- Offizieller Beitrag
Auf Hammockforums wird zwischen "channel end" und "whipped" unterschieden. Bei den Tunnelzug-Hängematten wird die Aufhängung direkt durch den Tunnelzug gezogen und die gesamte Last ruht auf den Nähten. Bei den gewhippten Hängematten wird die Aufhängung um den Hängemattenstoff gelegt, und die Kraft wird auf den Stoff übertragen. Es gibt viele Möglichkeiten, eine Hängematte zu whippen. Davon ist eine, eine Kordel durch den Tunnelzug zu ziehen und zu verknoten, so dass am Ende ein Stoffknubbel entsteht. Die Aufhängung wird dann unterhalb des Knubbels um die Hängematte gelegt. Bekannt ist dieser Whip als "Warbonnet Whip", weil Warbonnet dieses Whipping an seinen Hängematten verwendet.
Zieht man die Aufhängung direkt durch den Tunnelzug, nutzt man die maximale Länge der Hängematte. Aber der Stoff wird an der untersten Naht punktuell sehr stark belastet. Bei leichten Stoffen (30D und leichter) können an dieser Stelle Löcher entstehen. Deshalb whippe ich Hängematten aus leichten Stoffen prinzipiell lieber. Wegen der starken Belastung sind 3-4 Nähte aus extra starkem Garn Standard.
Bei gewhippten Hängematten verliert man mindestens 20cm, meist sogar mehr nützliche Hängemattenlänge, weil der Stoff hinter dem Whipping sich nicht mehr auffächern kann. Aber durch die gleichmäßige Kraftübertragung entstehen keine Schwachpunkte. Außerdem kann man sehr einfach die Form der kurzen Enden verändern. Näht man einen Tunnelzug für den Warbonnet Whip, reicht eine Naht mit normal starkem Garn.