Köln bei Buchforst

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  • Moinsen,

    Wollte kurz Halloooo sagen. Hatte schon ein wenig mitgelesen und wollte den Forenumzug einmal zum Anlaß nehmen, mich hier vorzustellen. Bin wohnhaft in Köln. Um der Wohnhaft gelegentlich zu entkommen bin ich gerne mit dem Fahrrad und/oder dem Faltboot unterwegs. Bis dato bin ich nur Gelegenheitshänger. Seit vielen Jahren habe ich eine lustig bunt gestreifte schwere Baumwollhängematte (Mexico?) für Picknick und heiße Sommernächte Indoors im Gebrauch. Seit ein paar Jahren nehme ich immer eine superleichte Hängematte zum Pausieren auf meinen Touren und Reisen mit.

    Seit ein paar Wochen habe ich eine Exped Scout Hammock Combi UL. Diese plane ich in Zukunft für meine Paddel- und Radreisen als alternatives/redundantes Schlafgemach zum Zelt einzusetzen. Oder einfach auch nur wieder zum Pausieren am See auch bei Regen und/oder Mücken. Erste Übernachtungsversuche bei frostigen Temperaturen waren vielversprechend :).

  • Danke! Aber das Zelt bleibt ganz sicher dabei. Auf dem baumlosen Fjäll gibt es in der Regel nicht wirklich eine sinnvolle Hängemöglichkeit. Ich denke es ist schlau beide Möglichkeiten zu haben. Das erhöht die Möglichkeiten einer erholsamen Nachtruhe enorm.

    • Offizieller Beitrag

    Willkommen im Hängemattenforum :) Wenn ich mit meiner Frau auf Radtour bin, habe ich auch immer beides dabei. Als Bauchschläferin konnte ich sie noch nicht zur Hängematte "konvertieren" ;)

    • Offizieller Beitrag

    Willkommen im Forum!

    Auf dem baumlosen Fjäll gibt es in der Regel nicht wirklich eine sinnvolle Hängemöglichkeit.

    Keine Bäume heissen nicht, dass man auf Hängemattenkomfort verzichten muss 8o

    Ich habe auch noch ein Zelt, aber das wird nur eingepackt, wenn es überhaupt gar nicht anders geht.

  • Zitat

    Warst Du schon einmal auf einem Fjäll mit Wetter? Meine letzte derartige Erfahrung war im Hochsommer Mitte Juli in Norwegen. Dort hatte sich das Weiterkommen spontan wegen massiver Schneeverwehungen und plötzlichen Sturmes erledigt. Null Sicht und es gab kein verantwortbares Vor noch Zurück. Ohne Zelt wären wir dort ganz einfach verreckt. Da ist kein Platz für Getüdel. Man hat ein gescheites Zelt, gräbt sich damit einigermaßen ein und hofft auf den Schlafsack. Die Hängematte war dennoch nicht nutzlos, denn jede weitere Textilschicht hilft enorm. War ja dann auch echt lecker warm. Bloß bei > 100km/h Wind und ca. -5°C (ohne Windchill) 'rumhängen sollte man dort nicht. Auch nicht mit Gestellen. Wir waren zu dritt und es hat im Zelt eine Jenever Standheizung gehabt. Die Stimmung war entsprechend gut und das Gemeinschaftserlebnis war das Ungemach allemal wert.

    Sowas Ähnliches hatte ich auch mal im Hochsommer solo in den Pyrenäen auf ca. 3000m . Allerdings ohne Schnee, was die Lage eher kompliziert hatte, da ich mich zu einem minimal windgeschützten Platz hinter einem Felsen zu begeben hatte. An Gehen war nicht mehr zu denken und an Eingraben mangels Schnee schon gar nicht. Eine Hängematte machte da Sinn um sich darin einzuwickeln. An 'Rumhängen mit einem Gestell ist auch dort nicht zu denken. Mein Tunnelzelt habe ich aber auch dort hinter dem Felsen noch angenagelt bekommen. Es war eine unruhig fast schlaflose Nacht mit einem grandiosen Morgen mit Sonnenschein, Windstille und einer irren Aussicht. Epic!

    Bemerkung: Das war bevor man jederzeit an beinahe jedem Ort einigermaßen zuverlässige Wetterberichte mit dem Finger daherwischen konnte und ich würde das jederzeit gerne wiederholen. Der Clou war halt die Kombination aus Zelt und Hängematte.

    Für September habe ich eine Paddeltour in Schweden mit Bahn (hab kein Auto mehr) und Faltboot angedacht. Aufgrund der relativ wettergeschützten Gegend werde ich evtl. auf ein Zelt verzichten. Hmmm..... mal sehen. Wenn es dann doch der Vänern wird hätte ich da allerdingends doch eher Schiss.

  • Hallo Niko und willkommen im Forum!

    Ich halte es mit Zelt und Hängematte wie du, nur dass ich in der Regel entweder das Zelt oder die Hängematte mit auf eine Tour nehme und bisher noch nicht so krasse Sachen erlebt habe wie du. Etwas heftiger Wind in Schottland und mal ein Gewitter in den Alpen war das Maximum. In den Pyrenäen hatte ich bisher immer Glück und nur sommerliche Hitze, mal abgesehen von einem bedeckten und deshalb etwas kühlen Tag.

    Spätestens bei heftigem Sturm wird es aus meiner Sicht im Wald gefährlich und auf freiem Feld bedenklich, eine Hängematte zu nutzen. Ich habe aber auch das Glück, dass ich im Zelt sehr gut schlafe und deshalb auch gar nicht das Bedürfnis habe, jederzeit in der Hängematte schlafen zu können.

    Ich denke, du wirst hier im Forum viel Interessantes finden.

    Gruss, Michael

    • Offizieller Beitrag

    Warst Du schon einmal auf einem Fjäll mit Wetter?

    Leider nein - weder bei gutem noch bei schlechtem Wetter :( Aber wenn ich es einrichten kann, schaffe ich es vielleicht dieses Jahr das erste mal nach Schweden. Dann allerdings auf jeden Fall nur mit Hängematte.

    Meine letzte derartige Erfahrung war im Hochsommer Mitte Juli in Norwegen. Dort hatte sich das Weiterkommen spontan wegen massiver Schneeverwehungen und plötzlichen Sturmes erledigt. Null Sicht und es gab kein verantwortbares Vor noch Zurück. Ohne Zelt wären wir dort ganz einfach verreckt.

    Schnee im Hochsommer ist definitiv nichts für mich. Egal ob mit Hängematte oder Zelt. Darauf wäre ich wohl auch mit Zelt nicht vorbereitet. Grundsätzlich sind Schnee und tiefe Temperaturen aber kein unüberwindlicheres Problem mit der Hängematte als mit dem Zelt (siehe die zahlreichen Berichte von Shug auf HammockForums). Wobei ich zugebe, dass man in einem Zelt effektiver isoliert ist. Fehlende Aufhängemöglichkeiten sind letztendlich das größere Problem.

    Sowas Ähnliches hatte ich auch mal im Hochsommer solo in den Pyrenäen auf ca. 3000m

    Das klingt auch nicht nach einem für Hängematten geeigneten Trip. Es ist schon klar, dass es Gebiete gibt, die mit Hängematte nicht oder nur schwer machbar sind. Dazu gehören Wanderungen bei denen man sich konstant über der Baumgrenze bewegt.

    Ich habe und verwende auch gelegentlich noch ein Zelt. Aber jedesmal wenn ich wieder mal eine Nacht auf dem Boden gelegen habe, frage ich mich, ob es nicht bessere Reiseziele gibt ;) Man wird halt alt und bequem.

  • Schnee im Hochsommer ist definitiv nichts für mich. Egal ob mit Hängematte oder Zelt. Darauf wäre ich wohl auch mit Zelt nicht vorbereitet. Grundsätzlich sind Schnee und tiefe Temperaturen aber kein unüberwindlicheres Problem mit der Hängematte als mit dem Zelt (siehe die zahlreichen Berichte von Shug auf HammockForums). Wobei ich zugebe, dass man in einem Zelt effektiver isoliert ist. Fehlende Aufhängemöglichkeiten sind letztendlich das größere Problem

    Ein Szenario, bei dem ich bei der Hängematte ein echtes Problem sehe, ist starker Wind (Sturm). Ein Aufenthalt im Wald bei Sturm ist wegen herabfallender Äste oder umstürzender Bäume nicht zu empfehlen. Da bleibt nur, das freie Feld zu suchen. Natürlich kann man dort dann versuchen, die Hängematte mit einem portablen Gestell oder mit Trekkingstöcken irgendwie aufzubauen. Im Notfall kann man sie auch am Boden nutzen. Ich denke aber, dass da ein Zelt einfach definitiv die bessere Wahl ist. Es kann flach am Boden aufgebaut und mit Heringen gesichert werden, bevor man es aufrichtet. Zudem bietet es – da es in der Regel kompakter gebaut ist als ein Hängematten-Tarp – deutlich weniger Angriffsfläche für den Wind und damit tendenziell den besseren Windschutz.

    • Offizieller Beitrag

    Ein Aufenthalt im Wald bei Sturm ist wegen herabfallender Äste oder umstürzender Bäume nicht zu empfehlen.

    Das ist sicherlich richtig. Aber was machst du, wenn du eine Langstreckenwanderung machst? Bei einer Wochenendtour kannst du planen. Aber wenn du mehrere Wochen unterwegs bist, könntest du dann eigentlich nie mit Hängematte wandern.

    Da bleibt nur, das freie Feld zu suchen.

    Das ist eine Frage, die ich mir schon oft gestellt habe. Wie sicher ist es, die Hängematte an bzw. unter einem bereits umgestürzten Baum aufzuhängen? Ich hätte auch kein Problem in einem Teil des Walds zu hängen, in dem nur junge Bäume stehen. Ich suche mir wenn es irgendwie möglich ist ohnehin immer die dünnsten Bäume aus, die mein Gewicht noch tragen.

    Ich denke aber, dass da ein Zelt einfach definitiv die bessere Wahl ist. Es kann flach am Boden aufgebaut und mit Heringen gesichert werden, bevor man es aufrichtet. Zudem bietet es – da es in der Regel kompakter gebaut ist als ein Hängematten-Tarp – deutlich weniger Angriffsfläche für den Wind und damit tendenziell den besseren Windschutz.

    Keine Frage. Wenn ich weiss, dass ich ständig mit Sturm rechnen muss, ist das Zelt die bessere Wahl. Wobei ich die Tour dann höchstwahrscheinlich nicht machen würde.

  • Das ist sicherlich richtig. Aber was machst du, wenn du eine Langstreckenwanderung machst? Bei einer Wochenendtour kannst du planen. Aber wenn du mehrere Wochen unterwegs bist, könntest du dann eigentlich nie mit Hängematte wandern.

    Ich denke, das ist eine Frage der Gegend. In den meisten Gegenden Mitteleuropas sind heftige Stürme eher die Ausnahme. Da kann man gut mit Hängematte wandern. Im selten eintreffenden Notfall muss man halt improvisieren und mal eine geschlossene Unterkunft aufsuchen oder falls das nicht möglich ist, im Notfall mal eine Nacht durchwandern, um nicht auszukühlen, oder irgendwie eine Übernachtung am Boden improvisieren. Dann gibt es exponiertere Gegenden (Gebirge, baumfreier Norden), wo Stürme häufiger, das Wetter insgesamt weniger vorhersehbar und Bäume seltener sind. Da ergibt eine Hängematte weniger Sinn, ausser man macht es wie Niko und nutzt sie dann im Zelt als zusätzliche Kleidungsschicht.

    Meine bisherigen längeren Unternehmungen (Jakobsweg, Fernwanderwege in der Schweiz, in Frankreich, in Schottland) hätte ich mit Zelt oder Hängematte machen können. Heftige Winde waren da äusserst selten. In Schottland würde ich allerdings immer damit rechnen, dass solche auch mal unvermittelt aufkommen könnten. Im Landesinneren sind die aber auch schon ein ganzes Stück abgeschwächt. – Im Fjäll oder im Hochgebirge (subarktisches / subalpines Klima) allerdings, da ist eine Hängematte vermutlich wirklich nicht die erste Wahl.

    Wenn ich nicht gerade eine Weltreise (verschiedene Klimazonen und Jahreszeiten) plane, würde ich mich wohl immer zwischen Zelt und Hängematte entscheiden, je nach dem, wo ich (primär) unterwegs sein möchte. Ich würde keinesfalls eine Destination ausschliessen, bloss weil sie sich nicht für die Hängematte eignet. (Aber ich schlafe – wie schon einige Male geschrieben – im Zelt mindestens so gut wie in der Hängematte, kenne da also keinen Leidensdruck in die eine oder andere Richtung.)

  • Den Appalachian Trail im Osten der USA haben schon einige nur mit Hängematte gewandert. Das sind immerhin ca. 3500 km.

    • Offizieller Beitrag

    Wo ein Wille ist, findet sich auch eine Hängemöglichkeit :) Der PCT ist auch mit Hängematte machbar. Und wenn man es schafft, die Wanderstöcke zum 2. Baum umzufunktionieren, erschließen sich noch viel mehr Möglichkeiten. Eigentlich müsste es auch möglich sein, nur die Hälfte vom Carbon-Tensa zu verwenden. Oder vielleicht zusammen mit den Wanderstöcken auch nur ein Rohr? So lange das zusätzliche Gewicht unter 1kg bleibt, wäre es mir der Schlafkomfort wert...

  • Eigentlich müsste es auch möglich sein, nur die Hälfte vom Carbon-Tensa zu verwenden. So lange das zusätzliche Gewicht unter 1kg bleibt, wäre es mir der Schlafkomfort wert...

    Die Hälfte vom tensa4 funktioniert: Das habe ich schon mal gemacht. Aber du könntest auch die Hälfte vom Handy Hammock Stand nehmen - die ist leichter (allerdings auch niedriger). Einen Baum findet man eigentlich immer.

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