 g Daune enthält, die aber auf eine Breite von 1,15 m verteilt wird. Die Cross Hammock braucht nur 80 cm Breite im Unterfutter - also ein knappes Drittel weniger - und benötigt deshalb weniger Füllmaterial für eine vergleichbare Wärmeleistung.

    In der oberen Daunendecke wurden nur 170 g Daune verarbeitet, die völlig ausreichen, um bei -2°C innerhalb kürzester Zeit eine wohliges Wärmegefühl aufkommen zu lassen.

    Was aber nach wie vor bei diesem Januar-Modell ungelöst blieb, ist die Frage der Versteifung, die bei Querhängematten traditionell von der Isomatte gewährleistet wird, die aber beim Cross Hammock Sleep System eigentlich überflüssig ist, weil der Wärmerückhalt aus der Daune kommt.

    Deshalb habe ich eine Idee aufgegriffen, die barfuß mal geäußert hat, aber erst durch eine weitere Idee von Omorotschka umsetzbar wurde: nämlich die Längsversteifung durch ein aufblasbares Element, als das eine Schwimmnudel dienen kann, wie man sie bei Decathlon für 5 € bekommt.

    Diese Elemente habe ich links und rechts außen ander Cross Hammock in Kanälen befestigt - und zwar im Kopfbereich, denn der Stoffdruck, der das Schlafen in der Matte verhindert, kommt von oben (und nicht von den Füßen, wie ich lange glaubte).

    Bei einem Mehrgewicht von 2 x 67 g für die Schwimmnudeln und wenigen Gramm zusätzlichem Stoff für die Kanäle war somit eine Lösung gefunden, die die Versteifung der Cross Hammock auch ohne Isomatte bewerkstelligt.

    Ein weiterer positiver Effekt besteht darin, dass man sich jetzt völlig unproblematisch in die Cross Hammock hineinsetzen und dann hinlegen kann.

    Tatsächlich kann man (kann ich) so mehrere Stunden super bequem und äußerst komfortabel isoliert in einem Hängemattensystem liegen, das bei 1,2 kg Gewicht (die sich noch erheblich senken ließen, weil für eine Serienproduktion dünnerer Stoff und ein leichterer Reißverschluss geplant waren) bis weit unter dem Gefrierpunkt isoliert.

    Nur leider wird es zu dieser Serienproduktion nicht kommen - weil es mir trotz Versteifung nicht gelingt, in dem Ding zu schlafen! Ob das ein subjektives und individuelles oder ein bauartbedingtes generelles Problem ist, habe ich zwar noch nicht herausgefunden, aber erst mal werde ich keinen weiteren Entwicklungsaufwand in dieses Modell stecken.

    Das habe ich so in letzter Zeit gemacht....

  • Nein, der Stoffdruck an den Schultern ist meiner Ansicht nach kein Problem. Eine GE-Hängematte müsste von ihrer Geometrie her doch seitlich viel mehr Druck auf den Schläfer ausüben als eine Querhängematte (die den Stoff ja zur Seite zieht statt zu pressen) oder nicht?

  • Eine GE-Hängematte müsste von ihrer Geometrie her doch seitlich viel mehr Druck auf den Schläfer ausüben als eine Querhängematte (die den Stoff ja zur Seite zieht statt zu pressen) oder nicht?

    So wie ich es einschätze, müsste der seitliche Druck auf die Schultern bei beiden ähnlich sein. Bei der Quer-Hängematte gehen die "Seitenwände" (aus den Kordeln) etwa im 60°-Winkel nach oben. Würde man in einer GE-Hängematte quer liegen, so wären es nur etwa 30° (also deutlich weniger Druck). Da man aber diagonal liegt, gehen die "Wände" (aus Stoff) auch etwa in einem 60°-Winkel nach oben. Richtig eng um die Schultern wird es bei einer GE-Hängematte erst, wenn man praktisch "inline" (in Richtung der Abspannung) liegt; dann ist der Druck auf die Schultern sehr hoch.

  • Der Vorteil der "Längsstreckung" wird einem bewusst, wenn man sich klar macht, dass die äußeren Schnüre bei der Querhängematte konstruktionsbedingt länger sind, als die mittleren. Zieht man nachts mal die Beine an und begibt sich in eine Embryonalstellung, klappt das Fußende der Hängematte dadurch unter den Po. Eine gute Fußbox kann das mindern, aber, zumindest bei mir, nie ganz verhindern. Das geht nur mit einer Isomatte - oder einer Schwimmnudel, wie ich jetzt gelernt habe.

  • Was für eine Fußbox hat deine Querhängematte? (Amok Draumr?) Bei dem obigen Modell geht die Schwimmnudel aber in den Oberkörperbereich. Wenn man noch ein Paar nach unten Richtung Füße anbrächte, wäre das zwar möglich, allerdings misst die Decathlon-Nudel 1,17 m. Wenn Oberkörper- und Fußnudel aneinanderstoßen, müsste man eine Seite über das Mattenende rausragen lassen. Das sähe komisch aus, zudem wäre das Mehrgewicht der 4 Nudeln (272 g) doch schon so erheblich, dass man auch eine Isomatte in Betracht ziehen kann. Und schlussendlich wäre das Problem des unbequemen Liegens (das freilich erst nach Stunden eintritt), immer noch nicht gelöst. Ich bin also erstmal ratlos und bleibe beim Isomattenmodell, mit dem ich und viele Cross Hammock-Nutzer ja auch zufrieden sind.

  • Zieht man nachts mal die Beine an und begibt sich in eine Embryonalstellung, klappt das Fußende der Hängematte dadurch unter den Po.

    Ich hatte ja mal 2 Querhängematten von hammocktent und fand sie, wenn ich ohne Isomatte auf dem Rücken in ihnen lag, super bequem. Aber beim Auf-der-Seite-liegen ging es mir (ohne Isomatte) wie NochSoEiner, was ich immer sehr bedauerlich fand.


    Cross Hammock: weshalb befindet sich die seitliche Versteifung im oberen Teil und nicht eher am Fußteil? Ich hatte nie Probleme damit, dass sich das Kopfteil irgendwie unangenehm angefühlt hat oder zusammengerutscht wäre, sondern nur, dass das Fußteil quasi nach unten "wegklappte". Deshalb würde mir eine Versteifung dort eigentlich mehr einleuchten - aber vielleicht sehe ich da was falsch. Du wirst es, nehme ich an, ja ausprobiert haben.

    weil es mir trotz Versteifung nicht gelingt, in dem Ding zu schlafen

    Weshalb klappt es nicht? Ist irgendwas unbequem?

  • Was für eine Fußbox hat deine Querhängematte?

    Ich bin kein guter Zeichner. Ich hoffe, man kann auf der Grafik grob erkennen, wie ich meine Fußbox (DIY Matte) gestaltet habe . Ich habe einfach den Stoff an den Enden umgeschlagen und an den Seiten vernäht. Das ging, weil meine Abspannschnüre nicht wie bei Crosshammock und Hammocktent an die Hängematte angebunden sind, sondern anders (hat sich aber nicht bewährt).



    Ich hatte ja mal 2 Querhängematten von hammocktent und fand sie, wenn ich ohne Isomatte auf dem Rücken in ihnen lag, super bequem.

    Exakt so ist es auch bei mir. Der Liegekomfort ist ungeschlagen! Weder Bridge noch GE kommen da auch nur ansatzweise ran. Was aber vielleicht daran liegt, dass ich Seitenschläfer bin.

  • Warum sollte "man" darin nicht schlafen können?

    Du bist herzlich eingeladen, das auszuprobieren. Bei der Matte handelt es sich um die, die du am Silbersee Probe gelegen hast. Ich habe auf deinen Rat hin aber die Mittelschnüre verlängert und damit das Gefühl beseitigt, im Hohlkreuz zu liegen. Möglicherweise muss ich auch den Kopfkissenstreifen noch etwas verändern, der dem oberen Einschubfach für die Isomatte ähnelt und den Kopf stützen soll. Kann sein, dass er etwas zu kurz geraten ist und dadurch der Kopf etwas zu hoch liegt...

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!