Beiträge von Stesch

    Hat dein Tarp keine Pull-Outs? Ich finde den Wetterschutz bei der GE viel besser, weil man das Tarp viel dichter über die Hängematte hängen kann, ohne es flacher abspannen zu müssen. Bei viel Wind benutze ich einfach die Pull-Outs..


    Doch natürlich. Bei Sturm gehe ich mit dem Tarp und Hm immer Recht weit runter. Eben flacher aufbauen. Und bedingt durch den geringeren Hängewinkel einer Bridge komme ich näher von unten ans Tarp.
    Klar kann man mit einer GE Nähe ans Tarp. Aber wenn es zu nah wird drückt der Wind meist an einer Stelle zumindest gelegentlich das Tarp und an die Footbox. Mit Kondens auf der Innenseite wird die dann nass. Bei der Bridge bekommen es die Spreizen ab. Das meinte ich.

    Wenn's aussieht als würde es bald richtig rumpeln mag ich es halt kuschelig eng. Bei so einem Aufbau bilde ich mir ein vor dem Sprühregen etwas besser geschützt zu sein. Und da ich keinen UQ Protektor verwende könnte das dann doch einen Unterschied machen.


    Naja wir gehn OT

    Da man irgendwann mal die Hinfahrt buchen sollte sich aber der Pegel seit Tagen im negativen befindet wird die Tour abgesagt. Klar könnte noch werden aber auch wenn ich ein Packraft habe würde ich dann doch lieber paddeln statt wandern. Die Langwetterprognose sollte ja auch ehr gut sein. Naja dann halt mal wieder verschieben... Aber um Ostern oder Pfingsten kann man da auch angenehmer baden (so rede ich mir das zumindest schön). Schade, echt.

    Ich schlafe in der Regel in der Brücke auch auf dem Rücken. Aus meiner Sicht ist der größte Nachteil das "abhängen" im Lager. Eine GE hat einfach mehrere bequeme Liegepositionen. Gerade wenn der Regen einen unter das Tarp zwingt kann in der GE halb aufrecht/quer schön unter dem Tarp raus schauen.... In der Brücke ist das nicht so bequem zumindest auf längere Zeit.

    Auch ist das mit den Spreizen ist wirklich ein Problem. Aber eines das sich schnell lösen lässt. Kork, Styropor, leerer Packsack.
    Allerdings finde ich das man eine Bridge besser im StormMode unterm Tarp nutzen kann, da man nicht diagonal liegt und somit näher unter die Ridge kann ohne dass das Tarp immer an die HM schlägt (Sturm).

    Eine tiefe Bridge gefällt mir nicht so gut. Die Seiten drücken einfach an den Schultern. Ich habe mir extra um flexiebler zu sein eine EXPED Hyperlite in xl gekauft. Die ist sehr breit an den Schultern aber damit sind meine tiefen Schnittmuster auch nicht so überragend. Eine flache Bridge mit UQ hat da die Nase vorne. Klar sie ist kipplig aber rausgeflogen bin ich noch nie.

    Die Bridge hat aber noch 2 Vorteile:
    - bedingt durch die Bauweise der Brücke kann man den UQ immer gleich aufhängen und da bleibt er auch. Einmal eingestellt zieht nie irgendwo Luft rein. Egal wie oft man sich umdreht, für Pinguine geht oder sonst was. Während bei der GE man schon mal zurechtzupfen muss (gerade im Winter merkt man das).
    -keine calf ridge

    Unterm Strich ist die GE (richtige Proportionen vorrausgesezt) am besten zum Abhängen. Garten, Baggersee, zu Hause ----ganz klar GE.
    Aber auf Tour ist ne Bridge dabei. Nicht nur weil sie durch die Trekkingstöcke als Spreizen leichter ist als all meine GE. Der normale Schlaf ist nen Tick besser und ich habe das Gefühl (wenn auch nur subjektiv) eine größere Sicherheitsreserve zu haben weil ich aus UQ und TQ mehr wärme raushole.... aber das sind Haarspaltereien.

    Ich glaube Silikon härtet mit Wasserdampf aus. Du solltest dann also auch den Dampf einschalten :good::D

    Auch habe ich jetzt besagtes Tape zum Silnylon nähen und CubenFiber Tape ausprobiert. Heben beide nicht. Den Saum umbüglen gelingt nur mit Mühe und unter Todesangst, da ich das neue Bügleisen meiner Lebengefährtin eigentlich nicht vergewaltigen darf. Abstecken ist auch sehr mühsam, daher wollte ich auch wie du Silikon verdünnen und leicht aufpinseln, damit der Stoff nicht mehr so rutscht und dann von Hand umschlagen zum säumen. Das würde deutlich besser funktioneiren. Ein Rollsaum geht warscheinlich am einfachsten.

    Ich habe die Tage auch die Firstnaht (und alle Tieouts/downs) geklebt... Geht ganz gut. Habe ca. 45 min gebtraucht (5cm breite und 5mm Unterschied in der Länge). Bericht folgt wenn das Tarp fertig ist (und ich für die erste Tour Zeit hatte)
    Zum Fixieren des Stoffes eignet sich doppelseitiges Klebeband von Tesa sehr gut. Klebt nicht wirklich aber der Stoff haftet gut darauf. Mit einer 2,5m langen Wasserwaage und dem doppelseitigen Klebeband habe ich so eine Stoffschicht fixiert, entfettet, Elastosil aufgetragen, andere Seite aufgelegt, bläschen ausgedrückt, glatgewalzt.
    Das Verfahren ist super, das Problem: der Silikonkleber dehnt den Stoff und beim der Aushärtung entstehen Falten. Warscheinlich zieht sich der Stoff wieder zusammen. Alles nicht so tragisch aber eben nicht 100%. Auch bekomme ich einfach nicht alle Bläschen ausgedrückt, auch nicht wenn ich den Stoff mit einer Stecknadel perforiere.

    Belastungstest Elastosil

    Ahoi zusammen,
    da wir ja am Dienstag den 31.10. und am Mittwoch den 1.11. gleich mit 2 Feiertagen gesegnet werden, man also nur 3 Uralubstage für die ganze Woche braucht, ist es natürlich Zeit was zu machen.
    Ich schlage den Tagliamento vor. Da kann man super mit dem Zug an und abreisen. Im Gepäck werde ich ein Packraft haben (Kann man hier mieten). Die Stecke von Venzone bis Latisana ist sehr empfehlenswert und mit gerde mal 77Km locker zu schaffen. Um die Landschaft zu geniesen sind ca 5 Übernachtungen sicherlich angebracht. Genügend Wasser sollte er haben, was also eine bequeme Tour verspricht.

    Lust auf Abendteuer?

    Stesch

    Achja da gibt es auch genügend Bäume :D

    Übrigens ein halbes Dankeschön für Deine toll ausgearbeiteten Beiträge. Die andere Hälfte vom Dankeschön muss ich Dir leider abziehen, weil solche Beiträge mich an der OPTIMALEN PASSUNG meiner Ausrüstung zweifeln lassen, also irgendwie unzufrieden machen und mich dann Zeit und Geld kosten... auch wenn der Schaffensprozess im DIY etwas schönes ist und mannigfach positve Begleiterscheinungen hat.

    Sehr gerne würde ich das Ergebnis einmal probeliegen.

    Also ich würde die Trennwände der Kammer mittig (von rechts nach links) etwas erhöhen, da man hier verhältnismäßig "immer" liegt und somit die mögliche maximale Isolierung im Gewichts/Wärme Verhältins deutlich erhöht, hier dann auch Trennwandhöhe=maximaler Loft. An den Seitlichen Enden liege ich meist nur mit einem Knie (4er Position), da könnten die Trennwände und Kammern etwas kleiner sein. Wenn es Nachts zu kalt ist liege ich ehr nicht in der 4er sondern lege beide Knie auf/nebeneinander.
    Auch wäre sicherlich eine leichte Erhöhung am Po und Schulterblättern nützlich, wenn es mit den Temperaturen mal Richtung Grenzbereich geht, da sich hier der Stoff aufgrund der Körperform am meisten dehnt ( - Daune komprimiert - ) und zumindest theoretisch durch den Memory-Effekt im Stoff immer weiter ausbeult... ergo Kältebrücke.

    Grundsätzlich könnte man überlegen wo die Daune also tatsächlich wärmen muss um eine Extremsituation gut zu überstehen oder wo die Isolierung nur den Windchill verhindert um den Komfort zu erhöhen (benötigt man in einer 15°C Nacht wenn man die Arme hinter den Kopf verschränken will, um gemütlich in die Sterne zu schauen, wirklich den vollen Loft am Ellenbogen???)

    Ich scheide auch knapp ab, damit die Naht nach dem Umfalten durch "guten Stoff" geht. Ob das aber bezüglich Haltbarkeit wirklich messbar ist kann ich nicht sagen. Fühlt sich aber subjektiv besser besser... Das gute Stück soll ja keine Mängel haben :)

    Hallo,
    sorry ich habe mit der Anleitung vom Waldschneider losgelegt und dann nach dem Zuschnitt Stück für Stück angepasst. Fotos habe ich leider keine mehr. Doof ja sollte aber auch nur mal nen Probestück sein.
    Aber ja:
    - die orginalen Schnittmuster habe ich nachträglich nochmal pro Naht 1cm nachgenäht, d.h. 4 Nähte = Umfang um 8cm verkürzt. Das orginal Schnittmuster war mir etwas zu groß - allerdings als reiner Winterrucksack super dimensioniert.
    - Die Meshtaschen sind ca 1/3 und 2/3 der Höhe, elastisch. Oben habe ich einen Saum genäht und ein Stück Gummischnur gleich der Secundär Aufhängung meines UQ durchgezogen. Jedes Ende im Innenbereich der Tasche durch ein Loch gezogen und einen Knoten drauf. So kann ich wenn die Spannung nachlässt nachspannen. Schien mir eine gute und einfach Lösung.
    - Kleinteile sind einfach: 2 Blizverschluß, 4 Leiterschnalle, 4 LineLoc und ein Tanka.
    -3D Netz
    - Netzgewebe elastisch

    Was würde ich anderst machen?
    # Ich habe viele Reste aus meinem Sammelsurium verwendet, daher 20mm und 25mm Bänder. Wenn ich alles kaufen müsste, dann alle Bänder und Kleinteile in 10mm.
    # Der Blitzverschluss über den Kopf würde ich an der Fornt deutlich weiter unten annähen. Ca beim Ende der Seitentaschen.

    Ich habe einen Exped mit Rollverschluss, wasserdicht ergo luftdicht. Wenn man den zu schnell zusammen packt hat man zuviel Lust im Innenfach - das stört beim komprimiern. Daher wie Rayway. Zugegeben gut aussehen tut das Orginal ja schon.

    Es sind max gute 40L Hauptfach + Netztaschen

    Die Ausgleichsriemen konnt ich nochnicht ausgibig test. Vorerst kann ich aber nichts negatives sagen. Glaube sogar dass bei einem Rucksack ohne Gestell es von Vorteil ist, wenn die Ankerpunkte relativ weit (Schulterbreite) auseinander sind, da sonst unter Zug zu einfach eine Falte im Stoff entstehen kann (vor allem wenn der Inhalt keine große Außenform hat). Da ja eine vorhandene Schlaufe verwendet wurde, kann das aber schnell abgeändert werden.
    Für den Rucksack habe ich ganz normale ummantelte Kordel genommen.


    Arbeitsschritte:

    Zuschnitt, Schultergurte herstellen und laut Anleitung annähen. Netztaschen säumen und mit weitem Stich an die Seitenteile annähen (damit man später nicht so viel pinnen muß), Schlaufen zuschneiden, Enden ansenken, Position bestimmen und annähen.
    Hüftpolster herstellen und annähen.
    Stück für Stück zusammen nähen. Oben Säumen (Knopfloch für Kordelausgang), Kleinteile/Bänder anbringen.

    Was fehlt?
    -Warscheinlich kommt noch ein Brustgrut dran, Kordel, LineLoc Handschuhharken
    -2 Wasserdichte kleine Taschen (vgl Laufbursche/Osprey) die entweder an den Schlaufen der Komprimierung, zwischen den Schultergurten als Frontpack oder an dem Hüftgurt angebracht werden können. Da mit 2 S-Biner befestigt können sie auch als Gürteltasche verwendet werden - also gut für Geld, Handy, Tolino, Snacks im Reisebus/Flieger als Handgepäck. Warscheinlich werde ich diese Taschen innen mit 3mm Evozotte auskleiden, da ich in der Vergangenheit ähnliche Täschschen am Rucksack, vor allem beim Ausziehen unsanft gegen den Boden geschleudert habe. Auch glaube ich das eine steifere Form den Tragekomfort am Körper erhöht.


    Werde natürlich weiter berichten. Hoffe die meisten Fragen sind geklärt.

    Viel Spaß
    Stesch

    Also bei allem Hin und her [USER="89"]echinotrix[/USER] wer wie du viele seiner Sachen selbst näht, warum nicht einfach ein Dampfundruchlässigen Stoff verwenden auf der Innenseite von TQ und UQ? Gerade wenn man nicht länger (im Arktischen) unterwegs ist sollte das doch reichen.

    Ich könnte mir auch vorstellen dass sich bei einer 2 Wochenwanderung im VB sich diverse Pilze auf der Haut ansiedeln können...