Krank in der Hängematte

In einem der letzten großen Datenlecks waren wohl auch Accounts von Foren, in denen einige von euch Mitglied sind, enthalten. Das Hängemattenforum selbst ist nicht betroffen, jedoch solltet ihr gegebenenfalls eure Passwörter ändern und 2-Faktor-Authentfikation einschalten.

Fragen könnt ihr gerne in diesem Thread stellen. Dort findet ihr auch weiterführende Links.

  • Moin,

    Ich hab mal ne Frage an die gesamte Hänger Gemeinde. Schon lange habe ich nicht mehr auf festen Boden geschlafen, aber seit Samstag tue ich dies gezwungenermaßen wieder. Grund: Erkältung mit Grippeartigen Symptomen !

    Denn immer am Tag bevor ich krank werde, ist mir extrem kalt in der Nacht (ohne jegliche Veränderung am Underquilt) und währendessen viel zu warm. Und die Temperaturregulierung gestaltet sich schwieriger in der HM. Es ist irgendwie erträglicher im Bett bzw auf dem Boden. Geht das jemanden von euch ähnlich, oder habt ihr andere Erfahrungen gemacht?


    Mit freundlichen Grüßen Seppel, der sich auf Gesundheit und erholsamen Schlaf in seiner Hängematte freut 🤣

  • Ich persönlich liege, wenn ich krank bin, auch lieber auf festen Grund. Irgendwie habe ich das Gefühl, dort besser auf mein wechselndes Wärmeempfinden reagieren zu können (schwitzen, frieren, belüften, von einer Seite auf die andere drehen ...).


    Dir erstmal "Gute Besserung" :thumbup:

  • Gerade wenn ich eine Erkältung habe, schätze ich die Hängematte und den warmen Daunenunderquilt. Sollte ich schwitzen, ist das eigentlich immer ein Zeichen, dass ich Fieber habe. Dann wickel ich mich erst recht warm ein, um dem Körper zu helfen Bakterien und Viren abzukochen. Zu warm ist mir die Hängematte nur manchmal im Hochsommer :)

  • Furbrain Ganz genau so ! Und vielen Dank !


    TreeGirl Ich versuche ebenfalls das Fieber zu unterstützen bzw es künstlich zu erzeugen, in der Hoffnung die Viren zu grillen. In der Hängematte kann ich so warm eingepackt aber auf Teufel komm raus nicht einschlafen 🥵

  • Bei mir stellt sich die Frage nicht... Ich habe kein Bett, in das ich ausweichen könnte und auch nicht wirklich Platz für eine Isomatte. Bisher war das nie ein Problem, meistens bin ich sogar ganz froh um die Hängematte.


    Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich es meistens schaffe, einen ausreichend großen Bogen um die Bakterien und Viren zu machen, auch wenn der halbe Betrieb hustet. Wenn's mich erwischt, dann meistens mit mehr als nur einer Erkältung.

  • Ich hatte jetzt auch das Vergnügen einer Bronchitis. Und bei mir ist es so, dass ich zum Schlafen ins Bett gehe und am Tag mich eigentlich nur in der HM aufhalte. Als ausgesprochener Seitenschläfer fällt es mir nicht so leicht in der HM in den Schlaf zu finden. Nur das erschöpfte, schwitzende, dösende Ruhen tagsüber fällt mir in der HM wesentlich leichter. Da tut mir weder das Becken, noch die Schultern weh, auch wenn ich tagelang fast nur in der Waagrechten bin.

    Temperaturregelung finde ich den der HM auch schwieriger. Und da ich dann viel Ingwertee trinke, nervt mich das mich aus dem Schlafsack geschäle ungemein, um der Natur nach zu kommen. Oder, weil ich dumm im Kopf bin und fünf mal was vergessen habe und immer wieder da aufstehen muss.

    Ansonsten ist für mich als Dauerliegeplatz die HM unschlagbar. So wenig Kreuz- und Schulterschmerzen hatte ich noch nie!

  • Moin, ich wollte kurz ein Danke raus hauen, an alle die hier ihre persönlichen Eindrücke und Schilderungen nieder geschrieben haben. Das war alles sehr interessant, und wer noch was dazu steuern will, tut euch keinen Zwang an.


    Mit freundlichen Grüßen

  • Vielleicht noch für das Thema "Temperaturkontrolle" interessant: es hat sich so ergeben, dass ich zwei Top Quilts bzw. Deckenschlafsäcke in der Hängematte verwende. Einen synthetischen Tropenschlafsack (angeblich bis 13°C) und einen Daunenschlafsack der bis -3°C gehen soll. Beide sind schon seit Jahren im Dauereinsatz und vor allem der Daunenschlafsack bringt nicht mehr die ursprüngliche Leistung. Deshalb verwende ich beide in unterschiedlichen Kombinationen. Die Stufen sind in etwa so:

    • In Hochsommernächten oder wenn es mir z.B. Krankheitsbedingt zu warm wird, verwende ich nur den Tropenschlafsack. Gegebenfalls auch quer, so dass nur der Torso bedeckt ist.
    • Wenn der Tropenschlafsack nicht mehr ganz ausreicht, lege ich den Daunenschlafsack quer darüber, so dass der Torso wärmer wird.
    • Reicht das nicht aus, lege ich den Daunenschlafsack längs über den Tropenschlafsack, so dass ich im Prinzip zwei Top Quilts übereinander liegen habe. Das ist eigentlich der Normalzustand.
    • Wenn die Nächte kalt werden, so wie derzeit, und ich eine Weile brauche, bis meine Körperheizung anspringt schließe ich den Tropenschlafsack komplett, und lege den Daunenschlafsack im Top Quilt-Modus darüber.
    • Wenn es wirklich bitter kalt ist, oder ich kränkele, schließe ich beide Schlafsäcke und stecke sie ineinander.

    Dieses System ist sehr flexibel und gerade in den Übergangsnächten oder eben wenn ich krank bin lässt es sich schnell und einfach auf die aktuellen Bedürfnisse einstellen. Wenn ich z.B. dick eingepackt in 2 geschlossene Schlafsäcke eingeschlafen bin, und ein paar Stunden später aufwache, weil mir zu heiss ist, öffne ich einfach die Reissverschlüsse und drehe den Daunenschlafsack quer (oder werfe ihn ganz aus der Hängematte). Das geht auch im Dunkeln und ohne, dass ich hellwach werde.

  • TreeGirl Das ist wirklich ein extrem flexibles Isolationssystem. Ich stelle es mir zwar schwierig vor, in der Hängematte 2 Schlafsäcke zu verschliessen, aber es scheint ja zu funktionieren.


    Ich benutze Sommer wie Winter eine Wolldecke als „Topquilt“, im Sommer lasse ich die Enden des Underquilts komplett offen, und im Winter so verschlossen wie möglich. Alle andere Temperatur Schwankungen regele ich nur über Mütze und Schlauchschal. Das klappt sehr gut, ausser ich bin Krank. Dann ist mir entweder glühend heiß, oder Eiskalt. Und beide Zustände führen dazu das ich nicht einschlafen kann.


    Bernd Odenwald Endlich mal wieder jemand der sich für die Wissenschaft opfert 😅 Obwohl ich natürlich hoffe das es dich nicht erwischt !!!


    Mit freundlichen Grüßen

  • Für mich ist die Temperaturregelung der "Oberhitze" nicht so aufwändig, wie für TreeGirl . Bei mir reicht da auch ein Sommer- und ein älterer Winterschlafsack. Offen als TQ oder dann Reißverschluß zu als Schlafsack, um noch etwas mehr Wärme in den Rücken zu bekommen.


    Mein Problem ist die "Unterhitze"! Hochsommer nix drunter. Wenn es unter 27°C geht kommt der DD UQ zum Einsatz. Bei Temperaturen ab Mitte 20°C abwärts muss noch eine gefütterte HM drunter gehängt werden. Aber das hält nur bis etwas über 20°C. Wenn es dann unter 20°C geht, weil der Raum wenig geheizt wird, ist das auch zu kalt. Dann lege ich zwichen die beiden UQs noch einen offenen Winterschlafsack ein.

    Sonst bekomme ich rucki-zucki ein massives CBS, was ich extrem nicht mag.

    Und dann gibt es diesen doofen Grenzbereich, wenn das eine zu warm und das andere zu kalt am Rücken ist.


    Völlig unkalkulierbar wird es, wenn ich (ich bin ein waschechter Kaltfußindianer) mir dann eine tolle Wärmflasche in den Fußteil vom Schlafsack stecke. Das ist auf alle Fälle erstmal total schön, kann dann so bleiben oder eben zu einem gekochten HM-Benutzer führen. Wenn ich dann auch noch einschlafe, kann es sein, dass ich völlig verdurstet und verschwitzt wieder aufwache.


    In der Wohnung ist das ja noch alles machbar, nur draußen, wenn auch noch Wind dazu kommt, kriege ich es kaum mehr gebacken es schön warm am Rücken zu haben, vor allem, wenn die Temperaturen aus dem hochsommerlichen Bereich Richtung Herbst sich verändern.


    DAS NERVT MICH TOTAL!!!

    Meditiere.... oder hänge in einer Hängematte ab...

  • Schnelles Überhitzen kenne ich eigentlich nur von synthetischer Isolierung von unten. Ein Daunenunderquilt hat meiner Erfahrung nach einen extrem größeren Wohlfühlbereich als ein Synthetikunderquilt (oder eine Isomatte 8|). Wolle würde mich interessieren; zu Hause ist das Gewicht ja nebensächlich.


    Auch wenn die Beschreibung oben nicht den Eindruck vermittelt: mit dem Wooki ist die Temperaturregulierung für mich deutlich einfacher geworden.

  • True

    Doch voll erwischt.

    Seit Montag ne ordentliche Bronchitis mit allen Begleiterscheinungen.

    Dazu noch Nase und Augen.

    Also immer viel Flüssigkeit in den Augen.

    Als Selbständiger kacke da ich nicht arbeiten kann.


    Top ist der Moonquilt.

    Den nutze ich normalerweise Zuhause nicht.

    Ich bin ein Kalter. Also im Winter auch Fenster offen.

    Aber jetzt wars richtig kuschelig mit den Underquilt.

    Ich hab richtig viel geschlafen diese Woche.


    Für mich geht Krank in der Hängematte. Aber nur mit zusätzliche Isolierung.

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