Durchschlafen in der Hängematte

  • Hi zusammen,


    habe in den letzten Tagen noch mehrfach versucht, in der Wohnung in der HM zu schlafen.
    Ich fand es zum Einschlafen sehr bequem und bin auch relativ schnell eingeschlafen. Jede Nacht bin ich aber nach 1,5 - 3,5 Stunden aufgewacht und wollte nicht mehr in der HM liegen. Habe dann in das Bett gewechselt... Einmal war mir klar, warum ich aufgewacht bin: Der Rücken war zu kalt, ich hatte es ohne Isomatte probiert. Aber auch mit Nutzung der Isomatte konnte ich irgendwie nicht durch schlafen.
    Die Einstellung der HM ist eigentlich ganz gut (TTTM). Der Winkel ist in Ordnung, ich liege ziemlich flach und gerade, habe eine Isomatte in der HM und decke mich einfach mit meiner Bettdecke zu. Ganz bequem wie gesagt. Dennoch das Problem mit dem Aufwachen.


    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und vielleicht Tipps, wie es bei ihm/ihr besser ging mit dem Durchschlafen?


    Danke vorab und liebe Grüße
    MoPe

  • Diese Probleme haben oft Bauchschläfer. Das Einschlafen funktioniert prima, aber der Körper bleibt beim Schlafen nicht stocksteif liegen, sondern man dreht sich mal hierhin, mal dorthin. Irgendwann kommt der Punkt, wo es mit der Bequemlichkeit vorbei ist und man kurz aufwacht. Im Bett wäre das kein Problem. Einfach auf den Bauch drehen und weiterschlafen. Das funktioniert in der Hängematte leider nicht.


    Dann bleibt nur Kampf (mit dem Einschlafproblem) oder Flucht (ins Bett). Die üblichen Kampfmethoden wie Schäfchenzählen werden in einschlägigen Ratgebersendungen behandelt, die hängemattenspezifischen muß man leider selbst herausfinden. Mir haben zwei Kissen recht gut geholfen, die den Körper solange in einer bequemen Position abstützen, bis ich wieder eingeschlafen bin. Ich denke, man kann das Durchschlafen "trainieren". Mittlerweile muß ich nur noch sehr selten in's Bett wechseln, aber es kommt vor.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Tja, das mit dem Bauchschläfer trifft bei mir leider genau zu. Bauch oder Seite sind mir am liebsten. Versuche auch im Bett das Rückenschlafen zu trainieren, nachts drehe ich mich aber eh wieder um. Werde nachher mal ein bisschen herum experimentieren, inwiefern ich in der HM auch seitlich/auf dem Bauch schlafen kann. Die Idee mit den Kissen werde ich dabei mal aufnehmen. Danke!

  • Ich habe exakt das gleiche Gefühl wenn der Hängemattenstoff zu dehnbar ist. Dann wache ich auf und habe das dringende Bedürfnis mich auszustrecken.


    Natürlich kann es auch sein, dass du noch nicht an das Schlafen in der Hängematte gewöhnt bist. Gerade wenn man die Möglichkeit hat ins Bett zu wechseln, kann es etwas schwierig sein das Unterbewusstsein davon zu überzeugen, dass die Hängematte doch eigentlich viel bequemer ist. Du könntest versuchen an einem Ort zu schlafen, wo die Alternative unbequem ist - z.B. eine Isomatte auf dem Boden. Da hält das Unterbewusstsein ganz schnell die Klappe.

  • Ich habe exakt das gleiche Gefühl wenn der Hängemattenstoff zu dehnbar ist. Dann wache ich auf und habe das dringende Bedürfnis mich auszustrecken.


    Das kann ich absolut bestätigen. Allerdings ist die TTTM meiner Meinung nach eine sehr bequeme HM, der Stoff ist genau richtig. Bisschen Dehnung, aber nicht zu viel. Das sollte also in diesem Fall eher nicht das Problem sein.


    In der HM zu schlafen hat sehr viel mit Gewohnheit zu tun. Wir haben jahrelange Erfahrung damit, in Betten zu schlafen, aber eine HM funktioniert ein bisschen anders.


    Gib dir vielleicht einfach ein bisschen Zeit, um dich an die neue Situation anzupassen. Nichts erzwingen, einfach immer wieder probieren. Irgendwann wirst du herausfinden, was für dich gut funktioniert.


    Oder du kommst irgendwann zu dem Schluss, dass das nichts für dich ist.


    Für mich persönlich ist die HM deutlich bequemer als ein Bett. Ich leg mich rein, schlaf schnell ein und wache am nächsten Morgen erholt auf. In der Nacht bewege ich mich praktisch nicht und wache meist in der gleichen Position auf, in der ich eingeschlafen bin. Im Bett war das nie der Fall. Sehr faszinierend.

    "It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes." DNA

  • Ach ja: und werd die Isomatte los! Häng dir z.B. eine Wolldecke drunter. Das ist deutlich bequemer. Solltest Du hierzu Fragen haben, immer her damit.

    "It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes." DNA

  • Das mit der Wolldecke kann ich mal ausprobieren. Müsste ich mal schauen, wie ich das am cleversten mache - auch damit kann ich heute Abend etwas experimentieren. :) Was ergibt für das Aufhängen hierbei am meisten Sinn, ohne die Wolldecke kaputt zu machen? An jedem Ende ein Seil festbinden und dann die Decke unter der Hängematte aufhängen und oberhalb der Hängematte jeweils 2 Enden (Ecken der Decke) zusammen knoten? Oder lieber die Enden der Decke an der HM-Aufhängung befestigen, wie bei einem normalen UQ?


    Bezüglich der Bewegung in der HM über Nacht habe ich auch schon nachgedacht. Viele sagen ja sie wachen wieder auf, wie sie eingeschlafen sind und werten das als positiv. Ist es wirklich positiv? Oder bedeutet es vielleicht auch, dass man sich unterbewusst nicht traut, sich so viel zu bewegen oder nicht genügend Bewegungsfreiheit hat? Genau so gut kann es natürlich auch bedeuten, dass der Körper tatsächlich in einer guten Haltung ist und keine Bewegung/Veränderung der Haltung erforderlich ist. Da bin ich mir nicht ganz so sicher.
    Ein gutes Indiz dafür, dass es bei dir tatsächlich positiv ist, ist natürlich, dass du dich morgens fit und ausgeschlafen fühlst. So lange das auch bei längerer Schlafdauer nicht der Fall ist, sollte man wohl experimentieren, weil irgendwas dann noch nicht ganz 100%ig ist und einen erholsamen Schlaf verhindert.

  • Ich bin auch Bauch- / Seitenschläfer. Entsprechend schlafe ich nach wie vor im Bett am besten. In der Hängematte dauert es bei mir oft lange, bis ich länger am Stück durchschlafe. Oft wälze ich mich bis weit nach Mitternacht hin und her (was in der Hängematte gar nicht so leicht geht) und schlafe während dieser Zeit nur in kurzen Intervallen, aber nie länger am Stück. Irgendwann bin ich dann anscheinend so müde, dass ich dann doch bis am Morgen durchschlafe. Ich merke aber, dass das mit dem Einschlafen etwas besser geht, wenn ich es öfters ausprobiere.


    Wenn du die Gelegenheit hast, mal Hängematten aus anderen Stoffen auszuprobieren, dann nutze sie. Bei mir beispielsweise führen zu dehnbare Hängemattenstoffe (Hexon 1.6) zu Rückenschmerzen im Lendenbereich. Mit festeren Stoffen geht es deutlich besser, da Lenden und Gesäss weniger stark absinken, mehr unterstützt werden.


    Ich nutze die Hängematte bisher nur für Übernachtungen draussen. Die Hängematte (für baumreiche Gebiete mit wenig Wind) wie auch das Zelt (für baumarme Regionen mit möglicherweise mehr Wind) sind für mich primär Mittel zum Zweck. Sie ermöglichen mir, mehrere Tage draussen unterwegs zu sein - unabhängig von festen Unterkünften und ausgetretenen Pfaden. Nach der ersten Nacht stellt sich da meist eine gewisse Gewöhnung ein. Ich bin dann aber nach ein paar Tagen jeweils froh, wenn ich wieder ein Bett geniessen kann.


    Für zuhause würde ich mir fürs Liegen in der Hängematte auf dem Rücken ein dickes Kissen unter die Knie legen, das ich jeweils dorthin schieben könnte, wo ich es gerade brauche: mal mehr unter den Knien (Rückenlage), mal mehr hinter dem Rücken oder vor dem Bauch (Seitenlage). Ein leichtes Kissen oder eine Nackenrolle für den Kopf oder Hals kann auch einen Versuch wert sein. Für unterwegs nutze ich da manchmal einen Kleiderbeutel oder eine Jacke, denn da will ich nicht noch zusätzliches Gewicht mitschleppen.


    Du könntest auch mal versuchen, eine Bettdecke eher mittig in die Hängematte zu legen und dich dann auf dem Bauch oder leicht seitlich darauf zu legen und den Kopf wie gewohnt mit einem Kissen zu stützen. Vielleicht könntest du den Körper so "überlisten" und dich Schritt für Schritt ans Schlafen in der Hängematte gewöhnen. Kann aber gut sein, dass das gar nicht klappt oder du so sogar Rückenschmerzen bekommst. Ich kann jedenfalls in meinen längeren Hängematten durchaus kurze Zeit auch auf dem Bauch liegen und finde das, gerade mit einem Kissen unter dem Kopf, sogar recht angenehm. Mit einer Bettdecke könntest du eventuell dem Liegen mit hohlem Kreuz etwas vorbeugen, indem du den Körper dort etwas unterstützt, wo er ohne Bettdecke zu stark absinkt.

  • Das mit der Wolldecke kann ich mal ausprobieren. Müsste ich mal schauen, wie ich das am cleversten mache - auch damit kann ich heute Abend etwas experimentieren. :) Was ergibt für das Aufhängen hierbei am meisten Sinn, ohne die Wolldecke kaputt zu machen? An jedem Ende ein Seil festbinden und dann die Decke unter der Hängematte aufhängen und oberhalb der Hängematte jeweils 2 Enden (Ecken der Decke) zusammen knoten? Oder lieber die Enden der Decke an der HM-Aufhängung befestigen, wie bei einem normalen UQ?


    Für die Aufhängung der Decke würde ich Dir das hier beschriebene Vorgehen empfehlen. Planenspanner (z.B. Relags Holdon Multiklipp Klipp Schwarz) an die Ecken, starkes Gummiseil dran (je nach Gewicht der Decke, 5 mm mindestens) und dann zur HM-Aufhängung hin abspannen. Alternativ könntest Du auch versuchen, die Gummiseile an den Ecken festzubinden, könnte funktionieren. Auf keinen Fall über der HM zusammenbinden, das ält nie und drückt stark von der Seite.


    Bezüglich der Bewegung in der HM über Nacht habe ich auch schon nachgedacht. Viele sagen ja sie wachen wieder auf, wie sie eingeschlafen sind und werten das als positiv. Ist es wirklich positiv? Oder bedeutet es vielleicht auch, dass man sich unterbewusst nicht traut, sich so viel zu bewegen oder nicht genügend Bewegungsfreiheit hat? Genau so gut kann es natürlich auch bedeuten, dass der Körper tatsächlich in einer guten Haltung ist und keine Bewegung/Veränderung der Haltung erforderlich ist. Da bin ich mir nicht ganz so sicher.
    Ein gutes Indiz dafür, dass es bei dir tatsächlich positiv ist, ist natürlich, dass du dich morgens fit und ausgeschlafen fühlst. So lange das auch bei längerer Schlafdauer nicht der Fall ist, sollte man wohl experimentieren, weil irgendwas dann noch nicht ganz 100%ig ist und einen erholsamen Schlaf verhindert.


    Ich glaube, dass die Lageänderungen in der Nacht hauptsächlich aufgrund von "Druckstellen" geschehen. Der Körper verhindert dadurch lokale Unterdruchblutungen und damit einhergehende Gewebeschäden. Diese Druckstellen entstehen in der Hängematte weniger leicht, weil der Stoff sich viel besser den Körperkonturen anpasst und sich die Kräfte damit gleichmäßiger verteilen. So zumindest meine Theorie. Nebenbei bemerkt, ich habe einen Freund, der seit vielen Jahren in einem Wasserbett schläft, der berichtet vom gleichen Phänomen.

    "It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes." DNA

  • Ich schlafe seit letztem September praktisch nur noch in der Hängematte und gar nicht mehr in meinem Bett. Wenn ich morgens aufstehe, tun mir weder der Rücken noch die Schultern weh, was im Bett fast immer der Fall war.


    Mein Problem bei der Umstellung war, dass ich auch hauptsächlich Bauch- und etwas Seitenschläferin bin. Auf dem Rücken kann ich gar nicht einschlafen.
    Ich habe das Durchschlafen zuerst immer nur am Wochenende probiert, wenn ich morgens weder zur Arbeit mußte, noch es ein Problem gewesen wäre, wenn ich nicht ganz ausgeschlafen wäre. Am Anfang habe ich auch immer nach einigen Stunden ins Bett gewechselt, habe mich dann aber ein/zweimal "gezwungen" in der Hängematte zu bleiben und siehe da - seitdem habe ich kein Problem mehr damit.


    Mit einer Isomatte könnte ich gar nicht schlafen. Ich habe glücklicherweise im Sommer angefangen und da reichte noch mein normaler Sommerschlafsack. Der hat keine Kapuze und ich lege mich so rein, dass der Reißverschluß nach oben zeigt. Eine normale Bettdecke kann ich mir nicht vorstellen, weil sie für mich (vorallem am Fußende) viel zu breit ist und es mir seitlich reinzieht - vorallem beim Umdrehen.
    Damit das Umdrehen gut klappt finde ich einen Schlafsack mit einem glatten Außenmaterial extrem wichtig, weil er nur dann gut auf dem HM-Stoff rutscht. Man dreht sich einfach auf die Seite, rutscht sich zurecht und muß sich nicht um die Bettdecke kümmern. (Ich habe übrigens auch eine TTTM und finde sie sehr bequem. Allerdings habe ich eine einfarbige, da mich sonst die Nähte der äußeren Stoffbahnen stören)


    Als es kühler wurde, habe ich mir ein Underblanket gekauft, das die richtige Temperatur für mein Wohnzimmer hat. (Vorher hatte ich es auch mit einer Decke drunter, bzw. einer 2. HM drunter mit einer Decke dazwischen etc. probiert, aber das verrutschte immer alles und war unbequem...)


    Auf dem Bauch liegen geht zwischendrin auch, wenn ich, wie Waldläufer das auch beschreibt, das Kissen so unter meinen Kopf lege, dass die Nase gut frei bleibt. Am einfachsten geht das "sich-auf-den-Bauch" drehen, wenn man einen Arm neben sich legt (eng an den Körper), den anderen über den Kopf lang ausstreckt und dann den Körper steif macht (also etwas anhebt), dann dreht man sich ganz von allein.

  • [USER="217"]MoPe[/USER]: Die von dir beschriebenen Probleme habe ich in umgekehrter Richtung auch... Ich bin nach gut 5 Jahren derart ans Hängemattenschlafen gewöhnt, dass ich probleme mit dem Ein- und Durchschlafen habe, wenn ich in einem Bett liege. Die wesentlichen Punkte zur Optimierung wurden ja schon genannt. Daher von mir nur der Kommentar, dass ich die Geschichte mit den lokalen Durchblutungsstörungen auch schon einige Male gehört habe. Ob das stimmt weiß ich nicht, aber plausibel klingt es.


    Was die Liegeposition betrifft (ich war auch lange Zeit Bauchschläfer) gibt es eine Variante die von vielen als recht angenehm empfunden wird, das ist eine 'halb und halb'-Stellung zwischen Seiten- und Rückenlage. Ich persönlich wechsle zwischen dieser Variante und einer reinen Rückenlage. Bequem ist für mich beides und Probleme mit dem durchschlafen habe ich so oder so nicht.

    haengemattenforum.de Ich bin zwar nur der Haustechniker, aber wenn es Probleme gibt kann ich wahrscheinlich helfen ;).
  • Noch etwas: Ich finde eine Hängematte etwas unglaublich Gemütliches. Sie regt so richtig zum Träumen an und der Blick in die Baumwipfel ist wunderbar entspannend und erholsam. Ich habe aber, wenn ich darüber nochmals etwas nachdenke und in mich hineinhorche, den Eindruck, dass mir (oder vielmehr meinem Unterbewusstsein) womöglich das Schaukeln doch auch ein Stück weit Mühe bereitet, sobald es ums Schlafen geht.


    Ich drehe mich nachts oft von einer Seite auf die andere und zwischendurch wieder auf den Bauch. Dabei hilft mir eine feste Matratze. In der Hängematte geht das viel schlechter. Sie unterstützt den Körper zwar sehr gleichmässig, ich kann mich an ihr aber viel schlechter abstossen, um mich in eine andere Lage zu bewegen. Gewisse Lagen, die mein Körper sucht, lassen sich in ihr nicht verwirklichen. Unbewusst sucht mein Körper dann wohl immer nach dieser (gewohnten) Lage und findet sie nicht, ich wache immer wieder auf, ein längeres Durchschlafen klappt nicht respektive erst in den früheren Morgenstunden (ca. 2 Uhr bis 5 Uhr), in denen ich wohl auch im Bett länger am Stück ganz ruhig liege und sehr tief schlafe.


    Das vergleichbare Problem habe ich übrigens auch im Zelt: Die meisten (bequemen) Matten schaukeln relativ stark. Auch dort fehlt mir beim Drehen und Wenden die Kontrolle, der Körper muss zusätzliche Ausgleichsbewegungen machen, um mich im Gleichgewicht zu halten. Da wache ich auch oft nachts auf, aber doch deutlich weniger oft als in der Hängematte. Bietet eine Isomatte mehr Festigkeit, so ist sie entweder sehr schwer oder sehr dünn. Beides ist keine wirkliche Alternative.


    Allenfalls würde es mir helfen, einfach öfter in der Hängematte (oder auf der Isomatte) zu schlafen und mein Unterbewusstsein so allmählich ans "Schaukeln" und die ungewohnte Liegeposition zu gewöhnen.


    Ein Problem, das ich nur aus der Hängematte kenne: In der Hängematte bekomme ich immer wieder mal Krämpfe in den Füssen. Ich vermute, das hat mit der ausgeprägteren Streckung der Knie und dem damit verbundenen stärkeren Druck auf die Fersen zu tun. Kennt jemand dieses Phänomen? Ein Kissen unter den Knien schafft bei mir weitgehend Abhilfe, nur möchte ich ein solches nicht unbedingt auf jede Wanderung mitnehmen.

  • Ich frage mich, ob TTTM immer wieder die Stoffe wechselt. Meine erste TTTM war aus einem Stoff, der mich - rückblickend - an Polyester Tafetta erinnert. Leider habe ich die vor Jahren verkauft. Ende 2014 habe ich mir dann nochmal eine schmalere TTTM aus einem Stück gekauft - und der Stoff sieht anders aus und fühlt sich anders an. Leider ist er viel dehnbarer. Insofern würde ich nicht von vorneherein ausschließen, dass es nicht an der Dehnung liegt. Außerdem reagiert auch jeder unterschiedlich auf Dehnung. Ich würde zumindest mal eine andere Hängematte ausprobieren.

  • [USER="46"]TreeGirl[/USER] Eine andere HM sollte und werde ich tatsächlich mal probieren.


    [USER="269"]barfuß[/USER] Danke für das in Erinnerung rufen des Schlafsacks. Der könnte drinnen aktuell genügen. Habe ich bisher aber immer nur als Topquilt benutzt. Heute Nacht mal als richtigen Schlafsack - mal schauen ob es warm genug bleibt.


    [USER="18"]DL1JPH[/USER] Diese halbe Seiten halbe Rückenlage finde ich auch recht bequem. Habe gerade noch mal eine Stunde herum probiert und letztlich ein paar Positionen für heute Nacht identifiziert und darüber hinaus meine Ridgeline Länge etwas verkürzt.


    Was mir noch aufgefallen ist: Ich liege relativ eben. Nur mein Kopf wird durch den Stoff der HM, der dort relativ stark unter Spannung ist, im Verhältnis stark angehoben. Das könnte auf längere Zeit über Nacht auch unbequem sein. Ich denke eine 11 Fuß HM würde bei meinen 1,83 m auch mal Sinn machen. Die TTTM ist meines Wissens nach ja nur 10 Fuß lang. Hier gehts also auch wieder in Richtung Blackbird XLC. ;)
    Edit: Die TTTM ist 10' 6". Der Unterschied zu 11' wären also nur 15 cm laut Umrechnungstabelle. Macht das wohl einen fühlbaren Unterschied?


  • Nur mein Kopf wird durch den Stoff der HM, der dort relativ stark unter Spannung ist, im Verhältnis stark angehoben. Das könnte auf längere Zeit über Nacht auch unbequem sein.


    Versuch's mal mit einem Nackenkissen! Das mindert etwas die Überdehnung des Halses. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Zwischenbericht 2 Nächte später:
    Die erste Nacht habe ich nur mit Schlafsack verbracht. das war etwas zu kalt. Ich bin 4 mal nachts aufgewacht, unter anderem auch weil es am Rücken zu kühl wurde. Ich habe dennoch in der Hängematte ausgehalten und konnte dann letztlich bis 08 Uhr morgens schlafen.
    Von gestern auf heute habe ich zusätzlich eine Decke zwischen mich und den Schlafsack in die Hängematte gelegt. Das war dann in der Nacht warm genug, so dass ich nicht gefroren habe. In der Nacht bin ich nur einmal aufgewacht und konnte bis 09 Uhr morgens schlafen. Es war auch durchaus angenehm und teilweise habe ich sogar auf dem Bauch schlafen können. Morgens war es noch so bequem in der Hängematte, dass ich gar nicht aufstehen wollte. Ein gutes Zeichen!


    In Summe denke ich also, dass ich mit kleineren Änderungen an dem Equipment und dem Setting sowie mittels etwas Gewöhnung durch häufigere Nächtigung in der Hängematte wohl sehr gut in der Hängematte schlafen kann. ????

  • Gratuliere! Hört sich doch gut an.
    Ich habe mir dann (als es kühler wurde) ein Underblanket (Snugpak) bestellt, das für meine normale Wohnungstemperatur ausreicht, weil ich mit Decke in der HM nicht gut schlafen kann. Das war mir zuviel Gewurschtel.....

  • Es hat mir sehr gut getan hier zu lesen das auch erfahrene Hammocker so Ihre Problem beim schlafen haben. Als vorwiegend Bauch/Seitenschläfer ist es für mich nicht gerade einfach. Ich wache oft nachts auf und irgendwie zwing ich mich dann seitlich in eine "zerquetschter toter Hund" Position.
    Ein wesentlich größeres Problem ist das ich in der Hängematte extrem schnarche.

  • An anderer Stelle habe ich es schon beklagt: Meine erste Mattennacht im Freien endete kurz nach Mitternacht.
    Zu den Stats: Meine Therm-a-Rest ist 9,68 Fuß, 2,95 m lang. Also wahrscheinlich für meine 1,90 m Länge ausreichend lang. Temperatur in der Nacht lag bei 7-4 Grad plus. Bedeckung und Unter-Deckung waren mehr als warm (Cumulus Top- und Underquilt). Füße waren etwas höher, "slack" (Durchhängungsfaktor) bei ungefähr 30 Grad eingestellt. Es half nichts. Ich konnte nicht einschlafen.
    Und am meisten Sorgen hatte ich mir um nicht zuzuordnende Tiergeräusche gemacht. Das hat mich am wenigsten gestört. Füchse, Enten und Käuzchen konnte ich vernehmen, dazu das Rauschen des Baches. Kein Problem.
    Am meisten - neben vielen anderen kleinen Zipperlein - machten mir meine Knie zu schaffen. Rechtes Knie tat nach den vier Stunden Schlaf-Versuch in der Hängematte noch weitere 24 Stunden weh.
    Ich finde, dass der Stoff meiner Matte genau genug nachgibt, um sich nicht "hart" unter mir zu spannen.
    Idee ist im Moment, beim nächsten Mal einfach etwas unter die Knie zu schieben, z. B. meine zusammengerollte Jacke.
    Ansonsten baue ich noch sehr auf den hier beschriebenen Gewöhungseffekt.
    Seufz!