Ich hatte mir ja vor einiger Zeit auch eine Brücken-Hängematte genäht. Irgendwann habe ich auch versucht, eine Isomatte hineinzulegen und diese als Isolation zu nutzen (Herbst 2016 oder etwas später). Ich fand das nicht allzu bequem, da einerseits die Matte nicht fixiert war und immer wieder hin und her rutschte (ich habe bei meiner Brückenhängematte kein Isomattenfach gemacht), andererseits der ohnehin schon relativ hohe Schwerpunkt noch weiter nach oben gebracht wurde.
Es handelte sich dabei um die folgende Isomatte:
Letzten Herbst (2018) habe ich bei meiner Isomatte dann im Fussteil einen Schaden festgestellt: Der Mattenstoff hat sich vom eingeschweissten Steg zu lösen begonnen:
Da seit meinem Versuch mit der Brückenhängematte (Herbst 2016) bereits einige Zeit vergangen war und ich die Matte inzwischen auch öfters am Boden genutzt hatte (z.B. «Great Glen Way» und «East Highland Way» in Schottland), stellte ich keinen Zusammenhang zwischen dem Defekt und meinem Hängematten-Experiment her. Ich dachte einfach, dass eine UL-Matte wohl irgendwann – ich hatte sie seit 2012 regelmässig genutzt – ans Ende ihrer Laufzeit kommt.
Nun habe ich allerdings gestern mein Experiment wiederholt. Dabei ist am Fussende auch auf der anderen Seite der eingeschweisste Steg von der Oberfläche abgeplatzt (war deutlich hör- und dann natürlich auch sichtbar). Ich habe nun also eine weitere Blase auch auf der anderen Seite der Matte. Im Kopfbereich habe ich bisher keinen Schaden an der Isomatte feststellen können.
Nun stellen sich mir die folgenden Fragen:
- Sind (grosse) aufblasbare Matten aus dem UL-Bereich für die Nutzung in Brücken- oder Querhängematten (oder überhaupt in Hängematten) nicht geeignet? Oder zumindest die von Exped nicht?
- Hängt es mit der rechteckigen Form zusammen, die an den Ecken natürlich stärkere Kräfte aufnehmen muss als mumienförmige Isomatten.
- Hängt es mit der Bauweise der Brückenhängematte zusammen? Meine hängt – typisch für die Bauart der Koma – am Fussende tiefer durch als am Kopfende, was die Isomatte dort deutlich mehr wölbt und damit belastet. Eine ähnliche Wölbung müsste sich zwar auch bei einer Querhängematte ergeben, dort aber auf die gesamte Länge ungefähr gleich stark.
- Hängt es damit zusammen, dass ich kein Isomattenfach verwendet habe, welches die Matte stabilisiert und den Druck vermutlich besser verteilt?
- Oder ist das bei meiner Matte vielleicht einfach eine Alterserscheinung?
Wie auch immer, die Belastung der Isomatte in der Hängematte ist jedenfalls deutlich höher als bei der Nutzung am Boden. Diesen Schluss ziehe ich aus dem gestrigen Experiment, welches unmittelbar zu einem weiteren Schaden geführt hat.
An die Nutzer von Brücken- und Querhängematten (z.B. Hammock Goofy, Cross Hammock, u.a.):
- Welche Isomatten nutzt ihr denn so? Habt ihr auch die UL-Produkte in Gebrauch oder nutzt ihr ausschliesslich die Standard-Produkte, die bestimmt mehr aushalten?
- Wie sind eure Erfahrungen mit der Haltbarkeit der Isomatten in euren Hängematten?
- Könnt ihr euch vorstellen, dass das fehlende Isomattenfach respektive die ungleichmässige Wölbung der Isomatte den Schaden verursacht haben?
- Oder denkt ihr, meine Matte war einfach zu alt für solche «Experimente»?
Ich frage, weil ich nicht eine weitere Isomatte bei der Nutzung in der Hängematte (egal welchen Typs) kaputt machen möchte. Dafür sind sie mir zu schade.