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  • Hallo Forum,

    mich würde mal interessieren, was ihr für regnerische Wandertage dabei habt. Welche Regenklamotten.

    Ich stell mir das momentan so vor:

    Unter 5°C:
    Leichte Regenjacke und Hose (Outdoor Research Helium II & OR Helium pants)

    Über 5°C:
    Schirm (z.B. Euroschirm handsfree), Silnylon-Regenshirt (beim Campaufbau, z.B. das hier) und Regenrock (aus JustJeff's All-in-one-sheet).

    Hab beide Setups im Grunde noch nicht wirklich ausprobiert. Bisher bin ich im Winter ohne Regenhose und oben nur mit einer superschweren (900 g) The North Face-Regenjacke unterwegs gewesen. Das hat zwar auch bei ein paar Tagen Schneeregen ausreichend warm und trocken gehalten, aber ist halt schon sehr schwer, klobig und nicht sehr flexibel.

    Wie macht ihr das? Hat jemand Schirm-Erfahrung? Wenn ja, ab welcher Temperatur nehmt ihr Regenkleidung anstatt Schirm?

    • Offizieller Beitrag

    In Deutschland hatte ich immer eine leichte Plastik-Regenjacke und Regenhose dabei - aber an der feucht-heissen US-Ostküste war es mir schnell zu nass unterm Regenschutz. Ich bin dann auf einen Poncho umgestiegen, was etwas umständlich war (mit Rucksack), aber deutlich angenehmer. Ganz zufrieden war ich damit aber auch nicht. Wenn ich mal dazu komme, würde ich mir gerne etwas Packa-ähnliches nähen. [USER="17"]dendronaut[/USER] hatte beim vorletzten Treffen einen gerade neu gekauften Packa dabei: vielleicht hat er ja zwischenzeitlich Erfahrungen damit sammeln können.

    • Offizieller Beitrag

    ... zum Thema Schirm: grundsätzlich finde ich die Idee nicht schlecht und habe auch schon darüber nachgedacht, aber bisher habe ich noch keinen Schirm gehabt, der etwas stärkerem Wind widerstanden hat. Dazu kommt, dass ich 2 Trekkingstöcke verwende - da habe ich keine Hand mehr frei.

  • Auf hf.net it da schon einiges an Diskussionleistung erbracht worden: http://www.tothewoods.net/HomemadeGearPa…earHammock.html. Etwas später im Thread wurden auch diverse Handsfreelösungen angesprochen, scheint nicht schlecht zu funktionieren. Ich werd's sicherlich mal ausprobieren. Spart den Hut, und eine vollwertige Regenjacke könnte man auch weglassen. Regenhose wird dann wie gesagt ersetzt durch einen Regenrock, der sehr viel flexibler einsetzbar ist. Aber ich werd wohl trotzdem noch ein Silnylon-Regenshirt mitnehmen, wenn ich mal wirklich mobil sein muss (z.B beim Campaufbau oder im Dickicht).

  • Gibts eigentlich auch Ponchos aus Stoffen, die atmungsaktiv sind?
    Worunter man also nicht schwitzt und hinterher genauso nass ist, wie ohne Regenponcho?
    Soll nicht als Tarp benutzt werden.

  • Sehr schönes Ding, [USER="21"]Konradsky[/USER]. Aber bei knapp 300 Euro für 600 g bin ich glaub ich raus. Wie schaut's denn mit der "Atmungsaktivität" aus? Was ich bisher so gelesen hab, ist man immer entweder von aussen nass, oder von innen. Gilt das auch für die beschichtete (?) Baumwolle?
    Ich hab momentan den Plan, mir ein Silnylon-Rainshirt nähen. Das wiegt nur 100 g und kostet mich 25 Euro. Ist definitiv nicht atmungsaktiv, aber ich würd's auch nur für den Campaufbau nutzen, wenn ein Schirm wirklich sehr stören würde. Irgendwie hab ich aber sogar Zweifel, ob's das überhaupt braucht, oder ob ein Schirm nicht ausreicht. Ist wahrscheinlich wie so oft die Wahl zwischen robust/bushcrafting und leicht/wandern.

  • Ich habe mir mal einen kleinen Schwung "Volksponchos" von Westfalia gekauft.
    Einer davon hat sogar drei Wochen schottischen Dauerregen bewältigt. Gut er hat ein paar kleine Löchlein, darf aber immer noch mit.
    Die Dinger sind einfach genial, robust, leicht (295g) und billig (weniger als 10 EUR).
    Was will man mehr.

    Das Schöne an einem Poncho ist, dass er einfach atmungsaktiv ist - weil ja nach unten hin alles "wegatmet".
    Nicht ganz so prickelnd finde ich, dass der Poncho genau 0,475 cm oberhalb meiner Gamaschen aufhört. Das hat zur Folge, dass ich ein wenig aufpassen muß, dass das ablaufende Wasser nicht den Weg durch die Gamschen nimmt... Mit Rucksack ist das zumindest hinten kein Problem, weil die Abflußrinne dann weit genug hinten ist.

    Das Baumkind

  • Der Be-X SilNylon Poncho ist immer im Rucksack falls es leichten Regen geben könnte oder der Wind nicht zu sehr bläst. Ist es sehr windig oder ein Monsunregen erwartet nehme ich eine 2,5 lagige Patagonia Regenjacke und eine aufzippbare Regenhose damit die Luft auf irgendwo wieder raus kann.

    Ein GearPackCover ala Packa habe ich auch schon genäht, das ist mir entweder zu groß für den Rucksack oder zu klein für mich :D

    "Jedes Gramm zählt, wenn der Rücken sich schon quält"

  • Ich hab auch die Helium II und ne Fahrradregenhose von Löffler. Gerade die Jacke hab ich immer dabei auch im Sommer. Die ist so leicht und transportiert die Feuchtigkeit gut raus, da gibts für mich kein Grund die zuhause zu lassen.

  • Früher war ich mit einem Poncho (irgendsoein US Dingens) unterwegs, allerdings reichte mir dabei die Belüftung nicht aus. Ergänzt wurde dieser Poncho mit einem Filzhut, Angeregt durch einige Urlaube auf einer feuchten Insel im Westen Europas fand ich irgendwann Gefallen am Tragen von kurzen Hosen, in Verbindung mit Gamaschen.

    Wie ich in einem anderen Beitrag schon mal geschrieben habe, benutze ich seit einigen Jahren statt diesen Ponchos nur den Euroschirm Handsfree. Ich befestige den Schirm mit den mitgelieferten Halterungen am Rücksacktragegurt, habe somit beide Hände frei und kann meine Trekkingstöcke benutzen. Sollte zum Regen noch starker Wind dazukommen, trage ich eine leichte Windjacke.

    So schaut meine aktuelle Kombination aus:
    [ATTACH=CONFIG]n16257[/ATTACH]

    Was mir ja schon seit einiger Zeit nicht mehr aus dem Kopf geht, ist ein Rain-Kilt:

    http://www.ula-equipment.com/product_p/rain-kilt.htm

    Mal sehen, der Bestellfinger juckt schon.:good:

  • Noch mal kurz zum Packa:
    Ich habe die 20D Version (1,1 Nylon? 225g). Er hat sehr wohl Unterarmbelüftugnen und zwar riesige, gut 50 cm lange! Zudem hat er einen Frontreißverschluss. Dieser läuft in beide Richtungen und lässt sich natürlich ganz öffnen. Ein absoluter Vorteil gegenüber einem Poncho. Dann hat er auch noch eine Art Ausbeulung am Rücken, die umschließt den Rucksack und macht eine Regenhülle unnötig.

    Leider hatte ich bisher Pech, auf den wenigen Touren hat es einfach nicht geregnet und so kann ich keine tiefergehenden Erfahrungen beisteuern. Zumindest im Winter habe ich keine Schwierigkeiten mit Kondensation gehabt, umso mehr bin ich jetzt mal auf das wärmere Wetter gespannt.

    http://www.thepacka.com
    https://youtu.be/5y6Belr3mrA

    Euroschirm:
    Ich hatte auch mal den Handsfree von Euroschirm und gemischte Erfahrungen gemacht. Durch den recht großen Schirm ist man schon gut auch bei windigen Verhältnissen geschützt und die "Belüftung" ist unschlagbar. Ein Vergleich zur Liteversion selbiger Firma: da ist der Schirm im Durchmesser 10cm kleiner, das macht extrem viel aus (wenn man so breit ist wie ich). Trotzdem: wenn es den ganzen Tag regnet und windig ist muss schon mit einer teilweise nassen Hose klarkommen. Nur Gamaschen fand ich auf Dauer nicht ausriechend. Ein Skirt ist bestimm eine gute Ergänzung, aber dann ist der Gewichtsvorteil auch schon wieder dahin. Was mich bei dem Hansdsfree aber wirklich immer genervt hat, ist die Verstauproblematik. Im Gegensatz zur kleineren Lite-Variante habe ich keine vernünftige Lösung gefunden, den Schirm griffbereit zu verstauen ohne den Rucksack jedes mal abzunehmen. Wie machst du es, [USER="42"]Hängematz[/USER]?

    "Six by nine. Forty two."
    "That's it. That's all there is."
    "I always thought something was fundamentally wrong with the universe"

  • Was mich bei dem Hansdsfree aber wirklich immer genervt hat, ist die Verstauproblematik. Im Gegensatz zur kleineren Lite-Variante habe ich keine vernünftige Lösung gefunden, den Schirm griffbereit zu verstauen ohne den Rucksack jedes mal abzunehmen. Wie machst du es, [USER="42"]Hängematz[/USER]?

    Die Abmessungen des Handsfree sind wirklich ein Problem. Was hatte ich mir Gedanken gemacht, wie ich das Ding im Flieger als Gepäck aufgebe. Zum Glück konnte ich meinen Rucksack so hoch packen, dass dieser etwas höher war als der Schirm. Damit war das Problem mit dem Gepäcktransport behoben.

    Wenn das Wetter eher trocken aussieht, dann befestige ich den Schirm an meinem Rucksack an den Schlaufen, die normalerweise für Eispickel oder Trekkingstöcke vorgesehen sind. Hierbei achte ich darauf, dass der Schirm nicht unter den Rucksack herausschaut. Dann kann man den Rucksack nämlich nicht einfach mal so abstellen. Ich spreche jetzt übrigens von einer Mehrtageswanderung. Tageswanderungen bei Sonnenschein unternehme ich ohne Regenschirm.:)

    Für den Fall, dass ich den Schirm benötige, muss ich dann natürlich den Rucksack absetzen. Deshalb habe ich mir eine zusätzliche Lösung überlegt. An der Spitze und am Griffende befinden sich jeweils eine Schlaufe. Diese Schlaufen verbinde ich mit einer Gummischnur (4mm) an deren beider Enden sich kleine Plastikhaken befinden. Damit kann ich den Schirm wir einen Flitzebogen tragen, d. h. quer über den Rücken bzw. die Gummischnur über die Brust. Ich setze also zuerst den Rucksack auf, dann kommt der Flitzebogen-Regenschirm. Somit kann ich den Schirm jederzeit verwenden, ohne das der Rucksack stört.

    Die Gummischnur-Lösung hat noch einen weiteren Vorteil, habe ich nur einen kleinen Tagesrucksack (10 l), Hüfttasche oder gar keinen Rucksack dabei, kann ich den Schirm trotzdem mitnehmen und habe immer noch meine Hände frei.

    "The Packa" finde ich aber auch klasse.

  • Ich bin dieses Wochenende das erste Mal mit Schirm unterwegs gewesen. Ich hab mir beim Globus für 10 Euro einen stinknormalen, nicht zusammenschiebbaren Schirm gekauft und das Griffteil halb abgesägt. Das Wetter bot viel Gelegenheit zum Testen, und ich kam sehr gut klar. Es gab einige wenige Momente, in denen ich mir eine Jacke gewünscht habe (Karte lesen, Tarpaufbau, starker Wind, im Dickicht), aber viel mehr, in denen ich froh war, den Schirm zu haben. Vor allem gibt's keine unnötige Schwitzerei, dafür bin ich sehr dankbar. Der Wechsel zwischen zwei Trekkingstöcken und einem Trekkingstock + Schirm ging wunderbar schnell, bei wechselhaftem Wetter ist das echt sehr praktisch. Nix mit Jacke an, Jacke aus - also auch kein Rucksack runter, Rucksack rauf. Der Schirm passte hervorragend in die Stockhalterung meines Osprey Kestrel, [USER="17"]dendronaut[/USER]. Auch wenn man in der Nacht mal pinkeln muss geht alles schneller und bequemer als mit Regenjacke. In der Nacht hab ich sogar Regenwasser damit aufgefangen. Und natürlich nicht zu vergessen: der Schirm hilft auch bei Somme! Welche Regenjacke kann das von sich behaupten?

    Ich hab den Schirm die ganze Zeit getragen, und es hat mich überraschenderweise gar nicht gestört! Alle 10 Minuten mal die Hand wechseln gegen Einseitigkeit, und gut ist's. Das Globusding hatte 400 Gramm, da geht noch ein bisschen was, gewichtsmäßig.

    Für mich hat sich's entschieden: über 0 Grad und kein starker Wind: Schirm + Skirt. Sonst: Regenjacke + Hose. Auch wenn man viel im Unterholz unterwegs ist, ist der Schirm eher nicht geeignet. Der Gewichtsvorteil ist für mich nicht der ausschlaggebende Faktor, für mich sind Flexibilität und Komfort wichtig. Für unerwartete, starke Winde und für den Tarpaufbau werd ich mir wohl ein sehr einfaches, ultraleichtes Silnylon-Regenshirt nähen, ich hoffe unter 50 Gramm.

  • Hooded Raincover

    Vielleicht kennt jemand ja dieses Ding der Firma BACH noch nicht: http://www.bachpacks.com/de/home/pro...raincover.html
    Ich habe damit keine Erfahrung. Es ist - wie bei Bach-Produkten üblich - eher schwer, aber qualitativ sicher sehr hochwertig.

    Das Produkt löst das Problem des zwischen Rücken und Rucksack herunterlaufenden Wassers bei relativ geringem Gewicht, ersetzt aber nicht grundsätzlich einen Regenschutz.

    Kombiniert mit einer leichten Regenjacke / einem Schirm plus Regenhosen / Gamaschen könnte das allenfalls eine sinnvolle Ergänzung zum vorhandenen Regenschutz sein, quasi als Zwischending zwischen Raincover für den Rucksack und Poncho / Packa.

    Wem die Idee des "Hooded Raincovers" grundsätzlich gefällt: Sicher lässt sich so etwas auch aus leichterem Material selber schneidern!

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