Es hat etwas gedauert, bis ich mit meiner neuen Hängematte herausrücke, doch nun nehme ich das neue Jahr zum Anlass für die überfällige Vorstellung. Cross Hammock – Querhängematte soll sie heißen und einige von euch werden sich vielleicht fragen, was der neue Name soll. Schließlich gibt es den von der Hammocktent her bekannten Begriff 90° Hängematte – was braucht es da eine neue Bezeichnung?
Ich muss gestehen, dass ich mit dem 90°-Namen nie ganz glücklich war. Er öffnet ein diffuses Feld von Assoziationen, von denen etliche in die Irre führen (Frage einer Bekannten: „Soll man die bei 90° waschen?“). Mir gefällt auch die numerische Komponente im Namen nicht. Und zu guter Letzt finde ich es angemessen, für eine neue Sache, einen neuen Namen zu verwenden. Denn mit der Hammocktent, deren neue Version ich noch nie gesehen habe, hat meine Hängematte – außer der quergestellten Hängerichtung – wahrscheinlich nicht sehr viel zu tun. Meine Matte ist wie ihr Name einfach gehalten, verzichtet auf überflüssige Ausstattungen wie ein Isomatteneinschubfach und man bleibt, wenn man sie im Park ausprobiert, nie lange allein.
Video 1
https://www.youtube.com/watch?v=qVz2YubCMss
Video 2
https://www.youtube.com/watch?v=cj54A0kl3Ow
Was aber ist neu? Ich habe zunächst einmal davon Abstand genommen, die Seitennähte nicht zu säumen, wie ich es bei der Präsentation der letzten Version noch erwogen habe. Gesäumte Stoffkanten sind einfach ein Muss, der Stoff wirkt nur dann professionell verarbeitet – und man kann außerdem je nach Wunsch noch einen dezenten oder peppigen Design-Akzent setzen.
Die zweite Neuerung, die mir beim Hängemattentreff im Tiergarten nahegelegt wurde, betrifft das Moskitonetz. Ich habe zwei verschiedene Modelle entworfen und ausprobiert: eins mit fest angenähtem Moskitonetz und eine weitere Variante, bei der man das Moskitonetz mit Hilfe eines teilbaren Reißverschlusses abzippen kann, sodass man ‚oben mit’ und ‚oben ohne’ in der Hängematte liegen kann. Dieses Modell ist erst kurz vor Weihnachten fertig geworden und ich habe leider noch keine Bilder davon. Außerdem habe ich mit verschiedenen Materialien experimentiert und die Form der Zähne weiter entwickelt. Folgende Matten habe ich bisher hergestellt:
Links ist die neue Matte aus Hexon 1.6 mit dem abnehmbaren Moskitonetz. Das Netz besteht aus einem ultraleichten Material, das nur 17 g pro Quadratmeter wiegt. Gewicht 474 g (davon 130 g Reißverschluss)
Daneben hängt die Matte aus dem meistverkauften 1.9er Hängematten-Stoff von RBTR. Der Stoff wirkt auf mich allerdings etwas billig und ich werde ihn nicht mehr verwenden. Auch diese Matte hat das superleichte Netz, allerdings ist es nicht abzutrennen. Gewicht 389 g.
Dann kommt eine Matte aus dem 1.9er Dobby-Stoff von Dutch (linke Matte im Video 2). Der Stoff hat von der kalandrierten Außenseite her etwas von einer Wachstuchtischdecke, ist aber auf der Innenseite angenehm weich. Er wirkt hochwertig und robust. Das fest angenähte Netz ist das No-See-Um-Netz von Extremtextil. Es scheint gegen das feine Netz der ersten Matten vergleichsweise grob und hart. Gewicht 443 g.
Die nächste Matte ist aus Hexon 1.6 und hat das gleiche fest angenähte Netz wie die Dobby (rechte Matte im Video 2). Gewicht 418 g.
Dann kommt die braune Hexon 2.4er Matte ohne Netz (linke Matte im Video 1). Die Matte hatte ich beim Hängemattentreff dabei und sie ist noch nach der alten Methode gesäumt, d.h. mit umgeschlagenem Stoff, ohne extra Saumteil. Gewicht 377 g. Die rechte Matte ist verkauft.
Als vorletzte Matte seht ihr die Hexon 1.6er Matte, bei der mir bei einem Stresstest zwei Zacken abgerissen sind. Ich habe sie so gedreht, dass die reparierte Stelle zu sehen ist. Ich nutze sie nach wie vor und habe auch das Vertrauen in den 1.6er Stoff wiedergewonnen. Gewicht 315 g.
Die letzte Matte ist der erste Prototyp in der neuen Zackenform, mit der ich die meisten meiner Touren in diesem Sommer gemacht habe. Sie besteht aus Hexon 1.6 und wiegt 303 g.
Bei allen Gewichtsangaben sind übrigens die Aufhängeschnüre inklusive und auch zwei Karabinerhaken, die zusammen 40 g wiegen. Fortsetzung folgt.